Holstein Kiel

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Holstein Kiel
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Voller Name Kieler Sportvereinigung Holstein
von 1900 e. V.
Ort Kiel, Schleswig-Holstein
Gegründet 7. Oktober 1900
Vereinsfarben blau-weiß-rot
Stadion Holstein-Stadion
Plätze 11.386
Präsident Roland Reime
Trainer Karsten Neitzel
Homepage www.holstein-kiel.de
Liga 3. Liga
2012/13 1. Platz (Regionalliga Nord)
Heim
Auswärts

Die Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 e. V. (kurz die KSV Holstein oder die Kieler SV Holstein, fälschlicherweise auch KSV Holstein Kiel genannt), allgemein bekannt als Holstein Kiel, ist ein rund 1.300 Mitglieder[1] zählender Sportverein aus Kiel. Bekannt ist der Verein vor allem durch seine Fußball-Abteilung, deren erste Mannschaft bis zur Einführung der ersten landesweiten Bundesliga 1963 jeweils immer der höchsten deutschen Spielklasse angehörte. Die größten Erfolge in der Vereinsgeschichte sind der Gewinn der Deutschen Meisterschaft 1912 und zwei Vizemeisterschaften 1910 und 1930. Die Vereinsfarben des im Volksmund die Störche genannten Klubs sind Blau, Weiß und Rot. Die erste Fußballmannschaft der Herren trägt ihre Heimspiele im 11.386 Zuschauer fassenden Holstein-Stadion aus.

Neben Herrenfußball bietet der Verein auch Handball, Frauenfußball, Tennis und Cheerleading an. Die Frauenfußballmannschaft besteht seit 2004 und spielte seit dem Aufstieg 2005 insgesamt sieben Jahre in der 2. Fußball-Bundesliga (Stand 2012). Die Handballdamen der KSV gewannen 1971 die Deutsche Handballmeisterschaft und wurden 1964 und 1970 Vizemeisterinnen.

Inhaltsverzeichnis

Gründungsgeschichte[Bearbeiten]

Vorgängerverein Kieler Fußball-Club Holstein (FC Holstein Kiel)[Bearbeiten]

Logo auf dem Trikot des FV/SV Holstein Kiel (mind. seit 1910 bis 1921, stilisierte Darstellung)

Der Kieler Fußball-Club Holstein (kurz FC Holstein Kiel oder FC Holstein von 1902) wurde am 4. Mai 1902 von den Schülern Friedrich Brügmann, Walter Duden und Hans Gosch der Oberrealschule 1 (heute Hebbelschule) gegründet.[2] Von Beginn an war der ehemalige Schülerverein der dominierende Verein in Kiel und schwang sich binnen weniger Jahre zu einem der stärksten Fußballvereine in Deutschland auf. 1908 erfolgte die erste Umbenennung zum Fußball-Verein Holstein von 1902 (kurz FV Holstein Kiel) und 1914 die zweite durch die Eingliederung der Sparten Leichtathletik und Hockey zum Sportverein Holstein von 1902 (kurz SV Holstein Kiel). Das Logo des Vereins war ein einfaches weißes großes H (Holstein), links auf der Brust der blauen Trikots. Ab 1914 stand das H in einem weiß umrandeten Kreis mit dunklem Hintergrund.

Fusionspartner Kieler Fußball-Verein von 1900 (KFV von 1900)[Bearbeiten]

Der Ursprung des Kieler Fußball-Verein von 1900 (kurz KFV von 1900) steht neben der stetig steigenden Fußballbegeisterung in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Verbindung mit zwei aus Süddeutschland stammenden Studenten (Namen unbekannt), die im Februar 1899 dem Kieler Männer-Turnverein von 1844 (kurz KMTV) beigetreten waren und den Fußballsport in Kiel einführten. Anfang 1900 zog es Arthur Beier, einen weiteren fußballbegeisterten Süddeutschen, der beim FC Phönix, einem Vorläufer des Karlsruher SC, gespielt hatte, an die Kieler Förde.[3] Unter seiner Führung entstand die Fußballabteilung des KMTV von 1844. Am 7. Oktober 1900 fuhren Arthur Beier und acht weitere Mitglieder (Andrae, Beiler, Blaschke, Hudemann, Leuenhagen, Niederehe, Roland und Stange) der Spielabteilung des Kieler Männer-Turnvereins nach Lübeck, um dort ein Fußballspiel gegen eine Mannschaft der Lübecker Turnerschaft ohne Einwilligung des Kieler Turnrats auszutragen. Dieses Ereignis bedeutet die eigentliche Gründung des KFV von 1900 und damit zugleich die Geburtsstunde des Kieler Fußballsports. Die Gründung des Kieler Fußball-Clubs Holstein veranlasste den Verein Ende August 1902 sich zum 1. KFV von 1900 umzubenennen. Einen Monat zuvor verließen einige junge Spieler den KFV von 1900 und gründeten am 23. Juli 1902 den FC Kilia Kiel.

Im Fußballsport gab der 1. KFV trotz seiner Pionierstellung nicht den Ton an und geriet in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg mehr und mehr ins Hintertreffen. Später konzentrierte er sich mehr auf die Leichtathletik und galt ab 1909 als einer der führenden Leichtathletikvereine Norddeutschlands.

Fusion[Bearbeiten]

Stammbaum der Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 e.V.

Am 7. Juni 1917 tagten im Zentral-Hotel, dem Vereinslokal des 1. KFV, in gemeinsamer Sitzung die Mitglieder des SV Holstein von 1902 und des 1. KFV von 1900 und fassten bei einer Stimmenthaltung einstimmig folgenden Beschluss: „Die Beschlüsse der beiden Vereine über ihren Zusammenschluss unter dem Namen Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 e.V. (kurz Holstein Kiel oder KSV Holstein) werden gutgeheißen.“

Hauptinitiator der Fusion war neben dem späteren Präsidenten Ernst Föge[4], der stets engagierte Kieler Fußballpionier und KFV-Mitbegründer Georg P. Blaschke[5], der schon seit 1909 die Vision verfolgte, einen auf Dauer wettbewerbsfähigen Verein in Kiel zu etablieren. Daneben war auch die immense Schwächung der Vereine, aufgrund der steigenden Strapazen im dritten Kriegsjahr des Ersten Weltkrieges, ein erheblicher Grund, der zur Fusion mit beitrug.

Der deutlich mitgliederschwächere 1. KFV von 1900 schloss sich somit dem erfolgreichen SV Holstein Kiel an und ging völlig in ihm auf, was nicht nur am heutigen Namen Holstein Kiel zu erkennen ist. Der vom FV Holstein im Jahre 1911 erbaute Holstein-Platz (heute Holstein-Stadion) wurde als Spielstätte erkoren und die Spieltracht der KSV Holstein entsprach ebenfalls dem Blau-Weiß-Rot des FV Holstein. Der 1. KFV verzichtete auf seine 1914 errichtete Spielstätte sowie auf die Vereinsfarben Schwarz-Grün und auf sein Vereinswappen. Ein Überbleibsel des 1. KFV war die Berufung auf dessen Gründungsdatum in der Vereinssatzung, was im Fußball nach Vereinsfusionen eine gängige Praxis ist (siehe beispielsweise Hamburger SV oder VfB Stuttgart).

Das offizielle Gründungsdatum der KSV Holstein ist der 7. Oktober 1900. Seinen heutigen Namen trägt der Verein seit dem 7. Juni 1917. Der Vereinsname leitet sich vom südlichen Landesteil Holstein der damaligen preußischen Provinz Schleswig-Holstein ab.

Vereinsfarben und Vereinswappen[Bearbeiten]

Die Vereinsfarben Blau, Weiß und Rot entsprechen den schleswig-holsteinischen Landesfarben. Holstein spielte die ersten Jahre in quergestreiften blau-weiß-roten Hemden und schwarzen Hosen. Ab 1906 trug man ein weißes Trikot mit diagonalen Querstreifen in Vereinsfarben. Spätestens seit 1910 trägt man die bis heute gültige Tracht, nämlich blaue Hemden, weiße Hosen und rote Stutzen.

Das Wappen von Holstein Kiel existiert seit 1921[6] und veränderte sich von der Grundstruktur (Kieler Wappen, Farbe, Schriftzug) seitdem nicht mehr wesentlich.[7] Von 1910 bis 1917 wurde ein weißes H auf dem Trikot getragen. Dieses H wurde von 1917 bis 1921 in einem weiß umrandeten Kreis mit dunklem Hintergrund auf dem Trikot verwendet. Das Logo vom Fusionspartner 1. KFV von 1900 war das Kieler Stadtwappen. Der FV Holstein hatte ein rundes Wappen mit dem Schriftzug in blauer Schrift: F.V. Holstein v. 1902 E.V. Kiel. In der Mitte des Logos befand sich ein weißes H und im Hintergrund ein rotes F und V.

Geschichte/Sportlicher Werdegang[Bearbeiten]

Erstklassig – Erfolgreichste Zeit (1900–1933)[Bearbeiten]

Die ersten und größten Erfolge der Vereinshistorie feierte Holstein Kiel in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Spielbetrieb in Kiel wurde 1903 mit der Gründung des Verbandes Kieler Ballspielvereine (kurz VKB) erstmals organisiert. Auf Druck des DFB und seiner Regionalverbände schlossen sich am 15. April 1905 die sieben Fußballverbände aus Hamburg-Altona, Bremen, Kiel, Hannover, dem Herzogtum Braunschweig, Mecklenburg und Unterweser zum Norddeutschen Fußball-Verband (kurz NFV) zusammen. Die jeweiligen NFV-Bezirksmeister (1907 neun Bezirke) spielten dann erstmals ab 1906 um die Meisterschaft des Norddeutschen Fußballverbandes, deren Sieger sich für die Deutsche Meisterschaftsendrunde qualifizierte. Holstein wurde stets Bezirksmeister im Bezirk Holstein/Lübeck und scheiterte von 1906 bis 1908 im Halbfinale der Norddeutschen Meisterschaft jeweils immer an Victoria Hamburg und 1909 an Eintracht Braunschweig.

1910 gewann man erstmals die Norddeutsche Meisterschaft durch ein 7:1 gegen Werder Bremen und qualifizierte sich somit erstmals für die Deutsche Meisterschaftsendrunde. Bei der erstmaligen Teilnahme erreichte man gleich das Finale und spielte am 15. Mai 1910 im Kölner Weidenpescher Park gegen den damaligen Topclub Karlsruher FV, der fünf Nationalspieler in seinen Reihen hatte. Im Endspiel unterlag die Mannschaft mit 0:1 n.V. und wurde somit Deutscher Vizemeister. 1911 verteidigten die Störche durch ein 6:1 im Finale gegen Eintracht Braunschweig die Meisterschaft des Norddeutschen Fußball-Verbandes und scheiterten im Halbfinale der Deutschen Meisterschaftsendrunde am späteren Deutschen Meister Viktoria 89 Berlin. Seit 1911 trägt Holstein Kiel seine Heimspiele am Holstein-Platz (heute Holstein-Stadion) aus. Es ist somit eine der traditionsreichsten und ältesten Spielstätten im deutschen Fußball.

Spieldaten des Endspiels um die Deutsche Meisterschaft 1910

Am 26. Mai 1912 feierte Holstein Kiel den größten Erfolg der Vereinsgeschichte mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Als Meister des Norddeutschen Fußball-Verbandes (Finale gegen Eintracht Braunschweig 3:2) gewann man das Endspiel mit 1:0 gegen den Deutschen Meister von 1910, den Karlsruher FV. Ernst Möller schoss das entscheidende Tor gegen die Badener, die acht Nationalspieler in ihren Reihen hatten, durch einen verwandelten Elfmeter. 10.000 Zuschauer[9] im Hamburger Stadion Hoheluft bedeuteten damals einen neuen norddeutschen Zuschauerrekord. Der Verein holte damit den ersten Meistertitel für den Norddeutschen Fußballverband. 1912 gewann Holstein Kiel auch die Deutsche Akademiker-Meisterschaft durch ein 2:0 gegen den VfB Marburg und war damit erster „Doublesieger“ im deutschen Fußball.

