Honoré Blanc

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Honoré Le Blanc oder auch Honoré Blanc (* 1736; † 1801) stammte aus Avignon und war ein französischer Büchsenmachermeister, der in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts lebte und die Waffenfabrikation durch die Einführung der ersten Serienproduktion für standardisierte Musketenteile revolutionierte.[1]

Honoré Blanc wurde 1763 Kontrolleur der ab der Gründung der Königlichen Waffenmanufaktur von Ludwig XV. in Saint-Étienne zum Personal gehörte. Er wurde vom "Inspecteur général de l'artillierie" Jean Baptiste Vaquette de Gribeauval (ebenfalls Erfinder) gefördert. Honoré Blanc wurde in den folgenden Jahren Generalinspekteur der Waffenmanufakturen Charleville-Mézières, Maubeuge und St. Étienne bei denen er neue Fertigungsmethoden wie Bohrlehren und Blechprägeverfahren einführte. Mit der Einführung dieser Verfahren wurde bereits in Serienfertigung die Austauschbarkeit von Teilen erreicht.[2]

Etwa um 1785 führte Honoré Blanc die Massenproduktion von Einzelteilen ein, die anschließend zu Musketen zusammengesetzt wurden. Nun konnte man die Bauteile einer Muskete austauschen, ohne die gesamte Funktionsfähigkeit der Waffe in Mitleidenschaft zu ziehen. Die Maße wurden durch Lehren überprüft.

Ein Besucher von Honoré Blancs Werkstätten, dem Teile von fünfzig Schlössern übergeben wurden, „setzte einige selbst zusammen, indem ich sie wahllos herausgriff, und sie passten hervorragend“.[3]

Durch die Revolutionswirren ab 1789 wurde die Produktion gestört. Thomas Jefferson, der bis Ende 1789 Botschafter der Vereinigten Staaten von Nordamerika in Frankreich war, versuchte Honoré Blanc zur Auswanderung nach Amerika zu bewegen. [2]

Le Blanc versuchte erfolglos seine Waffen an die französische Regierung zu verkaufen.[4] Erst dem Amerikaner Eli Whitney gelang es sich mit einem ähnlichen Fabrikationsverfahren 1798 um einen Regierungsauftrag zu bewerben, der die Lieferung von 10.000 standardisierten Musketen zum Stückpreis von 13,40 Dollar an die USA beinhaltete.

Durch den Erfolg von Eli Whitney ließ das Interesse an den Verfahren von Honoré Blanc nach. Honoré Blanc verstarb im Jahre 1801. Er hatte zur Zeit seines Todes große finanzielle Schwierigkeiten durch seine Projekte. [1]

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b Jean-Louis PEAUCELLE, , UNIVERSITÉ DE LA RÉUNION, LABORATOIRE GREGEOI-FACIREM in DU CONCEPT D’INTERCHANGEABILITÉ À SA RÉALISATION 2005, (eingesehen am 18. Aug. 2009) (PDF; 520 kB)
  2. a b Didier Nourrisson , Jean-François Brun , Marie-Thérèse Avon-Soletti , Bernard Bacher , Histoire contemporaine et patrimoine - La Loire, un département en quête de son identité Seite 104, Fusszeile 27, ISBN 978-2-86272-478-2
  3. William Reid: Das große Buch der Waffen. Von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Orbis Verlag 1991, ISBN 3-572-02098-0
  4. Stuart Crainer: The 75 Greatest Management Decisions Ever Made: ... and 21 of the Worst. AMACOM 1999, ISBN 0-8144-0491-X

Weblinks[Bearbeiten]