Hoppstädten-Weiersbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Hoppstädten-Weiersbach
Hoppstädten-Weiersbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Hoppstädten-Weiersbach hervorgehoben
49.6191666666677.1972222222222374Koordinaten: 49° 37′ N, 7° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Birkenfeld
Verbandsgemeinde: Birkenfeld
Höhe: 374 m ü. NHN
Fläche: 17,87 km²
Einwohner: 2954 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 165 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55768
Vorwahl: 06782
Kfz-Kennzeichen: BIR
Gemeindeschlüssel: 07 1 34 042
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Schneewiesenstraße 21
55765 Birkenfeld
Webpräsenz: www.hoppstaedten-weiersbach.de
Ortsbürgermeister: Welf Fiedler (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Hoppstädten-Weiersbach im Landkreis Birkenfeld
Horbruch Krummenau (Hunsrück) Weitersbach Gösenroth Schwerbach Oberkirn Hausen (Hunsrück) Rhaunen Stipshausen Hottenbach Hellertshausen Schauren Asbach Sulzbach (Hunsrück) Bollenbach Bundenbach Baumholder Frauenberg Reichenbach Heimbach Ruschberg Berglangenbach Fohren-Linden Berschweiler bei Baumholder Mettweiler Eckersweiler Rohrbach Rückweiler Hahnweiler Leitzweiler Sien Sienhachenbach Schmidthachenbach Oberreidenbach Mittelreidenbach Dickesbach Fischbach Bergen Berschweiler bei Kirn Hintertiefenbach Gerach Niederwörresbach Niederhosenbach Griebelschied Sonnschied Wickenrodt Herrstein Oberwörresbach Veitsrodt Herborn Mörschied Breitenthal Oberhosenbach Weiden Vollmersbach Kempfeld Kirschweiler Bruchweiler Allenbach Wirschweiler Langweiler (bei Idar-Oberstein) Idar-Oberstein Sensweiler Hettenrodt Mackenrodt Siesbach Leisel Schwollen Hattgenstein Oberhambach Rinzenberg Börfink Buhlenberg Abentheuer Brücken (bei Birkenfeld) Achtelsbach Meckenbach Ellweiler Dambach Gimbweiler Hoppstädten-Weiersbach Dienstweiler Nohen Birkenfeld (Nahe) Ellenberg Gollenberg Rimsberg Schmißberg Elchweiler Niederhambach Niederbrombach Kronweiler Sonnenberg-Winnenberg Oberbrombach Rötsweiler-Nockenthal Wilzenberg-Hußweiler Saarland Landkreis Trier-Saarburg Landkreis Bernkastel-Wittlich Rhein-Hunsrück-Kreis Landkreis Bad Kreuznach Landkreis KuselKarte
Über dieses Bild
Bahnhof Neubrücke (Nahe) im Ortsteil Neubrücke von Hoppstädten-Weiersbach
Hoppstädten-Weiersbach, Blick vom Gewerbegebiet bei der Rofu zu den Windkrafträdern im Süden

Hoppstädten-Weiersbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Birkenfeld an.

Geographie[Bearbeiten]

Hoppstädten-Weiersbach setzt sich aus den drei Ortsteilen Hoppstädten, Weiersbach (mit Bleiderdingen) und Neubrücke zusammen. Der Ort liegt nahe der Grenze zum Saarland.

Die Ortsgemeinde liegt im Nahetal, im Oberen Nahebergland, einem Teilgebiet des Saar-Nahe-Berglands. Es ist ein eigenständiges Landschaftsgebiet und ist nicht in die Pfalz oder den Hunsrück einzugliedern. Die Landschaft um die Ortsgemeinde wird durch das Hoppstädter Nahetal geprägt. Dieses Tal ist eine breite Flussaue mit großräumigen Wiesenfluren und bewaldeten Berghängen an den beiden, das Nahetal einrahmenden Bergen, dem Hoppstädter und dem Weiersbacher Berg. Auf den höher gelegenen Fluren sind große Ackerflächen angelegt. Das charakteristische Nahetal zwischen Hoppstädten-Weiersbach und Idar-Oberstein weist noch viele naturbelassene, teils romantisch-wilde Partien auf. Teile des Nahetals in Hoppstädten-Weiersbach wurden daher 1991 als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Orte Weiersbach und Hoppstädten gehörten im Mittelalter zusammen mit Leitzweiler, Heimbach und Freisen zur Herrschaft Werdenstein. Eine Seitenlinie der Herren von Oberstein nannte sich im 16. Jahrhundert erstmals nach der Herrschaft „Herren von Werdenstein“. Jakob von Eberstein heiratete die erbberechtigte Tochter und erbaute um 1550 das gleichnamige Schloss „Werdenstein“. Es lag zwischen den beiden Ortschaften und wurde Anfang des 19. Jahrhunderts komplett abgebrochen.

