Hoppegarten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Hoppegarten im Landkreis Märkisch-Oderland. Zum gleichnamigen Ortsteil der Stadt Müncheberg, ebenfalls im Landkreis Märkisch-Oderland, siehe Hoppegarten (Müncheberg)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hoppegarten
Hoppegarten
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hoppegarten hervorgehoben
52.49611111111113.63916666666754Koordinaten: 52° 30′ N, 13° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Märkisch-Oderland
Höhe: 54 m ü. NN
Fläche: 31,88 km²
Einwohner:

16.808 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 527 Einwohner je km²
Postleitzahl: 15366
Vorwahlen: 03342, 030
Kfz-Kennzeichen: MOL, FRW, SEE, SRBVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Leerzeichen
Gemeindeschlüssel: 12 0 64 227
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lindenallee 14
15366 Hoppegarten
Webpräsenz: www.gemeinde-hoppegarten.de
Bürgermeister: Karsten Knobbe (Die Linke)
Lage der Gemeinde Hoppegarten im Landkreis Märkisch-Oderland
Altlandsberg Alt Tucheband Bad Freienwalde Beiersdorf-Freudenberg Bleyen-Genschmar Bliesdorf Buckow Falkenberg Falkenhagen Fichtenhöhe Fredersdorf-Vogelsdorf Garzau-Garzin Golzow Gusow-Platkow Heckelberg-Brunow Höhenland Hoppegarten Küstriner Vorland Lebus Letschin Lietzen Lindendorf Märkische Höhe Müncheberg Neuenhagen bei Berlin Neuhardenberg Neulewin Neutrebbin Oberbarnim Oderaue Petershagen/Eggersdorf Podelzig Prötzel Rehfelde Reichenow-Möglin Reitwein Rüdersdorf bei Berlin Seelow Strausberg Treplin Vierlinden Waldsieversdorf Wriezen Zechin Zeschdorf BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Hoppegarten ist eine amtsfreie Gemeinde im Westen des Landkreises Märkisch-Oderland in Brandenburg. Sie entstand erst zum 26.Oktober 2003 durch den gesetzlich verfügten Zusammenschluss der drei Gemeinden Dahlwitz-Hoppegarten, Hönow und Münchehofe. Das 1992 geschaffene Amt Hoppegarten zur Verwaltung der drei Gemeinden wurde zum gleichen Zeitpunkt aufgelöst. Das Wort Hoppegarten leitet sich von Hopfen her.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Das Gemeindegebiet ist durch einen nach Osten hervorragenden "Sporn" des Berliner Bezirks Marzahn-Hellersdorf zweigeteilt; im Norden der Ortsteil Hönow, im Süden die Ortsteile Dahlwitz-Hoppegarten und Münchehofe. Die Gemeinde grenzt im Nordwesten und Norden an die amtsfreie Gemeinde Ahrensfelde, im Osten an die amtsfreie Stadt Altlandsberg und an die amtsfreie Gemeinde Neuenhagen bei Berlin, im Südosten an Schöneiche bei Berlin, im Süden an den Berliner Bezirk Treptow-Köpenick und im Westen an den Bezirk Marzahn-Hellersdorf (Berlin).

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Die Gemeinde gliedert sich laut Hauptsatzung[2] in die drei Ortsteile:

sowie den Wohnplätzen Heidemühle, Hönow Dorf, Hönow Nord, Hönow Süd, Mönchsheim und Ravenstein[3]

[Bearbeiten] Geschichte

Die Geschichte der Gemeinde Hoppegarten ist im Grund bis 2003 die Geschichte von ursprünglich vier, später drei ehemals selbständigen Gemeinden und weiteren kleineren Siedlungen (heute Gemeindeteile und Wohnplätze).

[Bearbeiten] Amt Hoppegarten

Zur Verwaltung der vielen, z.T. sehr kleinen Gemeinden wurde 1992 in Brandenburg die Ämterverwaltung eingeführt. Am 11. September 1992 erteilte der Minister des Innern des Landes Brandenburg seine Zustimmung zur Bildung des Amtes Hoppegarten[4]. Als Zeitpunkt des Zustandekommens des Amtes wurde der 15. September 1992 festgelegt. Die Zustimmung war zunächst bis zum 15. September 1994 befristet. Das Amt hatte seinen Sitz in der Gemeinde Dahlwitz-Hoppegarten und bestand zunächst aus drei Gemeinden im damaligen Kreis Strausberg:

  1. Hönow
  2. Hoppegarten
  3. Münchehofe

Die Befristung wurde ab dem 25. August 1994 aufgehoben.[5] Zum 26. Oktober 2003 wurden die drei amtsangehörigen Gemeinden per Gesetz zur neuen Gemeinde Hoppegarten zusammen geschlossen. Das Amt Hoppegarten wurde aufgelöst und die Gemeinde Hoppegarten amtsfrei[6]. Die ehemaligen Gemeinden Dahlwitz-Hoppegarten und Hönow klagten erfolglos gegen den „Zusammenschluss von oben“ vor dem Landesverfassungsgericht; die Klagen wurden zurückgewiesen[7][8].

