Home Island

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Home Island
Karte mit Home Island im Nordosten
Karte mit Home Island im Nordosten
Gewässer Indischer Ozean
Inselgruppe Kokosinseln
Geographische Lage 12° 7′ 3″ S, 96° 53′ 47″ O-12.117596.896388888889Koordinaten: 12° 7′ 3″ S, 96° 53′ 47″ O
Home Island (Kokosinseln)
Home Island
Fläche 95 ha
Einwohner 466
491 Einw./km²
Hauptort Bantam

Home Island, auch Pulu Selma genannt, ist eine der zahlreichen Kokosinseln und Bestandteil des Atolls South Keeling Islands. Die 0,95 km² große Insel Australiens im Indischen Ozean ist etwa 2.768 km nordwestlich von Perth, 3.685 km westlich von Darwin, 900 km südwestlich der Weihnachtsinsel und etwa 1.000 km südwestlich von Java und Sumatra entfernt. Auf der Insel liegt Bantam, die größte Siedlung der Kokosinseln, in der nach offiziellen Angaben 466 Menschen leben.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die South Keeling Islands wurden 1826 von dem Sklavenhändler und Geschäftsmann Alexander Hare erstmals mit 100 Malaien besiedelt, darunter sein Harem. John Clunies-Ross siedelte 1827 auf Home Island mit 40 Personen, die Ross gegen ihren Willen dorthin brachte. Er installierte ein autoritäres soziales und politisches System. Am 22. Dezember 1837 gab es eine erfolglose Revolte von Malaien gegen dieses System. Daraufhin setzte John Clunies-Ross, der sich König Ross I. nannte, eine Vereinbarung durch, die die auf den Kokosinseln lebenden malaiischen und bantamesischen und europäischen Familien zwang in seinen Häusern zu leben und für ihn zu arbeiten oder die Insel zu verlassen.[2]

Die Familie Clunies-Ross lebte auf Home Island bis 1978. Ihre Arbeitskräfte hatten auf den Kokosplantagen oder in deren Werkstätten zu arbeiten, ferner in Ladengeschäften, importierte Waren zu verkaufen. Da auf den Inseln nur die Kokosprodukte Kopra und Kokosöl für den Export hergestellt wurden, mussten andere Produkte importiert werden.

Aufgrund der abgeschiedenen Lage der Kokosinseln und weiterer Zuwanderung entwickelte sich in Lauf der Zeit eine eigenen Ethnie, die Cocos Malays. Auf den Inseln gab es sogar eine eigene Währung. Die Herrschaft der Familie Cluis-Ross endete erst im Jahr 1978 durch die australische Regierung als sie die Kokosinseln zum Außengebiet Australiens ausrief.[2] Sie kaufte sie für AUD 6,250 Millionen.

Historische Denkmale[Bearbeiten]

Der um 1900 eröffnete Inselfriedhof wurde denkmalgeschützt, da er ein Beispiel von besonderer Bedeutung für die Besetzung der Kokosinseln durch die Familie Clunies-Ross und für das Leben der Cocos Malays darstellt, die auf den Kokosinseln Kokosplantagen und die Kopraproduktion aufbauten.[3]

Ein Gebiet am Landungssteg der Insel einschließlich Teile der dortigen Bucht und Bäume sind denkmalgeschützt.[4] Ein weiterer denkmalgeschützter Komplex der Kopraherstellung von 2,5 ha besteht aus Baulichkeiten wie Speicher, Schuppen, Werkstätten und einer Kopra-Trocknungsanlage, einschließlich der Werkstätten zur Herstellung, Transport und Wartung von Booten.[5]

Leben[Bearbeiten]

Da die Kopraproduktion 1987 wegen Unwirtschaftlichkeit aufgegeben wurde[4], versucht die Bevölkerung vom Tourismus zu leben. In Jahr 2009 war die Arbeitslosigkeit mit 65 % der Bevölkerung auf den Kokosinseln hoch und es gab einen Sprachkonflikt, zu dessen Lösung der australische Innenminister Brendan O'Connor anreiste. Zur Minderung der Arbeitslosigkeit wird ein Bauprojekt für muslimische Touristen des pazifischen Raums verfolgt, mit dem 79 Arbeitsplätze entstehen sollen.[6]

Die Cocos Malays sprechen eine eigene Sprache und Englisch als Zweitsprache. Malaiische und Englische Sprache wird in der Schule unterrichtet. Islam ist die Religion der Cocos Malays.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b shire.cc: Profile, in englischer Sprache, abgerufen am 15. September 2011
  2. a b environment.gov.au: Australian Heritage Database: Direction Island (DI) Houses, Air Force Rd, West Island Settlement, EXT, Australia, History in englischer Sprache, abgerufen am 15. September 2011
  3. environment.gov.au: Australian Heritage Database: Home Island Cemetery, Home Island Settlement, EXT, Australia, in englischer Sprache, abgerufen am 15. September 2011
  4. a b environemt.gov.au: Australian Heritage Database: Home Island Foreshore, Jalan Panti, Home Island Settlement, EXT, Australia, in englischer Sprache, abgerufen am 15. September 2011
  5. environment.gov.au: Australian Heritage Database: Home Island Industrial Precinct, Jalan Bunga Mawar, Home Island Settlement, EXT, Australia, in englischer Sprache, abgerufen am 15. September 2011
  6. theaustralian,com.au: Paige Taylor: Administrator to head Cocos Islands, The Australian vom 1. September 2011, in englischer Sprache, abgerufen am 15. September 2011