Spieldaten des Endspiels um die Deutsche Meisterschaft 1912

Die Mannschaft zählte von 1909 bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs zu den stärksten Mannschaften in Deutschland und wurde im Juni 1914 sogar vom Deutschen Fußball-Bund mit der Ehre bedacht, Deutschland bei den Baltischen Spielen in Malmö zu vertreten. Durch ein 7:0 über eine russische und ein 1:0 gegen eine schwedische Auswahl wurde die Holstein-Auswahl Turniersieger. Der Verein bestritt schon zuvor internationale Freundschaftsspiele oder ging auf Freundschaftsspiel-Tour, um gegen erstklassige internationale Vereine anzutreten. Bereits 1912 reiste die Meistermannschaft[10] nach Moskau und der Verein lud Mannschaften aus Dänemark zum Beispiel AB Kopenhagen, Kjøbenhavns Boldklub oder BK Frem København regelmäßig zu Freundschaftsspielen nach Kiel ein. Kein Jahr verging, in dem nicht mehrere oder zumindest eine ausländische Mannschaft gegen Holstein Kiel spielte.[11]

Nahezu alle Fußballer stammten bis dato aus dem Bildungsbürgertum und weniger aus Arbeiterkreisen, wie man angesichts der boomenden Stadt Kiel Anfang des 20. Jahrhunderts vielleicht vermuten könnte. Obwohl durch die Marine viele sportbegeisterte Soldaten in die Stadt kamen und den Fußballboom förderten, bildeten seinerzeit die vielen Mitglieder aus akademischen Schichten das Rückgrat der damaligen Fußballbewegung in Kiel. Bereits 1914 hatte die Stadt Kiel 2033 aktive Mitglieder, was etwa einem Prozent der Gesamtbevölkerung entsprach und im Verhältnis zu anderen norddeutschen Städten (Hamburg 4631 und Lübeck 785 aktive Mitglieder) enorm war.[12]

Nach dem Ersten Weltkrieg dominierte die KSV weiter in ihrem Bezirk und qualifizierte sich stets für die Norddeutsche Meisterschaft. Zu einer Besonderheit kam es in der Saison 1928/29, als sich neun Vereine aus dem Hamburger Raum und Holstein Kiel dazu entschlossen, die „Runde der Zehn“ als eigene Spielklasse ins Leben zu rufen. Holstein wurde in der Runde der Zehn Vizemeister hinter dem Hamburger SV. 1926, 1927 und 1930 gewannen die Störche nochmals die Norddeutsche Meisterschaft und wurden in den Jahren 1922, 1923, 1928, 1929, 1931, 1932 jeweils Vizemeister. Stets kam es zu den Duellen zwischen Holstein Kiel und dem immer stärker werdenden Hamburger SV in den 1920ern und Anfang der 1930er Jahre. Beide Mannschaften teilten sich alle Norddeutschen Titel von 1921 bis 1933 (HSV 10 Titel, KSV 3 Titel). Neben drei Viertelfinalteilnahmen 1927, 1928 und 1932 und zwei Halbfinalteilnahmen 1926 und 1931 wurde am 22. Juni 1930 zum dritten Male das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft erreicht. In einem der spannendsten und torreichsten Finals der deutschen Fußballgeschichte verlor die KSV mit 4:5 gegen Hertha BSC vor rund 40.000 Zuschauern im Düsseldorfer Rheinstadion.

Spieldaten des Endspiels um die Deutsche Meisterschaft 1930

Die KSV Holstein belegt in der Ewigen Endrundentabelle der Vereine zur Deutschen Meisterschaft von 1903 bis 1933 den sechsten Tabellenplatz (26 Spiele, 16 Siege, 0 Unentschieden, 10 Niederlagen, 73:54 Tore, 32:20 Punkte). Vor der KSV stehen der VfB Leipzig, die SpVgg Fürth, der Hamburger SV, Hertha BSC und an der Spitze dieser prestigeträchtigen und traditionsreichen Ewigen Tabelle der damalige Rekordmeister 1. FC Nürnberg.[13]

Erstklassig – Gauliga (1933–1945)[Bearbeiten]

Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung spielte Holstein Kiel in der Gauliga Nordmark, eine von anfangs 16 Gauligen im nationalsozialistischen Deutschland. Die Gauliga Nordmark wurde vom Eimsbütteler TV und vom Hamburger SV dominiert. Beide Vereine teilten sich alle neun Nordmark-Titel untereinander auf, wobei der Eimsbütteler TV fünfmal und der Hamburger SV viermal die Meisterschaft gewann. Die KSV belegte fünfmal den dritten Platz und als beste Platzierung 1937 den zweiten Platz. Somit verpasste Holstein Kiel die Teilnahme an der Endrunde der Deutschen Meisterschaft, da sich nur der Nordmark-Meister dafür qualifizieren konnte.

Wie zuvor spielte man auch gegen erstklassige internationale Gegner und machte zum Beispiel 1936 eine Reise nach Polen und Ungarn wo die KSV unter anderem gegen MTK Budapest vor 40.000 Zuschauern spielte. Durch den Kriegsbeginn 1939 und die Stellung Kiels als Kriegsmarinehafen kamen unzählige Soldaten in die Stadt, unter ihnen auch Fußballer die als „Gastspieler“ bei Holstein und anderen lokalen Vereinen aufgenommen wurden. Einer der prominentesten Gastspieler war der spätere Nationalspieler und Weltmeister Ottmar Walter, der in der Saison 1942/43 für die Störche spielte.

Zur Saison 1942/43 wurde die Gauliga Nordmark aus logistischen Gründen/Kosten wegen des voranschreitenden Zweiten Weltkriegs in die Ligen Hamburg, Mecklenburg und Schleswig-Holstein unterteilt. Holstein Kiel, nun in der Gauliga Schleswig-Holstein spielend, erreichte als Meister zweimal die Endrunde der deutschen Meisterschaft. 1943 schlug die KSV im Viertelfinale sensationell den Topclub FC Schalke 04 vor der damaligen Kieler Rekordkulisse von 18.000 Zuschauern[15] mit 4:1 und verlor das anschließende Halbfinale um die deutsche Meisterschaft gegen den späteren Deutschen Meister Dresdner SC mit 1:3. Das abschließende Spiel um Platz 3 konnte jedoch am 26. Juni 1943 im Berliner Poststadion mit 4:1 gegen den österreichischen Hauptstadtclub First Vienna FC 1894 gewonnen werden.

Spieldaten des Spiels um Platz 3. in der Deutschen Meisterschaft 1943

Insgesamt erreichte der Verein bis dato 13 Mal die Endrunde der deutschen Meisterschaft (1910, 1911, 1912, 1913, 1926, 1927, 1928, 1929, 1930, 1931, 1932, 1943, 1944). Dabei zog der Verein dreimal ins Finale (1910, 1912, 1930) sowie fünfmal ins Halbfinale (1911, 1913, 1926, 1931, 1943) ein. Nachdem der Spielbetrieb in der Gauligasaison 1944/45 kriegsbedingt nach nur wenigen ausgetragenen Spielen abgebrochen werden musste[16], wurde kurzfristig eine Stadtliga (die so genannte Gauliga Schleswig-Holstein – Staffel Kiel) unter Beteiligung der Störche ins Leben gerufen, deren Spielbetrieb aber auch bald darauf beendet werden musste.

Erstklassig – Oberliga (1945–1963)[Bearbeiten]

Nach Kriegsende war Kiel fast vollkommen zerstört. Viele Anlagen der KSV Holstein waren durch Bomben getroffen, wodurch einige Abteilungen wie beispielsweise Schwimmen nicht wieder neuaufgebaut werden konnten und aufgelöst wurden. Von 1945 bis 1947 spielte Holstein Kiel um die Bezirksmeisterschaft mit und wurde 1947 in der anschließenden Endrunde um die schleswig-holsteinische Landesmeisterschaft Vizemeister. Somit qualifizierten sich die Störche für die neu gegründete höchste Spielklasse, die Oberliga Nord, in der sie bis zur Einführung der ersten landesweiten Bundesliga 1963 spielten.

Die Oberliga Nord war eine von insgesamt fünf Oberligen in Deutschland, deren Meister und teilweise auch Vizemeister am Ende einer Saison um die Deutsche Meisterschaft spielten. 1953 und 1957 nahm Holstein als Vizemeister der Oberliga Nord an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft teil, doch ohne Erfolg. 1953 spielte man in der Gruppe 1 und traf dort auf die Mannschaften 1. FC Kaiserslautern, Eintracht Frankfurt und den 1. FC Köln. Mit fünf Niederlagen, einem Unentschieden (2:2 gegen den 1. FC Köln) und einem Torverhältnis von 8:16 Toren beendete man die Gruppenphase als Gruppenletzter. 1957 nahm der Verein zum letzten Mal in der Vereinsgeschichte an einer Endrunde um die deutsche Meisterschaft teil und scheiterte in der Vorqualifikation zur Gruppenphase mit 2:3 n.V. an Kickers Offenbach. Zu einer Premiere im deutschen Fußball kam es am 26. Oktober 1957, als zum allerersten Mal im Deutschen Fernsehen ein Ligapunktspiel in voller Länge übertragen wurde. Auf der Adolf-Jäger-Kampfbahn in Hamburg traf im Oberliga Nord Spiel Altona 93 auf Holstein Kiel (0:0).[17]

Teilnahmen an der Deutschen Meisterschaft von 1910 bis 1957

Neben wirtschaftlichen Kriterien und einer Zwölfjahreswertung entschied die Abschlusstabelle der letzten Oberligasaison 1962/63, wer sich für die 1. Bundesliga qualifizieren durfte. Holstein Kiel belegte in dieser Saison den 5. Platz und scheiterte knapp daran, Gründungsmitglied der Bundesliga zu werden. Die Aufsteiger in die neue bundesweite Liga waren der Hamburger SV, Werder Bremen und Eintracht Braunschweig. In der Ewigen Tabelle der Oberliga Nord von 1947 bis 1963 belegt Holstein Kiel den 6. Tabellenplatz (452 Spiele: 188 Siege, 102 Unentschieden, 162 Niederlagen, 857:794 Tore, 469:419 Punkte[18]). Nach der verpassten Qualifikation für die 1. Bundesliga ging die Mannschaft noch einmal auf Freundschaftsspielreise, diesmal in den hohen Norden nach Island. Dort traf man auf Einladung von Fram Reykjavík unter anderem auch auf den isländischen Rekordmeister KR Reykjavík (2:0 Sieg) und die Isländische Fußballnationalmannschaft (4:2 Sieg). Vor der Reise nach Island kam es zu anderen internationalen Freundschaftsspielen wie so oft in den 1950er und 1960er Jahren.[19] Besonders bemerkenswert ist die Partie am 9. Mai 1962 gegen den englischen Meister Ipswich Town gewesen. Holstein Kiel schlug den amtierenden englischen Meister mit 2:1 (1:1), obwohl in der Startelf vier Amateurspieler standen.[20]

Ein weiterer Erfolg vor Gründung der 1. Bundesliga war der Gewinn der damals noch beim Publikum sehr beliebten Deutschen Amateurmeisterschaft 1961. Mit 5:1 gewannen die Amateure der KSV das Finale gegen den Siegburger SV 04 vor mehr als 70.000 Zuschauern im Niedersachsenstadion in Hannover.[21]

