Homosexueller Lebensstil

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Homosexueller Lebensstil (auch Lesbischer und Schwuler Lebensstil, englisch: Homosexual Lifestyle, Gay Lifestyle oder Same-sex Lifestyle, oder in gemischter englisch-deutscher Sprache: Lesbischer und Schwuler Lifestyle, Homosexueller Lifestyle) ist ein Schlagwort, das auf der pauschalisierenden Annahme beruht, der Lebensstil schwuler und lesbischer Menschen unterscheide sich generell von dem heterosexueller Menschen. Die Bedeutung der singularen Form des Begriffs liegt in der rhetorischen Anwendung und ist nicht in der empirischen Wirklichkeit zu verorten. Typischerweise wird der Begriff von Personen mit religiös-konservativer Grundeinstellung verwendet, die zu homophoben Ansichten neigen, insbesondere im Umfeld der so genannten Ex-Gay-Bewegung. Im Plural kann er zur Darstellung der existierenden Vielfältigkeit genutzt werden.

Begriff[Bearbeiten]

Inhalt[Bearbeiten]

In vielen Dokumenten und Erzählungen wird der Begriff zwar verwendet, aber nicht näher definiert. Selbst in einem 347-seitigen Handbuch von Love in Action, der größten und einer der ältesten Ex-Gay-Ministry des Exodus-International-Verbandes, wird der Begriff nicht erklärt.[1] Die damit gemeinten Informationen bekommt man hauptsächlich anderweitig durch Erzählungen oder zitierte Studien geliefert.

Der Begriff „homosexueller Lebensstil“ beinhaltet ein Konglomerat an Vorwürfen wie exzessives promiskuitives Sexualleben mit über 100 Sexualpartnern, riskanten Sexualpraktiken, Sexsucht, Gruppenvergewaltigung, Polygamie (natürlich ohne rechtlich gültige Ehen), Pädophilie, Päderastie, Verführung Minderjähriger zu diesem Lebensstil, Geschlechtsverwirrung, missbräuchliche und emotionell abhängige Beziehungen, Nikotinsucht, Alkoholsucht und Abhängigkeit von illegalen Drogen, psychische Krankheiten als Auslöser oder Folge dieses Lebensstils (wie beispielsweise Depressionen), sexuell übertragbare Krankheiten, Folgekrankheiten, Essstörungen, Idol-Anbetung, unechte (da nur aufgesetzte) Fröhlichkeit sowie eine in etwa um 30 Jahre kürzere Lebenserwartung. Dies wird der als homogen dargestellten Gruppe „der Homosexuellen“, wobei Bisexuelle mit eingeschlossen werden, zugeordnet. Wenn ein Seelsorger oder Ex-Gay-Leiter sagt, dass er jemanden vor Homosexualität bewahren will, dann meint er damit alles vorher Angegebene.[2][3] Darüber hinaus habe angeblich fast jeder Homosexuelle kindliche Erfahrungen mit Missbrauch, gehe keine lebenslangen Partnerschaften ein, und selbst wenn sie in Ausnahmefällen doch eine dauerhafte Partnerschaft eingehen, seien Schwule nicht in der Lage, eine so tiefe Liebe wie Heterosexuelle zu empfinden.[4]

Der Begriff ist eingebettet in eine ganze Palette von reduzierender Rhetorik. Der Philosophieprofessor John Corvino spricht dies in seinem seit 1992 gehaltenen Vortrag What’s Morally Wrong with Homosexuality? an:[5]

“When we talk about heterosexuality, we talk about that wild range of activities.
When we talk about homosexuality, we focus on the sex part of it.
This is not the only time we get the sort of false contrast. I mean we say things …
Heterosexual people, we talk about relationships.
Homosexual people, we talk about sex.
We say: Heterosexual people have ‘lives’.
Homosexual people have ‘lifestyles’.
We say: Heterosexual people have a moral vision.
Homosexual people have an agenda.
The words we use to talk about these things really affect our way of thinking about them.”

„Wenn wir über Heterosexualität reden, reden wir über eine breite Palette von Aktivitäten.
Wenn wir über Homosexualität reden, fokussieren wir auf den Sex-Teil.
Das ist nicht das einzige Mal, wo wir einen solchen falschen Kontrast erleben. Ich meine, wir sagen Dinge …
Heterosexuelle Menschen: Wir reden über Beziehungen.
Homosexuelle Menschen: Wir reden über Sex.
Wir sagen: Heterosexuelle Menschen haben „Leben“.
Homosexuelle Menschen haben ‚Lebensstile‘.
Wir sagen: Heterosexuelle Menschen haben eine moralische Sicht.
Homosexuelle Menschen haben eine Agenda.
Die Wörter, welche wir verwenden, um über diese Dinge zu reden, beeinflussen tatsächlich unsere Art, über sie zu denken.“

Das Southern Poverty Law Center beschreibt die Sprache der Ex-Gay-Bewegung wie folgt:

„Das Wort gay taucht fast nur in der Phrase gay lifestyle auf, welche im Wesentlichen als Beschreibung einer hedonistischen Mixtur aus One-Night-Stands und sexuell übertragbaren Krankheiten gesehen wird, welche zu frühem Tod oder Verlassenheit bei schwindender jugendlicher Schönheit kulminiert. Die Ex-Gay-Bewegung hat kaum Begriffe, um die reale Welt zu beschreiben, in welcher Schwule und Lesben in Ämter gewählt werden, in Fernsehshows auftreten und Familien gründen.“

Casey Sanchez: Straight Like Me, 2007[6]

Die Verwendung des Konzepts eines einheitlichen homosexuellen Lebensstils ist reduktionistischer als jenes der sexuellen Orientierung.[7]

Verwendung[Bearbeiten]

Die Begriffe werden vor allem von Homo-Gegnern verwendet. Im englischen Sprachraum, besonders in den USA, werden diese Bezeichnungen um einiges öfter verwendet als im deutschen Sprachraum. Von den dortigen Dokumenten werden die Bezeichnungen auch in andere Länder und Sprachen übernommen. Auf Deutsch wird vor allem der Begriff „homosexueller Lebensstil“ verwendet. Die von den damit beschriebenen Personen meist selbst verwendeten Ausdrücke schwul oder lesbisch kommen selten vor. Im Englischen dagegen kommt neben dem Begriff homosexual lifesyle auch der – prinzipiell für Schwule und Lesben gleichermaßen verwendbare – gay lifestyle recht oft vor, da die ursprüngliche Bedeutung von gay als „fröhlich, lebenslustig“ ihrer Ansicht nach im Kontrast zum Lebensstil steht.[3] Auch in der Ex-Gay-Bewegung wird dieser Begriff gerne verwendet und ist einer der wenigen Zusammenhänge, in denen gay statt homosexual verwendet wird.[6] Auch wird von vielen dort involvierten Menschen die Redewendung „when I was in The Lifestyle“ (deutsch: „als ich noch ‚Den Lebensstil‘ lebte“) in abgelegten „Zeugnissen“ oder Gesprächen verwendet.[1]

