Holunder-Knabenkraut

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Holunder-Knabenkraut
Holunder-Knabenkraut (Dactylorhiza sambucina)

Holunder-Knabenkraut (Dactylorhiza sambucina)

Systematik
Familie: Orchideen (Orchidaceae)
Unterfamilie: Orchidoideae
Tribus: Orchideae
Untertribus: Orchidinae
Gattung: Knabenkräuter (Dactylorhiza)
Art: Holunder-Knabenkraut
Wissenschaftlicher Name
Dactylorhiza sambucina
(L.) Soó
Rotes Holunder-Knabenkraut

Die Holunder-Knabenkraut (Dactylorhiza sambucina) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Knabenkräuter (Dactylorhiza) in der Familie der Orchideen (Orchidaceae).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beschreibung

Das Holunder-Knabenkraut ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von etwa 10 bis 30 Zentimetern erreicht. Am oben kantigen Stängel sind vier bis sechs verkehrt-lanzettliche Laubblätter verteilt. Sie sind immer ungefleckt und laufen spitz zu.

Die Blüten sind in einer bis zu 15 Zentimeter langen, dichten und reichblütigen Ähre zusammengefasst. Die laubblattähnlichen Tragblätter sind grün gefärbt. Die untersten überragen deutlich die Blüten. Die schwach nach Holunder duftenden Blüten sind hellgelb bis leuchtend gelb oder orange- bis purpurrot gefärbt, die Lippenmitte jedoch immer mit dunkelroten Punkten versehen. Das Mengenverhältnis der beiden Farbvariationen (Blütenfarbenpolymorphismus) ist variabel, Mischfarben sind selten. Die seitlichen Sepalen sind zurückgeschlagen. Die fast runde Lippe ist undeutlich dreilappig. Der Sporn ist meist steil abwärts gebogen.

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni.

[Bearbeiten] Chromosomenzahl

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 40 oder 42[1].

[Bearbeiten] Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet umfasst fast ganz Europa, beschränkt sich im Mittelmeergebiet aber auf die Gebirge. Die Art kommt von der collinen bis zur montanen Höhenstufe vor. In Deutschland steigt sie in den Alpen bis 1200 m Seehöhe. In Österreich ist die Art zerstreut anzutreffen. In Vorarlberg und Nordtirol ist diese Art ausgestorben.

Die Pflanze bevorzugt als Standort magere, extensiv bewirtschaftete Wiesen und Weiden auf kalkfreiem oder oberflächlich entkalktem Untergrund.

[Bearbeiten] Quellen und weiterführende Informationen

[Bearbeiten] Literatur

Der Artikel beruht hauptsächlich auf folgenden Unterlagen:

  • Oskar Angerer, Thomas Muer: Alpenpflanzen. Eugen Ulmer, Stuttgart 2004, ISBN 3-8001-3374-1. 
  • Manfred A. Fischer, Wolfgang Adler, Karl Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verb. u. erw. Auflage. Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2005, ISBN 3-85474-140-5. 
  • Xaver Finkenzeller, Jürke Grau: Alpenblumen. Mosaik, München 1985, ISBN 3-570-01349-9, S. 34. 

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. 

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Holunder-Knabenkraut (Dactylorhiza sambucina) – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Verbreitungskarten

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