Homburg (Saar) Hauptbahnhof

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Homburg (Saar) Hauptbahnhof
Blick über die Bahnsteige (Juli 2008)
Blick über die Bahnsteige (Juli 2008)
Daten
Kategorie 3
Betriebsart Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 7
Reisende 6.500 pro Tag [1]
Abkürzung SHO
Profil auf Bahnhof.de Nr. 2892
Lage
Stadt Homburg
Land Saarland
Staat Deutschland
Koordinaten 49° 19′ 40″ N, 7° 20′ 13″ O49.3277777777787.3369444444444Koordinaten: 49° 19′ 40″ N, 7° 20′ 13″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe im Saarland

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Der Hauptbahnhof Homburg (Saar) ist der zentrale Personen- und Betriebsbahnhof der saarländischen Kreisstadt Homburg. Der Durchgangsbahnhof mit vier Bahnsteigen und sieben Bahnsteiggleisen ist als Bahnhof der Kategorie 3 eingestuft und liegt am Abzweig der Bahnstrecke Homburg–Neunkirchen von der Hauptstrecke Mannheim–Saarbrücken (Pfälzische Ludwigsbahn). Seit 2006 markiert er den westlichen Endpunkt der Linie S1 der S-Bahn RheinNeckar.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Lage

Der Bahnhof teilt die Stadt in zwei Hälften, namentlich Homburg-Mitte und Homburg-Erbach. Er ist rund 700 Meter von der Stadtmitte entfernt. Vor dem Bahnhofsgelände befindet sich der Busbahnhof ZOB, an dem sowohl Regionalbusse als auch die Stadtbusse verkehren.

[Bearbeiten] Geschichte

BW

Am 1. Juli 1848 wurde der Streckenabschnitt zwischen Kaiserslautern und Homburg in Betrieb gesetzt. Neun Jahre später, am 7. Mai 1857, begann der Verkehr nach Zweibrücken. Ab dem 1. Januar 1904 wurde die Verbindung Homburg−Rohrbach für den Verkehr freigegeben. Am 8. März 1960 wurde die Elektrifizierung des Bahnhofs Homburg mit der E 41 120 eingeweiht. 31 Jahre später, am 6. März 1991 verkehrte der erste EuroCity, der EC 56 Goethe, in Homburg; wenige Tage später, am 22. März 1991 der erste InterCity, IC 26. Im Sommer und Herbst 1991 wurden Gleise für den ICE-Betrieb umgebaut, so dass ab Januar 1992 der erste ICE (Typ 1) Homburg ansteuerte. In den folgenden Jahren wurde der Bahnhof und das Umfeld stets modernisiert, unter anderem mit elektronischen Anzeigetafeln für abgehende Zug- und Busverbindungen, Aufzüge an allen Gleisen sowie elektronische Gleisanzeiger. Hinzu kamen überdachte Fahrradparkplätze. Verschiedene Bahnsteige wurde modernisiert, so auch Bahnsteig 1, das Hausgleis der S-Bahn RheinNeckar. Im Jahr 2008 war die Modernisierung der Bahnsteige 7 und 8 abgeschlossen.

Im Zuge der Konjunkturprogramme wird das Empfangsgebäude mit energetischen Maßnahmen durch die DB Station&Service AG saniert. Außerdem profitiert die Empfangshalle von einigen nötig gewordenen kosmetischen Maßnahmen und erhält eine neue Beleuchtung.

[Bearbeiten] Bedeutung

Bahnhofshalle in Homburg

Der Bahnhof Homburg gehört der Bahnhofskategorie 3 an (Regionalknoten mit möglichem Fernverkehrshalt). Die Bahn beschreibt die Serviceleistungen in dieser Bahnhofskategorie mit Hauptbahnhöfen meist mittelgroßer Städte, mit Serviceangeboten bis in den Abend. Neben dem Hauptbahnhof Homburg gehören im Saarland die Hauptbahnhöfe von Neunkirchen und Saarlouis sowie der Bahnhof St. Ingbert zur Kategorie 3, der Hauptbahnhof Saarbrücken erreicht als einziger die Bahnhofskategorie 2.

[Bearbeiten] Fernverkehr

Einzelne Züge der Gattung IC, EC und ICE verbinden Homburg/Saar umsteigefrei mit Frankfurt am Main, Kassel, Dresden, Stuttgart, München, Salzburg und Graz (beide EC). Der ICE-Systemhaltepunkt auf der Strecke Frankfurt-Paris besteht seit Dezember 2007 nicht mehr.

