Horst Carlos Fuldner

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Horst Alberto Carlos Fuldner Bruene (* 16. Dezember 1910 in Buenos Aires; † 1992 in Madrid) war ein argentinisch-deutscher SS-Hauptsturmführer, NS-Agent in Argentinien und eine Schlüsselfigur der NS-Fluchthilfe.[1]

Fuldner, der im Auftrag des Chef des SD-Ausland Walter Schellenberg und Himmlers die Fluchtmöglichkeiten für NS-Verbrecher in Argentinien auskundschaften sollte und nach 1945 als Agent Peróns die Fluchthilfe organisierte, schützte zahlreiche SS-Verbrecher wie Adolf Eichmann in Argentinien und anderen Ländern Lateinamerikas vor ihrer Gerichtsbarkeit.[2]

In Argentinien und Spanien wurde der NS-Agent meist Carlos Fuldner und in Deutschland Horst Fuldner genannt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Uki Goñi: Odessa. Die wahre Geschichte. Fluchthilfe für NS-Kriegsverbrecher. Berlin/Hamburg 2006. ISBN 3-935936-40-0
  • Gerald Steinacher: Nazis auf der Flucht. Wie Kriegsverbrecher über Italien nach Übersee entkamen. Fischer Taschenbuch, Frankfurt 2010, ISBN 978-3-596-18497-2
  • Ernst Klee: Persilscheine und falsche Pässe. Wie die Kirchen den Nazis halfen. Fischer Taschenbuch, 4. Auflage, 2002
  • Eckhard Schimpf: Heilig. Die Flucht des Braunschweiger Naziführers auf der Vatikan-Route nach Südamerika. Braunschweig 2005

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 18 de agosto de 1949 y el 12 de septiembre de 1949 Párrafos de la declaración de Horst Alberto Carlos Fuldner Bruene [1]
  2. Theo Bruns: Massenexodus von NS-Kriegsverbechern nach Argentinien. Die größte Fluchthilfeoperation der Kriminalgeschichte. In: ila 299 [2]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Theo Bruns: Argentinien und die „Unerwünschten“. Nach 1938 konnten jüdische Flüchtlinge oft nur heimlich oder mit gefälschten Papieren einreisen. In: Ila 298 [3]
  • Theo Bruns: Massenexodus von NS-Kriegsverbechern nach Argentinien. Die größte Fluchthilfeoperation der Kriminalgeschichte. In: ila 299 [4]
  • Theo Bruns: Der Vatikan und die Rattenlinie. Wie die katholische Kirche Nazis und Kriegsverbrecher nach Südamerika schleuste. [5]