Horst Milde (Marathonorganisator)

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Horst Milde (* 24. Oktober 1938 in Berlin-Tempelhof) ist ein ehemaliger deutscher Leichtathlet und Begründer des Berlin-Marathon.

Leben[Bearbeiten]

Milde machte sein Abitur am Berliner Gymnasium Askanische Oberschule in Berlin-Tempelhof. Danach absolvierte er von 1957 bis 1959 eine Konditorlehre; später übernahm er die elterliche Bäckerei und Konditorei am Tempelhofer Damm. Von 1959 bis 1966 studierte er an der Freien Universität Berlin mit einem Abschluss als Diplomkaufmann.

Als Leichtathlet startete Horst Milde für den TSV Tempelhof-Mariendorf. Später wechselte er als Mittelstreckenläufer zum SC Charlottenburg und wurde mit der 3-mal-1000-Meter-Staffel des Klubs, in der Bodo Tümmler, 1500-Meter-Europameister von 1966, lief, zweimal Deutscher Meister (1964 und 1965). Über 800 Meter hatte Horst Milde damals eine Bestzeit von 1:49,8 min, über 1000 Meter lief er 2:25:00 min, über 1500 Meter 3:51,8 min und über 400 Meter 49,1 s. Über 10.000 Meter erreichte er 33:33 min. Am 8. November 1964 startete Horst Milde mit dem Crosslauf am Berliner Teufelsberg den ersten Berliner Volkslauf mit 700 Läufern. Von jenem ersten Crosslauf am Teufelsberg 1964 bis zum Jahresbeginn 2004 hat er mit seinem Organisationsteam genau 1.268.649 Menschen in 348 Veranstaltungen zum Laufen gebracht. Horst Milde wurde bekannt als „Der Mann, der Berlin das Laufen beibrachte“. 1974 führte er in Berlin-Grunewald die erste Marathonveranstaltung für Jedermann in Berlin durch.

Bis 1998 führte Milde die Familienbäckerei neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der SCC-RUNNING Events GmbH, die den Berlin-Marathon und weitere Laufsportveranstaltungen in Berlin durchführt. Seit 1999 ist er Mitglied im Vorstand des Weltmarathonverbandes AIMS, trieb die Gründung des AIMS Marathon Museum voran und ist heute ein Sprecher bei German Road Races, der Interessengemeinschaft der deutschen Straßenlaufveranstalter. 30 Jahre lang war Milde Renndirektor des Berlin-Marathon, bevor er 2004 die Leitung der Veranstaltungen an seinen Sohn Mark übergab. Heute ist er Ehren-Race-Director des Berlin Marathon.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Deutschen Leichtathletik 1898–2005. 2 Bände. Darmstadt 2005 publiziert über Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft