Hornhausen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche

Hornhausen ist eine Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Oschersleben (Bode) im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Die Gemeinde im Südwesten der Magdeburger Börde liegt 4 km nordwestlich der Stadt Oschersleben (Bode). Das Gelände fällt hier vom Höhenzug Hohes Holz zum Tal des Großen Bruches um über 100 m ab. Südwestlich von Hornhausen befindet sich ein großflächiges Naturschutzgebiet am Großen Graben, der die Bode mit der Oker verbindet.

[Bearbeiten] Geschichte

Der Ort wurde wahrscheinlich im 8. Jahrhundert gegründet, aber erst 1072 zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

Eine stilisierte Darstellung des Reitersteins von Hornhausen aus dem 7. Jahrhundert ist das Logo des Landesmuseums für Vorgeschichte Sachsen-Anhalts in Halle (Saale).

1647: Ein Kupferstich der Dorfansicht Hornhausen/Heilquellen in dem zeitgeschichtlichen Sammelwerk „Theatrum Europaeum“, Band 5, von Matthäus Merian (1593–1650) zeigt die weltweit erste gedruckte bildliche Darstellung einer Buchhändlerin mit einem Bücherstand.

[Bearbeiten]

Die Bahnlinie Oschersleben–Gunsleben, die südlich an Hornhausen vorbeiführte, wurde am 1. Juli 1997 stillgelegt. Eine zweite Bahnlinie durch Hornhausen war die Oschersleben-Schöninger Eisenbahn (OSE), die - ab 1947 durch die innerdeutsche Grenze unterbrochen - bis 1969 von Oschersleben über Hornhausen nach Hötensleben führte.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

  • evangelische Kirche „St. Stephanus“
  • katholische Kirche „Heilig Kreuz“
  • Schloss mit Schlosspark
  • Reiterstein
  • Geburtshaus von Dr. Bode
  • Flächennaturdenkmal „Sandgrube vor den Togen“
  • Bad Hornhausen, Badstraße mit Gasthof: Heilquellen ca.1646
  • Mahnmal in der Straße der Einheit für die Opfer des Faschismus

[Bearbeiten] Gedenkstätten

[Bearbeiten] Verkehrsanbindung

Über die Bundesstraße 246 ist die Gemeinde mit der Stadt Oschersleben (Bode) und der Bundesstraße 245 verbunden, weitere Straßenverbindungen führen in die Nachbargemeinden Hamersleben, Ausleben und Wulferstedt.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

  • Heinrich Camin (* 1787 in Hornhausen, † 1848 in Hornhausen), deutscher Offizier und Gutsbesitzer in Hornhausen
  • Wilhelm Bode (* 1862 in Hornhausen, † 1922), Schriftsteller
  • Heinrich Pröhle (1822–1898), Schriftsteller und Lehrer, lebte ab 1835 in Hornhausen, sein Vater war hier Pfarrer
  • Annekathrin Bürger (* 1937), Schauspielerin, wuchs in Hornhausen auf.

[Bearbeiten] Literatur

  • Reinhold Andert: Der Reiterstein von Hornhausen. In: Der fränkische Reiter, Dingsda-Verlag Querfurt, Leipzig 2006, ISBN 3-928498-92-4.
Persönliche Werkzeuge