Außerhalb konservativer Kreise werden die Begriffe selten verwendet, und wenn, dann meist in der Mehrzahl, welche die Diversität der Lebensstile und Identitäten dieser heterogenen Gruppe widerspiegelt.[8] Dies spiegelt sich auch in Namen von Abteilungen und Positionen wider, welche sich um gleichgeschlechtliche Lebensweisen kümmern. Oder man beschreibt einen persönlichen Lebensstil. Schon André Gide (1869–1951) bemerkte, gespeist aus seiner eigenen Erfahrung, dass verschiedene Untergruppen Homosexueller in der heterosexuellen Welt zwar in einen Topf geworfen werden, aber dass einige von ihnen eine scheinbar unüberwindbare Abscheu voreinander empfinden.[9] An zentralen Zielen wird trotz allem oft zusammengearbeitet.

Prämisse: Sexuelle Ausrichtung eine Frage der Wahl[Bearbeiten]

Konservative Menschen, die den Begriff verwenden und entsprechende Ansichten pflegen, unterscheiden zwischen verschiedenen Lebenswegen, die allen Menschen (nach dieser Denkweise) gleichermaßen offenstehen sollen. Tendenziell tun sich konservative Menschen schwerer mit Veränderungen und ungewohnten Situationen als liberale.[10] Einerseits sehen sie einen vorgegebenen, als Optimum beschriebenen, heterosexuellen Lebensweg, der – wenn irgendwie möglich – von allen Menschen gelebt werden sollte.[11] In den Gedanken der konservativen Menschen wählt ein Mensch stattdessen den hier beschriebenen „homosexuellen Lebensstil“, sobald er sich durch das Coming-out entscheidet, offen homosexuell zu leben. Dies bedeutet aber nicht gezwungenermaßen, dass auch die Homosexualität (meist beschrieben als homosexuelle Neigung) selbst gewählt ist. Da der „homosexuelle Lebensstil“ nach Ansicht vieler antihomosexueller Menschen notwendigerweise mit einem promiskuitiven Lebensstil verbunden ist, muss man nach diesem theoretischen Ansatz, um sich der Promiskuität zu entziehen, einen neuen Lebensstil wählen, der nicht mit Homosexualität, sondern mit Heterosexualität oder Asexualität verbunden ist. Gefühlen gleichgeschlechtlicher Zuneigung habe man sich so weit wie möglich zu entledigen, da die Promiskuität durch die unterstellte Unmöglichkeit echter Liebe zwischen Männern bzw. Frauen, die Suche nach der eigenen Identität als Mann bzw. Frau und Rebellion gegen die etablierte Welt[2] entsteht. Jugendliche werden nach Ansicht konservativer Menschen durch homosexuelle Therapeuten oder Selbsthilfegruppen, in denen man Gleichgesinnte und freundlich gesinnte Heterosexuelle (in den USA: Gay-Straight-Alliances) treffen kann und gegen Ausgrenzung und Mobbing arbeitet, dazu gedrängt, genau diesen Lebensstil anzunehmen.[12][13] Der damalige polnische Ministerpräsident Jarosław Kaczyński unterstützte im März 2007 eine Gesetzesinitiative seines Bildungsministers Maciej Giertych mit den Worten: „Ich habe schon mehrfach gesagt: Ich bin für Toleranz. Aber jungen Menschen in den Schulen einen homosexuellen Lebensstil als Alternative zum normalen Leben vorzuschlagen, das ist schon übertrieben. Derartige Initiativen an den Schulen muss man beenden.“[14] Wenn man nicht aktiv den „homosexuellen Lebensstil“ gewählt hat, sollte man sich nicht als Homosexueller bezeichnen.[12] Der Begriff homosexuell sollte also für einen ganz bestimmten Lebensweg, der gleichzeitig heftig angegriffen wird, reserviert bleiben. Homosexuelle Frauen werden in diesem Kontext – wie so oft – um einiges seltener erwähnt, werden dann aber sehr ähnlich beschrieben, wenn auch nicht in dieser Intensität.

Beispiele[Bearbeiten]

  • Der Salzburger Weihbischof und Bischofsvikar für die Seelsorge an Ehe und Familie Andreas Laun verwendet auch die eher selten gebrauchte deutsch-englische Mischung „homosexueller Lifestyle“ und sieht vor allem das Leid darin, seine Aussagen über diesen Lebensstil „nur als Warnung“ für die Betroffenen, aus diesem auszusteigen, und für den Staat die Forderung, die gesundheitlichen Probleme eines homosexuellen Lebensstils samt Folgekosten zu bedenken und unterschiedliche Strafvorschriften für hetero- und homosexuelle Menschen zu machen.[15][16][17][18] Als einzige Alternative zeigt er die Ansicht der römisch-katholischen Kirche von dauerhafter Enthaltsamkeit auf.
  • Die katholische Moraltheologin Hedwig Porsch schreibt im Überblick über die Sichtweise der Ex-Gays: „Der homosexuelle Lebensstil ist von Bindungsunfähigkeit, Drogenmissbrauch, Suizidalität, Krankheit sowie von der bewussten Abkehr von Gott geprägt.“[19]
  • Für Ugandas Ethikminister James Nsaba Buturo versuchen Aktivisten, die sich für die Rechte Homosexueller einsetzen, dem Rest der Gesellschaft einen fremden, gottlosen, ungesunden, unnatürlichen und unmoralischen Lebensstil aufzubürden.[20] In Uganda ist Homosexualität strafbar. Als in Kalifornien ein Gesetzesentwurf eingebracht wurde, der vorsah, dass auch die Geschichte von Lesben und Schwulen in der Schule erwähnt werden sollte, wie schon jene von einer ganzen Reihe ethnischer Gruppen, empörte sich Karen England vom Capitol Resource Institute mit den Worten: „Die Aktivisten wollen ihren Lebensstil bereits unseren Sprösslingen im Kindergartenalter aufzwingen.“[21] Kirchenvertreter auf Trinidad protestierten gegen einen Auftritt von Elton John, da sein Besuch das Land empfänglich machen könnte, seinem Lebensstil zu folgen[22] (welcher generell nach seinem Coming-out und einem Drogenentzug in den letzten 15 Jahren um einiges gesünder geworden ist).[23] Der US-amerikanische Prediger Jerry Falwell machte zwei Tage nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 „Abtreibungen, Feminismus und schwulen Lebensstil“ dafür verantwortlich.[24] Der britische anglikanische Bischof von Carlisle, Graham Dow, sah in den Überschwemmungen des Jahres 2007 Gottes Strafe, weil „jede Art von Lebensstil jetzt als legitim angesehen wird“, insbesondere die seit Dezember 2005 bestehende zivilrechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften.[25]

Komplementärbegriff[Bearbeiten]

Ein möglicher Komplementärbegriff – der „heterosexuelle Lebensstil“ (englisch: „Heterosexual Lifestyle“ oder „Straight Lifestyle“) – wird von den Beschreibern des „homosexuellen Lebensstils“ so gut wie nicht definiert und selten erwähnt.

Würden dieselben Techniken für die Beschreibung eines „heterosexuellen Lebensstils“ angewendet werden, so argumentiert Jim Burroway, ergäbe sich für diesen ein ebenso verzerrtes und erschreckendes Bild.[26][27]

Aus der Forderung, der „homosexuelle Lebensstil“ solle zu einem „normalen Lebensstil“ gemacht werden, ergibt sich auch dieser Begriff, oder einfach Lebensstil ohne vorangestelltes „homosexuell“ als Komplementärbegriff, ohne eingehend beschrieben zu werden. Jarosław Kaczyński verwendete beispielsweise „normales Leben“ als Komplementärbegriff.[14]

Stereotype und Vorurteile[Bearbeiten]

Verhältnis zur Religion[Bearbeiten]

Obwohl viele Schwule, Lesben und Bisexuelle wegen der oft darin enthaltenen, abwertenden Urteile, Religion als abstoßend empfinden und aus den Religionsgemeinschaften austreten, gibt es einige, die ein glaubensbasiertes Leben führen, auch wenn sie in ihrer Religionsgemeinschaft häufig nicht als „wirkliche Gläubige“ angesehen werden. Bei ihnen und anderen gibt es dauerhafte Partnerschaften, die auf Liebe basieren und in denen es um Hingabe und Verpflichtung geht.[28]

Nach Ansicht vieler Christen sind „homosexuelle Handlungen“ Sünde.[29] Nach Ansicht der römisch-katholischen Österreichischen Bischofskonferenz sei „die Wahrheit“ zu verkünden. Die Verkündigung dürfe nicht dazu führen, dass „der ungeordnete homosexuelle Lebensstil“ akzeptiert oder bejaht wird, da dies den Betroffenen nicht helfen würde.[30]

Einige Christen versuchen deshalb ihre sexuelle Orientierung zu ändern. ‚Joe Moderate‘ hatte von 2000 bis 2005 bei Exodus dies vergeblich versucht. Er hatte davor noch keinerlei sexuelle Erfahrung gesammelt und unternahm den Versuch wegen seines religiösen Konflikts und seiner tief empfundenen Angst.

„Ich hatte solche Angst ‚gay zu sein‘. Ich hatte so viele Ängste bezüglich des ‚gay lifestyle‘, wie er von den Leitern der Ex-Gay-Bewegung beschrieben wird: Promiskuität, Einsamkeit, Sucht, Krankheit, Tod. Ich befürchtete Zurückweisung durch Gott, durch die Familie und durch Freunde. Wer würde bei vollem Verstand so ein Leben wählen! Ich realisiere jetzt, dass ich nicht bei Sinnen war. Ich wurde betrogen.“

Joe ‚Moderate‘: 2008[31]

Promiskuität[Bearbeiten]

Nach Ansicht antihomosexueller Menschen sind alle Schwulen vor allem sehr promiskuitiv („75 % der homosexuellen Männer haben in ihrem Leben mehr als 100 Sexualpartner“; „der durchschnittliche männliche Homosexuelle in Amerika hat über 500 Partner“)[32] und unfähig, langjährige, geschweige denn monogame Partnerschaften einzugehen; männliche Homosexuelle seien immer promiskuitiv,[33] ihr Verhalten weitgehend von unterschiedslosem Sex geprägt und allgemein sexuell sadistisch.[32]

Dies wird unter anderem mit einer falsch interpretierten Studie (auch Dutch Study oder Amsterdam-Studie genannt) aus dem Jahre 2003 von Maria Xiridou u. a., welche in einer Amsterdamer Klinik für Geschlechtskrankheiten arbeitet, untermauert. Das Besondere an dieser Studie sind die extremen Zahlen, die zeigen sollen, dass schwule Beziehungen im Durchschnitt 1,5 Jahre dauern und es während dieser Zeit noch Sexualkontakte zu weiteren zwölf Männern gibt.[34][35][36][37] Diese Auslegung wird unter anderem von der evangelikalen Nachrichtenagentur IDEA verbreitet.[38] Die Aussage ist ein Nebenprodukt der Studie, zu der bestehendes Datenmaterial einer Kohorte verwendet wurde, aus der monogam lebende Menschen explizit ausgeschlossen und recht viele HIV-positive Menschen inkludiert waren, um schneller Trends erkennen zu können. Es sollte mit mathematischen Methoden untersucht werden, ob man die AIDS-Prävention auch auf Paare aus dieser extremen Risikogruppe ausdehnen soll.[39][40][41]

Eine weitere, oft zitierte Studie aus dem Jahre 1978 (vor dem Auftreten von AIDS) von Bell und Weinberg[42] bezieht sich auf eine nicht repräsentative Auswahl, sich als bisexuell bis gänzlich homosexuell bezeichnender Männer, die vor allem aus Bars, Nachtclubs, Schwulensaunen, Sex-Clubs und Cruising-Gebieten in San Francisco, der damaligen „City of Love“ rekrutiert wurden. Die Daten stammten aus den Jahren 1969 und 1970, als die Flower-Power-Bewegung gerade abflaute und auch viele junge heterosexuelle Menschen promiskuitiv lebten, wozu die Studie jedoch keine Vergleichszahlen enthält. Die Schwächen der Studie wurde damals auch von den Autoren offen eingestanden.[43] Ergebnis dieser Datenauswahl ist gewesen, dass bei 75 % der weißen, homosexuellen Männer mehr als die Hälfte der Sexualpartner vollkommen fremde Menschen waren, beziehungsweise, dass sie mit mehr als der Hälfte ihrer Partner nur einmal Sex hatten. 74 %, 75 % beziehungsweise 70 % der schwulen, weißen Männer gaben mehr als 100 unterschiedliche Sexualpartner an, 15 % hatten 200–249 Sexualpartner, 17 % hatten 250–499 Sexualpartner, 15 % hatten 500–999 Sexualpartner und 28 % schätzten mehr als 1000 Sexualpartner.[34][44][45]

