Horn-Lehe

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Stadtteil von Bremen
Horn-Lehe
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Über dieses Bild
Basisdaten  Rang 
Fläche: 14,038 km² 9/23
Einwohner: 24.393 15/23
Bevölkerungsdichte: 1.738 Einwohner je km² 14/23
Ausländeranteil: 9,1 % 16/23
Arbeitslosenquote: 6,7 % 17/23
(Stand der Angaben: 31. Dez. 2008)
Koordinaten: 53° 6′ N, 8° 52′ O53.0971688.869969Koordinaten: 53° 5′ 50″ N, 8° 52′ 12″ O
Ortsteile: Horn
Lehe
Lehesterdeich
Postleitzahlen: 28329, 28357, 28359
Stadtbezirk: Ost
Ortsamt: Horn-Lehe

Horn-Lehe (Plattdeutsch Hoorn-Lehe) ist ein Stadtteil von Bremen und gehört zum Bremer Stadtbezirk Ost.

Im Stadtteil befinden sich unter anderem die Universität Bremen, der Rhododendron-Park Bremen, der Botanische Garten, das Hollerland, der Fallturm Bremen und das Universum.

Geografie und Ortsteile[Bearbeiten]

Bauernhaus an der Leher Heerstraße
Horner (Leher) Mühle an der Leher Heerstraße
Landgut Louisenthal an der Leher Heerstraße
Universum Science-Center an der Universitätsallee

Der Stadtteil Horn-Lehe liegt zirka 6 km nordöstlich vom Stadtzentrum und besteht aus den Ortsteilen Horn, Lehe und Lehesterdeich.

Die benachbarten Stadtteile sind Oberneuland im Osten, Vahr im Süden, Schwachhausen im Süd-Westen, Blockland im Westen und Borgfeld im Norden.

Horn[Bearbeiten]

Fläche: 2,72 km², 4584 Einwohner[1]

Der Name Horn leitet sich von niederdeutsch Horn oder Horne (‚Spitze‘) ab. Die erste Besiedlung der Gemarkungen Horn und Lehe fand im 12. Jahrhundert statt, als der Bremer Erzbischof einer Gruppe von Holländern die Urbarmachung und Besiedlung des Gebietes vertraglich zusicherte.

Der Kern der Siedlung Horn befand sich auf einem höhergelegenen Landstück, das zwischen Kleiner Wümme und Vahrster Fleet (Gete) spitz zulief. Die Kleine Wümme durchzog die Siedlung von der Achterstraße über die Riensberger Straße und Berckstraße bis zur Straße Schorf. Ein großer Teil des Flusslaufs im Zentrum Horns ist zugeschüttet worden. Heute ist die kleine Wümme nur noch bis zur Riensberger Straße vorhanden.

Vom dörflichen Charakter der einstigen Landgemeinde Bremens zeugen noch heute einige erhaltene Bauernhäuser und die Horner Mühle, eine Holländerwindmühle.

Im 18. Jahrhundert errichteten zahlreiche Bremer Kaufleute hier ihre Landgüter, auf denen sie schloss- oder villenartige Landhäuser bauten. Einige dieser Landhäuser sind heute noch erhalten und stehen unter Denkmalschutz. Hierzu zählt die von C. Borgward bewohnte Borgward-Villa, die als Landgut Fritze-Focke bekannt war und 1750 von Bürgermeister Hieronymus Klugkist an der Horner Heerstraße errichtet wurde. Weiterhin sind zu nennen das Landhaus Louisenthal, die von Poppe errichtete Villa Leupolt und das Gut Landruhe (zuletzt Menke) an der Leher Heerstraße. Ab 1921 ist Horn Teil des Stadtgebiets; ein Ortsamt existierte bis 1945 nicht.

Eine bedeutende Straße im Ortsteil Horn ist die Marcusallee. An deren Beginn befinden sich die Gebäude der ehemaligen amerikanischen Militärverwaltung. Gegenüber liegt die Villa der Familie Ohlrogge, dort befand sich nach 1955 bis zu seiner Auflösung das französische Konsulat. An der Nordseite befindet sich die Villa Koenenkamp (Marcusallee 38).

Entlang der Marcusallee erstreckt sich der Rhododendronpark mit dem Botanischen Garten, der botanika und dem Garten der Menschenrechte.

Vor der Horner Kirche steht die zirka 800 Jahre alte Horner Linde, an der sich einst die Richtstätte befand.

Horn ist mit einem jährlichen Durchschnittseinkommen von über 108.000 Euro der reichste Bremer Ortsteil.

Lehe[Bearbeiten]

Fläche: 4,66 km², 8216 Einwohner[1]

Mit dem Bau der Universität Bremen und dem umgebenden Technologiepark hat sich aus dem 1988 gegründeten Bremer Innovations- und Technologie-Zentrum (BITZ) ein eigener „Technologiestadtteil“ entwickelt, in dem sich unter anderem der Fallturm, die Firma OHB, das Fraunhofer-Institut, das Marum, das Max-Planck-Institut sowie das Science Center Universum Bremen befinden. Am westlichen Rand des Ortsteils befindet sich der Stadtwaldsee (Unisee), das NaturschutzgebietAm Stadtwaldsee (Uni-Wildnis)“ und der Campingplatz Bremen.

Freibad Horn im Herbst

Das Horner Bad ist durch die Versorgung mit Solewasser aus einer unterirdischen Quelle einmalig für Norddeutschland. Es wurde durch den freiwilligen Arbeitsdienst auf Veranlassung von Wilhelm Hägermann erbaut. Am 2. Juli 1933 wurde es als privates Bad eröffnet. 1935 ging es durch eine Zwangsversteigerung auf Fritz Grobbrügge über, der das Bad bis zum Verkauf an die Bremer Bädergesellschaft im Jahre 1958 betrieb. 1959 bis 1960 wurde das Bad ausgebaut: Es erhielt zwei Betonbecken, die später gekachelt wurden, sowie ein Sanitär- und Verwaltungsgebäude. 2003 sollte es nach einem Beschluss der Regierungskoalition geschlossen werden. Nach heftigem Protest aus der örtlichen Bevölkerung wurde es modernisiert und im Jahre 2005 neu eröffnet.[2]

Lehesterdeich[Bearbeiten]

Fläche: 6,50 km², 11.591 Einwohner[1]

Der Ortsteil Lehesterdeich war bis 1945 eine Landgemeinde von Bremen. Hier liegt das Naturschutzgebiet Hollerland, um das es in einem 25 Jahre dauernden Streit zwischen der Politik und einer Bürgerinitiative ging. 1985 wurde ein Teil unter Naturschutz gestellt. 2004 wurde dieser Streit zugunsten der Bürgerinitiative beendet und der überwiegende Teil des Hollerlandes als Naturschutzgebiet mit europaweiter Geltung deklariert.[3]

Politik und Verwaltung[Bearbeiten]

Beiratswahl 2011
Wahlbeteiligung: 63,3 %
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40
30
20
10
0
30,2 %
28,7 %
28,4 %
4,4 %
3,6 %
3,5 %
1,2 %

Beirat[Bearbeiten]

Der Beirat Horn-Lehe tagt regelmäßig im Ortsamt in der Berckstraße. Der Beirat setzt sich aus den auf Stadtteilebene direkt gewählten Vertretern zusammen. Die Beiratswahlen finden alle 4 Jahre statt, zeitgleich mit den Wahlen zur Bremischen Bürgerschaft.

Die Beiratsmitglieder diskutieren über die Belange des Stadtteils und fassen hierzu Beschlüsse, die an die Verwaltung, die Landesregierung und die Stadtbürgerschaft weitergeleitet werden.

Beiratssprecherin ist Catharina Hanke (SPD). Ihr Stellvertreter ist Dirk Porthun (CDU).

Ortsamt[Bearbeiten]

Das Ortsamt Horn-Lehe ist seit 1946 eine örtliche Verwaltungsbehörde. 1958/1959 wurde das Ortsamtsgebäude an der Berckstraße 10 fertig gestellt. Ab 6. Juli 2014 befindet sich das Ortsamt im Landhaus Louisenthal (Liste der Kulturdenkmäler in Horn-Lehe#0842) an der Leher Heerstraße 105. Das Ortsamt unterstützt den Beirat bei seiner politischen Arbeit. Es soll bei allen örtlichen Aufgaben, die von öffentlichen Interesse sind, mitwirken. Es wird von einem vom Beirat vorgeschlagenen und vom Senat bestätigten Ortsamtsleiter (OAL) geführt.

Ortsamtsleiter war von 2004 bis 2013 Wolfgang Ahrens; Inga Nitz (SPD) wurde zur Nachfolgerin gewählt, konnte aber bisher nicht berufen werden, da Mitbewerber die Personalauswahl angefochten haben.

Geschichte[Bearbeiten]

Name[Bearbeiten]

Der Name Horn – um 1185 Horne – stammt von dem niederdeutschen Begriff für Spitze oder Sporn. Bevor die Kleine Wümme ihr heutiges Bett beim Botanischen Garten bekam, stand die Horner Kirche an der Spitze einer Landzunge zwischen dem Fleet entlang des Achterndiek und der heutige Berckstraße und dem Vahrer Fleet, welches damals den Oberlauf der Kleinen Wümme bildete.[4]

Lehe steht allgemein für das althochdeutsche Wort Lieth, was so viel bedeutet wie Hügel (siehe auch Bremerhaven-Lehe). Lehe liegt auf dem Ausläufer der eiszeitlich gebildeten Geestrücken. Der Name Lehe kann sich auch vom niederdeutschen Wort Leda ableiten und das bedeutete so viel wie leiten oder führen von z. B. Entwässerungsgräben. Lehester Deich wäre der Deich der Gemarkung des Dorfes Lehe.

Mittelalter bis 1900[Bearbeiten]

Blick auf Horn um 1818/19 (noch vor dem Bau der neuen Kirche)

Ab 1113 begannen Holländer im Auftrag des Erzbischofs mit der Kultivierung des deshalb so genannten „Hollerlandes“.

1185 war die erste urkundliche Erwähnung von Horn und Lehe. Horn gehörte noch zur Vogtei Langwedel, dann zum Goh Hollerland. Die Horner Kirche Vom Heiligen Kreuz wurde 1187 dem Ansgarii-Kapitel übertragen. Dieses Patronat ging nach der Reformation an den Bremer Rat. Die romanische, zweischiffige Kirche wurde 1547 im Schmalkaldischen Krieg zerstört.

Das Gut zum Schorf (1299 Scorve) gab es schon im 13. Jahrhundert. Im 18. Jahrhundert gehörte das Gut dem oldenburgischen Hofrat und Bremer Postmeister Albert Schumacher. 1794 wurde das Gut an den Kaufmann und Konsul Carl Philipp Cassel verkauft, der darauf das Gut Landruhe 1795 nach Plänen von Joachim Andreas Deetjen als klassizistisches Gutshaus (Am Rüten 2) bauen ließ. Landruhe war von 1823 bis 1923 im Besitz der Familie Kulenkampff, dann der Familie Menke und danach der Bremer Landesbank.

Von 1811 bis 1815 erhalten Horn und Lehe während der französischen Besatzung als Teil der Mairie Borgfeld erstmals kommunale Selbständigkeit. 1813 hatte Horn 190 Einwohner. Eine kleine Volksschule gehörte zum Kirchspiel. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden weitere Klassen in einer Schmiede eingerichtet. Im 19. Jahrhundert erwarben reiche Bremer Bürger Landbesitz und bauten Parkanlagen und Sommerhäuser. Dazu siedelten sich kleine Handwerks- und Einzelhandelsbetriebe an. Die Heerstraße von Bremen nach Horn wurde von 1816 bis 1819 angelegt.

Der Bau einer neuen, klassizistischen Horner Kirche erfolgte 1823/24. Die Horner Mühle wurde 1849 gebaut. Ihre Flügel wurden 1937 demontiert, und 1960 sollte der Mühlenkopf folgen. 1971 und 1977 wurde die Mühle wieder hergestellt.

1855 hatten Horn und Lehe 805 Einwohner. 1866 wurde eine vierklassige Schule an der Berckstraße eingerichtet, die um 1900 erweitert und 1908 aufgestockt werden musste. 1871 wurden die Gemeinden Horn, Lehe, Vahr und Sebaldsbrück zur Samtgemeinde Horn zusammengeschlossen. Ab 1876 gab es die erste Bremer Pferdebahn zwischen Herdentor und Horner Brücke. Horn entwickelte sich zu einem Ausflugsziel. 1888 entstand die größere Einheitsgemeinden aus Horn und Lehe mit Oberblockland, Vahr und Sebaldsbrück. 1892 fuhr die erste elektrische Straßenbahn durch Horn.

Auf der Grundlage der guten Verkehrsanbindung erhielt Horn-Lehe um die Jahrhundertwende zwei wichtige soziale Einrichtungen. 1898 wurde das Mädchenwaisenhaus (heute Stiftung Alten Eichen) in die Landgemeinde verlegt und 1904 wurde das Haus Reddersen – benannt nach Heinrich Otto Reddersen – zur Betreuung „schwachsinniger“ Kinder und Jugendlicher eröffnet.

1899 erfolgte die Gründung des Sportvereins TV Eiche Horn.

Ab 1900[Bearbeiten]

1900 erfolgte die Einweihung der Jan-Reiners-Eisenbahn als Kleinbahn Bremen–Tarmstedt mit einer Haltestelle in Horn.
1905 hatte Horn 3.487 Einwohner.

1921 wurde Horn mit dem südliche Teil von Lehe bis zur Vorstraße und 1945 die bisherige Landgemeinde Lehesterdeich in die Stadt Bremen eingemeindet.
1951 wurde Horn mit einem Teil von Lehesterdeich (ohne Oberblockland) zum Stadtteil Horn-Lehe zusammengefasst.

1921 wurde die Genossenschaftssiedlung Erdsegen (Im Deichkamp/Vorstraße) gebaut. Das Dorf wandelte sich zur Stadt. Der Bürgervereins Horn gründete sich 1926. Das Horner Bad entstand von 1932 bis 1933.
Die Anlage des Rhododendronparks und des Botanischen Gartens im ehemaligen Rickmers Park erfolgte 1936.

In der Zeit des Nationalsozialismus erfolgte 1937 die Eröffnung der so genannten Blocklandautobahn der heutigen A 27. Aufgrund der Aktivitäten des Bürgervereins konnte eine Trasse quer durch das Dorf Horn verhindert werden. 1938 wurde der Bürgerverein von den Nationalsozialisten verboten.

Bei einem Bombenangriff im Jahr 1942 auf Horn starben 12 Menschen, und mehrere Häuser wurden zerstört. Trotz fehlender Industrie wurde der Ort wegen seiner Lage an der Bahnstrecke nach Hamburg Ziel von Angriffen, blieb aber – im Vergleich zum Bremer Westen – weitgehend erhalten.

Der Bürgerverein gründete sich 1954 wieder.

Neu-Bebauung[Bearbeiten]

In den 1960er Jahren wurde das Leher Feld für eine Wohnbebauung mit Einfamilienhäusern und einer mehrgeschossigen Wohnanlage im Ortsteil Lehesterdeich erschlossen.

Ab 1966 entstanden Pläne für eine Hollerstadt mit 15.000 Wohnungen im Hollerland. Der Baulandskandal (siehe bei Richard Boljahn) und eine erwartete geringere Bevölkerungszahl verhinderten in den 1970er Jahren die vollständige Umsetzung der Planungen. In den 1990er Jahren wurde in Lehesterdeich westlich der Lilienthaler Heerstraße das Gewerbegebiet Horn-Lehe West/Haferwende und das Wohngebiet Hollergrund erstellt. Das weitere Gelände des Westlichen Hollerlandes wurde zum Naturschutzgebiet erklärt.

Viele neue Wohngebieten entstanden u.a. solche wie die Wohnanlage Kohlmannstraße von 1955, die Wohnbauten für US-amerikanische Konsulatsbeamte von 1954, die Wohnanlage Am Lehester Deich von 1973, die Studenten-Wohnanlage Luisental II von 1993, das Wohngebiet Hollergrund von 1992, die Wohnanlage Akademisches Viertel von 2000 sowie mehrere Studentenwohnanlagen auf/an dem Universitätsgelände vor und nach 2000. [5]

Ende 2011 wurde das Telekom-Gelände (ehemalige Ausbildungszentrum der Deutschen Bundespost siehe Schulen) an eine Investitionsgesellschaft verkauft, die auf der 7 ha großen Fläche Wohnungsbau, Einzelhandels- und Gewerbebauten errichten will. Im Herbst 2012 wurden die Gebäude abgerissen.

Schulen[Bearbeiten]

1967 begann ein Schulzentrum zunächst in der Rembertischule seinen Unterricht. Erst 1970 bezog es seine Räume im Schulzentrum an der Ronzelenstraße.

Das Schulzentrum Horn am Vorkampsweg wurde von 1973 bis 1976 abschnittsweise erstellt und diente zunächst als Sekundarschule (Sek. I) und ab 1986 als Gymnasium und als berufliche Schule.

Um 1973 baute die Oberpostdirektion an der Leher Heerstraße ein Berufsbildungszentrum.

Kirchen[Bearbeiten]

1959 wurde die katholische Kirche St. Georg gebaut.

Universität[Bearbeiten]

1971 nahm die Universität Bremen mit 420 Studenten und 80 Hochschullehrern den Lehrbetrieb auf. Sie wurde auf bis zu 20.000 Studenten erweitert.

Auf den Unigelände wurde 1978 das Berufsbildungswerk Bremen (vormals Reichsbund-Berufsbildungswerk) für die berufliche Ausbildung körper- und lernbehinderter Jugendlicher eröffnet.

Die Fertigstellung des Fallturms im Norden der Uni erfolgte 1990. In den Jahren von 1990 bis 2008 siedelte sich eine Vielzahl von Betrieben und Institut der Wissenschaft im Technologiepark neu an.

1999 erfolgte der Baubeginn des Universum im Süd-West-Bereich der Uni. In dem ungewöhnlichen, walartigen Gebäude soll Naturwissenschaft anschaulich und mit spielerischen Elementen vermittelt werden.

Stadtbahn[Bearbeiten]

1972 erfolgte die Einstellung der Straßenbahnlinie 4 vom Domshof nach Horn. 1998 wurde eine neue Linie 4 eingeweiht, die bis zum Leher Kreisel führte. Auch die Erweiterung der Straßenbahnlinie 6 von Riensberg bis zur Universität ging in Betrieb.

2002 erfolgte die Verlängerung der Linie 4 vom Leher Kreisel über das Leher Feld bis Borgfeld.

Im Juli 2014 wurde die Verlängerung der Linie 4 über Lilienthal bis zum Falkenberger Kreuz eröffnet.

botanika[Bearbeiten]

2003 eröffnete die botanika, eine Gewächshausanlage mit verschiedenen tropischen Pflanzenlandschaften im Rhododendronpark.

2011 wurde die botanika als Bildungsstätte um die "Grüne Schule" erweitert.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Orts-/Stadtteil 1813 1855 1975 1995 2007
Ortsteil Horn 190 805 2.857 4.081 4.600
Ortsteil Lehe ≈300 in Horn 5.303 7.027 8.177
Lehesterdeich 151 12.597 10.664 11.591
Stadtteil ≈640 20.756 21.772 24.369

Ab 1975 durchschnittliche Jahresbevölkerung als Angaben vom Statistischen Landesamt Bremen
Lehesterdeich: Angabe bei 1813 von 1818

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Denkmale[Bearbeiten]

Museum[Bearbeiten]

Parks, Grünanlagen[Bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten]

  • Ortsamt Horn-Lehe, Berckstraße 10
  • Polizeirevier Horn, Berckstraße 10
  • Freiwillige Feuerwehr Lehesterdeich, Am Lehester Deich 139b
  • Bürgerverein Horn-Lehe
  • Stadtteilarchiv Chronik Horn-Lehe
  • Förderverein Unser Horner Bad
  • Verein der Freunde des Rhododendronparks Breme e.V.

Schulen[Bearbeiten]

  • Die Schule Leher Feld, Werner-von-Siemens-Straße 57, ist ein Förderzentrum.
  • Die Schule am Rhododendronpark, Ronzelenstr. 55 in Horn, ist ein Förderzentrum für die Bereiche Wahrnehmung und Entwicklung.
  • Die Schule an der Marcusallee 31 in Horn hat 13 Klassen für schwerhörige und gehörlose Schüler
  • Die Schule an der Horner Heerstraße 17 in Horn ist eine Grundschule.
  • Die Marie-Curie-Schule, Curiestraße 2A in Lehesterdeich, ist eine Grundschule.
  • Die Schule an der Philipp-Reis-Straße, Werner-von-Siemens-Straße 57 in Lehesterdeich, ist eine Grundschule.
  • Die Oberschule an der Ronzelenstraße 51 in Horn ist eine Ganztagsschule im Sekundarbereich I und II mit sportlichem Profil.
  • Die Wilhelm-Focke-Oberschule, Bergiusstraße 125 in Lehesterdeich, ist eine Gesamt- und Ganztagsschule im Sekundarbereich I.
  • Das Gymnasium Horn, Vorkampsweg 97 in Lehe ist ein Gymnasium (Sek. I und II).
  • Das Schulzentrum des Sekundarbereichs II Horn, Vorkampsweg 97, ist eine berufliche Schule für den Einzelhandel und eine Höhere Handelsschule.
  • Die International School of Bremen, Badgasteinerstraße 11, ist eine englischsprachige Schule.
  • Das Berufsbildungswerk Bremen, Universitätsallee 20 mit Bauten von 1976/78 nach Plänen von me di um, Hamburg.[7]
  • Die Deutsche Außenhandels- und Verkehrs-Akademie (dav), Universitätsallee 18, ist eine private Fachhochschule.