[Bearbeiten] Bevölkerungsentwicklung

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeindevertretung

Rathaus von Hoppegarten
Gemeindesaal von Hoppegarten

Die Gemeindevertretung der Gemeinde besteht aus 28 Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertretern sowie dem hauptamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahlen am 28. September 2008 brachten folgende Sitzverteilung:

  • Die Linke: 9 Sitze
  • CDU: 6 Sitze
  • SPD: 4 Sitze
  • FDP: 2 Sitze
  • Bündnis 90/Die Grünen: 1 Sitz
  • Bürgerkomitee: 1 Sitz
  • Freie Wähler Dahlwitz-Hoppegarten: 2 Sitze
  • Initiativgruppe der Eigenheimbesitzer: 1 Sitz
  • Siedlergemeinschaft Birkenstein: 1 Sitz
  • Vereinigte Bürgerbewegung Hoppegarten: 1 Sitz

Vorsteher der Gemeindevertretung ist Kay Juschka (CDU).[9]

Am 8. Juli 2010 traten drei der CDU-Vertreter sowie die Vertreter der Initiativgruppe der Eigenheimbesitzer und der Siedlergemeinschaft Birkenstein, die mit der CDU eine Fraktionsgemeinschaft gebildet hatten, aus der Fraktion aus und bilden seitdem die neue fünfköpfige Fraktion Bündnis für Hoppegarten.[10]

Der hauptamtliche Bürgermeister Karsten Knobbe (Die Linke) wurde in einer Stichwahl am 25. September mit 53,23 % der Stimmen gewählt.[11] Bereits im Wahlkampf ging Karsten Knobbe offensiv mit seiner Vergangenheit als Inoffizieller Mitarbeiter für das Ministerium für Staatssicherheit der DDR um, indem er Ausschnitte aus Akten und seine eigene Sicht auf diese Tätigkeit auf seiner Internetseite veröffentlichte.[12]

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen wurde am 3. Juli 2006 genehmigt.

Blasonierung: „Halb gespalten und im Dornenschnitt geteilt von Grün, Silber und Blau; Feld 1: ein nach oben geöffnetes silbernes Hufeisen, Feld 2: eine grüne Hopfendolde mit Stiel und Blatt und Feld 3: eine schräglinke silberne Schildkröte.“[13]

[Bearbeiten] Gemeindepartnerschaften

Hoppegarten unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu den Gemeinden Iffezheim in Baden-Württemberg sowie Rzepin in Polen.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Bauwerke

siehe: Liste der Kulturdenkmale in Hoppegarten

[Bearbeiten] Sport

Der Ortsteil Dahlwitz-Hoppegarten wurde durch die dort seit 1868 bestehende Galopprennbahn Hoppegarten (Pferdesport) bekannt.

1976 gewann der Schütze Norbert Klaar und 1980 der Judoka Dietmar Lorenz eine olympische Goldmedaille. Beide traten für den SC Dynamo Hoppegarten an.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Behörden

Hoppegarten ist Sitz einer Außenstelle des Bundesarchivs, in der Teile des Bundesfilmarchivs gelagert sind. Ferner besteht eine Geschäftsstelle der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG).

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg: Bevölkerung im Land Brandenburg am 31. Dezember 2011 nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden (PDF; 31,71 KB), Stand 31. Dezember 2011. (Hilfe dazu)
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Hoppegarten vom 24. März 2009 PDF
  3. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg - Gemeinde Hoppegarten
  4. Bildung der Ämter Friedland/Niederlausitz und Hoppegarten. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 11. September 1992. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nr. 75, 5. Oktober 1992, S.1869.
  5. Aufhebung der Befristung von Ämtern. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 20. September 1994. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 5. Jahrgang, Nummer 71, 7. Oktober 1994, S.1446.
  6. Fünftes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Barnim, Märkisch-Oderland, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin, Prignitz, Uckermark (5.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003 Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 05, S.82), geändert durch Gesetz vom 01. Juli 2003 (Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr.10, S.187)
  7. Kommunales Verfassungsbeschwerdeverfahren gegen die Auflösung der Gemeinde Hönow (Amt Hoppegarten) durch Eingliederung in die neu gebildete amtsfreie Gemeinde Hoppegarten
  8. Kommunales Verfassungsbeschwerdeverfahren gegen die Auflösung der Gemeinde Dahlwitz-Hoppegarten (Amt Hoppegarten) durch Eingliederung in die neu gebildete amtsfreie Gemeinde Hoppegarten
  9. Übersicht über die Mitglieder der Gemeindevertretung
  10. „Bündnis für Hoppegarten“ will Sachpolitik machen. Pro Hoppegarten, Nr. 7/2010, S. 4, abgerufen am 25. April 2010. (PDF-Datei; 2,74 MB)
  11. Grafische Darstellung des Stichwahlergebnisses in Hoppegarten vom 25. September 2011 (PDF-Datei; 236 kB)
  12. Ausführungen zur Vergangenheit als Stasi-IM auf der Internetseite von Karsten Knobbe
  13. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Hoppegarten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien