Hoppecke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel befasst sich mit dem Fluss Hoppecke, ein Ortsteil der Stadt Brilon heißt ebenfalls Hoppecke; für den Batteriehersteller siehe Hoppecke Batterien
Hoppecke
Vorlage:Infobox Fluss/KARTE_fehlt
Die Hoppecke zwischen dem Langenberg und Mittelsberg

Die Hoppecke zwischen dem Langenberg und Mittelsberg

Daten
Gewässerkennzahl DE: 442
Lage Nordrhein-Westfalen und Hessen; Hochsauerlandkreis und Landkreis Waldeck-Frankenberg
Flusssystem Weser
Abfluss über Diemel → Weser → Nordsee
Quelle nahe Willingen im Rothaargebirge
51° 15′ 29″ N, 8° 35′ 1″ O51.2588.5835555555556780
Quellhöhe 780 m ü. NHN[1]
Mündung zwischen Bredelar und Marsberg in die Diemel51.4304722222228.815268Koordinaten: 51° 25′ 50″ N, 8° 48′ 54″ O
51° 25′ 50″ N, 8° 48′ 54″ O51.4304722222228.815268
Mündungshöhe 268 m ü. NHN[1]
Höhenunterschied 512 m
Länge 34,7 km[2]
Einzugsgebiet 92,371 km²[2]
Abfluss am Pegel Bredelar[3]
AEo: 77,4 km²
Lage: 4,5 km oberhalb der Mündung
NNQ (22.09.2003)
MNQ 1975/2006
MQ 1975/2006
Mq 1975/2006
MHQ 1975/2006
HHQ (31.12.1986)
83 l/s
183 l/s
1,37 m³/s
17,7 l/(s km²)
13,5 m³/s
25,2 m³/s
Linke Nebenflüsse Schmala; sonstige siehe unten
Rechte Nebenflüsse Bremecke; sonstige siehe unten
Mittelstädte Brilon, Marsberg
Gemeinden Willingen

Die Hoppecke ist ein 34,7 km[2] langer, westlicher und orographisch linker Zufluss der Diemel in Nordrhein-Westfalen und Hessen, Deutschland.

Verlauf[Bearbeiten]

Die Hoppeckequelle am Rand der Niedersfelder Hochheide (Sept. 2014)
Die Hoppecke in Hoppecke

Die Hoppecke entspringt nahe der Grenze zwischen dem mittleren Osten von Nordrhein-Westfalen und dem nordwestlichen Teil von Hessen und somit nahe der Grenze vom Hochsauerlandkreis zum Landkreis Waldeck-Frankenberg an der Nahtstelle der Regionen Sauerland und Upland. Ihre Quelle liegt auf nordrhein-westfälischem Gebiet etwa 2 km nordnordöstlich von Hildfeld bzw. rund 4,5 km südsüdwestlich von Willingen (jeweils Luftlinie) zwischen dem Clemensberg (ca. 837 m ü. NHN) im Südwesten und dem Hegekopf (842,9 m) im Nordnordosten in der Hochheidelandschaft des Naturschutzgebiets Neuer Hagen. An dem auf etwa 780 m Höhe gelegenen Ursprung des Flusses, an dem ein Naturstein mit der Aufschrift Hoppeckequelle steht, führt der Fernwanderweg Rothaarsteig vorbei. Unterhalb des Steins tritt das Wasser der Hangschuttquelle[4] aus einem Loch zu Tage. Ansonsten ist die Quelle schlicht gestaltet, mit einigen Bänken in der Umgebung. Schon wenige Meter unterhalb der Quelle wird die Hoppecke von einer hölzernen Waldwegbrücke überquert, und etwas unterhalb davon vereinigt sie sich mit mehreren kleinen Zuflüssen, welche aus Nebenquellen entspringen.

Anfangs fließt die oft wasserreiche Hoppecke, die zumeist in nordöstlicher Richtung verläuft, nach Überqueren der Grenze zu Hessen recht steil bergab und dann westlich vorbei am Zentrum von Willingen, um knapp unterhalb des Ortes wieder nach Nordrhein-Westfalen zu gelangen. Danach macht sie einen langgestreckten Rechtsbogen entlang der von Willingen über Brilon-Wald, Hoppecke, Messinghausen und Beringhausen nach Marsberg führenden Eisenbahnlinie; auch der Nordwestabschnitt der Uplandbahn-Trasse, die von Korbach nach Brilon-Wald führt, verläuft durch das Hoppecketal. Dabei verläuft die Hoppecke unterhalb von Willingen in der Gegend von Brilon-Wald, vor dem die von Südwesten kommende Schmalah einmündet, erst entlang eines Abschnitts der Bundesstraße 251, später entlang der Landesstraße 870, die an der Diemel von der Ortschaft Hoppecke nach Bredelar führt, und letztlich entlang eines Abschnitts der Bundesstraße 7, die von Brilon nach Marsberg führt.