Eine weitere, häufig als Beleg einer Promiskuität herangezogene Studie[46][47][48] ist jene von Marcel T. Saghir und Eli Robins[49] aus dem Jahre 1973. Sie behauptet, dass nur 15 % der Schwulen und 17,3 % der Lesben jemals eine Partnerschaft von mehr als drei Jahren hatten. Teilnehmer war eine schon damals nicht repräsentative Gruppe von 89 Männern und 57 Frauen aus San Francisco und Chicago.[50]

Auch eine Studie von Paul Van de Ven u. a. mit dem Titel A comparative demographic and sexual profile of older homosexually active men[51] wird zur Darstellung der sexuellen Gewohnheiten des „homosexuellen älteren Mannes“ in einer angeblichen Auswahl von meist angegebenen 2583 Individuen mit ihren durchschnittlich 251, meist 101 bis 500 Sexualpartnern pro Leben angeführt. Des Weiteren sollen jeweils 10,2–15,7 % zwischen 501 und 1000 und mehr als 1000 Sexualpartner gehabt haben. Homosexualität im Alter habe, so wird von antihomosexuellen Organisation mit Bezug auf diese Studie suggeriert und kommuniziert, letztendlich und folgerichtig, als Auswirkung promiskes Verhalten. Außerdem werden folgende Zahlen zitiert: Nur 2,7 % hatten einen einzigen Sexualpartner in ihrem Leben, nur 14,7 % der 40- bis 49-Jährigen und nur 21,6 % der über 50-Jährigen haben monogame Partnerschaften, 50,3 % der über 40-Jährigen haben nur gelegentlich Sex und 62 % der Männer über 50 waren irgendwann einmal verheiratet. Die einzelnen Angaben treten in unterschiedlichen Konstellationen auf.[52][53][54][55] Konkretisierungen:

  • Als Grundlage für diese Studie über den Unterschied zwischen Männern über 50 Jahren und darunter wurden Daten einer 1992 durchgeführten und 1994 veröffentlichten Studie von Kipax u. a. über das Sexual- und HIV-Risikoverhalten verwendet.[56] Teilnehmer waren 2583 freiwillige Männer mit homo-, bi- und heterosexueller Identität, die innerhalb der letzten fünf Jahre wenigstens einmal mit einem Mann Sex hatten und in einem Telefoninterview befragt wurden. 2580 Datensätze wurden in der neuen Studie von Paul Van de Ven u. a. verwendet, da sie Altersinformationen enthielten. Nur 256 Probanden waren älter als 50 Jahre und es ist die kleinste Gruppe von sonst in etwa 500 bis 700 Probanden pro Altersgruppe.
  • 60,9 % dieser Gruppe bezeichneten sich selbst als homosexuell, 28,5 % als bisexuell. 3,9 % der Älteren bezeichneten sich als heterosexuell. Die anderen 6,7 % gehen auf die Bezeichnungen Gay – was im Gegensatz zu den Älteren vor allem unter 30-Jährige für sich verwenden – straight (= hetero), Camp, Queer, anderes oder „weiß nicht/unsicher“.
  • Bei der Gruppe der älteren homosexuellen Männer weiß im Gegensatz zu allen anderen Altersgruppen am wenigsten die Umwelt davon. 62,9 % der älteren Probanden waren irgendwann einmal verheiratet und 56,4 % haben Kinder, beides mehr als die jüngeren Probanden.
  • Die älteren Probanden hatten erwarteterweise mehr männliche Sexualpartner in ihrem Leben gehabt als die jüngeren, genaue Vergleichszahlen sind aber nicht angegeben. 2,7 % haben nur einen männlichen Sexualpartner gehabt, 21,6 % hatten 101–500 männliche Sexualpartner und jeweils zwischen 10,2–15,7 % hatten männliche Sexualpartner in den Bereichen 2–10, 11–20, 21–50, 51–100, 501–1000 oder [mehr als] 1000. Ein Durchschnittswert ist nicht angegeben und kann aus den vorhandenen Angaben auch nicht genau errechnet werden. Somit ist die Gruppe mit 101–500 männlichen Sexualpartnern zwar die größte Einzelgruppe, aber die meisten der Teilnehmer liegen darunter.
  • Während ihres ganzen Lebens hatten die über 50-jährigen Probanden auch noch zu 16,4 % niemals Sex mit einer Frau, zu 19,5 % Sex mit nur einer Frau und 37,9 % hatten Sex mit 2–10 Frauen. Innerhalb der letzten sechs Monate hatten 28,5 % der älteren Männer Sex mit einer Frau und vergleichsweise dazu 29,0 % der Männer in allen Altersstufen zusammen.
  • Von den älteren Männern leben 52,7 % allein, 19,9 % leben mit einem weiblichen Sexualpartner und 13,7 % mit einem männlichen Sexualpartner. Wenige der älteren Schwulen leben mit einem platonischen Freund egal welchen Geschlechts oder mit einem Familienmitglied zusammen.
  • 48,6 % der Älteren haben nur gelegentlich Sex. Die älteren Probanden leben – genauso wie Männer unter 25 Jahren – mehr als die anderen Altersgruppen in monogamen Partnerschaften und beide Altersgruppen haben am wenigsten reguläre und gelegentliche Verhältnisse nebeneinander.
  • Die Probanden allgemein wurden über folgende Wege rekrutiert: „Teile der organisierten Schwulengemeinde (Radio, Angebotsorte, Fitnessclubs, Geschäfte, Publikationen); Plätze an denen Sexualkontakte angebahnt werden (in Gebäuden oder im Freien) und geringfügig in der [kommerziellen schwulen Sex]szene (‚organised gay communities‘ = schwule Bordelle, Gay-Sexshops, ‚beats‘, schwule Saunen); Gesundheitszentren welche von schwulen Männern frequentiert werden; und über Pornohändler“. Geworben wurde unter anderem mit Anzeigen mit „einem gewissen sexuellen Kitzel“.
  • Die meisten der älteren Männer haben von der Studie meist durch Mainstream-Zeitungen (11,4 %) und Versandkataloge für Videos oder anderes (36,2 %) erfahren. Sie haben gegenüber den anderen Altersgruppen am wenigsten über die Schwulenpresse (11,8 %) oder Info-Karten (1,2 %) von der Studie erfahren.
  • Es sind nicht alle Bereiche des Lebens von Männern, die mit Männern Sex haben abgedeckt. In der Studie selbst ist zu Beginn erklärt, dass sie um die Verschiedenheit der unterschiedlichen schwulen Gemeinschaften wissen, und dass es keine einheitliche schwule Gemeinschaft gibt. Die Daten lassen erwarten, dass es gleichgeschlechtlich sexuell aktive Männer geben kann, die relativ isoliert leben. Am Schluss der Studie wird extra davor gewarnt zu generalisieren. Ob sie repräsentativ ist, kann nicht gesagt werden, da es keine aussagekräftigen Daten dazu gibt, was über Männer, die mit anderen Männern Sex haben, in der Gesamtbevölkerung als repräsentativ angesehen werden könnte. Die Daten können nicht wahllos übertragen werden.
  • Die älteren Jahrgänge leb(t)en auf jeden Fall angepasster zur vorherrschenden heterosexistischen Ideologie als die Generationen nach Stonewall. Dies geschieht durch eingeschränkte Bekanntgabe ihrer sexuellen Orientierung, gegengeschlechtliche Heirat und Familienleben. Relativ wenige leben in Schwulenvierteln, überproportional viele in ländlichen Gegenden, mehr als die Jüngeren. 62,9 % der befragten älteren Männer sind auf irgendeine Art in der Community verhaftet, viel weniger als jüngere Männer, und 37,1 % der älteren sind nicht in der Community verhaftet.

Die wissenschaftliche Neutralität der Studien von Paul Cameron, der sich explizit für die Ablehnung Homosexueller in jedem Bereich ausspricht, ist generell anzuzweifeln.[57] In einer wird darzustellen versucht, dass homosexuelle Männer durchschnittlich um Jahrzehnte kürzer leben. Nach einer Studie, die alleine auf der Auswertung von Zeitungsartikeln basiert und deshalb heftig kritisiert wurde, stirbt der homosexuelle Mann auch ohne AIDS im Mittel um 35,2 Jahre früher bei Unfällen, im Verkehr, durch Suizid, durch Mord oder Herzattacken. Der durchschnittliche homosexualle Mann, würde demnach kaum älter als Mitte 40 Jahre werden[58][59] Durch die heftige Kritik an der Verwendung seiner Studien, vor allem auch durch Ex-Ex-Gays, ging die Zitierungshäufigkeit seit 2007 etwas zurück und einige Organisationen haben alle oder viele Referenzen auf seine Arbeiten getilgt.

In der Kultur homosexueller Menschen schlagen sich Teile solcher Darstellung in Karikaturen nieder. So heißt es bei Ralf König im Jahre 1988: „Schock: Homosexuelle treiben blutigen Analverkehr mit 1.000 Partnern im Jahr!“[60]

Drogenmissbrauch, Depression, Suizidalität[Bearbeiten]

Der Psychologe und Pfarrer der Southern Baptist Convention George Alan Rekers beschreibt seine Sicht der Auswirkungen des homosexuellen Lebensstils komprimiert wie folgt:

„Der homosexuelle Lebensstil ist mit gewaltigen sozialen und persönlichen Nachteilen in Form von […] emotionaler Disfunktion in der Adoleszenz […] Drogenmissbrauch […] sexuell übertragenen Krankheiten […] Problemen in der Schule […] hohem Selbstmordrisiko und verkürzter Lebenszeit aufgrund anderer, nichtspezifischer Ursachen verbunden.“

George Alan Rekers: zitiert nach „Wie kann man männlicher Homosexualität vorbeugen?“, NARTH / Der neue Weg, 2001[61]

Er ist auch gegen die Pflege von Kindern in einem Haushalt, in dem ein homosexueller Erwachsener lebt. Insbesondere sieht er Gefährdungsmomente aufgrund der großen Belastung

„durch [Bewohner], die an psychischen Problemen leiden und Drogen missbrauchen; […] durch das Zusammenleben [der Kinder] mit HIV-infizierten oder geschlechtskranken Individuen; […] weil sie schwuler Pornografie, Sexspielzeugen und unangemessenen sexuellen Aktivitäten ausgesetzt sind, was einschließen kann, dass Gäste ins Haus kommen; Belastungen durch aktuellen oder potentiellen Missbrauch durch homosexuell orientierte Individuen, welche als ‚Eltern‘ oder Gäste agieren; und mehr.“

George Alan Rekers: Zusammengefasst bei NARTH, 2006[62]

Er tritt aus diesen Gründen explizit dafür ein, bestehende, auch langjährige Pflege- oder Adoptionsverhältnisse zu beenden und die Kinder und Jugendlichen auf andere Plätze zu geben, selbst dann wenn die Beendigung bekanntermaßen traumatisch für diese sind.[63] Rekers selbst unternahm im Jahre 2010 eine mehrtägige Europareise in Begleitung eines männlichen Prostituierten,[64] von dem er sich, nach Aussage des Prostituierten, durch erotische Massagen bedienen ließ.[65] Rekers, der „sich ehrlich um das Wohlbefinden der Kinder sorgt“ und regelmäßig Pflegekinder aufnimmt, hat im Jahr 2006 einen 16-jährigen Jungen adoptiert. Auch deshalb erntet er nun scharfen Spott in den Medien, da er nach seinem eigenen Maßstab ungeeignet für die Kindererziehung ist.[66] Manche Websites haben Artikel von und Hinweise auf ihn wegen des Skandals entfernt.

Externe Einflüsse für beispielsweise Depressionen oder Selbstmord werden oft negiert oder zu widerlegen versucht und die Auswirkungen werden alleinig auf die Wahl dieses Lebensstils zurückgeführt.[52]

Einen gesunden und glücklichen homosexuellen Menschen gibt es ihrer Ansicht nach nicht. Durch diese Sichtweise entsteht auch der Vorwurf an homosexuelle Menschen, dass für sie nur mehr der Sex wichtig ist und sie nur für ihre Sexualität leben, obwohl meist die gesamtheitliche Sexualität und insbesondere der Sex nur einen recht bescheidenen Teil im alltäglichen Leben eines homosexuellen Menschen einnimmt. Von homosexuellen Menschen werde, so wird behauptet, der „homosexuelle Lebensstil“ als unerfüllt, einsam, depressiv, störend, emotionell unbefriedigend und mangelnd an bedeutenden Beziehungen beschrieben. Gesteigerte gleichgeschlechtliche Sexualkontakte würden ihnen als Antidepressivum dienen.[67][68] Er wird auch als „selbstzerstörerischer Lebensstil, der dich töten kann“ beschrieben, besonders als Abschreckung gegenüber Jugendlichen,[13] für die es nach dieser Ansicht eine der wichtigsten Entscheidungen im negativen Sinne ist, den „homosexuellen Lebensstil“ zu wählen.[69]

„Dann lebte ich den schwulen Lifestyle: erfolgreich, ständig auf Reisen, viel Geld, tolles Haus am Meer, Männer. Ich hatte alles. Und fühlte mich beschissen. Und war süchtig nach Sex. Zwei, drei Mal am Tag, ständig brauchte ich Selbstbestätigung. Ich war wie besessen. Wenn ich nicht an die Kirchengemeinde gekommen wäre, hätte ich mich irgendwann umgebracht.“

Frank Worthen von der New Hope Ministry in San Rafael (Kalifornien): SZ, 1999[70]

Nach der Meinung von Mark A. Yarhouse von der evangelikalen Regent University in Virginia soll sich jemand, der sich auf eine Gay Affirmative Psychotherapy statt einer reparativen Therapie einlässt, der weiteren Faktoren, die ein „schwuler Lebensstil“ angeblich beinhaltet, bewusst sein, wie: Zunahme depressiver Symptome, Alkohol- und Drogengebrauch, Suizidgedanken und eine ausgedehnte Verwendung von Sexualpraktiken, welche das Risiko physischer Verletzungen und Krankheiten erhöhen.[71]

In manchen Berichten wird darauf hingewiesen, dass ein größerer Anteil der obdachlosen Jugendlichen die Drogen missbrauchen, Depressionen haben oder Suizidversuche unternehmen, sich als nicht als heterosexuell definieren.[72] Es wird aber auf so gut wie keiner Seite, auf der ein „homosexueller Lebensstil“ angegriffen wird, aufgezeigt, dass unter obdachlosen Jugendlichen auch ein überproportionaler Anteil sich als LGBT identifizieren. Die Daten schwanken dabei zwischen 20 und 40 %. Diese Daten können zu einem großen Teil direkt auf mangelnde Akzeptanz zurückgeführt werden. Eine Studie von Pohan and Bailey für das FBI aus dem Jahre 1998 spricht von 30 bis 40 %, und dass 26 % jener, die sich zu Hause bewusst oder zufällig outen, wegen Konflikten mit den moralischen und religiösen Werten der Eltern aus dem Haus geworfen werden.[73] Viele haben körperlichen Missbrauch hinter sich, bei manchen Mädchen war eine Vergewaltigung geplant. Einige dieser trauen sich nicht in die üblichen Obdachlosenasyle für Jugendliche, da sich dort oft die physische Gewalt fortsetzt, auch unter den Augen der Mitarbeiter.[74]

Dabei stützt man sich auf die Befragung von Menschen, die einen Suizidversuch angedacht, geplant oder überlebt haben. Jugendliche haben eine höhere Suizidversuchsrate und Homosexuelle ebenfalls. Jugendliche Schwule, Lesben, Bisexuelle und Unsichere haben eine relativ hohe Suizidversuchsrate. Das geht, egal wie eng man Suizidversuch definiert, aus allen Studien hervor. Manche sehen aus der Tatsache, dass bei LGBTQ-Jugendlichen oft nicht rollenkonformes Verhalten gegeben ist, den Hauptgrund für Suizidversuche in einer Geschlechtsidentitätsstörung („Gender-Identity Disorder“), die massiv behandelt werden solle. Behandlungen gibt es angeblich ab dem Kleinkindalter. Darüber hinaus sehen sie einen direkten Zusammenhang in der Kette von sexuellem Kindesmissbrauch, Homosexualität und Suizid.[75][76] Das Ganze wird aus der Sicht der Erzählungen ihrer Patienten erklärt. Wie es mit anderen Kindern ausschaut, die sich eine Zeit lang oder auf Dauer nicht rollenkonform verhalten, heterosexuell werden und keine Suizidversuche unternehmen, wird nicht betrachtet. Eine Studie zeigt, dass heterosexuelle Jugendliche, die mit homophoben Aussagen in der Schule oder am Schulweg gemobbt werden, eine ebenso große Suizidversuchsrate haben wie LGBTQ-Jugendliche (20 %) im Gegensatz zu anderen heterosexuellen Jugendlichen (6 %) ohne solche Diskriminierungserlebnisse.[77] Eine österreichische Studie zeigte folgende Risikofaktoren auf: a) geringe soziale Unterstützung, besonders der eigenen Eltern (30 % der Väter und 20 % der Mütter seien zum Zeitpunkt der Befragung noch immer sehr negativ oder negativ zur Homosexualität ihres Kindes eingestellt gewesen) und hier auch die zeitnahen Reaktionen nach einem Coming-out; b) die persönliche Einstellung zur eigenen Homosexualität; c) Hoffnungslosigkeit; d) geringes Selbstwertgefühl; e) häufigere Suizidversuche im Bekanntenkreis.[78]

Sexueller Missbrauch von Kindern[Bearbeiten]

