Holzhausen (Dautphetal)

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50.8119444444448.5261111111111327Koordinaten: 50° 48′ 43″ N, 8° 31′ 34″ O

Holzhausen
Gemeinde Dautphetal
Wappen von Holzhausen
Höhe: 320–370 m
Fläche: 8,4 km²
Einwohner: 1901 (30. Jun. 2011)
Eingemeindung: 1. Juli 1974
Postleitzahl: 35232
Vorwahl: 06468
Karte

Lage von Holzhausen in der Gemeinde Dautphetal

Luftaufnahme von Holzhausen

Luftaufnahme von Holzhausen

Holzhausen am Hünstein, benannt nach dem Berg Hünstein, ist eine Ortschaft im Landkreis Marburg-Biedenkopf und gehört zur Gemeinde Dautphetal. Der Ort zählt etwa 1.900 Einwohner und liegt etwa 320 bis 370 m ü. NN. Der Ort ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[1]

Lage[Bearbeiten]

Holzhausen liegt 24 km westlich von Marburg an der Kreisstraße 74, nördlich der Bottenhorner Hochflächen.

Klima[Bearbeiten]

Das Gebiet liegt im warm-gemäßigten Regenklima der mittleren Breiten. Die mittlere Tagestemperatur beträgt im Sommer ungefähr 15 bis 16 °C und im Winter etwa −1 bis 1 °C. Die mittlere Niederschlagshöhe beträgt in zirka 800 bis 1000 mm.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals wurde Holzhausen 1251 urkundlich erwähnt, als Heinrich von Damshausen einer Schenkung, nach dem Tod seines Bruders, an den Deutschen Orden in Marburg zustimmte. 1368 versöhnten sich die Herren von Hohenfels mit der Stadt Wetzlar wegen der Übergriffe auf die Stadt zu Holzhausen und am Streichenberg. Der Marburger Bürger Wigand Mühlbach wies 1443 dem Kloster Caldern nach, dass seine Vorfahren diesem eine Gülte aus dem inzwischen verkauften Mühlbachgut in Holzhausen geschenkt hatten, und übergab diese dem Kloster erneut. Im Jahr 1455 vermachte Gernand von Dausenbach dem Deutschen Orden Gefälle aus seinem Hof in Holzhausen. 1463 verkauften der Marburger Schöffe Ludwig Imhof und seine Frau Luise, eine geborene von Hohenfels, dem Hospital in Biedenkopf Ländereien. Im Jahr 1577 hielten der Deutsche Orden fünf, die von Hatzfeld, die Herren von Dernbach, die Grafen von Solms und das Kloster Haina je ein Gut in Holzhausen.

Ringwall Hünstein[Bearbeiten]

Hauptartikel: Ringwall Hünstein

Die Ringwallanlage auf dem 504 Meter Hohen Hünstein entstand vermutlich während der Hallstattzeit oder der Latènezeit. Sie liegt ca. 1 km südöstlich des Ortes in einer Zone erzführender Diabase am Ostrand des Rheinischen Schiefergebirges.

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: In Rot auf goldenem Dreiberg ein singender blau bewehrter silberner Vogel

Infrastruktur[Bearbeiten]

Zur Ausstattung gehören eine evangelische Kirche, eine Grundschule, ein Kindergarten, ein Kinderspielplatz, ein Bürgerhaus, eine Kegelbahn, mehrere Sportplätze, ein Freischwimmbad (50 m) [2], ein Tretbecken, eine Parkanlage, eine Schutzhütte, mehrere Grillplätze, eine Skipiste mit Lift, eine Loipe, eine Tennishalle mit Freiplätzen, ein Minigolfplatz, ein Reitplatz und mehrere markierte Wanderwege.

Blick auf Holzhausen am Hünstein (linke Bildhälfte) und das Dautphetal. Im Hintergrund (v.l.n.r.) der Nimerich (Breidenbacher Grund, 533 m), die Sackpfeife (674 m) und ihre Vorhöhen (u. a. Arennest, 592 m) und davor der Ort Dautphe; in der rechten Bildhälfte die westlichen Damshäuser Kuppen mit Hornberg (451 m), Eichelhardt (465 m, teils verdeckt), Schweinskopf (473 m, hinter Herzhausen) und Dusenberg (457 m)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  77. Sitzung des Fachausschusses für Kurorte Erholungsorte und Heilbrunnen in Hessen vom 17. November 2011. In: Staatszeiger für das Land Hessen. Nr. 7, 2012, ISSN 0724-7885, S. 221.
  2. www.waldschwimmbad-holzhausen.de

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Holzhausen (Dautphetal) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien