Horst Lechner

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Horst Lechner 2011
Wohnhaus in Kitzbühel, Österreich
Wohn- und Atelierhaus Lechner in Salzburg, Österreich

Horst Lechner (* 19. Juni 1959 in Villach) ist ein österreichischer Architekt, Innenarchitekt und Ziviltechniker.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

In seiner Jugend besuchte Horst Lechner die Fachschule für Tischlerei und Raumgestaltung in Villach, danach studierte er von 1977 bis 1982 Innenarchitektur und Umraumgestaltung, in Linz an der Hochschule für Gestaltung bei Friedrich Goffitzer und Laurids Ortner. Es folgte das Architekturstudium an der Universität für angewandte Kunst Wien bei Hans Hollein. Nach Umwandlung der Innenarchitekturklasse zur Architekturklasse an der Kunstuniversität Linz kehrte er dorthin zurück und schloss sein Architekturdiplom 1990 ab. Lechner besuchte auch die Internationale Sommerakademie Salzburg bei den Architekten Gustav Peichl und Wilhelm Holzbauer.[1]

Im Anschluss an das Studium arbeitete er in verschiedenen Architekturbüros und Instituten, bis er schließlich 1987 mit seiner Studienkollegin Christine Lechner das Architekturbüro Lechner & Lechner in Salzburg gründete. Seit 2000 besteht eine projektbezogene Zusammenarbeit mit Johannes Schallhammer. Neben Bauten in Österreich planten und realisierten Lechner & Lechner Projekte in Deutschland, von 1996 bis 1997 Projekte in Südkorea, 2006 bis 2009 entwickelte das um Johannes Schallhammer erweiterte Team Lechner – Lechner – Schallhammer Hotelprojekte in Dubai und Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Ein wichtiges Projekt ist das mit Christine Lechner gemeinsam geplante, gebaute und bewohnte Wohn- und Atelierhaus Lechner im UNESCO-Welterbe Ensemble der Salzburger Altstadt, das 2010 den Salzburger Architekturpreis gewann.

Für besonders starkes mediales Interesse und kontroverse Diskussionen vor der Baustelle sorgt die noch im Bau befindliche, amoprh geformte, Wohnskulptur im Salzburger Stadtteil Leopoldskron. Dem von Lechner „Skulptur in der Landschaft“ – von Kritikern „Ufo-Haus“ – genanntem Experimentalbau in exponierter Lage wird vorgeworfen das herkömmliche Bild von Häusern zu sprengen. Einer vom Meinungsforschungsinstitut IMAS nach der Enthüllung des Baukörpers durchgeführten Umfrage zufolge Entzweit die ungewohnte Form die Passanten, großteils war bei den Antworten eine große Ratlosigkeit spürbar.[2][3]

Im Juni 2013 wurde anlässlich des 175-jährigen Firmenjubiläums des Baustoffherstellers "Leube" der nach plänen Christine und Horst Lechners angelegte "Leube Skulpturenweg" in St. Leonhard bei Salzburg eröffnet. Der Skulpturenweg wurde als Denkmal für den Firmengründer Ernst Gustav Leube errichtet. [4] [5] [6] [7]

Horst Lechner engagierte sich in der Studentenvertretung der Kunstuniversität Linz, der Berufsvertretung der Architekten und der Initiative Architektur[8] und war in der Architekturbegutachtung der Stadt Salzburg als Mitglied der Planungsvisite tätig. Aktuelle ist er Mitglied des Fachbeirates Architektur – Land Salzburg[9], seit 2012 ist Lechner Mitglied des Vorstandes der Salzburger Landesgruppe der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs [10] sowie seit 2011 Mitglied des Vereins Landluft - Verein zur Förderung der Baukultur in ländlichen Räumen.[11][12]

Lechner ist seit 1987 mit seiner Studienkollegin, Architektin Christine Lechner verheiratet.

Projekte in Österreich (Auswahl)[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1984 Würdigungspreis des Wissenschaftsministeriums für besondere künstlerische Leistungen, verliehen durch Wissenschaftsminister Dr. Heinz Fischer
  • 1987 Designauszeichnung "Ausgewählt" vom österreichischen Institut für Formgebung
  • 1995 Korea Institute of Industrial Design Certificate of Appreciation of the international cooperation project for development of industrial design and packaging technique.
  • 1998 Architekturpreis der Reiners Stiftung, „Die besten Einfamilienhäuser“ - Deutschland Österreich Schweiz
  • 2000 Architekturpreis der Reiners Stiftung, „Bauen mit Holz“ - Deutschland Österreich Schweiz
  • 2000 Auszeichnung im Rahmen des Architekturwettbewerbs „Architektur & Solarenergie“ der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie;
  • 2000 Auszeichnung „Haus der Zukunft“ vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
  • 2001 Architekturpreis der Reiners Stiftung, „Die besten Einfamilienhäuser“ - Deutschland Österreich Schweiz
  • 2004 Landes Energiepreis Salzburg Haus Achleitner & Fuchs
  • 2004 Landes Energiepreis Salzburg Haus Schörghofer
  • 2008 Architekturpreis 2008 der Reiners Stiftung „Spektakuläre Häuser“ - Deutschland Österreich Schweiz
  • 2010 Architekturpreis des Landes Salzburg[15]
  • 2012 Handwerkspreis der Wirtschaftskammer für den, von der Tischlerei Elsenwegenger ausgeführten, Sitzungstisch Eugendorf

Vorträge (Auswahl)[Bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. DIE BRÜCKE - Artikel
  2. Salzburger Nachrichten
  3. Kronen Zeitung
  4. Salzburger Nachrichten
  5. Drehpunkt Kultur
  6. Salzburglive
  7. Leube
  8. Initiative Architektur
  9. Initiative Architektur Datenblatt
  10. Zentralvereinigung der Architekten Österreichs
  11. landluft.at;
    dip.mak.at
  12. Landluft.at
  13. Sitzungstisch Eugendorf
  14. Wirtschaftskammer Österreich
  15. Preisträger Salzburg
  16. hslu.ch
  17. Ortskerne (PDF-Datei; 928 kB)
  18. initiativearchitektur.at