Wenige Kilometer weiter flussabwärts bzw. nordöstlich mündet die Hoppecke an dieser Eisenbahnlinie in einem siedlungslosen Talbereich unterhalb der Ortschaft Bredelar, in der das gleichnamige Kloster steht, in die von Südwesten heranfließende Diemel. Ihre Mündung befindet sich auf etwa 268 m Höhe, so dass sich insgesamt 512 m Höhenunterschied ergeben.

Wasserscheide[Bearbeiten]

Das Quellgebiet der Hoppecke befindet sich auf der langgestreckten Rhein-Weser-Wasserscheide: Während sich die Hoppecke, die im Naturschutzgebiet Neuer Hagen entspringt, über die Diemel der Weser zuwendet, fließt der Hillebach, der an der südwestlichen Seite des Bergkamms entspringt, über die Ruhr in den Rhein.

Zur Einstufung als Nebenfluss[Bearbeiten]

Interessant am Diemel-Zufluss Hoppecke ist, dass er bis zu seiner Mündung in die Diemel geringfügig länger (34,7 km gegenüber 32,4 km) ist als der Diemel-Oberlauf bis dorthin. Indes ist das Einzugsgebiet der Hoppecke deutlich kleiner als das der bereits durch Itter und Rhene gespeisten Diemel und die Abflussmenge entsprechend geringer.

Anders als die vor allem historisch als „Nebenfluss“ der Fulda geführte Eder ist somit, trotz ihrer Länge, die Hoppecke ein Nebenfluss der Diemel im eigentlichen Sinne.

Einzugsgebiet und Zuflüsse[Bearbeiten]

Das Einzugsgebiet der Hoppecke ist 92,371 km²[2] groß. Zu ihren Zuflüssen gehören diese Fließgewässer − angegeben ist jeweils die orographische Zuordnung Lage der Mündung, die Länge in Kilometern (km)[2], das Mündungsgebiet und die Mündungshöhe in Meter über Normalhöhennull (NHN); in Hoppecke-Zuflüsse mündende Bäche sind etwas eingerückt dargestellt, kleiner und kursiv geschrieben:

Name Lage Länge
(km)
Mündungsgebiet Mündungshöhe
(m ü. NHN)
Ruthenaar rechts 1,8 km bei Willingen 610 m
Bach an der Landesgrenze links 1,3 km unterhalb Willingen 545 m
Steinsiepen links 0,9 km unterhalb Willingen 519 m
Große Eimecke rechts 0,8 km unterhalb Willingen 500 m
Schusterhöhlen rechts 1,1 km bei Brilon-Wald-Schellhorn 498 m
Klußsiepen links 0,9 km unterhalb Schellhorn 496 m
Kleine Eimecke rechts 1,4 km unterhalb Schellhorn 483 m
Kleines Höhlchen rechts 1,1 km beim Kloster St. Josef 472 m
Schmalah links 6,1 km unterhalb Kloster St. Josef 470 m
Leimständersiepen rechts 0,8 km in Brilon-Wald 468 m
Äskerfsiepen (Aeskerfsiepen) links 0,6 km in Brilon-Wald 460 m
Lüttmecke links 1,7 km bei Brilon-Wald 440 m
Bieber rechts 3,1 km nahe Gudenhagen-Petersborn,
oberhalb der Jickjackmühle
414 m
Laupke rechts 3,85 km unterhalb der Jickjackmühle 410 m
Hängemecke links 2,75 km unterhalb der Pulvermühle 406 m
Bremecke rechts 5,3 km unterhalb der Pulvermühle 400 m
  Jückenhohl (Bremecke-Zufluss)   rechts 1,6 km   oberhalb „An der Bremecke“ 524 m
  Schwartmecke (Bremecke-Zufluss)   rechts 2,2 km   weit oberhalb „An der Bremecke“ 438 m
Hudebach rechts 1,9 km in Hoppecke 395 m
Bernicker Bicke rechts 2,4 km in Messinghausen 370 m
Attenfils links 2,45 km unterhalb Messinghausen / Niederhof 321 m
Bredelarer Bach links 3,75 km in Bredelar 297 m
Schwarzbach links 1,45 km unterhalb Bredelar 275 m
  Langegrundbach (Schwarzbach-Zufluss)   links 3,55 km   unterhalb Bredelar 277 m

Ortschaften[Bearbeiten]

Ortschaften an der Hoppecke sind:

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. a b Deutsche Grundkarte 1:5000
  2. a b c d e Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  3. Gewässerkundliches Jahrbuch 2006 (PDF)
  4. Flyer: GeoWanderführer Rothaarsteig, Geologischer Dienst NRW, 216 Seiten, Krefeld, 2008, ISBN 978-3-86029-973-9 (PDF; 2,51 MB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hoppecke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien