Hosman

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Hosman
Holzmengen
Holcmány
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Hosman (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Sibiu
Gemeinde: Nocrich
Koordinaten: 45° 50′ N, 24° 26′ O45.83388888888924.427222222222454Koordinaten: 45° 50′ 2″ N, 24° 25′ 38″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 454 m
Einwohner: 790 (2006)
Postleitzahl: 557168
Telefonvorwahl: (+40) 02 69
Kfz-Kennzeichen: SB
Struktur und Verwaltung
Gemeindeart: Dorf
Blick vom Turm der Kirchenburg auf Hosman im April 1999
Die Kirchburg von Holzmengen im April 1999
Holzmengen im Juni 2009

Hosman (dt. Holzmengen, ung. Holcmány) ist eine Ortschaft in der Gemeinde Nocrich (dt. Leschkirch, ung. Ujegyház) in Siebenbürgen, Rumänien und liegt im Harbachtal (rum. Valea Hârtibaciului, ung. Hortobágy völgye) östlich von Sibiu (Hermannstadt). Hosman hatte im Jahr 2006 790 Einwohner.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde im Jahr 1381 als Holzmenia erstmals urkundlich erwähnt. Er wurde im Jahr 1449 von Vlad III. Drăculea zerstört und verödete. Um 1500 wurde er unter den Gemeinden des Leschkircher Stuhls mit 15 Wirten, einem Hirten und einem Schulmeister angeführt. Während der Kuruzzenkriege von 1703 bis 1711 blieben von 400 Hauswirten nur 15 übrig. Die Kommassierung wurde in Holzmengen 1895 durchgeführt.

Mit der 1910 eröffneten Schmalspurbahn HermannstadtAgnetheln erhielt Holzmengen einen eigenen Bahnhof. Der Betrieb auf der Wusch genannten Bahn wurde im Herbst 2001 eingestellt.

Der Ort wird geprägt durch seine Kirchenburg der evangelischen Gemeinde. Die Stilelemente der inneren Basilika lassen auf eine Ersterbauung um das Jahr 1275 schließen. Im 18. Jahrhundert wurde sie zu einer barocken Hallenkirche umgebaut, 1794 wurden dazu die Seitenschiffe abgetragen; zu gleicher Zeit wurde offensichtlich auch das Westportal mit seinem so genannten polychromen Tympanon wieder freigelegt. An diesem befinden sich zahlreiche Reliefs (z.B. der Hl. Petrus und der Hl. Paulus). Die ursprüngliche Burg bestand aus zwei sieben Meter hohen Ringmauern mit Schießscharten und sechs Türmen. Der innere Ringmauergürtel bildet ein perfektes Oval, während der äußere ihn als unregelmäßiges Viereck umgibt. Bemerkenswert ist das imposante Fallgitter aus Holzbohlen; hinzu kommt ein Relief an der Westwand des Turmes neben dem Vierpaßfenster, das zwei Personen darstellt (vermutet werden die Darstellung Adams und Evas bzw. die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer). 1994/1995 wurde die Kirchenburg restauriert. Im neben der Burg befindlichen ehemaligen Pfarrhaus wurde ein Jugendbegegnungszentrum eingerichtet.

Religion[Bearbeiten]

Die mitgliederstärkste Konfession des Ortes bildet die rumänisch-orthodoxe Gemeinde, welche ihre Gottesdienste in der südlichen der beiden Gemini-Kirchen feiert (die kleinere, nördliche, war ursprünglich griechisch-katholisch).

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde eine römisch-katholische Kirche – mit je einem seitlich angrenzenden Wohnhaus für Ursulinerinnen und den Priester – im Dorfzentrum erbaut. Diese katholische Gemeinde bestand aus Siebenbürger Sachsen, was für den ländlichen Raum Siebenbürgens ungewöhnlich ist. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Pfarrstelle allerdings wieder aufgegeben; die Kirche wurde bis Ende der 1980er-Jahre nur noch gelegentlich genutzt. Die katholischen Familien nahmen seit Kriegsende verstärkt am Gemeindeleben der evangelischen Gemeinde teil und wurden hier integriert.

Die evangelische Gemeinde Augsburgischen Bekenntnisses, über Jahrhunderte die weitaus größte des Dorfes, zählte Anfang 1990 noch etwa 260 Mitglieder, 2004 gehörten ihr sechs, 2005 fünfzehn und 2009 fünf Mitglieder an.

Seit 2006 bilden acht Personen der ungarisch-sprachigen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Rumänien bzw. ihrer Pfarrei Săcădate eine weitere Kirchgemeinde im Ort.

Eine freikirchliche, charismatisch geprägte Gemeinde errichtete im Jahr 2004 am Dorfeingang ihre Kirche; ferner gibt es einige Mitglieder der Siebenten-Tags-Adventisten.

Weblinks[Bearbeiten]