Hornsömmern

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Hornsömmern führt kein Wappen
Hornsömmern
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hornsömmern hervorgehoben
51.21194444444410.821666666667290Koordinaten: 51° 13′ N, 10° 49′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Unstrut-Hainich-Kreis
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Bad Tennstedt
Höhe: 290 m ü. NHN
Fläche: 4,28 km²
Einwohner: 158 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 37 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99955
Vorwahl: 036041
Kfz-Kennzeichen: UH, LSZ, MHL
Gemeindeschlüssel: 16 0 64 027
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Platz der Einheit 47a
99955 Hornsömmern
Webpräsenz: www.badtennstedt.de/hornsoemmern
Bürgermeister: Heinz Schröter (Freie Wähler)
Lage der Gemeinde Hornsömmern im Unstrut-Hainich-Kreis
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Hornsömmern ist eine Gemeinde im Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Bad Tennstedt.

Geografie[Bearbeiten]

Das Dorf liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum südwestlich gelegenen Mittelsömmern am Südosthang einer 334 m hohen Erhebung. In der Ortslage entspringt ein kleiner Bach, der sich nach etwa 500 m mit einem Rinnsal, das aus Mittelsömmern kommt, zum Rechenbach vereint. Dieser fließt nach Kutzleben und gehört zum Einzugsgebiet der Unstrut. Wenige 100 m nördlich der Ortslage verläuft die Grenze zum Kyffhäuserkreis. Der nächste Nachbarort „jenseits der Grenze" ist Rohnstedt. Die Umgebung des Ortes ist hügelig und wird landwirtschaftlich genutzt. Baumbestand gibt es an den Straßenrändern und in Begleitung der beiden Bäche. Der Waidmühlstein auf dem Anger und die Straßenbezeichnung Waidmühlengasse lassen die Vermutung zu, dass der Bach einst eine Mühle betrieben hat.

Geschichte[Bearbeiten]

Ein Steinkreis von sechs Metern Durchmesser wurde vor einem jungsteinzeitlichen Großsteingrab gefunden. Zudem wurden eine Steinplatte und Keramikfragmente nachgewiesen. Dieses Vorplatz des Kollektivgrabes wird als Kult- und Opferplatz gedeutet. Die Funde stammen aus der Bernburger Kultur.[2]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Hornsömmern besteht aus 6 Ratsfrauen und Ratsherren, die einer Freien Wählergruppe angehören. (Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Heinz Schröter wurde am 6. Juni 2010 wiedergewählt.[3]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Der Dorfanger mit der Gemeindeschenke und dem Waidmühlstein
  • Die evangelische Kirche St. Maria ist im Kern eine romanische Saalkirche. Sie enthält einen geschlossenen Chor mit drei Lanzettfenstern aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Im Süden befindet sich ein Sakristeianbau mit Fachwerkaufsatz für den Glockenstuhl, im Norden der Anbau einer mit breitem Rundbogen zum Langhaus geöffneten Patronatsloge. Der Saal wurde im 19. Jahrhundert romanisierend erneuert. In den Jahren 1992 und 1993 erfolgte eine Außenrestaurierung. Der tonnengewölbte Saal besitzt eine dreiseitige Empore und im Chor eine Sakramentsnische. Im Kanzelaltar aus dem 18. Jahrhundert sind die Figuren Moses, Johannes der Täufer und Christus ausgelagert. Die kreuzgratgewölbte Sakristei weist Reste farbiger Ornamentmalerei aus dem 16. Jahrhundert auf.[4]

Bilder[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Michael Köhler: Heidnische Heiligtümer. Jenzig-Verlag 2007, ISBN 978-3-910141-85-8, S. 182-183 und Hans-Jürgen Beier Megalithbauten als Kultstätten In: Die megalithischen, submegalithischen und pseudomegalithischen Bauten sowie die Menhire zwischen Ostsee und Thüringer Wald. Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas 1, Wilkau-Haßlau 1991 S. 197
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKommunalwahlen in Thüringen am 6. Juni 2010. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse. Der Landeswahlleiter, abgerufen am 6. Juni 2010.
  4. Dehio, Georg, bearbeitet von Stephanie Eißling, Franz Jäger und anderen Fachkollegen: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Thüringen. Deutscher Kunstverlag, 2003, ISBN 3-422-03095-6, S. 625

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hornsömmern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien