Hornbach
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Südwestpfalz | |
| Verbandsgemeinde: | Zweibrücken-Land | |
| Höhe: | 233 m ü. NN | |
| Fläche: | 13,32 km² | |
| Einwohner: |
1491 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 112 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 66500 | |
| Vorwahl: | 06338 | |
| Kfz-Kennzeichen: | PS | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 3 40 211 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Landauer Straße 18-20 66482 Zweibrücken |
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| Webpräsenz: | ||
| Stadtbürgermeister: | Reinhold Hohn (FDP) | |
| Lage der Stadt Hornbach im Landkreis Südwestpfalz | ||
Hornbach ist eine Stadt in Rheinland-Pfalz im Landkreis Südwestpfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land an.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Hornbach liegt nur etwas nördlich der deutsch-französischen Grenze bzw. östlich der Grenze zum Saarland im äußersten Südwesten des Südteils von Rheinland-Pfalz. Dort befindet sich die Stadt im Westrich südlich von Zweibrücken. Sie wird vom Hornbach durchflossen, der bei Bitsch entspringt und nach Zweibrücken fließt.
Geschichte[Bearbeiten]
In Hornbach (Gamundias, ‚Zusammenfluss‘) wurde um 741 vom hier gestorbenen heiligen Pirminius das Kloster Hornbach gegründet. Stifter des Klosters war Graf Warnharius aus dem Geschlecht der Widonen.[2] Hornbach im Bliesgau gehörte zum Bistum Metz. Pirmin wurde im Kloster begraben und dort als Heiliger verehrt. Abt Wyrund ließ im 9. Jahrhundert eine neue Klosterkirche errichten. Diese erhielt im Westen wie im Osten eine Apsis. Das Heiligengrab kam in der Ostapsis zu liegen und Pirmin wird ab 827 neben Petrus als Schutzheiliger des Klosters genannt. Im 11. Jahrhundert entstand eine monumentale Saalkirche mit Westbau, die im 12. erneuert wurde. Die erhaltene Ruine zeugt noch heute von der Bedeutung die dieses Kloster im Mittelalter besaß.
Das Kloster Hornbach, das im Jahr 1087 von Kaiser Heinrich IV. dem Bischof von Speyer geschenkt wurde, besaß bis ins 14. Jahrhundert einen weitreichenden Einfluss und gab wichtige Impulse für die Entwicklung in Oberlothringen. Zahlreiche Dorf- und Hofgründungen gehen auf dieses Kloster zurück.
Kaiser Heinrich V. verlieh dem Kloster das Münzrecht, das bis etwa 1230 ausgeübt wurde. Da war der Niedergang des Klosters aber schon eingeleitet, nicht zuletzt durch die Tatsache, dass es unter den Einfluss der Grafen von Zweibrücken geriet.
Am 16. April 1352 freite König Karl IV. dem Grafen Walram II. die beiden Städte Zweibrücken und Hornbach nach Hagenauer Recht.
Evangelischer Pfarrer von Hornbach war von ca. 1538 an der berühmte Botaniker Hieronymus Bock, der 1533 schon im Zuge der Einführung der Reformation eine Pfründe am Fabiansstift erhalten hatte und hier bis zu seinem Tod 1554 wirkte.
Das Kloster, in dem 1548 nur noch drei Mönche lebten, wurde im Zuge der Reformation 1557 endgültig aufgehoben. Das Klostervermögen, die laufenden Einkünfte und die Klostergebäude wurden zur Errichtung einer fürstlichen Landesschule benutzt, die für die Ausbildung des in Pfalz-Zweibrücken benötigten Nachwuchses an Pfarrern und höheren Beamten zuständig war bzw. auf das Studium an einer Universität vorbereiten sollte. 1631 wurde die Schule nach Zweibrücken verlegt und erhielt später den Namen ihres Gründers, Herzog-Wolfgang-Gymnasium.
Ab 1913 war Hornbach durch die Hornbachbahn mit Zweibrücken verbunden.
Im Zweiten Weltkrieg war die Stadt durch die Zugehörigkeit zur Roten Zone Zerstörungen ausgesetzt.
Politik[Bearbeiten]
Stadtrat[Bearbeiten]
Der Stadtrat in Hornbach besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Stadtbürgermeister als Vorsitzenden.
Die Sitzverteilung im Stadtrat:[3]
| Wahl | SPD | CDU | FDP | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| 2009 | 6 | 2 | 8 | 16 Sitze |
| 2004 | 6 | 3 | 7 | 16 Sitze |
Wappen[Bearbeiten]
Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Silber wachsend der heilige Pirmin mit goldbesetzter roter Mitra, silberner Albe und rotem Chormantel, in der Rechten ein goldbeschlagenes silbernes Buch, in der Linken einen goldenen Abtstab haltend“.
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Bauten[Bearbeiten]
Das Benediktinerkloster existiert in Resten baulich noch heute und wurde in den letzten Jahren aufwändig restauriert. Heute ist darin das "Hotel Kloster Hornbach" untergebracht. Weiterhin befindet sich in den Gebäuden des ehemaligen Klosters ein Historama (Museum mit multimedialer Führung). In den neunziger Jahren wurde das Fabianstift neu aufgebaut. Es wird heute überwiegend für Hochzeiten, Vorträge und Konzerte genutzt.
Die evangelische Stadtkirche von Hornbach ist ein barocker Sakralbau von Friedrich Gerhard Wahl. Sie wurde 1785 neben der im selben Jahr abgebrochen Abteikirche errichtet. Es entstand ein geräumiger Saalbau mit 525 Sitzplätzen. Der 42 m hohe Westturm kam erst 1844 hinzu. Durch ihre dominante Lage in der Stadt fällt die Stadtkirche schon von weitem auf.
Die katholische Kirche St. Pirminius ist ein typischer Landkirchenbau von Albert Boßlet aus den Jahren 1927-1930.
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Hornbach
Vereine[Bearbeiten]
In Hornbach gibt es einige aktive Vereine die auch für das Gemeinwohl viele Aufgaben übernehmen:
- Ortskartell,
- Fischer,
- Landfrauen,
- PWV Hornbach e. V. - Die Ortsgruppe Hornbach des Pfälzerwald-Vereins,
- Straußbuben,
- SV Hornbach,
- TV Hornbach.
- DRK OV-Hornbach e.V.
Tourismus[Bearbeiten]
Hornbach ist der Endpunkt des nördlichen und südlichen Zweigs der historischen Pfälzer Jakobswege.
Hornbach liegt auch am Europäischen Mühlenradweg, der durch die Täler des Hornbach, der Schwalb und der Bickenalb führt.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ Pia Heberer: Das Kloster Hornbach in der Pfalz. Baugeschichte und Sakraltopographie. Generaldirektion Kulturelles Erbe - Rheinland-Pfalz, Mainz 2010, ISBN 978-3-936113-02-0, S. 11.
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen
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