Linie Verlauf Taktfrequenz
ICE 50 Saarbrücken – Homburg (Saar) – Kaiserslautern – Mannheim – Frankfurt (Main) – Erfurt – Leipzig – Dresden Ein Zugpaar
IC/EC 62 Saarbrücken – Homburg (Saar) – Kaiserslautern – Mannheim – Stuttgart – Ulm – Augsburg – München – Salzburg Einzelne Züge
IC 50 Saarbrücken – Homburg (Saar) – Kaiserslautern – Mannheim – Darmstadt – Frankfurt (Main) Einzelne Züge

[Bearbeiten] Schnellbahn- und Regionalverkehr

Linie Zuglauf Taktfrequenz
RE 7 Trier – Saarlouis – Saarbrücken – Homburg (Saar) – Kaiserslautern – Ludwigshafen (Rhein) – Mannheim Einzelne Züge
RE 60 Saarbrücken – St. Ingbert – Homburg (Saar) – Kaiserslautern Stundentakt
RB 71 Homburg (Saar) – St. Ingbert – Saarbrücken – Saarlouis – Merzig (Saar) – Saarburg (Bz Trier) – Trier Stundentakt
RB 74 Illingen (Saar) – Neunkirchen (Saar) – Homburg (Saar) Halbstundentakt
RB 76 Saarbrücken – Wemmetsweiler – Neunkirchen (Saar) – Homburg (Saar) Einzelne Züge
S 1 Homburg (Saar) – Kaiserslautern – Neustadt (Weinstraße) – Ludwigshafen (Rhein) – Mannheim – Heidelberg – Eberbach – Mosbach (Baden) – (Osterburken) Stundentakt
Gütergleis in Homburg, Industriegebiet Mitte

[Bearbeiten] Güterverkehr

Neben dem Personenverkehr gibt es acht Gleise, die dem Güterverkehr zugeteilt sind. Zwei der drei Industriegebiete werden mit je einem Anschlussgleis versorgt. Daneben gibt es ein Anschlussgleis der Strecke nach Bexbach zum Gelände des ehemaligen Bundeswehrdepots in Homburg. Während des zweiten Weltkrieges gab es weiteren Güterverkehr ab dem Bahnhof Homburg-Eichelscheid nach Bechhofen mit einer Feldbahnstrecke.

[Bearbeiten] Service

Das DB-Reisecenter ist täglich geöffnet. Im Bahnhofsgebäude sind Fahrkartenautomaten, öffentliche Fernsprecher, Schließfacher, Toiletten - auch für Behinderte, ein Bistro-Cafe, eine Bahnhofsbuchhandlung, ein Restaurant, ein Fotoautomat und ein Reiseshop mit Toto/Lotto untergebracht. Links vom Bahnhofsgebäude gibt es einen offenen Nebenzugang zu allen Gleisen und den Fahrkartenautomaten am Gleis 1, aber nicht in das Empfangsgebäude.

[Bearbeiten] Parken

Der Bahnhofsvorplatz ist vermietet, so dass dieser nicht mehr kostenlos als Parkplatz benutzt werden kann. Wenige Meter vom Bahnhof entfernt stehen in einer Buswendeschleife kostenlose Parkflächen zur Verfügung

[Bearbeiten] Busverkehr

Überdachter Busbahnhof auf dem Vorplatz

Die Linien der städtischen Busse fahren den Homburger Bahnhof von 05:30 bis 23:30 Uhr an. Die Linie R7 des Regiobusses nach Zweibrücken fährt von 04:45 bis 00:25 des nächsten Tages von Homburg ab. Die Stadtbuslinien 511 und 512 verbinden den Hauptbahnhof mit den Universitätskliniken des Saarlandes in Homburg. Die Linie 501 fährt bis nach Kleinblittersdorf und ersetzt die Bliestalbahn. Eine weitere erwähnenswerte Linie ist die MS3 der Moselle-Saar-Line. Sie verbindet Homburg mit der französischen Stadt Sarreguemines (Saargemünd) siebenmal täglich an Werktagen, samstags und sonntags fünf bzw. viermal täglich. Vor dem Bahnhof Homburg sind 24 Stunden am Tag Taxis in Fahrbereitschaft.

[Bearbeiten] Stilllegungen

Viele der Nebenlinien wurden in den letzten Jahren stillgelegt, teilweise auch abgetragen. Die 1879 eröffnete Verbindung nach Reinheim, die sogenannte Bliestalbahn, existiert seit 1991 nicht mehr, ebenso besteht die Verbindung zum Hauptbahnhof Zweibrücken nicht mehr. Auch die 1904 eröffnete Glantalbahn, einst Homburg–Bad Münster a. Stein, wurde 1981 im Personenverkehr stillgelegt und 1989 abgebaut.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Sanierung des Hauptbahnhofs Homburg/Saar - Optimierte Energiebilanz und neues Farbkonzept für den Regionalknoten Artikel vom 28. April 2010 auf bahnhof.de, abgerufen am 20. Februar 2012
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