Honda CBR 600

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Honda (Motorrad)
HONDA CBR600RR 2007TMCS.jpg
CBR 600 RR (PC40)
Hersteller: Honda Motor Co., Ltd.
Produktionszeitraum ab 2007
Klasse Motorrad
Bauart Supersportler
Motordaten
Viertaktmotor, flüssigkeitsgekühlter Vierzylinder-Reihenmotor, DOHC,
16 Ventile,
geregelter Katalysator
Hubraum (cm³) 599
Leistung (kW/PS) 88,1 / 120 bei 13.500/min
Drehmoment (N m) 66 bei 11.250/min
Höchstgeschwin-
digkeit
 (km/h)
265
Getriebe 6-Gang
Antrieb Kettenantrieb
Bremsen vo. 310 × 4,5 mm Doppelscheibenbremse,
hi. 220 × 5 mm Einscheibenbremse
Radstand (mm) 1375
Sitzhöhe (cm) 82,3

Die Honda CBR600 ist ein Sporttourer (F-Modelle) bzw. Supersportler (RR-Modelle) des japanischen Fahrzeugherstellers Honda, das seit 1986 in achter Generation gefertigt wird.

Wartungshinweis[Bearbeiten]

Bitte diese Angaben - sofern noch nicht geschehen - in den Artikelttext einarbeiten.
Kraftstoff: Super Verbrauch: 5-10 l/100 km Fahrwerk: Aluminiumguss-Brückenrahmen
Bohrung: 67,0 mm Hub: 42,5 mm Verdichtung: 12,2:1
Bereifung vorne: 120/70-ZR17M/C (58W) Bereifung hinten: 180/55-ZR17M/C (73W)

Geschichte[Bearbeiten]

PC19[Bearbeiten]

Eine CBR600F-Sport, Baujahr 2001

Die 1986 dem Markt präsentierte Honda CBR600F (interne Bezeichnung: PC19) war das erste vollverkleidete Motorrad mit 600 cm3 Hubraum.

Der Motor hat zwei obenliegende Nockenwellen, 16 Ventile, Flüssigkeitskühlung und erzeugt eine Leistung von 85 PS. Die Maximaldrehzahl beträgt 12.000/min und die Höchstgeschwindigkeit ca. 230 km/h.[1]

Das Fahrwerk verfügt hinten über ein Zentralfederbein mit Umlenkhebelei und vorne über eine Teleskopgabel. Die Bremsanlage besteht aus einer Doppelscheibenbremse vorn in Kombination mit einer Einzelscheibenbremse hinten.

PC23[Bearbeiten]

Ab Modelljahr 1989 löste die PC23 die PC19 ab. Abgesehen von einem anderen Dekorsatz erhielt sie mit einen leicht überarbeiteten Motor, der nun nominell 93 PS leistet. Homologiert war sie mit einer Höchstgeschwindigkeit von 233 km/h.

PC25[Bearbeiten]

PC25 CBR 600F 1993

Im Jahr 1991 erfuhr die intern PC25 genannte CBR600F eine grundlegende Überarbeitung. Ein neu entwickelter Motor mit einem seitlich neben dem Zylinderblock positionierten Nockenwellenantrieb, geraderen Kanälen im Zylinderkopf, größeren Ventilen und Flachschiebervergasern mit größerem Durchmesser in kompakter Bauform löste das Vorgängeraggregat ab. Die Gesamtkonstruktion ermöglichte eine deutliche Reduzierung der inneren Reibung und des Gewichts der beweglichen Teile, wodurch eine Leistungssteigerung auf 100 PS erzielt werden konnte. Das Chassis wurde insgesamt steifer, da der Motor eine tragende Rolle übernahm.

PC31[Bearbeiten]

1995 folgten dann mit der PC31 weitere größere Änderungen. Das Kurbelgehäuse blieb unverändert, das Verdichtungsverhältnis wurde jedoch ebenso wie der Vergaserdurchmesser erhöht. Das Getriebe wurde überarbeitet, der Kühler vergrößert und alle beweglichen Teile zur weiteren Reduzierung des Gewichts und der Reibung modifiziert. Die wichtigste Neuerung war jedoch die Ausstattung der CBR mit einem Direktlufteinlasssystem. Die Höchstdehzahl wurde von 13.000/min auf 13.500/min erhöht. Ihre versicherungstechnisch limitierten Maximalleistung von 98 PS produzierte die CBR allerdings weiterhin bei 12.000/min. Die eigentliche Maximalleistung beträgt ohne die in Deutschland und anderen EU-Staaten verbaute „Seriendrosselung“ 102 PS. Neben einer geänderten Vorderradgabel erhielt sie eine breitere Hinterradfelge (5 Zoll) sowie eine größere Schwinge. Die vormaligen Schwimmsattel-Bremsen, die bei hartem Einsatz zum Überhitzen neigten, wurde durch eine Festsattelbremse mit schwimmend gelagertern und vergrößerten Bremsscheiben ersetzt. Das Gewicht erhöhte sich durch diese Änderungen nicht. Die Jahrgänge 1995/1996 (inoffiziell auch „PC31a“ genannt) sowie 1997/1998 („PC31b“) können, wie auch die Modelle der PC25 und PC35, anhand der serienmäßigen Farbgebung dem jeweiligen Jahrgang zugeordnet werden. Das 1995/96er-Modell hat ein Heck (Soziushaltegriff, Heckausleger und Rücklicht) entsprechend der PC25. Das Heck der 1997/98er ist länger.

PC35[Bearbeiten]

Ende der 1990er Jahre wuchs der Konkurrenzdruck auf Honda durch die Wettbewerbermodelle von Yamaha, Kawasaki und Suzuki. Das vollkommen neuentwickelte 1999er-Modell PC35 der CBR600F verfügte über einen komplett überarbeiteten Motor und leistete 106 PS bei 12.500/min. Überarbeitet wurde auch das Chassis - sowohl der Rahmen als auch die für zusätzliche Steifigkeit direkt am Kurbelgehäuse befestigte Schwinge waren erstmals aus Aluminium. Das neue Sekundärluftsystem verbesserte ferner die Abgasemmissionswerte.

Im Jahre 2000 erfuhr die PC35 eine Überarbeitung, eine elektronische Einspritzanlage löste die Vergasertechnik in der Gemischaufbereitung ab und ein geregelter 3-Wege-Katalysator wurde zur weiteren Verbesserung der Abgaswerte installiert. Die weiteren Änderungen (Doppelscheinwerfer, digitales Kombiinstrument) waren eher kosmetischer Natur. Die neue Modellvariante CBR600F Sport sollte mit Einzelsitzbank, einer zusätzlichen Kupplungsscheibe und kürzerer Sekundärübersetzung sportlichere Fahrer ansprechen und mit wenigen Modifikationen rennstreckentauglich sein. Die PC35 wurde bis zum Modelljahr 2006 produziert, die Version CBR600F Sport war allerdings nur in den Jahren 2001 und 2002 erhältlich.

PC37[Bearbeiten]

CBR600RR

Die 2003 vorgestellte CBR600RR (intern PC37) löste die CBR600F Sport ab. Anfangs wurden PC35 und PC37 parallel produziert, die PC37 unterscheidet sich u. a. durch eine höhere Motorleistung, mehr Einstellmöglichkeiten des Fahrwerks und zwei einzelne Sitzplätze statt einer durchgängigen Sitzbank. Die erste überarbeitete Version der CBR600RR kam im Jahr 2005 auf den Markt und verfügte nun über eine Höchstleistung von 117 statt 114 PS, Upside-Down-Gabel, geringeres Gewicht sowie minimale Designänderungen an der Verkleidung. Die PC37 weist einen nutzbaren Drehzahlbereich bis zu 15.000/min, eine Beschleunigung von 0–100 km/h in 3,4 Sekunden und eine maximale Geschwindigkeit von etwa 265 km/h auf.

PC40[Bearbeiten]

CBR 600 RR 2009

Zum Modelljahr 2007 erschien eine modernere, leichtere und leistungsstärkere (120 PS) CBR600RR. Anstatt einer klassischen Vollverkleidung, wie bei ihren Vorgängern, findet man nun mehr luftleitende Verkleidungsteile vor. So konnte das Gewicht reduziert werden, während der Luftwiderstand ähnlich gering blieb. Wie die Honda Fireblade (SC57) verfügte die CBR600RR nun ebenfalls über den elektronischen Lenkungsdämpfer HESD (Honda Electronic Steering Damper). Seit der Modellpflege 2009 bietet Honda optional ein Antiblockiersystem (ABS) für die PC40 an.

PC41[Bearbeiten]

Im Jahr 2011 führte Honda die CBR600F wieder ein. Diese basiert nun auf Rahmen und Motor der Honda Hornet und bietet serienmäßig ABS sowie eine Integralbremse.

Modellentwicklung[Bearbeiten]

  • 1986: PC19
  • 1989: PC23
  • 1991: PC25
  • 1995: PC31
  • 1997: Modellpflege PC31
  • 1999: PC35
  • 2000: Modellpflege PC35 – Einspritzanlage, Katalysator
  • 2003: PC37
  • 2005: Modellpflege PC37 – USD-Gabel
  • 2007: PC40
  • 2009: Modellpflege PC40 – optionales ABS
  • 2011: PC41

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. HONDA CBR 600 F (PC19). In: biker.de. webpool GmbH, abgerufen am 29. Juni 2012.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Honda CBR600 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien