Hornhausen

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52.04722222222211.17111111111188Koordinaten: 52° 2′ 50″ N, 11° 10′ 16″ O

Hornhausen
Höhe: 88 m
Fläche: 18,8 km²
Einwohner: 1685 (31. Dez. 2007)
Eingemeindung: 1. Juli 2009
Postleitzahl: 39387
Vorwahl: 03949

Hornhausen ist ein Ortsteil der Stadt Oschersleben (Bode) im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten]

Der Ortsteil im Südwesten der Magdeburger Börde liegt 4 km nordwestlich der Stadt Oschersleben (Bode). Das Gelände fällt hier vom Höhenzug Hohes Holz zum Tal des Großen Bruches um über 100 m ab. Südwestlich von Hornhausen befindet sich ein großflächiges Naturschutzgebiet am Großen Graben, der die Bode mit der Oker verbindet.

Geschichte[Bearbeiten]

Dorfansicht von 1646

Der Ort wurde wahrscheinlich im 8. Jahrhundert gegründet, aber erst 1072 zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

Eine stilisierte Darstellung des Reitersteins von Hornhausen aus dem 7. Jahrhundert ist das Logo des Landesmuseums für Vorgeschichte Sachsen-Anhalts in Halle (Saale). Seit 2007 führt diesen auch der seiner Zeit neu zusammengeschlossene Landkreis Börde.

Ein Kupferstich der Dorfansicht von 1646 in dem zeitgeschichtlichen Sammelwerk aus dem „Theatrum Europaeum“ (Band 5) von Matthäus Merian zeigt die weltweit erste gedruckte bildliche Darstellung einer Buchhändlerin mit einem Bücherstand.

Die Bahnlinie Oschersleben–Gunsleben, die südlich an Hornhausen vorbeiführte, wurde am 1. Juli 1997 stillgelegt. Eine zweite Bahnlinie durch Hornhausen war die Oschersleben-Schöninger Eisenbahn (OSE), die – ab 1947 durch die innerdeutsche Grenze unterbrochen – bis 1969 von Oschersleben über Hornhausen nach Hötensleben führte.

Eingemeindung[Bearbeiten]

Hornhausen wurde am 1. Juli 2009 nach Oschersleben (Bode) eingemeindet.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Katholische Kirche (2010)
  • Schloss mit Schlosspark
  • Reiterstein
  • Geburtshaus von Wilhelm Bode
  • Flächennaturdenkmal „Sandgrube vor den Togen“
  • Bad Hornhausen, Badstraße mit Gasthof: Heilquellen, etwa 1646

Gedenkstätten[Bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten]

  • Die evangelische Kirche „St. Stephani“ an der Kirchstraße erhielt ihre heutige Gestalt in den 1880er Jahren. Ihre Kirchengemeinde gehört zum Kirchenkreis Egeln.
  • Die katholische Kirche „Heiliges Kreuz“ befand sich am Westrand der Ortschaft. Sie wurde 1957 durch Umbau einer Scheune errichtet, nachdem sich eine Kirchengemeinde aus Heimatvertriebenen gebildet hatte. Zuvor wurde die evangelische Kirche mitbenutzt. Zuletzt gehörte sie zur Pfarrei St. Marien mit Sitz in Oschersleben, wurde in den letzten Jahren jedoch kaum noch genutzt. 2012 wurde sie profaniert und verkauft.[2]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Über die Bundesstraße 246 ist der Ortsteil mit der Stadt Oschersleben (Bode) und der Bundesstraße 245 verbunden, weitere Straßenverbindungen führen in die Nachbargemeinden Hamersleben, Ausleben und Wulferstedt.
Die Bahnstrecke Oschersleben–Schöningen ist stillgelegt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Heinrich Camin (* 1787 in Hornhausen; † 1848 in Hornhausen), deutscher Offizier und Gutsbesitzer in Hornhausen
  • Wilhelm Bode (* 1862 in Hornhausen; † 1922), Schriftsteller
  • Gottlieb Bode (1863–1937), Großkaufmann
  • Heinrich Pröhle (1822–1898), Schriftsteller und Lehrer, lebte ab 1835 in Hornhausen, sein Vater, der Schriftsteller Heinrich Andreas Pröhle (1797–1875), war von 1835 bis 1875 Pfarrer in Hornhausen und verstarb hier
  • Annekathrin Bürger (* 1937), in Hornhausen aufgewachsene Schauspielerin

Literatur[Bearbeiten]

  • Reinhold Andert: Der Reiterstein von Hornhausen. In: Der fränkische Reiter, Dingsda-Verlag Querfurt, Leipzig 2006, ISBN 3-928498-92-4

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 2. Liste
  2. http://www.kathleben.de/kirchen/hornhausen.html