Horn von Afrika

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Als Horn von Afrika wird der östlichste, keilförmige Teil Ost-Afrikas bezeichnet.

Dieses „Horn“ des Kontinents liegt zwischen dem Golf von Aden und dem Indischen Ozean auf der Somali-Halbinsel, die sich nicht ganz mit der Fläche des Horns deckt: Zum Horn gehört neben dem Staat Somalia auch der östliche Teil Äthiopiens (Ogaden) und je nach Abgrenzung ganz Äthiopien sowie Dschibuti und Eritrea. Direkt an der äußersten Spitze des Horns liegt die heute abtrünnige somalische Region Puntland.

Der Begriff Horn von Afrika ist in den Medien vor allem seit dem Ogadenkrieg zwischen Somalia und Äthiopien 1977/78 gebräuchlich. Im Jahr 2011 kam es aufgrund von Dürre zu einer schweren Hungerkrise am Horn von Afrika, von der nach Berichten internationaler Organisationen 11,5 Millionen Menschen betroffen waren (Stand August 2011).[1]

Die Staaten des Horns von Afrika – Äthiopien, Somalia, Eritrea und Dschibuti
Satellitenaufnahme der Region

Ökologie[Bearbeiten]

Das Horn von Afrika ist einer von nur zwei Biodiversitäts-Hotspots im ariden Bereich der Erde. Die Region leidet vor allem an zu hohem Beweidungsdruck („overgrazing“), was zu einem großen Habitat-Verlust führte. Nur noch fünf Prozent sind von dem ursprünglichen Ökosystem erhalten geblieben. Im Sokotra-Archipel sind die Fischerei und die zunehmende Versiegelung der Landschaft ein großes Problem.

Regionale Sicherheitsaspekte[Bearbeiten]

Um die Region zu stabilisieren, wurde die multinationale Operation Atalanta der EU zum Schutz von humanitären Hilfslieferungen nach Somalia, der freien Seefahrt und zur Bekämpfung der Piraterie vor der Küste Somalias ins Leben gerufen.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Horn of Africa Drought Crisis Situation Report No. 5 (PDF; 171 kB). OCHA, 21. Juli 2011.