Im Ortsteil Neubrücke befand sich von 1944 bis 1945 ein Außenlager des Konzentrationslagers SS-Sonderlager Hinzert.

Auf einem 44 Hektar große Gelände bei Neubrücke wurde 1952 das 98th General Hospital der US-Army eröffnet. Das Not- und Reservekrankenhaus verfügte über 1.000 Betten sowie diverse medizinische Fachstationen, unter anderem für Chirurgie, Zahnmedizin, Orthopädie, Radiologie, Rehabilitation und Augenheilkunde. Ein vollständiger Lazarett- und Krankenhauszug stand ständig abfahrbereit. 1994 wurde das Hospital geschlossen.

Das ehemalige Krankenhausgelände beherbergt heute den Umwelt-Campus Birkenfeld.

Die Gemeinde Hoppstädten-Weiersbach wurde am 7. Juni 1969 aus den aufgelösten Gemeinden Hoppstädten (seinerzeit 1855 Einwohner) und Weiersbach (515 Einwohner) neu gebildet.[2]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Hoppstädten-Weiersbach auf dem heutigen Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1815 681
1835 994
1871 1.195
1905 1.313
1939 1.784
1950 2.023
Jahr Einwohner
1961 2.446
1970 2.329
1987 2.348
1997 2.546
2005 2.795
2013 2.954

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Hoppstädten-Weiersbach besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU WGR Gesamt
2009 6 11 3 20 Sitze
2004 5 13 2 20 Sitze

Infrastruktur[Bearbeiten]

Luftbild des Sonderlandeplatzes EDRH, ehemals Airfield Hoppstädten-Weiersbach
Hoppstädten-Weiersbach
Hochregalager des Kochgeschirrherstellers Fissler, Blick vom Bahnhofsparkplatz
Hoppstädten-Weiersbach, Kraftwerk der OIE AG, eine Tochter der RWE AG

Hoppstädten-Weiersbach liegt an der Bundesautobahn 62 NonnweilerLandstuhl, Anschlussstelle Birkenfeld sowie an der Eisenbahntrasse Saarbrücken-Mainz und hat an dieser den Regionalbahnhof Neubrücke (Nahe) sowie einen weiteren Haltepunkt Hoppstädten-Weiersbach in Hoppstädten. Der Bahnhof Neubrücke (Nahe) ist außerdem ein Halt der Fernbuslinie Luxemburg-Frankfurt am Main (DeLux-Express).[5]

Zwischen den beiden Ortsteilen Hoppstädten und Weiersbach liegt parallel zum Nahe-Ufer der Flugplatz Hoppstädten-Weiersbach, ICAO-Code „EDRH“.

Hoppstädten-Weiersbach ist Sitz der Landessammelstelle für radioaktive Abfälle des Landesamtes für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht (LUWG) des Landes Rheinland-Pfalz.

Wirtschaft[Bearbeiten]

In Hoppstädten-Weiersbach befindet sich die Firmenzentrale und das Zentralwarenlager der ROFU Kinderland, ein Kraftwerk der OIE AG und eine Ansiedlung des Kochgeschirrherstellers Fissler.

Personen[Bearbeiten]

  • Emanuel Hecht (* 1821 in Nordheim, † 25. Februar 1862 in Hoppstädten), seit 1845 Lehrer der jüdischen Schule, pädagogischer Schriftsteller und Heimatforscher, 1858 Mitglied des Provinzialrates, Ehrenpromotion der Universität Bonn
  • David Einhorn (* 10. November 1809 in Diespeck; † 2. November 1879 in New York), 1842 bis 1847 Rabbiner von Hoppstädten und Landesrabbiner im Fürstentum Birkenfeld,
  • Alex Lewin (* 5. Oktober 1888 in Adelsheim; † 1942 im Vernichtungslager Auschwitz), letzter Landesrabbiner des oldenburgischen Landesteil Birkenfeld mit Sitz und Wohnung in Hoppstädten.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hoppstädten-Weiersbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 180 (PDF; 2,6 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. http://www.delux-express.de/birkenfeld-umweltcampus.php