Horst Rehberger

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Horst Rehberger (ganz links, 1990)

Horst Rehberger (* 10. Oktober 1938 in Karlsruhe) ist ein deutscher Politiker der FDP.

Leben[Bearbeiten]

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten]

Der Sohn eines Reichsbahnrats wuchs in Mülheim an der Ruhr auf, wo er ab 1945 die Volksschule und das humanistische Gymnasium besuchte. Zwischenzeitlich war Rehberger Schüler der staatlichen Gymnasiums in Speyer; 1958 legte er das Abitur am Bismarck-Gymnasium Karlsruhe ab. Von 1958 bis 1963 studierte er Rechtswissenschaften und Politische Wissenschaften in Heidelberg und Berlin. Anschließend promovierte er mit magna cum laude an der Universität Heidelberg zum Thema „Die Gleichschaltung des Landes Baden 1932/33“ zum Doktor der Rechte. Rehberger gehört seit 1958 der FDP an. Seit 2006 ist er Ehrenvorsitzender des FDP Landesverbandes Sachsen-Anhalt. Von 1967 bis 1970 war er als Rechtsanwalt in Karlsruhe tätig.[1]

Politische Karriere[Bearbeiten]

Rehberger wurde 1970 zum hauptamtlichen Bürgermeister der Stadt Karlsruhe gewählt und 1978 wiedergewählt.[1] In dieser Zeit förderte er maßgeblich als verantwortlicher Fachbürgermeister die Entwicklung der Stadtbahn Karlsruhe zum Karlsruher Modell. Zwischen 1984 und 1985 war er saarländischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft im Kabinett Zeyer III. 1985 bis 1990 war er Landtagsabgeordneter im Saarland und dort Vorsitzender der FDP/DPS-Landtagsfraktion. 1990 wurde er Minister für Wirtschaft und Technologie des Landes Sachsen-Anhalt; dieses Amt musste er im Zuge der Gehälteraffäre 1993 an Rainhard Lukowitz (FDP) abgeben.[2]

Er war vom 16. Mai 2002 bis 23. April 2006 Minister für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt und ab dem 18. Juni 2002 Stellvertreter des Ministerpräsidenten Wolfgang Böhmer. Den Schwerpunkt seiner Arbeit legte er auf die Ansiedlung neuer Unternehmen vor allem im Bereich der Gentechnik, der chemischen Industrie und der Solarenergie (z. B. Q-Cells). Daneben engagierte er sich für den Ausbau des Tourismus, u. a. mit der Einrichtung der Straße der Romanik oder bei der Wiedereröffnung der Brockenbahn.[3][4][5]

Rehberger ist stellvertretender Richter am Verfassungsgerichtshof des Saarlandes[6] und arbeitet derzeit wieder als Rechtsanwalt in Saarbrücken und Magdeburg.[2]

Werke[Bearbeiten]

  • Die Gleichschaltung des Landes Baden 1932/1933 (Dissertation), C. Winter Universitätsverlag, Heidelberg 1966.
  • Unterwegs – Politische Wege eines Liberalen, Lindemanns Bibliothek 2009, ISBN 978-3-88190-531-2.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Horst Rehberger (eingeschränkte Vorschau). Munzinger-Archiv, abgerufen am 16. September 2012.
  2. a b Als "Mister zehn Prozent" in den Annalen der Saar-FDP. Pfälzischer Merkur, 1. August 2009, abgerufen am 16. September 2012.
  3. Presseinfo Unterwegs Horst. Infoverlag.de, abgerufen am 16. September 2012 (PDF; 67 kB).
  4. Industrieclub Magdeburg. Abgerufen am 16. September 2012.
  5. Sabrina Gorges: Harzer Brockenbahn feiert Jubiläum. Braunschweiger Zeitung, 13. September 2011, abgerufen am 16. September 2012.
  6. Organisation. Verfassungsgerichtshof des Saarlandes, abgerufen am 16. September 2012.