Matthias Horx

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Matthias Horx 2013

Matthias Horx (* 25. Januar 1955 in Düsseldorf) ist ein deutscher Publizist und Unternehmensberater, der sich selbst und von einigen Medien als „Trend- und Zukunftsforscher“ bezeichnet wird.

Leben[Bearbeiten]

Horx wurde 1955 in Düsseldorf geboren, besuchte die Ziehenschule in Frankfurt am Main (Abitur 1973) und begann anschließend ein Soziologiestudium an der Goethe-Universität, das er allerdings abbrach. In den 1980er-Jahren schlug er eine journalistische Laufbahn ein. Von 1980 bis 1992 arbeitete er als Autor und Redakteur bei Pflasterstrand, Tempo, Die Zeit und Merian. Er schrieb mehrere Bücher, von denen eines auch in eine Hörspielfassung umgearbeitet wurde.

1993 eröffnete er gemeinsam mit Peter Wippermann das Trendbüro in Hamburg. Nach seinem Ausstieg aus dem Hamburger Trendbüro gründete er 1997 das Zukunftsinstitut mit Hauptsitz in Ruppertshain (Stadtteil von Kelkheim im Taunus) bei Frankfurt am Main, das auch eine Zweigstelle in Wien hat. Er ist im Beirat der Lobbyistengruppe Berlinpolis und war bis 2005 Mitglied beim publizistischen Netzwerk Achse des Guten.

Matthias Horx lebt mit seiner Familie in Wien. Er ist mit der englischen Journalistin Oona Strathern verheiratet und Vater von zwei Söhnen.

Thesen[Bearbeiten]

Horz bezeichnet sich in seiner Vita selbst als „einflussreichster Trend- und Zukunftsforscher im deutschsprachigen Raum“ sowie als „Prognostiker, Publizist, Visionär“. Seinem Lebensprojekt gelte „der Weiterentwicklung der „Futurologie” der 60er und 70er Jahre zu einer Consulting-Disziplin für Unternehmen, Gesellschaft und Politik. Seine methodische Arbeit kreise – so Horx – „um die Entwicklung einer neuen Synthese-Prognostik – einer Verbindung von System- Sozial- Kognitions- und Evolutionswissenschaften.“[1]

Matthias Horx’ Veröffentlichungen entstammen im Wesentlichen drei thematisch und zeitlich getrennten Perioden:

  1. Die erste Phase umfasst Feuilleton-Artikel in verschiedenen Szene- und Lifestyle-Magazinen. Veröffentlichungen dieser Art entstanden in etwa bis Mitte/Ende der 1980er Jahre.
  2. Die zweite Phase umfasst thematisch im Großen und Ganzen die Kritik an seinen bisherigen Weggenossen und beschreibt die von Horx festgestellten „linken Irrwege“. Veröffentlichungen dieser Art stammen zumeist aus der Zeit zwischen der Mitte der 1980er und der Mitte der 1990er Jahre.
  3. Die dritte und aktuelle Phase umfasst das Thema Trends. Hier ist Horx als Unternehmensberater und Autor tätig, außerdem hält er Vorträge. Im Rahmen dessen bewirbt er seine Arbeiten über frühzeitige Erkennung zeitgenössischer Entwicklungen und zur wirtschaftlichen Nutzung seiner Zukunftsprognosen.

Horx beschreibt den von ihm diagnostizierten Wandel gesellschaftlicher Werte und Lebensformen unter den Bedingungen des globalisierten Kapitalismus. Neben Fragen zur Zukunft der Arbeitswelt beschäftigt sich Horx mit Auswirkungen des demographischen Wandels und beschreibt einen von ihm postulierten Wertewandel im Bildungs-, Konsum- und Freizeitverhalten.

Der Soziologe Holger Rust kritisierte Horx und die Trendforschung an sich wiederholt als unwissenschaftlich.[2][3]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Matthias Horx – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Biografie in horx.com, abgerufen am 27. Juli 2014
  2. Holger Rust: Das Anti-Trendbuch – Klares Denken statt Trendgemunkel. Ueberreuter, 1997
  3. Holger Rust: Zukunftsillusionen. Kritik der Trendforschung. VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2008