Universität und Forschung[Bearbeiten]

Soziales[Bearbeiten]

  • ca. 12 Kindergärten
  • Dienstleistungszentrum Horn der Paritätische Gesellschaft für soziale Dienste, Brucknerstraße 15 mit dem Altenzentrum Horn von 1974 von Wilfried Turk, Volker Borchers und Rudi Richter.[12]
  • Altentagesstätte und Altenheim des Johanniterhauses Bremen, Seiffertstr. 95
  • Stiftungsresidenz Luisental der Bremer Heimstiftung, Brucknerstraße 15
  • Pflegezentrum Markusallee seit 2010 nach einem Umbau der ehem. Wohnanlage für US-amerikanische Konsulatsbeamte nach Plänen von Hilmes und Lamprecht.[13]
  • Stiftungsresidenz Riensberg der Bremer Heimstiftung, Riekestraße 2, von 1982 nach Plänen von Turk, Borchers und Richter.[14]
  • Stiftungsdorf Hollergrund der Bremer Heimstiftung, Im Hollergrund 61
  • Gehörlosenfreizeitheim Bremen, Schwachhauser Heerstraße 266
  • Stiftung Alten Eichen, Perspektiven für Kinder und Jugendliche, Horner Heerstraße 19
  • Sowie Gesundheitsberatung, Jugendberatung, Nachbarschaftshilfen, Selbsthilfegruppen etc.

Kirchen[Bearbeiten]

  • Die evangelische Kirchengemeinde Horn, Horner Heerstraße 30, mit der Horner Kirche Vom Heiligen Kreuz, wurde 1187 dem Ansgarii-Kapitel übertragen und ging nach der Reformation an den Bremer Rat. Nach Abriss der alten Kirche konnte 1824 die heutige Saalkirche eingeweiht werden.
  • Die evangelische Andreas-Gemeinde, Werner-von-Siemens-Straße 55, mit der Kirche von 1968 von Peter Ahlers.[15]
  • Die katholische Kirchgemeinde Sankt Georg Horn, Ledaweg 2a, mit der Kirche von 1959 von Ludger Sundner-Plaßmann.[16]

Sport[Bearbeiten]

Hauptartikel: Sport in Bremen

Anlagen

  • Bezirkssportanlage Curiestraße in Lehesterdeich
  • Sportanlage Fritzewiese in Horn beim Rhododendron-Parks, Berckstraße 87,
  • Universitäts-Sportpark, Badgasteiner Straße 1a
  • Hallenbad Sportbad Uni, Badgasteiner Straße 1a

Vereine

  • Beach-Rugby im Uni-Sportpark
  • Bremer Sportschützen Club, Lilienthaler Heerstr. 144
  • Drachenfliegerclub Weser, Auf den Hornstücken 13
  • Gehörlosen-Sportverein Bremen, Schwachhauser Heerstr. 266
  • Hockey Club Horn, Berckstraße 91 B
  • Kanu-Club Hanseat, Oberblockland 5
  • Bremer Sporttaucher Noatun im Uni-Sportpark
  • Reitclub St. Georg zu Bremen, Kuhgrabenweg 2
  • Segelverein Wümme, Kuhgrabenweg 6
  • Störtebeker Bremer Paddelsport, Auf dem Wummenstück 2
  • TV Eiche Horn von 1899, Berckstraße 87, ist der älteste Sportverein in Horn
  • Verein für Hochschulsport im Uni-Sportzenter

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Horn-Lehe ist überwiegend ein Wohnstandort des gehobenen Bedarfs mit einigen örtlichen Einkaufzonen.

Wichtigster Arbeitgeber in Lehe ist die Universität Bremen mit den vielen Instituten und Forschungseinrichtungen. Hier befindet sich auch der Bremer Technologiepark mit Technik- und Dienstleistungsunternehmen.

Die Konzernzentrale der OHB Technology AG befindet sich in Lehe am Universitätsgelände, Karl-Ferdinand-Braun-Straße 8. Der Konzern beschäftigt an verschiedenen Standorten um die 1500 Mitarbeiter für Produkte der Telematik, Raumfahrt, Sicherheit und der Satellitendienste.

Die Firma Bego - Bremer Goldschlägerei Beschäftigt in der Dentalbranche (Geräten, Instrumenten, Werkstoffe für den Zahnersatz) rund 250 Mitarbeiter. Sie hat seit 1994 ihren Sitz im Bremer Technologiezentrum am Hochschulring.

Das Gewerbegebiet Horn-Lehe-West zwischen Haferwende und Leher Feld ist erreichbar über die Autobahn A 27, Abfahrt HB-Horn-Lehe und die Lilienthaler Heerstraße/BAB -Zubringer Horn-Lehe. Hier befand sich bis 1999 auch der Sender Leher Feld.

Verkehr[Bearbeiten]

Entwicklung[Bearbeiten]

Am 19. April 1876 wurde mit dem Bau der ersten Bremer Pferdebahn begonnen. Nur 6 Wochen später, am 4. Juni, begann mit der Eröffnung der Strecke vom Herdentor zur Vahrster Brücke (heute Bürgermeister-Spitta-Allee) das Zeitalter des innerstädtischen Massenverkehrs. 1877 wurde die Pferdebahn bis zum Horner Zentrum verlängert. 1892 wurde die Strecke elektrifiziert und bis 1972 als Linie 4 betrieben. Nach erheblichen politischen Auseinandersetzungen wurde die Strecke neu errichtet. Seit 1998 bindet die Straßenbahnlinie 4 Horn-Lehe erneut an das Bremer Zentrum an.

Von 1900 bis 1956 fuhr die Jan-Reiners-Kleinbahn auf einer Schmalspurstrecke vom Bremer Parkbahnhof (heutige Stadthalle) über Horn-Lehe nach Tarmstedt. Die zumeist von Dampfloks gezogenen Züge bedienten bis Horn-Lehe die folgenden Bahnhöfe: Parkbahnhof, Hemmstraße, Utbremen, Horn und Lehester Deich

Der Horner Bahnhof am Herzogenkamp – ehemals Gaststätte „Zur schönen Aussicht“ – existiert heute noch und wird als Pizzeria betrieben. Auf der Bahnstrecke wurde nach der Einstellung des Bahnbetriebes der „Jan-Reiners-Radweg“ errichtet – einer der meistbefahrenen Radwege Bremens.

Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten]

Folgende Stadtbahn- und Buslinien der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) durchqueren Horn-Lehe:

  • Stadtbahnlinien 4/N4: Obervieland - Zentrum - Horn-Lehe - Borgfeld
  • Stadtbahnlinie 5: Obervieland - Zentrum - Horner Mühle
  • Stadtbahnlinie 6: Flughafen Bremen - Zentrum - Riensberg - Universität Bremen
  • Buslinie 21: Sebaldsbrück (Mercedes-Benz) - Vahr - Universität
  • Buslinie 22: Obervieland (Kattenturm) - Kirchbachstraße - Universität
  • Buslinie 28: Universität - Findorff - Walle
  • Buslinie 31: Borgfeld-Ost - Universität - Horn - Oberneuland (Nedderland)
  • Buslinien 33/34: Horn - Horn-Lehe - Oberneuland - Sebaldsbrück
  • Nachtbuslinie N3: Rablinghausen - Zentrum - Universität - Horn-Lehe - Oberneuland - Osterholz - Bahnhof Mahndorf

Straßen[Bearbeiten]

Horn-Lehe kann erreicht werden

  • über die Autobahn A27, Anschlussstelle Horn-Lehe/Universität,
  • von Bremen-Mitte und Schwachhausen über Dobbenweg - Schwachhauser Heerstraße oder über die Parkallee,
  • von Findorff über die Autobahn A 27 oder den Hochschulring,
  • von der Vahr über die Bürgermeister-Spitta-Allee oder über die Autobahn A 27,
  • von Oberneuland über die Autobahn A 27 oder die Rockwinkler Heerstraße.

Rad- und Wanderwege[Bearbeiten]

Zahlreiche Wege führen in Horn-Lehe u.a.

  • über den Wetterungsweg zum Stadtwald und zum Stadtwaldsee (Uni-See),
  • über den Kuhgrabenweg vorbei am Kuhgrabensee zur Wümme und zum Wümme-Radweg,
  • über den Jan-Reiners-Wanderweg zur Wümme nach Borgfeld und Lilienthal,
  • über Hinter dem Riensberg und die Achterstraße, vorbei am Riensberger Friedhof und der kleinen Wümme zum Stadtwald,
  • über die Marcusallee, vorbei am Rhododendron-Park Bremen nach Oberneuland.

