Horst Söhnlein

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Horst Söhnlein (* 13. Oktober 1943) war in der APO-Bewegung aktiv.

In den frühen 1960er Jahren gründete er in München ein „action-Theater“, welches später von Rainer Werner Fassbinder übernommen wurde.

Mit Andreas Baader sowie Thorwald Proll und Gudrun Ensslin legte Söhnlein am 2. April 1968 Brände in den Kaufhäusern Schneider und Kaufhof in Frankfurt am Main, um gegen den „Völkermord in Vietnam“ zu protestieren. Alle Täter wurden schnell gefasst.

Die vier Angeklagten wurden im nachfolgenden Prozess der Brandstiftung für schuldig befunden und zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt[1], nach 14 Monaten jedoch bis zur Entscheidung über eine mögliche Revision auf freien Fuß gesetzt. Der Revision wurde im November 1969 nicht stattgegeben. Im Gegensatz zu seinen drei Mitangeklagten, welche sich daraufhin nach Frankreich absetzten, trat Söhnlein die Haft an.

Literatur[Bearbeiten]

  • Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Thorwald Proll, Horst Söhnlein: Vor einer solchen Justiz verteidigen wir uns nicht. Schlußwort im Kaufhausbrandprozeß. Mit einem Nachwort von Bernward Vesper und einer Erklärung des SDS Berlin. Edition Voltaire, Frankfurt am Main und Berlin 1968. (Reihe: Voltaire Flugschrift 27)
  • Erklärung der im Kaufhausbrandprozeß angeklagten Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Horst Söhnlein und Thorwald Proll. in: Charlie Kaputt Nr.3, Dezember 1968, Berlin
  • Stefan Aust: Der Baader-Meinhof-Komplex. Hamburg: Hoffmann und Campe, 1985, 591 S., ISBN 3-455-08253-X, Erw. und aktualisierte Ausgabe, 2005, 667 S, ISBN 3-455-09516-X
  • Thorwald Proll, Daniel Dubbe: Wir kamen vom anderen Stern. Über 1968, Andreas Baader und ein Kaufhaus. Hamburg: Edition Nautilus 2003, 128 S., ISBN 3-89401-420-2

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Frankfurter Brandstifter. DIE ZEIT 1968 Nr.45