Spieldaten zur Deutschen Amateurmeisterschaft 1961

Gleich zweimal wurde der Verein in den ersten Nachkriegsjahren vom Spielbetrieb ausgeschlossen, zunächst von der Britischen Militärregierung von Mitte Juli bis Anfang Oktober 1946. Hintergrund war, dass der damals zuständige Kieler Verband für Leibesübungen (KVL) den Vizemeister der Bezirksmeisterschaft Holstein Kiel (aufgrund bisheriger beständiger Leistung) statt des Bezirksmeisters Eckernförder SV für die Teilnahme an der später ohnehin im Viertelfinale abgebrochenen Norddeutschen Meisterschaft nominiert hatte. Nach einem nicht genehmigten späteren Entscheidungsspiel, das Holstein mit 4:2[22] gewann, war das Urteil der britischen Militärregierung gefallen. Der Holstein-Vorstand wurde auf Lebenszeit gesperrt, der KVL aufgelöst und die Stadt Kiel vorübergehend als Spielort für drei Monate bis zum 1. Oktober gesperrt.[23]

Gleich für den Rest einer ganzen Saison wurden die Störche nach dem achten Spieltag in der Oberligasaison 1948/49 vom weiteren Spielbetrieb ausgeschlossen. Grund dafür war, dass der Verein in der Vorsaison 1947/48 durch den Einsatz von Willy Hamann (SpVgg Weiden) die Wechselsperre missachtet hatte[24]. Ankläger war Hannover 96, die in der Vorsaison 1947/48 aus der Oberliga Nord abgestiegen waren und nunmehr einen garantierten Platz für die Oberliga-Saison 1949/50 erhielten.[25] Holstein Kiel stand nach dem Urteil fast vor dem Ruin, da der Verein wie Hannover 96 ein dreiviertel Jahr nur Freundschaftsspiele und keine Punktspiele mehr bestreiten konnte und somit in arge finanzielle Bedrängnis geriet.[26] Da jedoch die Oberliga Nord zur Saison 1949/50 von 13 auf 16 Teams erweitert wurde, durfte die KSV wie Hannover 96 kampflos wieder in die Oberliga Nord aufsteigen.

Zweitklassig – Regionalliga (1963–1974)[Bearbeiten]

Aufgrund der misslungenen Qualifikation für die 1. Bundesliga spielte Holstein Kiel fortan in der neu geschaffenen Regionalliga Nord (2.Liga). Sie war von 1963 bis 1974 eine von fünf neuen zweiten Ligen in Deutschland. Die Regionalliga Nord bestand wie die Oberliga Nord aus Vereinen aus den vier Fußballverbänden Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen und Hamburg.

Die erfolgreichste Regionalliga-Nord-Spielzeit war die Saison 1964/65. Im Sommer 1965 spielte die KSV als Meister der Regionalliga Nord um den Aufstieg in die 1. Bundesliga, scheiterte in der Aufstiegsrunde jedoch an Borussia Mönchengladbach. Man beendete die Bundesliga-Aufstiegsrunde auf dem dritten Platz mit zwei Siegen, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen und einem Torverhältnis von 6:6 Toren.

Spieldaten zur Aufstiegsrunde in die 1. Bundesliga 1965

1966, 1967 und 1970 wurde der dritte Tabellenplatz erreicht und die Bundesliga Aufstiegsrunde nur sehr knapp verfehlt. Holstein Kiel zählt neben dem FC St. Pauli, VfL Osnabrück, Arminia Hannover, VfB Lübeck, VfL Wolfsburg und TuS Bremerhaven 93 zu den Vereinen, die alle elf Spielzeiten von 1963 bis 1974 in der Regionalliga Nord gespielt haben. In der Ewigen Tabelle der Regionalliga Nord von 1963 bis 1974 belegt Holstein Kiel den 4. Tabellenplatz (364 Spiele: 174 Siege, 84 Unentschieden, 106 Niederlagen, 691:513 Tore, 432:296 Punkte[27]).

Für die 1974/75 neu gegründete zweigleisige 2. Fußball-Bundesliga erhielt die Regionalliga Nord insgesamt sieben Plätze. Diese wurden nach einer Fünf-Jahres-Wertung vergeben, wobei die Regionalliga Nord Saison 69/70 und 70/71 einfach, die Jahre 71/72 und 72/73 zweifach und die Saison 73/74 vierfach gewertet wurde. Bei Punktgleichheit entschied die bessere Platzierung der letzten Regionalliga-Nord-Saison 1973/74. Die KSV Holstein belegte am Ende dieser Fünf-Jahres-Wertung mit 91 Punkten den wertlosen 8. Platz, punktgleich mit dem VfB Lübeck (9. Platz) und dem TSR Olympia Wilhelmshaven (7. Platz). Da jedoch der TSR Olympia Wilhelmshaven mit dem 7. Platz in der Abschluss-Tabelle der Saison 1973/74 besser als Holstein Kiel (13. Platz) und der VfB Lübeck (16. Platz) platziert war, sicherte er sich somit den letzten der insgesamt sieben Plätze für die 2. Bundesliga Nord. Holstein Kiel stieg somit zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die Drittklassigkeit ab. Man spielte fortan in der 1974/75 wieder gegründeten Oberliga Nord.

Dritt- und Zweitklassig – Oberliga und 2. Bundesliga (1974–1994)[Bearbeiten]

Die Oberliga Nord oder auch Amateuroberliga Nord (3. Liga) bestand ebenfalls wie ihr gleichnamiger jedoch höherklassiger Vorgänger (1947–1963) aus Vereinen aus den Verbänden Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. In den ersten beiden Spielzeiten 1974/75 und 1975/76 belegte die KSV den 10. und 13. Platz. Nach der Saison 1976/77 spielte die Mannschaft als Drittplatzierter um den Aufstieg in die 2. Bundesliga Nord, scheiterte in der Aufstiegsrunde jedoch an Rot-Weiss Lüdenscheid. Man beendete die Aufstiegsrunde auf dem dritten Platz mit zwei Siegen, vier Niederlagen und einem Torverhältnis von 9:11 Toren.

Spieldaten zur Aufstiegsrunde in die 2. Bundesliga 1977

In der Saison 1977/78 war Holstein Kiel als Viertplatzierter berechtigt, an der Aufstiegsrunde zur 2. Fußball-Bundesliga Nord teilzunehmen. Zuvor musste die Mannschaft jedoch den Verlierer des Finales um die Westfalenmeisterschaft, den 1. FC Paderborn (heute SC Paderborn) schlagen. Nach zwei Unentschieden (beide 2:2) gewann die KSV das allesentscheidende dritte Spiel mit 5:3 (1:1 n.V) nach Elfmeterschießen auf neutralem Platz in Osnabrück. Somit qualifizierte sich Holstein Kiel durch den Sieg für die Aufstiegsrunde und traf dort auf die Mannschaften OSV Hannover, Olympia Bocholt und Wacker 04 Berlin. Durch einen 1:0-Heimsieg gegen Wacker 04 Berlin sicherte sich Holstein Kiel am letzten der sechs Spieltage den zweiten Tabellenplatz in der Aufstiegsrunde und stieg somit in die 2. Bundesliga Nord auf.

Spieldaten zur Aufstiegsrunde in die 2. Bundesliga 1978

Die 2. Bundesliga Nord bestand aus Vereinen aus den Verbänden von Nordrhein-Westfalen, Westberlin, Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein. Von 1978 bis 1981 spielte die KSV in der damals noch zweigleisigen 2. Fußball-Bundesliga. In der Saison 1978/79 und 1979/80 erreichte die Mannschaft den 14. Tabellenplatz. 1980/81 beendete man die Saison als Viertletzter auf den 19. Tabellenplatz. Durch die Zweitliga-Reform 1981/82, die eine eingleisige, bundesweite zweite Liga als Ergebnis hatte, stieg die KSV wie viele andere Vereine wieder in die Drittklassigkeit ab. Neben technischen Qualifikationskriterien entschied eine Drei-Jahres-Wertung, wer in die neue 2. Bundesliga aufsteigen durfte. Am Ende sollten aus dem Norden und dem Süden jeweils 10 Mannschaften vertreten sein. Holstein Kiel belegte in dieser Drei-Jahres-Wertung den 19. Platz im Norden und stieg somit direkt in die drittklassige Oberliga Nord ab.

In der Oberliga Nord (3. Liga) spielten die Störche von 1981 bis zur Drittliga-Reform 1994/95 durchgängig mit. Die erfolgreichste Oberliga-Nord-Spielzeit war die Saison 1982/83. Am Ende belegte Holstein Kiel den 3. Tabellenplatz. 1987, 1989 und 1991 wurde der 4. Tabellenplatz erreicht. In der Ewigen Tabelle der Oberliga Nord von 1974 bis 1994 belegt Holstein Kiel den 4. Tabellenplatz (566 Spiele, 243 Siege, 150 Unentschieden, 173 Niederlagen, 913:757 Tore, 636:496 Punkte[27]).

Dritt- und Viertklassig – Zwischen Ober- und Regionalliga (1994–2007)[Bearbeiten]

In der Saison 1994/95 führte der Deutsche Fußball-Bund die Regionalligen als neue dritthöchste Spielklasse ein. Die Platzierungen 1 bis 14 der Abschlusstabelle der Oberliga Nord Saison 1993/94 entschieden, wer sich für die neue zunächst dreigleisige dritte Liga qualifizieren durfte. Zum Abschluss belegte die KSV den 7. Tabellenplatz und qualifizierte sich somit für die Regionalliga Nord (3. Liga). Die Regionalliga Nord bestand wie ihr gleichnamiger, jedoch höherklassiger Vorgänger (1963–1974) aus Vereinen aus den Verbänden Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein. Nachdem man in der Premierensaison der Regionalliga Nord den 11. Tabellenplatz belegt hatte, stieg Holstein Kiel in der Saison 1995/96 knapp als Tabellenletzter aus der Regionalliga Nord ab. Am Ende fehlten nur zwei Punkte, um die erstmalige Viertklassigkeit zu verhindern. Man spielte fortan in der 1994/95 gegründeten Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein.

Nach zwei Jahren in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein (4. Liga) stieg Holstein Kiel im Sommer 1998 wieder in die Regionalliga Nord auf und spielte dort bis zum erneuten Abstieg im Sommer 2000. Diesmal hatte wiederum die Drittliga-Reform 2000/01 Auswirkungen auf den Abstieg. Die vier Regionalligen wurden auf zwei Staffeln (Nord und Süd) reduziert. Holstein Kiel stieg als Achtplatzierter erneut in die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein ab, da nur die ersten sechs sich für die neue zweigleisige Regionalliga qualifizieren konnten.

Nach dem zweiten Abstieg in die Viertklassigkeit gelang anschließend gleich der direkte Wiederaufstieg in die Regionalliga Nord. Aufgrund der Drittliga-Reform 2000/01 stiegen die Meister der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein und der Oberliga Niedersachsen/Bremen nicht wie gewohnt direkt eine Liga auf, sondern mussten fortan gegeneinander um den Aufstieg in die neue zweigleisige Regionalliga spielen. Holstein Kiel spielte als Meister gegen den Niedersachsen/Bremen Meister Göttingen 05 (heute RSV Göttingen 05). Der 1. SC Göttingen 05 setzte sich in den Aufstiegsspielen gegen die KSV nach einer 2:0-Hinspiel-Niederlage im Rückspiel mit 3:0 durch. Doch aus wirtschaftlichen Gründen (Insolvenz, mangels Masse nicht erfolgreich beendet) wurde den Niedersachsen die Lizenz für die Regionalliga Nord verweigert und der Verein aus dem Vereinsregister gestrichen, wodurch die KSV als erster Nachrücker in die Regionalliga Nord aufstieg.

