Hor Namhong

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Hor Namhong mit US-Außenministerin Hillary Clinton (2012)

Hor Namhong (* 15. November 1935 in Phnom Penh) ist ein kambodschanischer Diplomat und Politiker.

Biografie[Bearbeiten]

Nach dem Studium an der Königlichen Verwaltungsschule, die er mit einem Diplom in Diplomatie beendete, trat er in den Diplomatischen Dienst ein. Zwischen 1967 und 1973 war er Mitarbeiter an der Botschaft in Frankreich. Während dieser Zeit studierte er auch Rechtswissenschaften an der Universität Paris und schloss dieses Studium mit einem Master of Laws ab. Darüber hinaus absolvierte er ein Postgraduiertenstudium am Institut für Höhere Internationale Studien der Universität Paris.

1973 wurde er zum Botschafter in Kuba ernannt. 1975 kehrte er nach Kambodscha zurück, wo er sich bis 1979 den Roten Khmer unter Pol Pot anschloss. Nach dem Einmarsch vietnamesischer Truppen schloss er sich jedoch der neuen Regierung unter Ministerpräsident Heng Samrin an und wurde von diesem zum Vizeminister für Auswärtige Angelegenheiten ernannt und damit zum Vertreter des heutigen Ministerpräsidenten Hun Sen. 1982 erfolgte seine Berufung zum Botschafter in der Sowjetunion. Dieses Amt übte er bis 1989 aus. Danach wurde er zunächst Minister des Ministerrates für Auswärtige und dann von 1990 bis 1993 Außenminister in der Regierung von Ministerpräsident Hun Sen. Während dieser Zeit war er auch bis 1991 einer der Hauptunterhändler bei den Friedensgesprächen, die letztlich den Kambodschanischen Konflikt mit dem Pariser Friedensvertrag vom 23. Oktober 1991 beendeten. Von 1991 bis 1993 war er darüber hinaus auch Mitglied des Obersten Nationalrates von Kambodscha.

Nach den ersten freien Wahlen 1993, die zur Schwächung der Position Hun Sens führten, scheidet er aus der Regierung aus und wird nach der erneuten Krönung von Norodom Sihanouk zum König von Kambodscha im September 1993 zum Botschafter in Frankreich berufen.

Nach seiner Rückkehr nach Kambodscha ernennt ihn Ministerpräsident Hun Sen am 30. November 1998 wiederum zum Minister für Auswärtige Angelegenheiten und International Kooperation. Kurz davor war er als Vertreter der Kambodschanische Volkspartei (KPK) auch zum Abgeordneten der Nationalversammlung gewählt worden. Im Rahmen einer Regierungsumbildung wurde er außerdem am 15. Juli 2004 zum Stellvertretenden Ministerpräsidenten ernannt.

In seiner Funktion als Außenminister hielt er im September 2009 eine Rede vor der 64. Generalversammlung der Vereinten Nationen, in der er auf die Finanzkrise ab 2007, Klimawandel, aber auch die Nahrungsmittel- und Energieversorgung, Frieden und Sicherheit sowie die Reform der Vereinten Nationen einging.[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Für seine Verdienste wurde er mehrfach ausgezeichnet und erhielt unter anderem:

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statement at the 64th Session of the United Nations General Assembly General-New York, 26 September 2009