Um sexuellen Missbrauch von Kindern in Zusammenhang mit Homosexualität zu setzen und die potentiell große Gefahr für Kinder zu untermauern – besonders in der Debatte um Adoptionen durch gleichgeschlechtliche Paare oder Zulassung homosexueller Priester –, wird gerne eine Arbeit von Timothy J. Dailey, Doktor der Theologie und „Senior Fellow“ am Center for Marriage and Family Studies des Family Research Council, zitiert.[79][80][81][82][83][84][85][86][87][88][89] Es gibt aber auch ähnliche Argumentationen von anderen Personen. Er argumentiert, dass homosexuelle Männer in Gegensatz zu Kinseys 10 % in Wirklichkeit nur 1–3 % der Gesamtbevölkerung darstellen, die meisten Übergriffe durch Männer erfolgen und bis zu einem Drittel aller Missbrauchsfälle Burschen betreffen. Schwule wären also bei den sexuellen Übergriffen gegen Kinder stark überrepräsentiert, von ihnen ginge eine große Gefahr aus.[90][91] Es gibt einige Kritikpunkte gegen diese Arbeit, wobei der offensichtlichste die Unwissenschaftlichkeit der aufgestellten Vergleiche ist. So werden etwa zwei völlig verschiedene Definitionen von Homosexualität miteinander verglichen.[92] Einerseits sind bei den 1–3 % nur Männer mit einer nachhaltigen und überwiegenden homosexuellen Orientierung erfasst, die auch bei einer Befragung zu dieser Identität stehen. Zeitweise oder vereinzelte gleichgeschlechtliche Aktivitäten kommen jedoch deutlich öfter vor.[93] Bei der Statistik zu Missbrauchsfällen wird jedoch jeder Erwachsene, der auch nur eine einzige sexuelle Tat an einem gleichgeschlechtlichen Kind begangen hat, als homosexuell definiert, unabhängig davon, wie er bei einer Befragung zu seiner Identität stehen würde. Die genannte Zahl von einem Drittel liegt im oberen Bereich der Schätzungen, während die Zahlen zur sexuellen Orientierung eher im unteren Bereich der Schätzungen liegen. Auch werden Bevorzugungen von geschlechtsreifen gleichgeschlechtlichen Partnern (Ephebophilie) und gleichgeschlechtliche Pädophile vermengt. Zudem werden zur Untermauerung Aussagen von mehreren Autoren zitiert, welche in ihren eigenen Arbeiten genau zu einem gegenteiligen Ergebnis kommen. A. Nicholas Groth etwa, der 3000 Täter analysiert hat, sagt, dass jene, die sich sowohl zu Kindern als auch zu erwachsenen Personen hingezogen fühlen, meist heterosexuell sind. Kurt Freund kommt zu dem Schluss, dass es vor allem die kindlichen Attribute sind, welche anziehend wirken, und das Geschlecht bei vielen eine untergeordnete Rolle spielt. Gene G. Abel, der früher als Quelle angegeben war, kam zu dem Schluss, dass nahezu 80 % der Männer, welche sich an Burschen vergangen hatten, heterosexuell oder bisexuell sind und die meisten dieser Männer verheiratet waren und selbst Kinder hatten.[94] Groth verlangte nach der ersten Version im Jahre 2002 auch, dass Dailey die Verweise auf seine Arbeiten wegen Misinterpretation zu entfernen habe. Dem wurde auch entsprochen, jedoch waren Groths Arbeiten zumindest bis 2005 noch indirekt referenziert.[93] In einer Studie aus einer Ambulanz waren die meisten Täter in heterosexuellen Partnerschaften mit nahen Verwandten und die Anzahl der als schwul oder lesbisch zu betrachtenden Täter im Bereich der Prävalenz innerhalb der Bevölkerung.[95]

Sexuelle Abnormitäten[Bearbeiten]

Manche Webseiten bezeichnen eine Auswahl aus Fisten, Scat, Wasserspielen, Rimming, Vibratoren, Dildo, Doppeldildo und Umschnallartikeln (Strapon mit Dildos) als gängige, übliche oder sogar häufigste schwule Sexualpraktiken.[96][97] Die oben angesprochene Studie von Paul Van de Ven u. a. enthält eine ein wenig nach Sexualpraktiken aufgeschlüsselte Statistik und zeigt folgende nach Altersgruppen aufgeschlüsselte ungefähre Zahlen für jene, die innerhalb der letzten sechs Monate vor der Befragung sexuell aktiv waren: Streicheln: 98–99 %, Zungenküsse: 82–97 %, trockene Küsse: 84–97 %, gegenseitige Masturbation: 90–96 %, Oral-genitale Kontakte: 77–90 %, Fingerln: 53–76 %, Analverkehr: 51–61 %, Rimming: 32–62 %, Fisten: 4–10 %.[51]

Seitensprünge[Bearbeiten]

Eine Tendenz stimmt aber: Seitensprünge sind in gleichgeschlechtlichen Beziehungen häufiger vorzufinden und man spricht auch offen darüber.

„Der Grund dafür ist, dass gleichgeschlechtlich liebende Frauen und Männer nicht in den Normenkodex eingebunden sind, der vorschreibt, dass man monogam zu leben und treu zu sein hat und dass man, wenn man Seitensprünge macht, nicht darüber spricht. In der schwul-lesbischen Szene wird darüber gesprochen, es wird darüber auch in den Partnerschaften gesprochen. Im Grunde werden hier die Ratschläge aller Paartherapien verfolgt: Sprecht über eure Wünsche.“

Rüdiger Lautmann: Interview in Der Standard am 30. Mai 2005[98]

In den meisten gleichgeschlechtlichen Beziehungen fehlt das zusätzliche Bindeglied der gemeinsamen Kinder. „Fällt ein solches Motiv weg [...] so kommt es bei Konflikten verständlicherweise viel schneller zur Trennung.“[99] Dasselbe gilt logischerweise auch für kinderlose heterosexuelle Paare. Die erste Studie, welche sich mit der Interaktion gleichgeschlechtlicher Partner befasste, wurde erst 2003 veröffentlicht, auch wenn viele solcher Studien schon lange für gegengeschlechtliche Partnerschaften durchgeführt wurden.[100]

Medien, Werbung und Gesellschaft[Bearbeiten]

Früher war das Bild des homosexuellen Menschen jenes eines Kriminellen und einer skandalösen Person. Selbst wenn er Opfer war, wurde das Bild in den Medien im Endeffekt oft umgedreht.[101]

Langsam begann in den 1980ern eine bis heute eine andauernde Welle der kommerziellen und medialen Aneignung von Schwulen, Lesben und Transgender, die sich auf Themen wie Musik, Mode und Filme sowie andere Bereiche des Lifestyles und der Freizeitgestaltung konzentriert. Auch wurden Lesben und Schwule als neue (zahlungskräftige) Konsumenten entdeckt, auch von alltäglichen Großfirmen gezielt angesprochen, was über die Werbung wieder die Finanzierung spezifischer Medien oder Veranstaltungen ermöglicht. Fast jede Verbindung zu einer öffentlichen politischen Dimension von Homosexualität wird dabei unterbunden, es bleibt auf den Bereich des Privaten beschränkt, was dem Markt das Jonglieren mit modischer Nicht-Konformität erlaubt, ohne gesamtgesellschaftlich ins Abseits zu driften. In dieser medialen Präsentation verschwindet die im realen Leben vorhandene soziale und ökonomische Heterogenität und wird als „lesbisch-schwuler Lebensstil“ vermarktet. In Abhängigkeit von den Zugangsmöglichkeiten zum Markt (nach Geschlecht, Klasse und Ethnie reguliert) erhalten nicht-heterosexuelle Menschen ein „Recht“ auf einen „homosexuellen Lebensstil“ innerhalb vorgegebener (Freizeit-)Nischen. Andere Lebensbereiche und Lebensrealitäten, die dem Bild fröhlicher und schöner Menschen widersprechen, bleiben ausgeblendet. Das kommerzielle System selbst übt Druck auf die heterosexuelle Strukturierung des Begehrens aus, ohne dass dies zwingenderweise mit einer sozialen und politischen Legitimation lesbischer und schwuler Lebensweisen einherginge, geschweige denn mit jenen Identitäten, die sich einer eindeutigen sexuellen Definition entziehen.[102][103]

Manchmal drückt sich auch die unpolitische Haltung und die Überbetonung des „Stylish“ in der Ablehnung des Begriffs schwul und der Bevorzugung von gay aus.[104] Queer als Theorie prangert den Zwang zu einer eindeutigen sexuellen und geschlechtlichen Identität an, will sich von Identitätspolitiken lossagen, ist aber in der kapitalistischen Vergesellschaftung eigentlich nicht vorgesehen und wird vor allem am politisch linken Rand besprochen. Queer ist als Sammelbegriff, für vieles, was vermeintlich hip ist, in Mode gekommen und wird oft nur als Ersatz für „lesbisch-schwules Bündnis“ genommen.[102] Homosexuelle, die nicht einem bestimmten vorgegebenen Bild entsprechen, werden oft nicht als solche wahrgenommen oder es wird ihnen sogar die homosexuelle Orientierung abgesprochen.[105]

Die erste relativ repräsentative deutsche Studie über schwule Konsumenten aus dem Jahre 2001 kristallisierte fünf möglichst unterschiedliche Konsumententypen heraus. Jede der Gruppen hat eine Größenordnung von etwa 15–23 %. Wenige Parameter haben bei allen Gruppen dieselbe, aber unterschiedlich ausgeprägte, Tendenz. Dazu zählen auch einige wenige spezifische Lebenserfahrungen.[106] Selbst die fünf Typen sind ein sehr vereinfachtes Hilfsmittel für die Werbewirtschaft und dienen als Projektionsfläche für Kampagnen. Einen schwulen Lifestyle gibt es nicht, sondern verschiedene, und streng genommen hat jeder einen eigenen, auch wenn sich manche ähneln, da sich Werte ähneln.[107] Nur etwa 40 % der Gesamtgruppe gehören zu den kurzfristig vielversprechenden Gruppen für strategisches Marken-Management. Dies beeinflusst dann auch klarerweise, welche angesprochenen Gruppen in der Werbung auftauchen. Über Lesben ist so gut wie nichts bekannt.[108]

Vielfalt der Lebensstile[Bearbeiten]

Für Heterosexuelle wie für Nicht-Heterosexuelle ist Lebensstil etwas Persönliches, Individuelles, und Lifestyle vor allem ein Marketingbegriff. Lebensstil ist keine Frage der sexuellen Orientierung. In der Realität variieren die Lebensentwürfe homo- und bisexueller Menschen genauso wie bei heterosexuellen Menschen. Manche bevorzugen lebenslange Partnerschaften und manche bleiben Single. Hobbys, Berufe und Aktivitäten variieren genauso wie bei heterosexuellen Menschen[109] und sofern man sie lässt, ist dies auch sichtbar. Je nach vorhandenen Möglichkeiten kann man einen persönlichen Lebensstil leben. Man hat meist keinen „homosexuellen Lebensstil“, der den ganzen Tag zelebriert wird, sondern man ist einfach homo- oder bisexuell und hat eigene Werte, an denen man sich orientiert.

Studien erfassen meist nur homo- und bisexuelle Männer und Frauen, die sich in der Subkultur oder sogar nur in einem Teil der Szene bewegen. Jene, die sich nicht in der Szene bewegen, sind meist unterrepräsentiert. Das gilt auch für langjährig monogam lebende Paare, speziell bei älteren Studien, wo die Szene auf das Notwendigste beschränkt war, da sich diese seltener in einer vor allem kommerziellen Vergnügungsszene blicken lassen oder sich auf Dauer zurückziehen und allein in ihrem Freundeskreis leben, ebenso wie heterosexuelle Paare.

In gleichgeschlechtlichen Beziehungen kommen auch alle traditionellen Rollenbilder vor, da ja Schwule und Lesben heterosexuell sozialisiert wurden – und noch viele mehr. Eine Hochzeit wird derzeit nicht unbedingt wie in der heterosexuellen Welt als Lebensziel gehandhabt, sondern eher als Symbol.[98][110] Die real existierende, aber schwer allgemein quantifizierbare Promiskuität ist auch innerhalb der Szene und der Bewegung Gesprächsthema und wird auch immer wieder kritisiert, genauso wie einzelne Verhaltensweisen. Es wird daraus aber nie der Schluss gezogen, Homosexualität als solches zu verdammen, sondern sich zu ändern. Dabei wird auch der soziologische und historische Hintergrund nicht negiert.

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

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    NARTH / Der Neue Weg: Wie kann man männlicher Homosexualität vorbeugen? vorbeugen.pdf, vorhandene PDF-Version erstellt am 16. März 2001;
    veröffentlicht mit dem Datum 17. Mai 2002 bei derneueweg.ch (www.derneueweg.ch/texte bei archive.org in der Version vom 14. Januar 2005 (Version vom 14. Januar 2005 im Internet Archive));
    veröffentlicht mit Datum 26. August 2008 bei derneueweg.ch (www.derneueweg.ch/texte/ bei archive.org in der Version vom 24. Januar 2007 (Version vom 24. Januar 2007 im Internet Archive));
    Zitat verwendet in: kreuz.net/Der neue Weg: Eine gestörte Geschlechtsidentität im Kind muß behandelt werden, 13. März 2007, www.kreuz.net/article.4854.html (Der neue Weg hat inzwischen einige Ansichten geändert.)
    Angegebene Quelle: „Rekers G. (1995), S. 343“; Nachdem Rekers 1995 nur ein Buch herausgebracht hat, wobei er bei sieben Kapiteln mitgearbeitet hat, muss dies sein:
    M. Lundy, G. A. Rekers: Homosexuality in adolescence: Interventions (and ethical considerations). S. 343; Kapitel 16 von: G. A. Rekers (Hrsg.): Handbook of Child and Adolescent Sexual Problems. Lexington Books of Macmillan/Simon & Schuster, New York 1995, S. 341–377 (bzw. –380).
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