In der zweigleisigen Regionalliga (3. Liga) kämpfte die KSV nun mit Erfolg erneut gegen den Abstieg und belegte vier Jahre in Folge hintere Tabellenplätze. Die gleichnamige, jedoch geographisch größere Regionalliga Nord existierte von 2000 bis 2008 und bestand vornehmlich aus Vereinen aus drei (NFV, NOFV und WFLV) der insgesamt fünf Regionalverbänden in Deutschland. In der Saison 2005/2006 wurde die Herbstmeisterschaft in der Regionalliga Nord errungen und die Saison mit einem 4. Tabellenplatz beendet. Durch Modernisierungsmaßnahmen im Infrastrukturbereich, beispielsweise Sanierung des Stadions, erfüllte der Verein viele der DFL/DFB-Auflagen, die heutzutage den Sprung zurück zum hochklassigen Fußball erst ermöglichen. In der nachfolgenden Saison 2006/2007 konnte nur der 15. Tabellenplatz erreicht werden. So stieg Holstein Kiel mit der bitteren Rekordpunktzahl von 48 Punkten zum dritten Mal in die Viertklassigkeit ab. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel 1995 ist noch kein Absteiger aus den ersten drei Ligen mit so einer hohen Punktzahl abgestiegen. Am Ende teilten sich sogar vier Vereine die 48 Punkte, von denen Holstein Kiel jedoch das schlechteste Torverhältnis hatte und deshalb knapp abstieg. Fortan spielte Holstein Kiel in der 2004/05 wiedergegründeten Oberliga Nord.

Viert- und Drittklassig – Jüngste Vergangenheit (seit 2007)[Bearbeiten]

Am Ende der Saison 2006/07 stieg Holstein Kiel in die Oberliga Nord (4. Liga) ab. Die Oberliga Nord wurde in der Saison 2004/05 aus den zwei Oberligen Hamburg/Schleswig-Holstein und Niedersachsen/Bremen wiedergegründet, um das Leistungsgefälle zur zweigleisigen Regionalliga zu minimieren. Die Oberliga-Nord-Saison 2007/08 verlief für die Störche sehr erfolgreich. Zwei Spieltage vor Saisonschluss gewann die Mannschaft die Oberliga-Nord-Meisterschaft durch einen 2:0 Auswärtssieg gegen die II. Mannschaft von Eintracht Braunschweig. Aufgrund der aktuellen Drittliga-Reform 2008/09, die eine eingleisige, landesweite 3. Liga als Ergebnis hat, stieg der Meister der Oberliga Nord nicht wie gewohnt in die dritthöchste Klasse auf. Die ersten fünf beziehungsweise sechs Mannschaften der vorerst letzten Saison der Oberliga Nord 2007/08 qualifizierten sich direkt für die neue dreigleisige Regionalliga (4. Liga) beziehungsweise Regionalliga Nord. Die aktuelle Regionalliga Nord besteht vornehmlich aus Vereinen aus den Regionalverbänden des Norddeutschen Fußball-Verbandes (NFV) und des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV).

Am 4. Juni 2008 gewann Holstein Kiel zum zehnten Male den schleswig-holsteinischen Landespokal (SHFV-Pokal). Im Finale schlug die KSV den Erzrivalen VfB Lübeck mit 1:0 und qualifizierte sich somit für den DFB-Pokal 2008/09.

In der Spielzeit 2008/2009 spielte Holstein Kiel von Anfang an an der Tabellenspitze der Regionalliga Nord mit und stand nach der Hinrunde auf Tabellenplatz 1. vor dem 1. FC Magdeburg und Halleschen FC. Am letzten Spieltag kam es zum Fernduell mit dem Halleschen FC um den Aufstieg in die 3. Liga. Holstein Kiel gewann das letzte Ligaspiel gegen den VfB Lübeck mit 1:0, während gleichzeitig der Hallesche FC gegen den VFC Plauen mit 0:1 unterlag. Damit wurde Holstein Kiel Meister der Regionalliga Nord und stieg in die im Sommer 2008 gegründete 3. Liga auf. Holstein Kiel spielt somit zum ersten Mal in seiner langen Vereinsgeschichte in einer deutschlandweiten Liga. Nach nur einer Spielzeit stieg man 2010 wieder aus der 3. Liga ab und spielt ab der Saison 2010/11 wieder in der viertklassigen Regionalliga Nord. In der ersten Saison nach dem Abstieg belegte der Verein 2010/11 mit Platz 6 eine Position im Mittelfeld der Tabelle. 2011/12 verpasste man am letzten Spieltag den erneuten Aufstieg in die 3. Liga. Trotz einer niederlagenlosen Heimbilanz von 15 Siegen und 2 Unentschieden (zuletzt in der Saison 1986/87), fehlten am Ende 2 Punkte auf den Aufsteiger Halleschen FC.

In der Saison 2012/13 nahm der Verein in der neu reformierten Regionalliga teil, die seitdem aus fünf statt wie bisher drei Staffeln besteht. Obwohl die Regionalliga weiterhin viertklassig bleibt, begrenzt sich die Liga auf die Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen und erinnert somit geographisch wieder an die alten Spielzeiten in Oberliga (1947-63, 1974-94) und Regionalliga (1963-74, 1994-2000). 2013 errang Holstein Kiel die Meisterschaft, gewann die anschließenden Aufstiegsspiele gegen den KSV Hessen Kassel mit 2:0 und 2:1 und stellte damit den Aufstieg in die 3. Liga sicher.

Pokalbeteiligung[Bearbeiten]

Der Norddeutsche Fußballverband (NFV) hatte 1924 erstmals einen Pokalwettbewerb ausgeschrieben, der sich allerdings keiner sonderlich großen Popularität erfreute und deswegen 1928 wieder eingestellt wurde. Teilnahmeberechtigt waren die damaligen Sieger der NFV-Kreise. Holstein Kiel gewann drei der vier Austragungen (1924/25 7:0 gegen Bremer SV, 1925/26 3:1 gegen Eimsbütteler TV und 1927/28 3:1 gegen Phönix Lübeck) und erreichte 1926/27 das Finale (1:3 gegen Hamburger SV). Nach Einführung des Tschammer-Pokals 1935, der Vorgänger des heutigen DFB-Pokals, erreichte Holstein Kiel bei der ersten Teilnahme die 2. Schlussrunde, 1937 das Achtelfinale und 1943 das Viertelfinale. Der größte Erfolg war die Halbfinalteilnahme im Pokal 1941. Der Verein erreichte als erste schleswig-holsteinische Mannschaft ein deutsches Pokal-Halbfinale, verlor es jedoch beim FC Schalke 04 mit 0:6. Auf dem Weg ins Halbfinale schlug man den Hamburger SV mit 2:1, den SV Werder Bremen mit 2:1, im Achtelfinale Blau-Weiß 90 Berlin mit 4:0 und im Viertelfinale 1. SV Jena (heute: FC Carl Zeiss Jena) mit 2:1.

Für den seit 1952 ausgetragenen DFB-Pokal qualifizierten sich die Störche 20 Mal. Für Holstein Kiel endete das Turnier neunmal in der 1. Runde (1971/72, 1975/76, 1980/81, 1994/95, 1996/97, 2003/04, 2005/06, 2007/08, 2008/09), fünfmal erreichte die Mannschaft die 2. Runde (1974/75, 1979/80, 1983/84, 1991/92, 2002/03), einmal die 3. Runde (1981/82) und viermal war im Achtelfinale Schluss (1961/62, 1965/66, 1970/71, 1978/79). In den letzten Jahren verlor die KSV meist in der ersten Runde. 2011/12 erreichte Holstein Kiel nach Erfolgen über den Zweitligisten Energie Cottbus, den Zweitligisten MSV Duisburg sowie den Bundesligisten 1. FSV Mainz 05 erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder das Viertelfinale im deutschen Pokalwettbewerb. Hier unterlag man dem damals amtierenden deutschen Meister Borussia Dortmund mit 0:4.

Von 1952/53 bis 1973/74 qualifizierte sich Holstein Kiel über den Norddeutschen Pokal/NFV-Pokal (1952-1974) für den DFB-Pokal. Mit Einführung der zweigeteilten 2. Bundesliga in der Saison 1974/75 wurde das Qualifikationssystem für die Teilnahme am DFB-Pokal geändert. Neben den Teilnehmern aus der 1. und 2. Bundesliga waren fortan die Landesverbände für die Ermittlung und Benennung der „Amateurteilnehmer“ über die Austragung eines Verbandspokals zuständig. Holstein Kiel tritt – mit Ausnahme des Zeitraums der Zugehörigkeit zur 2.Liga (1978-81) – seitdem im SHFV-Pokal an, um sich für den DFB-Pokal zu qualifizieren.

Daten und Namen[Bearbeiten]

Für eine detaillierte Übersicht aller Spielzeiten siehe Saisonbilanzen von Holstein Kiel.

Vereinserfolge[Bearbeiten]

Deutscher Meisterwimpel von 1912
Die Viktoria, Pokal des Deutschen Meisters (von 1903 bis 1944)

Vor Einführung der Gauligen 1933 wurde Holstein Kiel sechs Mal in Folge Meister vom Bezirk Holstein/Lübeck 1906–1911, fünf Mal Meister vom Bezirk Holstein 1912, 1913, 1917, 1919, 1920, Stadtmeister von Kiel in den Kriegsjahren 1916, 1918 und Meister der Nordkreisliga 1922. Außerdem wurde Holstein Kiel zehn Mal Meister der Bezirksliga Schleswig-Holstein (ab 1929 Oberliga Schleswig-Holstein) 1923–1928 und 1930–1933.[30][31]

Ligazugehörigkeit seit 1903[Bearbeiten]

Abschlussplatzierungen von 1903 bis 2013

Seit 1903 spielte Holstein Kiel in folgenden Ligen (I = höchste Spielklasse, II = zweithöchste Spielklasse, III = dritthöchste Spielklasse, IV= vierthöchste Spielklasse). Liga-Umbenennungen beziehungsweise Liga-Reformen sind mit inbegriffen. Siehe auch Fußball-Ligasystem in Deutschland

Insgesamt verbrachte der Verein 60 Jahre in der Erstklassigkeit, 14 Jahre in der Zweitklassigkeit, 28 Jahre in der Drittklassigkeit und 8 Jahre in der Viertklassigkeit. 12 Mal wechselte der Verein dabei seine Ligazugehörigkeit.