Langer Jammer[Bearbeiten]

Doppelhäuser der
„Roten Siedlung“

Die schnurgerade Lilienthaler Heerstraße heißt im Volksmund „Langer Jammer“. Die Siedlung an der Westseite des Langen Jammers wurde in den dreißiger Jahren erbaut; sie heißt im Volksmund „Rote Siedlung“ („Rote Gefahr“, da die Häuser damals rot angestrichen waren. Im Jahre 1952 wurden die Häuser gelb angestrichen, und da war es die „Gelbe Gefahr“.) Es sind kleine Doppelhäuser mit Nebengebäuden für Tierhaltung,Toilette und Waschküche, von denen jeweils drei um einen Hof gruppiert sind. Hinter den Häusern befinden sich Gartenflächen für den Obst- und Gemüseanbau, die ursprünglich für die Selbstversorgung vorgesehen waren.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Rudolf Bergfeld (1883–1943), Gartenarchitekt in Horn-Lehe
  • Andreas (Andrée) Bölken, (1901–1965), Landwirt und Kaufmann, Senator (1945–46), Präsident der Landwirtschaftskammer
  • Friedrich Bode, Pastor ab 1972 [17]
  • Friedrich Borchers, Ortsamtsleiter
  • Carsten Dreßler (1843–1929), aufgewachsen in Horn (Lehester Feld), Gründer der Germania-Brauerei
  • Ulrich Finckh (* 1927), Pastor an der Horner Kirche von 1970 - 1991, Vorsitzender der Zentralstelle für Kriegsdienstverweigerer, wohnhaft in Horn
  • Henrich Focke (1890-1979), baute hier das erste Fertighaus nach der Methode Messerschmitt
  • Carl Fritze, Sportmäzen, die Sportanlage Fritzewiese in Horn wurde nach ihm benannt.
  • Heinrich Gefken (1872-1955), von 1921 bis 1933 Bürgermeister der damals selbständigen Gemeinde Lehesterdeich, 1945/47 Bezirksbürgermeister bzw. Ortsamtsleiter (Heinrich Gefken-Straße)
  • Ernst Moritz Gorsemann (1886–1960), Bildhauer und Direktor der Kunsthochschule in Bremen, wohnhaft in Lehe
  • Hermann Gutmann (1930-2013), Bremer Autor und Journalist, wohnhaft in Lehe
  • Gerold Janssen, (1923–2012) einer der namhaftesten Bremer Umweltschützer, wohnhaft in Lehe
  • Bernd Kuhlwein (1911–1983), Gartenarchitekt, Betrieb und Wohnhaus in Horn-Lehe
  • Reinhard Metz (1937–2009), Politiker (CDU), Präsident der Bremischen Bürgerschaft (1995-1999)
  • Jasper Oelrichs (1844–1923), Landgutbesitzer in Lehe, Senator (1878–1918)
  • Carl Schütte (1839–1917), Landgutbesitzer in Horn, Kaufmann, Förderer verschiedener Einrichtungen
  • Elisabeth Segelken (1888–1965), Lehrerin an der Grundschule in Horn, Schriftstellerin
  • Hans Stefan Seifriz (* 1927), Politiker (SPD), Bausenator von Bremen (1969–1979); wohnhaft in Lehesterdeich
  • Peter Willers (* 1935), Umweltaktivist, Gründungsmitglied der Bremer Grünen Liste; wohnhaft in Lehe

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Statistisches Jahrbuch 2009. Statistisches Landesamt Bremen, S. 9–11, abgerufen am 15. Juni 2010 (PDF; 4,0 MB).
  2. Chronik des Horner Bades
  3. Westliches Hollerland (Leherfeld) mit Erweiterung, auf der Seite von umwelt.bremen.de, abgerufen am 18. Juni 2013
  4. Bremische Landesvermessung 1790–98 (einzelne Blätter erst 1806 ff.), herausgegeben im Auftrag der Historischen Gesellschaft Bremen 1924 von Hans Dörries, verfügbar im Staatsarchiv Bremen, Ansicht nach Vorbestellung
  5. Architekturführer Bremen: Horn-Lehe
  6. Architekturführer Bremen: b.zb: 371
  7. Architekturführer Bremen: b.zb: 88
  8. Architekturführer Bremen: b.zb: 61
  9. Architekturführer Bremen: b.zb: 45
  10. Architekturführer Bremen: b.zb: 53
  11. Architekturführer Bremen: b.zb: 12
  12. Architekturführer Bremen: b.zb: 126
  13. Architekturführer Bremen: b.zb: 371
  14. Architekturführer Bremen: b.zb: 332
  15. Architekturführer Bremen: b.zb: 423
  16. Architekturführer Bremen: b.zb: 397
  17. http://www.zeit.de/1976/47/wer-ist-pastor-bode