Ewige Tabellen[Bearbeiten]

Nach Liga[Bearbeiten]

  • Ewige Tabelle der erstklassigen Oberliga Nord (1947-1963): Platz 6[35]
  • Ewige Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga (1974-heute): Platz 82[36]
  • Ewige Tabelle der zweitklassigen Regionalliga Nord (1963-1974): Platz 4[37]
  • Ewige Tabelle der drittklassigen Amateur-Oberliga Nord (1974-1994): Platz 4[38]
  • Ewige Tabelle der 3. Fußball-Liga (2008-heute): Platz 34[39]
  • Ewige Tabelle der dritt- und viertklassigen Fußball-Regionalliga (1994-heute): Platz 10[40]
  • Ewige Tabelle der viertklassigen Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein (1994-2004): Platz 16[41]

Nach Spielklasse[Bearbeiten]

  • Ewige Tabelle der ersten Spielklasse in Deutschland (1933-heute): Platz 30 [42]
  • Ewige Tabelle der zweiten Spielklasse in Deutschland (1963-heute): Platz 42 [43]
  • Ewige Tabelle der dritten Spielklasse in Deutschland (1978-heute): Platz 9 [44]
  • Ewige Tabelle der vierten Spielklasse in Deutschland (1994-heute): Platz 87 [45]

Stand: 14. Mai 2012

Spieler und Trainer[Bearbeiten]

Kader für die 3. Liga – Saison 2013/2014[Bearbeiten]

Name Trikotnummer Nationalität geboren im Verein seit letzter Verein
Tor:
Maximilian Riedmüller 1 DeutschlandDeutschland 1988 2013 FC Bayern München
Daniel Strähle 12 DeutschlandDeutschland 1991 2011 VfR Aalen
Niklas Jakusch 25 DeutschlandDeutschland 1989 2011 VfR Neumünster
Abwehr:
David Urban 6 DeutschlandDeutschland 1992 2012 Energie Cottbus II
Gerrit Pressel 7 DeutschlandDeutschland 1990 2012 Hamburger SV II
Marlon Krause 13 DeutschlandDeutschland 1990 2012 FC Carl Zeiss Jena
Fabian Wetter 17 DeutschlandDeutschland 1989 2011 TSV Havelse
Patrick Herrmann 19 DeutschlandDeutschland 1988 2011 VfL Osnabrück II
Marcel Gebers 27 DeutschlandDeutschland 1986 2012 VfB Lübeck
Kevin Schulze 33 DeutschlandDeutschland 1992 2014 SpVgg Greuther Fürth
Mittelfeld:
Manuel Hartmann 4 DeutschlandDeutschland 1984 2012 FC Ingolstadt 04
Tim Danneberg 8 DeutschlandDeutschland 1986 2013 SV Sandhausen
Andy Hebler 9 DeutschlandDeutschland 1989 2012 Energie Cottbus II
Casper Johansen 10 DanemarkDänemark 1988 2012 FC Fyn
Rafael Kazior 11 DeutschlandDeutschland 1983 2011 Hamburger SV II
Takuya Okada 14 JapanJapan 1994 2011 Aztecs FC San Diego
Mikkel Vendelbo 16 DanemarkDänemark 1987 2014 Hønefoss BK
Darryl Geurts 18 DeutschlandDeutschland 1994 2011 Energie Cottbus U 19
Tim Siedschlag 21 DeutschlandDeutschland 1987 2011 VfB Lübeck
Fiete Sykora 22 DeutschlandDeutschland 1982 2009 VfL Osnabrück
Jarosław Lindner 24 DeutschlandDeutschland PolenPolen 1988 2010 Hannover 96 II
Patrick Breitkreuz 26 DeutschlandDeutschland 1992 2013 Hertha BSC II
Hauke Wahl 29 DeutschlandDeutschland 1994 2013 Dynamo Dresden
Angriff:
Onur Akdogan 15 DeutschlandDeutschland 1994 2012 Hamburger SV U 19
Marc Heider 20 DeutschlandDeutschland Vereinigte StaatenVereinigte Staaten 1986 2009 Werder Bremen II
Manuel Schäffler 28 DeutschlandDeutschland 1989 2014 FC Ingolstadt 04
Marcel Schied 30 DeutschlandDeutschland 1983 2012 Hansa Rostock
George Kelbel 35 DeutschlandDeutschland 1992 2013 Hamburger SV II
Mika Ääritalo 38 FinnlandFinnland 1985 2014 Turku PS

Stand: 31. Januar 2014

Trainer und Teamverantwortliche 2013/14[Bearbeiten]

Name Funktion Nationalität
Karsten Neitzel Trainer DeutschlandDeutschland
Jan Sandmann Co-Trainer DeutschlandDeutschland
Carsten Wehlmann Torwarttrainer DeutschlandDeutschland
Timm Sörensen Fitnesstrainer DeutschlandDeutschland
Martin Mrugalla/Eckhardt Klostermeier Mannschaftsarzt DeutschlandDeutschland
Sebastian Süss/Tim Höper Physiotherapeut DeutschlandDeutschland
Olaf Lohse Betreuer DeutschlandDeutschland
Andreas Bornemann Sportdirektor DeutschlandDeutschland
Wolfgang Schwenke Geschäftsführer DeutschlandDeutschland

Holstein Kiel/Namen und Zahlen[Bearbeiten]

Für eine detaillierte Übersicht über wesentliche Daten und Persönlichkeiten (Nationalspieler, Rekordspieler, bekannte Spieler etc.) siehe Holstein Kiel/Namen und Zahlen.

Trainer seit 1947[Bearbeiten]

Alle bisherigen Trainer der KSV Holstein sind in der Liste der Trainer der KSV Holstein aufgeführt.

Vereinsumfeld[Bearbeiten]

Stadion/Spielstätte[Bearbeiten]

Hauptartikel: Holstein-Stadion

Holstein Kiel trägt seine Heimspiele im Holstein-Stadion aus, welches sich im Kieler Norden im Stadtviertel Wik befindet. Das Stadion bietet Platz für 11.386 Zuschauer, davon sind 1.884 überdachte und 580 unüberdachte Sitzplätze.

Das Stadion wurde am 15. Oktober 1911 nach vier Monaten Bauzeit vom FV Holstein als Holstein-Platz eröffnet. Zuvor spielte der FV Holstein auf dem Gutenbergplatz und seit 1907 wie sein späterer Fusionpartner, der 1. KFV, am neu eröffneten Städtischen Sport- und Spielplatz an der Eckernförder Chaussee. Der Holstein-Platz wurde mit der Zeit erweitert und vergrößert (1921 nach einer Windhose und 1927 durch Generalumbau) und bot 1943 18.000 Zuschauern Platz.

Holstein-Stadion
Stadion 1911
Holstein-Stadion
Westtribüne/West-Kurve mit Block H und I
Holstein-Stadion 2006
Holstein-Stadion 2010

Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Stadion durch Bombentreffer schwer beschädigt und der Verein begann 1949 mit dem Wiederaufbau. Nach dem Bau der neuen Haupttribüne und Erweiterung der Traversen auf der Gegengerade 1950, bot das Stadion 30.000 Zuschauern Platz. 1957 wurde die Flutlichtanlage eingeweiht und 1965 die Spielstätte offiziell von Holstein-Platz in Holstein-Stadion umbenannt. Bis zum Jahre 2006 wurde am Stadion mehr geflickt als gebaut, wodurch auch die genehmigte Zuschauerkapazität auf 13.500 Plätze sank. 2006 erfolgten Umbau- und Sanierungsmaßnahmen, nachdem das Stadion vom DFB als nicht mehr drittligatauglich eingestuft worden war. Im Sommer 2009 begannen erneut Umbaumaßnahmen, wie der Bau von neuen fernsehtauglichen Flutlichtmasten (mind. 800 Lux) und weiteren Anforderungen, die vom DFB für den Drittliga-Spielbetrieb verlangt werden.

Das Trainingszentrum von Holstein Kiel befindet sich zwischen den beiden Stadtvierteln Suchsdorf und Steenbek-Projensdorf und ist circa drei Kilometer in nordwestlicher Richtung vom Holstein-Stadion entfernt. Auf dem Gelände befinden sich vier Rasenplätze, ein Kunstrasenplatz sowie ein Ligaplatz, auf dem die II. Mannschaft sowie Jugendmannschaften von Holstein Kiel spielen.[46] Im Sommer 2009 begann man einen Neubau für die Geschäftsstelle von Holstein Kiel zu errichten sowie andere Modernisierungsmaßnahmen auf dem Gelände des Trainingszentrums/Nachwuchsleistungszentrums Projensdorf.

Maskottchen und Spitzname[Bearbeiten]

Weißstorch

Seit der Spielzeit 2006/07 hat Holstein Kiel wieder ein Maskottchen, das anlässlich eines Heimspiels gegen den 1. FC Union Berlin „Stolle“ getauft wurde. Die Holstein-Fans wurden vorher aufgefordert, Namensvorschläge abzugeben, aus denen eine Jury den ihrer Meinung nach besten aussuchte. Der traditionsreiche Spitzname von Holstein Kiel lautet Die Störche. Das Maskottchen selbst ist ein Storch in voller Fußballmontur in den Vereinsfarben Blau-Weiß-Rot.

Der Ursprung des Spitznamens Die Störche kann nicht genau geklärt werden. Einerseits existierte bereits um 1900 ein erstes Klublokal mit dem Namen „Zum Storchennest“ in der Nähe des heutigen Holstein-Stadions. Andererseits erinnert die Spieltracht von Holstein Kiel mit den weißen Hosen und den roten Stutzen an einen Weißstorch. Vermutlich ist die Bezeichnung Die Störche sowohl auf die auffällige Bekleidung als auch auf das Vereinslokal zurückzuführen.

Seit den 1950er Jahren ist der Spitzname in der Sportpresse ein Begriff und die KSV wurde in den Oberliga-Vorschau-Karikaturen schon regelmäßig als Storch dargestellt. Dies bedeutet nicht, dass der Spitzname nicht älteren Ursprungs ist, da die Berichterstattung vor dem Ersten Weltkrieg zunächst knapp und sehr sachlich war. In den 1920er und 1930er Jahren nahm sie schon mehr Raum ein, aber auch in den Fachpublikationen wurden meist die offiziellen und nicht die umgangssprachlichen Bezeichnungen benutzt.

Sponsoren und Ausrüster[Bearbeiten]

Die KSV Holstein spielte erstmals ab der 2. Liga Saison 1978/79 mit einem Werbeaufdruck auf dem vereinseigenen Trikot. Als erstes befand sich Damp 2000, das 1972 errichtete Ferienzentrum in Damp, auf den Kieler Trikots. In den folgenden Jahren schloss die KSV bis zum heutigen Tag mit mehreren weiteren Firmen Verträge als Trikotsponsor. Die bekanntesten darunter waren beispielsweise die Gothaer 1987–89, Karlsruher Versicherungen 1994–96 und Veltins 1996–2000. Von 2001 bis 2005 war die Supermarktkette Markant und seit der Saison 2005/06 ist die Hypermarktkette famila Trikotsponsor. Beide Unternehmen gehören zur Bartels-Langness GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Kiel. Firmengründer Hermann Langness war seit 1906 Mitglied des 1. KFV und nach der Fusion weiter Mitglied der KSV Holstein. Von 1930–38 und 1949–52 war er Präsident von Holstein Kiel und sein Enkel Hermann Langness pflegt diese Familientradition als Mitglied des ersten Aufsichtsrates (2007) in der Geschichte von Holstein weiter.

Ein weiterer Sponsor ist die Citti Unternehmensgruppe (50 % zu Bartels-Langness), ein Zustelldienst für Großverbraucher sowie ein Betreiber von Supermärkten und Einkaufsparks. Daneben gibt es einen breiten Sponsorenpool[47] aus vielen lokalen, regionalen (beispielsweise Förde Sparkasse) und nationalen Unternehmen (beispielsweise Sinalco & Warsteiner).

Seit der Saison 1994/95 ist Adidas Ausrüster von Holstein Kiel (erstmals 1988/89). Zuvor war Puma jahrelang Ausrüster der KSV (bis 1988) und zwischenzeitlich auch der Sportartikelhersteller Umbro (1992–94).

Vereinsleitung[Bearbeiten]

Funktion Name
Präsidium Roland Reime (Präsident), Ralf Ehlers (Vize-Präsident), Wolfgang Schwenke (Vize-Präsident), Jürgen Fandrey, Andreas Bornemann
Aufsichtsrat Stefan Tholund (Vorsitzender) , Rainer Tschorn, Axel Hüsgen, Hermann Langness, Gerhard Lütje, Jürgen Weber, Dieter Weiland
Marketing/Vertrieb Klaus Kuhn

Derbys und Rivalitäten[Bearbeiten]

Für eine detaillierte Übersicht aller Derby-Begegnungen und der Gesamtbilanz siehe Liste der Fußballspiele zwischen Holstein Kiel und dem VfB Lübeck.

Die wichtigsten Spiele der KSV Holstein sind die Begegnungen beziehungsweise die Derbys gegen den VfB Lübeck. Die Rivalität zum VfB Lübeck ist vor allem durch die Frage der Nr. 1 im Bundesland Schleswig-Holstein begründet. Die Gesamtbilanz seit der ersten Begegnung in der Saison 1932/33 sieht aus Holsteiner Sicht nach bisher 120 Begegnungen und über 60 Siegen deutlich positiv aus (siehe mehr im Derby-Artikel ). Holstein Kiel behauptet überwiegend den internen Titel „Nr. 1 in Schleswig-Holstein“ vor dem VfB Lübeck. Jedoch schlossen nach Kriegsende auch andere schleswig-holsteinische Vereine die Saison als beste Mannschaft des Bundeslandes ab (siehe Graphik). Vor dem Zweiten Weltkrieg war Holstein Kiel die unumstrittene Nr. 1 in der damaligen preußischen Provinz Schleswig-Holstein (1867–1946).

Übersicht über die bestplatzierte Mannschaft des Bundeslandes Schleswig-Holstein

Die Partien gegen die Hamburger Rivalen FC St. Pauli und Hamburger SV zählen ebenfalls zu den wichtigsten Spielen der KSV Holstein und sorgen stets für ein großes Publikumsinteresse. Dies verdeutlich der wohl auch ewige Zuschauerrekord im Holstein-Stadion (aufgrund des Fassungsvermögen,[48]) der gegen den Hamburger SV erzielt wurde. Am 23. März 1951 pilgerten 30.000 Zuschauer zum Nordderby/Nordmarkschlager und sahen ein packendes 3:3 (1:2).[49] Wegen des seit 1963 bestehenden Klassenunterschiedes kann man jedoch heutzutage nicht mehr von einer gegenseitigen intensiven Rivalität sprechen wie in den Jahren von 1919 bis 1963 (in der Zeitspanne 102 Begegnungen: 21 Siege, 14 Unentschieden, 66 Niederlagen). Dennoch genießt die Partie gegen den HSV bei Fans und Kennern einen hohen Stellenwert, obwohl beide Vereine in den letzten vier Jahrzehnten überwiegend nur in Freundschaftsspielen aufeinandertrafen. Die Gesamtbilanz aller Spiele lautet nach 115 Begegnungen: 21 Holstein-Siege, 18 Unentschieden, 76 HSV-Erfolge.[50]

Gegen den FC St. Pauli wurde in den letzten vier Regionalliga-Nord-Partien (3. Liga 2003–07) ein Heimschnitt von 10304 Zuschauern erreicht. Aufgrund der vielen gemeinsamen Spielzeiten (1936 bis 1940, 1947 bis 1974, 1981 bis 1984, 1985/86 und 2003 bis 2007) beruht die Rivalität zum FC St. Pauli eher auf dem direkten sportlichen Erfolg (Bilanz aus 79 Ligaspielen: 24 Siege, 22 Unentschieden, 33 Niederlagen).

Die Begegnungen gegen den dritterfolgreichsten und traditionsreichsten Hamburger Fußballverein Altona 93 waren in der Vergangenheit lange Zeit ein Publikumsmagnet.[51] Beide Vereine trafen in ihrer Vereinshistorie schon in über 100 Begegnungen aufeinander. Bis zum organisierten Wettkampf in Kiel (1903/04) war der Altonaer FC von 1893 die beste Mannschaft der Provinz Schleswig-Holstein. Von 1905 an wurde Holstein Kiel Altonas größter Gegner und spätestens seit 1910 war Holstein Kiel der dominierende Verein in der preußischen Provinz. Nur 1914, 1917 und 1925 konnte Altona 93 noch einmal die Saison vor der KSV Holstein beenden. 1924 erreichte dies auch Union 03 Altona, der zweiterfolgreichste Verein aus der damals noch selbständigen und zur Provinz Schleswig-Holstein gehörenden Stadt Altona (bis 1937, dann Hamburger Stadtteil). Die Partie verlor spätestens seit 1968 aufgrund des Abstieges Altonas in die Landesliga Hamburg stetig an Bedeutung.

Andere in der Vergangenheit gut besuchte Derbys waren die Partien gegen den FC Kilia Kiel, den SV Friedrichsort und den VfR Neumünster.

Amateur-, Jugend- und Frauenfußball[Bearbeiten]

Holstein Kiel II (Amateure)[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Holstein Kiel II
Stadion Sinalco-Arena
Plätze 1000
Trainer Christian Riecks
Liga Schleswig-Holstein-Liga
2012/13 2. Platz
Heim
Auswärts

Die Amateurabteilung wurde schon vor 1945 gegründet und 1951 in die Kreisliga Kiel eingruppiert. 1955 stieg die Mannschaft erstmals in die damals zweithöchste deutsche Spielklasse, die Amateurliga Schleswig-Holstein (heute Schleswig-Holstein-Liga), auf und wurde 1961 Meister. Dadurch qualifizierten sich die Amateure für die Deutsche Amateurmeisterschaft, die sie auch durch ein 5:1 gegen den Siegburger SV 04 gewannen. 1963 stieg die Mannschaft aus der höchsten schleswig-holsteinischen Spielklasse ab. Nach dem direkten Wiederaufstieg 1964 gewannen die Amateure nach 1961 und 1962 auch 1966 den SHFV-Pokal. 1969 stieg die Mannschaft erneut aus der höchsten schleswig-holsteinischen Spielklasse ab und spielte in der selbigen nun umbenannten und viertklassigen Verbandsliga Schleswig-Holstein ab der Saison 1993/94 wieder mit.

Gleich im ersten Jahr gewannen die Amateure 1994 die Meisterschaft und qualifizierten sich dadurch für die viertklassige Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein, aus der sie 1996 abstiegen. 2002 stieg die Mannschaft wieder auf und gewann 2004 die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein Meisterschaft. Somit qualifizierte man sich für die neu eingeführte viertklassige Oberliga Nord.

Die Zweite Mannschaft beziehungsweise die U23 schloss die Oberliga Nord (4. Liga) Saison 2006/07 mit dem neunten Tabellenplatz ab, musste aber aufgrund des Abstieges der 1. Herrenmannschaft aus der Regionalliga Nord (3. Liga) in die Verbandsliga Schleswig-Holstein (5. Liga) zwangsabsteigen. 2008 sicherte sich die Mannschaft zwei Spieltage vor Saisonschluss souverän die Verbandsmeisterschaft vor dem VfR Neumünster und dem TSV Kropp. In der Saison 2008/09 spielte die Zweite Mannschaft weiterhin fünftklassig, jedoch wurde die Verbandsliga Schleswig-Holstein in Schleswig-Holstein-Liga umbenannt.

In der Schleswig-Holstein-Liga 2008/09 verteidigte die Zweite Mannschaft die Meisterschaft am vorletzten Spieltag, scheiterte jedoch in der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord mit 7:6 (1:0 n.V) nach Elfmeterschießen am FC St. Pauli II. In der Saison 2009/10 sicherte man sich zwei Spieltage vor Schluss zum dritten Mal in Folge die SH-Meisterschaft. Der Aufstieg in die viertklassige Regionalliga scheiterte wegen des Abstiegs der ersten Herrenmannschaft aus der 3. Liga.

Die Heimspiele finden in der Sinalco-Arena im Holstein-Kiel-Trainingszentrum Projensdorf statt.[46]

Deutscher Amateurmeisterwimpel von 1961

Erfolge und Platzierungen der letzten fünf Jahre[Bearbeiten]

Saison Liga Platz S U N Tore Punkte
2007/08 Verbandsliga Schleswig-Holstein 1. 28 6 2 113:26 90
2008/09 Schleswig-Holstein-Liga 1. 23 8 3 92:26 77
2009/10 Schleswig-Holstein-Liga 1. 26 4 4 106:27 82
2010/11 Schleswig-Holstein-Liga 7. 14 11 9 62:44 53
2011/12 Schleswig-Holstein-Liga 3. 21 8 5 97:34 71

Jugendabteilung[Bearbeiten]

Für Holstein Kiel spielte die Jugend stets eine wichtige Rolle. Die Gründung des Vereins durch Schüler, ebnete von Beginn an das Interesse am Jugendfußball. Bereits 1903 hatte der Verein seine ersten Jugendmannschaften und zur Deutschen Meistermannschaft von 1912 zählten schon fünf Spieler (Hans Reese, Willi Fick, Hugo Fick, David Binder und Ernst Möller) die das Fußball spielen in der Jugend der KSV erlernten.[52]

Durch die gute Jugendarbeit fiel es dem Verein auch nicht schwer, im und nach den beiden Weltkriegen wieder eine schlagkräftige Liga-Mannschaft aufzubauen im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen. Weitere Spieler die das frühe Interesse am Jugendfußball bezeugen sind die späteren drei Nationalspieler und Teil der Vizemeisterschaft Mannschaft von 1930 Franz Esser, Kurt Voß und Werner Widmayer, die schon in jungen Jahren zur KSV kamen. Der wohl bekannteste Jugendspieler der insgesamt 16 Jahre seine Fußballschuhe bei Holstein Kiel schnürte ist Welt- und Europameister Andreas Köpke.

Unzählige Meistertitel und Pokalsiege auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene sowie Spieler die den Sprung in die Bundesliga geschafft haben (Fin Bartels, Francisco Copado, Sidney Sam) bestätigen die gute Jugendarbeit bis heute.[53]

Die A-Jugendmannschaft der KSV spielte in der 2003/04 gegründeten U-19-Bundesliga bisher fünf Saisons mit. Das Team tritt in der Gruppe Nord/Nordost der dreigeteilten Bundesliga an. Die B-Jugend spielte in der 2007/08 gegründeten U-17-Bundesliga bisher fünf Saisons mit. Auch die B-Jugend spielt in der Gruppe Nord/Nordost um Punkte. Die erste C-Jugend des Vereins spielt seit Anbeginn in der 2004 gegründeten C-Junioren Regionalliga Nord, die in dieser Altersklasse die höchste Spielklasse darstellt. Die Regionalliga umfasst die Bundesländer Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

Die Jugendmannschaften von Holstein Kiel spielen zur Saison 2011/12 in folgenden Klassen:

Frauenfußball[Bearbeiten]

Hauptartikel Holstein Kiel (Frauenfußball).

Die Frauenfußballabteilung von Holstein Kiel besteht seit 2004 und entstand, als der damalige Regionalligist Wittenseer SV-TUS Felde seine Frauenfußballabteilung auflöste. In der ersten Saison 2004/05 wurden die Holstein Woman auf Anhieb Meister der Regionalliga Nord und spielten bis 2011 sowie in der Saison 2012/13 in der 2. Bundesliga Nord. Neben den zwei Frauenmannschaften Holstein Woman und Holstein Woman II gibt es auch fünf Mädchenmannschaften (B- und C-Juniorinnen sowie U13, U12 und eine U11-U9).

Weitere Fußballmannschaften von Holstein Kiel[Bearbeiten]

Neben der zweiten Herren-Mannschaft gibt es seit 2001 eine dritte Herren-Mannschaft. Diese schloss sich im Sommer 2005 mit dem Post- und Telekom Sportverein Kiel/Kronshagen zur Spielgemeinschaft Post-Telekom/Holstein Kiel zusammen. Die SG spielt momentan in der siebtklassigen Kreisliga Kiel. Die zweite Mannschaft der SG spielt in der neuntklassigen Kreisklasse B in Kiel. Gespielt und trainiert wird auf dem Sportplatz am Posthorn in Kiel. Außerdem gibt es bei Holstein Kiel eine Altherren-Mannschaft, die regelmäßig Freundschaftsspiele austrägt. Einen regulären Spielbetrieb gibt es nicht.

Weitere Abteilungen[Bearbeiten]

Frauenhandball[Bearbeiten]

Die Frauen-Handballsparte von Holstein Kiel wurde im November 1928 gegründet und bildet seit Mai 1998 eine Handballspielgemeinschaft mit dem TSV Kronshagen. Ziele der HSG Holstein Kiel/Kronshagen sind die Förderung und Leistungssteigerung des Frauen und Jugendhandballs im Bereich Kiel, Kronshagen und Umland. Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte ist der Gewinn der Deutschen Meisterschaft 1971 durch ein 6:4 im Finale gegen den 1.FC Nürnberg. Die Handball-Damen von Holstein Kiel sind Gründungsmitglied der 1975 eingeführten 1. Handball-Bundesliga Nord und spielten dort bis zum Abstieg 1985. Es folgten 14 Jahre in der 2. Handball-Bundesliga Nord bis zum Abstieg 1999. Nach sechs Jahren in der Regionalliga Nordost stieg die Mannschaft 2005 in die Oberliga (4. Liga) ab. 2010 gelang die Qualifikation für die neu eingeführte Oberliga Hamburg - Schleswig-Holstein.

Erfolge:

Nationalspielerinnen:[54]

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  • Dagmar Neutze 23 Einsätze von 1972 bis 1975
  • Gisela Doerks 14 Einsätze von 1969 bis 1971
  • Erika Wohlert 3 Einsätze von 1971 bis 1972
  • Bärbel Ehlert 1 Einsatz 1972

Männerhandball[Bearbeiten]

Die Männer-Handballsparte von Holstein Kiel wurde am 15. Januar 1924 gegründet. Größere nationale Erfolge wurden nicht erreicht, jedoch spielte der Verein von 1961 bis 1965 in der damals erstklassigen Landesliga Schleswig-Holstein.[55] Höhepunkte waren die großen internationalen Turniere in der Kieler Ostseehalle (heute Sparkassen Arena) in den 1950er und 1960er Jahren, wo gegen Gegner wie den schwedischen Meister Heim Göteborg, Reinickendorfer Füchse (heute Füchse Berlin) und THW Kiel gespielte wurde. Die Männer spielen aktuell in der Region Förde in der Kreisklasse Kiel.[56]

Tennis[Bearbeiten]

Bereits im März 1919 wurde eine Tennisabteilung bei der KSV gegründet. 1921 bildeten die Tennisspieler und -spielerinnen gemeinsam mit der Tennisgesellschaft Düsternbrook eine Spielgemeinschaft, die 80 Aktive umfasste. Doch Anfang 1922 war die Episode Tennis bei der KSV vorerst wegen Mangel an Aktiven und Geld beendet.[57] 1988 wurde die Tennisabteilung wieder ins Leben gerufen. Größere nationale Erfolge wurden nicht erzielt.

Cheerleading[Bearbeiten]

Seit 2003 besitzt Holstein Kiel eine Cheerleading-Abteilung. Sie besteht aus den Northern Lights – die Seniors (ab 15 Jahren) der Holstein Kiel Cheerleader. Den Shining Lights – die Juniorcheerleader (von 11 bis 15 Jahre) und den Twinkling Lights – die Peewees (von 5 bis 11 Jahre) und somit jüngsten Cheerleader bei Holstein Kiel. Die Cheerleader Squads nehmen seit 2003 an den Landesmeisterschaften teil und waren auch schon auf den German Cheermasters sowie auf den Deutschen Cheerleader-Meisterschaften vertreten. Neben anderen Auftritten sieht man die Cheerleader auch während der Pausen bei den Heimspielen der KSV Holstein im Holstein-Stadion.

Ehemalige Sparten[Bearbeiten]

Tischtennis[Bearbeiten]

Die Tischtennis-Abteilung wurde 1945 gegründet. Bis Ende der 1960er Jahre gehörte Holstein Kiel auch im Tischtennis zu den führenden Vereinen in Schleswig-Holstein und war hinter dem Kieler TTK Grün-Weiß die Nummer zwei in der Landeshauptstadt. 1950, 1953 und 1958 gewannen die Frauen die Landesmeisterschaft von Schleswig-Holstein. Während die Herren 1966 aus der Oberliga Nord, der bis dahin höchsten deutschen Spielklasse, abstiegen und nie wieder die Rückkehr schafften, stiegen die Damen erstmals 1964 in die Oberliga auf. 1968 verzichteten die Störche auf den Oberligaplatz, obwohl sie als Tabellensechste den Klassenerhalt sicher geschafft hatten.

Noch einmal tauchte der Name Holstein Kiel überregional auf: 1975 hatten sich mehrere Vereine aus der Region Kiel, darunter Holstein, zur TTSG 75 Kiel zusammengeschlossen, um den Grün-Weißen vom KTTK leistungsmäßig Paroli bieten zu können. Bereits in der ersten Saison gelang der Aufstieg in die Oberliga Nord der Damen. Da Spielgemeinschaften damals auf überregionaler Ebene unzulässig waren, trat die TTSG in der Spielzeit 1976/77 unter der Bezeichnung Holstein Kiel auf, wurde als Neuling prompt Oberligameister und stieg in die Tischtennis-Bundesliga auf. Dort spielte die Mannschaft dann allerdings unter der Bezeichnung TSV Kronshagen (dieser Verein gehörte ebenfalls der TTSG 75 Kiel an). Heute gibt es bei Holstein Kiel keine Tischtennis-Abteilung mehr.[58]

Leichtathletik[Bearbeiten]

Wie fast alle Fußballvereine Anfang des 20. Jahrhunderts hatte auch Holstein Kiel eine Leichtathletiktradition. Sowohl bei Holstein und bei seinem späteren Fusionspartner, dem 1. KFV, wurde in den Sommermonaten, als kein Fußball gespielt wurde, intensiv Leichtathletik betrieben. Besonders hervorzuheben ist dabei der 1. KFV, der ab 1909 als einer der führenden Leichtathletikvereine Norddeutschlands galt und mit Robert Pasemann einen zweifachen Deutschen Meister im Hochsprung und Stabhochsprung (1909 & 1910) hatte.

Auch nach der Fusion 1917 hatte die Leichtathletik ihren hohen Stellenwert behalten und bis Ende des Zweiten Weltkrieges wurden gute Platzierungen bei den Deutschen Meisterschaften errungen sowie viele Titel bei den Landesmeisterschaften gewonnen. 1927 begann der Verein, im Zuge des Generalumbaus des Holstein-Platzes (heute Holstein-Stadion) eine Aschebahn für die Leichtathleten zu bauen. Viele Sportler kamen so nach Kiel zu den ausgetragenen Wettkämpfen wegen der allgemein bekannten, guten Aschebahn.

Nach dem Zweiten Weltkrieg folgte eine sehr erfolgreiche Zeit in den 1950er und 1960er Jahren mit dem Gewinn von acht Deutschen Meisterschaften.[59] Besonders hervorzuheben ist dabei Uwe Beyer, der bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio die Bronzemedaille gewann. In der Jugendarbeit sind noch vier Deutsche Junioren-Titel zu nennen sowie acht Deutsche Jugend-Titel für Holstein Kiel in verschiedenen Disziplinen.[60] In den 1970er Jahren sank allmählich das Interesse an der Abteilung und sie löste sich später auf.[61]

Bekannt sind hier unter anderem die folgenden Leichtathleten und Titel:

  • Robert Pasemann, Deutscher Meister im Hochsprung und Stabhochsprung 1909 und 1910.[62] Späterer Olympia-Teilnehmer 1912 in London für den Berliner SC[63]
  • "Bazi Scheer", Gewinner im 800m-Lauf 1920 im Vierländerkampf Deutschland, Schweden, Spanien und Finnland.
  • Karl Kohlhoff wird 1947 und 1949 Deutscher Meister über 400m Hürden
  • Dorothea Kress nimmt 1952 im Kugelstoßen an den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki teil
  • Helga Hüttmann wird 1958 Deutsche Jugendmeisterin über 100 m und mit der 4x100 m-Staffel
  • Die Fünfkampf-Mannschaft der weiblichen Jugend stellt 1958 einen neuen deutschen Jugendrekord auf
  • Gerhard Melson wird 1961 Deutscher Jugendmeister im Weitsprung
  • Jens Glöe wird 1963 Deutscher Jugendmeister im Fünfkampf
  • Hans-Helmut Trense nimmt 1964 im Weitsprung an den Olympischen Spielen in Tokio teil
  • Jochen Vollbehr wird 1964 Deutscher Jugendmeister und 1965 Deutscher Juniorenmeister über 800 m
  • Wolfgang Barthel wird 1968 und 1969 (2x) Deutscher Jugendmeister und 1970 Junioren-Europameister im Kugelstoßen
  • Jürgen Repenning wird 1969 Deutscher Jugend-Hallenmeister im 800 m-Lauf
  • Uwe Beyer (Hammerwerfen) Bronzemedaille mit 19 Jahren bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio. Es folgen acht weitere Deutsche Meistertitel und 25 Länderkämpfe in den Jahren von 1964 bis 1970. 1968 Teilnehmer an den Olympischen Spielen in Mexiko-Stadt (16. Platz)
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Medaillen bei Olympischen Spielen:

Medaillengewinner Medaille Disziplin Olympia
Uwe Beyer Hammerwurf (Leichtathletik) Tokio 1964

Box-Abteilung[Bearbeiten]

1925 wurde die Box-Abteilung der KSV Holstein gegründet, doch durch die starke Konkurrenz in Hamburg war es schwer, Talente in Kiel zu halten. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann bei der KSV Holstein der Boxsport wieder aufzublühen und die Boxer kämpften gegen namhafte Boxriegen wie den SV Prag Stuttgart, SC Colonia 06 oder 1953 gegen Partizan Belgrad vor 5000 Zuschauern in der Kieler Ostseehalle (heute Sparkassen-Arena). Es wurden noch einige Landesmeisterschaften gewonnen, doch später mit dem allgemein nachlassenden Interesse am Amateurboxsport begann auch in Kiel ab 1966 die Auflösung der Holstein-Boxstaffel.[64]

  • Willi Hoepner später Profi und 1955 Europameister im Halbschwergewicht
  • Walter Einfeld Deutscher Meister 1949 im Leichtgewicht, 1950 Vizemeister
  • Rolf Ziegler Deutscher Amateurjugendmeister im Weltergewicht
  • Peter Born 1965 Landesmeister im Weltergewicht
  • Manfred Staske 1966 Landesmeister im Bantamgewicht

Weitere ehemalige Sparten[Bearbeiten]

Außerdem wurden die Sportarten Volleyball, Hockey, Schwimmen, Schlagball, Faustball und Radsport einst bei der KSV Holstein angeboten. Die Abteilungen fielen entweder der eigenen Entwicklung im Verein oder der allgemeinen Beliebtheit und somit auch mangels Aktiven zu Opfer. Bedingt durch den Trainingsstättenverlust nach dem Zweiten Weltkrieg konnte beispielsweise die Abteilung Schwimmen nicht neu aufgebaut werden.[65]

Literatur[Bearbeiten]

  • Patrick Nawe, Norman Nawe, Raymond Madsen, Hardy Grüne, Christian Jessen, Christian Callsen: 100 Jahre – Holstein Kiel. Sport Verlag Berlin ISBN 3-328-00891-8
  • 30 Jahre Holstein Kiel, Druck von Chr. Donath Buchdruckerei, Kiel von 1930. Autoren u.a. Blaas, Struckmeyer, Schmidt, Schulz, Kellner und weitere
  • 75 Jahre Holstein Kiel, Festschrift und Chronik zum 75 Jubiläum u.a Ernst Gorgas und Ludwig Hoff

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Holstein Kiel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatWeitere Informationen zum Verein. Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 e.V., o.J., abgerufen am 14. September 2013.
  2. 100 Jahre Holstein Kiel, Sportverlag 2000, ISBN 3-328-00891-8, Seite 12, 13
  3. 100 Jahre Holstein Kiel, Seite 11
  4. Holstein Kiel Präsident von 1921–30 und 1948–49 geb. 1891 † Oktober 1949
  5. 100 Jahre Holstein Kiel, Seite 27, Georg P. Blaschke geb. am 20. Januar 1876 in Schlesien, † am 5. Mai 1929 in Kiel, Ehrenmitglied des Deutschen Fußballbundes, von 1914 bis 1929 geschäftsführender Vorsitzender des DFB und Präsident des Norddeutschen Fußballverbandes 1928-29
  6. 100 Jahre Holstein Kiel, Seite 30
  7. zwei alte Beispiele des Holstein Kiel Wappens Bild Wappen 1930 und Bild Wappen 1950
  8. 25. August 2012: 100 Jahre Holstein-Stadion/Platz, 100 Jahre Erfolge und Tradition, in der Bildunterschrift des untersten Fotos zu lesen und ebenfalls auf der Wikipedia-Seite zum Holstein-Stadion auf einem Bild
  9. 100 Jahre Holstein Kiel, Seite 21
  10. Die Meisterelf bestand aus den folgenden Spielern: Adolf Werner (Tor), Heinrich Homeister (Abwehr), Hans Reese (Abwehr), Georg Krogmann (Läuferreihe), Willi Zincke (Läuferreihe), Hans Dehning (Läuferreihe), Helmut Bork (Sturm), Hugo Fick (Sturm), David Binder (Sturm), Willi Fick (Sturm) und Ernst Möller (Sturm)
  11. 30 Jahre Holstein Kiel, Vereinsfestschrift, Kiel 1930: Andere internationale Gegner neben den dänischen Mannschaften waren u.a. vor 1920: Ilford F.C. aus London (damals beste Amateurmannschaft Englands und lange freundschaftliche Verbindung zwischen beiden Vereinen von 1913–1955 insgesamt sieben Freundschaftsspiele), Sparta Rotterdam (NLD) und Hungarian Athletic Club Budapest (HUN). Ab 1920–1930 spielte man u. a. gegen: Forward Groningen (NLD), Teplitzer FK (CZE), FC Basel (CH), Be Quick 1887 Groningen (NLD), HJK Helsinki (FIN), IFK Malmö (SWE), Makkabi Brünn (CZE), Arsenal Kairo (EGY), Union Sportivo Alexandria (EGY), DFC Prag (CZE), FK Viktoria Žižkov (CZE), Velocitas Holland (NLD), Nemzeti Budapest (HUN), Real Sociedad San Sebastián (ESP), SC Young Fellows Juventus Zürich (CH), Chelmsford London (GB) und Sparta Prag (CZE)
  12. 100 Jahre Holstein Kiel, Seite 23
  13. Ewige Endrundentabelle der Vereine zur Deutschen Meisterschaft 1903 bis 1933
  14. Internet Seite mit Fußballdaten vor und nach 1945
  15. 100 Jahre Holstein Kiel, Seite 54
  16. Holstein absolvierte nur noch ein Spiel am 13. August und gewann gegen VfB Kiel 7:2
  17. Kultfaktor 10, holstein-kiel.de
  18. 100 Jahre Holstein Kiel, Seite 222. Holstein Kiel wurde 1948/49 nach dem 8. Spieltag aus der Oberliga Nord ausgeschlossen und die bis dato erreichten Punkte finden bei der Gesamtpunktzahl keine Berücksichtigung, nur die Spiele und Tore werden dazu gezählt (8 Spiele Saison 1948/49: 3 S, 3 U, 2 N, 17:11 Tore, 9:7 Punkte)
  19. 75 Jahre Holstein Kiel, Seite 44, 45 u.a. Lok Leipzig, Frem Kopenhagen, Vasa IFK (Finnland), Skeid und Frigg Oslo, Örgryte IS (Stockholm, Schweden), FC Southampton, Newcastle United, Bristol City, Plymouth Argyle, East Fife F.C. (Edinburgh, Schottland), Twente Enschede, Austria Wien, FC Zürich, Slavia Prag, Altınordu Izmir, Cruzeiro Belo Horizonte (Brasilien), Washington Whips (USA)
  20. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatReinhard Gusner: Vor 50 Jahren: Als Holstein Kiel gegen Schalke 04 begeisterte. Kieler Nachrichten, 22. Juni 2009, abgerufen am 7. Februar 2012.
  21. Homepage Holstein Kiel Deutscher Amateurmeister 1961
  22. mit zwei Spielerverstärkungen aus Südwestdeutschland Werner Baßler und Rudolf Jennewein
  23. 100 Jahre Holstein Kiel, Seite 63, 64
  24. zu Willy Hamann siehe auch Artikel FC Kilia Kiel
  25. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatWer den Paß hat. Der Spiegel, 27. November 1948, abgerufen am 7. Februar 2012 (PDF; 198 kB).
  26. Möglicherweise drohte sogar der sportliche Absturz in die Kreisklasse: erst aufgrund des Abstieges des Itzehoer SV aus der Oberliga 1951 war auf einem SHFV-Verbandstag am 30. Juni 1951 in Bad Schwartau eindeutig festgelegt worden, dass Oberliga-Absteiger in die Landesliga zurückgegliedert werden - Protokoll u. a SHFV-Verbandstag am 30. Juni 1951 - zuvor wurde allerdings auch schon der VfB Lübeck beim Oberliga-Abstieg in die Landesliga eingegliedert
  27. a b 100 Jahre Holstein Kiel, Seite 222
  28. Der Norddeutsche Pokal wurde von 1924/25 bis 1927/28 und von 1952/53 bis 1973/74 ausgetragen.
  29. Das SHFV-Hallenmasters wird seit 1999 in Kiel (Sparkassen-Arena/ehem. Ostseehalle) ausgetragen. Sieger: 1999, 2000 VfB Lübeck, 2001, 2002, 2003 VfR Neumünster, 2004 Flensburg 08, 2005 Itzehoer SV, 2006 Holstein Kiel, 2007 SV Henstedt-Rhen, 2008, 2009, 2010 Holstein Kiel, 2011 VfB Lübeck, 2012 Holstein Kiel
  30. zusätzlich die Bezirksmeisterschaft Schleswig-Holstein Nord 1929, die neben der Runde der Zehn ausgespielt wurde
  31. Meisterschaften von 1902–1945
  32. 15. April 1905 – Erste Gründung des NFV als Zusammenschluss folgender Verbände: Hamburg/Altona, Bremen, Hannover, Herzogtum Braunschweig, Kiel, Mecklenburg und Unterweser ohne Südniedersachsen und den Raum Osnabrück. Norddeutschland: Im Westen und Norden die deutsche Reichsgrenze, im Osten die Mecklenburgische Landesgrenze und die Grenze des Berliner Verbandes, im Süden die Grenze des Mitteldeutschen Verbandes und von Worbis bis einschl. Northeim, Einbeck, Coppenbrügge, Haste, Wunstorf, Steinhuder Meer, Wagenfeld (Stolzenau gehört zu Westdeutschland), Bramsche (Westfälische Landesgrenze) bis Nordhorn. Bis 1911 auch die Altmark (Stendal, Rathenow, Tangermünde).
  33. In den Spielzeiten 1915/16 & 1917/18 wurden Notmeisterschaften um die Norddeutsche Meisterschaft durchgeführt, bei denen statt Vereine Bezirksmannschaften antraten wie zum Beispiel die Auswahl Kiel.
  34. Außerdem spielte Holstein Kiel in der Bezirksmeisterschaft Schleswig-Holstein, Staffel Nord mit den Teilnehmern: Union-Teutonia Kiel, Eintracht Kiel, Gaardener BV, VfB Rendsburg, Eintracht Flensburg, Nordmark Flensburg und Rasensport Schleswig und gewann diese auch
  35. Ewige Tabelle der erstklassigen Oberliga Nord
  36. Ewige Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga
  37. Ewige Tabelle der zweitklassigen Regionalliga Nord (PDF; 56 kB)
  38. Ewige Tabelle der drittklassigen Amateur-Oberliga Nord (PDF; 58 kB)
  39. Ewige Tabelle der 3. Fußball-Liga
  40. Ewige Tabelle der dritt- und viertklassigen Fußball-Regionalliga
  41. Ewige Tabelle der viertklassigen Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein (PDF; 55 kB)
  42. Ewige Tabelle der ersten Spielklasse in Deutschland
  43. Ewige Tabelle der zweiten Spielklasse in Deutschland
  44. Ewige Tabelle der dritten Spielklasse in Deutschland
  45. Ewige Tabelle der vierten Spielklasse in Deutschland
  46. a b Bilder vom Trainingszentrum Projensdorf
  47. Holstein Kiel Sponsoren
  48. Damals hatte das Holstein-Stadion ein größeres Fassungsvermögen, deshalb ist es "wohl der ewige Zuschauerrekord". Kapazitäten (Jahreszahlen ohne Gewähr): 1950-77 30.000 Plätze, 1977-1990er: 22.000 Plätze, 1990er-2006: 13.500 Plätze, seit Sommer 2006: 11.386 Plätze
  49. 100 Jahre Holstein Kiel, Seite 74, 75
  50. Jubiläumsspiel: HSV am 14. Juli zu Gast bei Holstein Kiel, Jubiläumsspiel 100 Jahre Deutsche Meisterschaft, HSV zu Gast im Holstein-Stadion
  51. Kieler Nachrichten am 11. September 2008: Welchen Stellenwert die Derbys mit den „Störchen“ hatten, zeigt ein Rückblick auf ein Match im Jahr 1953. Der Tabellendritte Altona empfing den Spitzenreiter Holstein am 11. Januar auf der Adolf-Jäger-Kampfbahn, die in diesen Tagen ihren 100. Geburtstag feierte. Nach dem 25.000. Besucher mussten die Pforten geschlossen werden – wegen Überfüllung trotz eisiger Temperaturen. Am Ende gab's ein 1:1.
  52. 30 Jahre Holstein Kiel, Seite 111
  53. 100 Jahre Holstein Kiel, Seite 233
  54. 75 Jahre Holstein Kiel, Seite 23
  55. Das Handball-Archiv, Tabelle der Saison 1964/65
  56. Handball-Tabelle Kreisklasse Kiel, unter Vereine/Verbände>Nordostdeutscher Handball-Verband (NOHV)>LV Schleswig-Holstein (HVSH).
  57. 30 Jahre Holstein Kiel, Seite 157-160
  58. 100 Jahre Holstein Kiel, Seite 252, 253
  59. 75 Jahre Holstein Kiel, Seite 85. 1946 Herbert Sonntag 200 m, 1947 und 1949 Karl Kohlhoff 400 m Hürden. 1964-1968 Uwe Beyer Hammerwerfen
  60. 75 Jahre Holstein Kiel, Seite 85
  61. 100 Jahre Holstein Kiel, Seite 244 - 247
  62. Statistik Stabhochsprung, Statistik Hochsprung unter Sportarten A-Z> L wie Leichtathletik>Historie in Zahlen> Deutsche Meisterschaften (Stabhochsprung - Herren)
  63. Statistik Olympia 1912 Leistungsdaten der Olympischen Sommerspiele 1912 in Stochholm
  64. 100 Jahre Holstein Kiel, Seite 251
  65. 100 Jahre Holstein Kiel, Seite 253 - 255
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Dieser Artikel wurde am 16. August 2009 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.

54.34861111111110.124166666667Koordinaten: 54° 20′ 55″ N, 10° 7′ 27″ O