Hosterwitz

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Hosterwitz
Stadtteil der Landeshauptstadt Dresden
Koordinaten: 51° 1′ N, 13° 51′ O51.01513.857777777778110Koordinaten: 51° 0′ 54″ N, 13° 51′ 28″ O
Höhe: 110–220 m ü. NN
Eingemeindung: 1. Juli 1950
Postleitzahl: 01326
Vorwahl: 0351
Karte

Lage der Gemarkung Hosterwitz in Dresden

Hosterwitz ist ein Ortsteil von Dresden. Es liegt an der Elbe zwischen Niederpoyritz und Pillnitz, wurde 1950 eingemeindet und gehört heute zum Ortsamtsbezirk Loschwitz. Zusammen mit Pillnitz bildet er darin den statistischen Stadtteil Hosterwitz/Pillnitz.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung stammt von 1406 und nennt den Ort Hostembricz. Es geht wahrscheinlich auf das lateinische „hospes“ zurück und würde den Ort so als Herbergsort entlang der Straßen und Handelswege in die Lausitz bezeichnen.

Hosterwitz und seine Nachbardörfer auf einer Karte aus dem 19. Jahrhundert

Zu den bekanntesten Bewohnern von Hosterwitz gehörten vor allem Romantiker, wie der Komponist Carl Maria von Weber, dessen Wohnhaus heute als Domizil des Carl-Maria-von-Weber-Museums dient, sowie der Universalgelehrte und Maler Carl Gustav Carus (ein Freund von Caspar David Friedrich) und Ida von Lüttichau. Für das von Weber geschriebene Stück Der Freischütz diente, neben dem in der Sächsischen Schweiz gelegenen Uttewalder Grund, der nah gelegene wildromantische Keppgrund als Vorlage der „Wolfsschluchtszene“.

Von 1887 bis 1936 arbeiteten die Glaskünstler Leopold (1822-1895) und Rudolf (1857-1929) Blaschka in ihrer Werkstatt für Professor George Lincoln Goodale, Gründer des Botanischen Museums Harvard, finanziert von Goodales früherer Schülerin Mary Lee Ware und ihrer Mutter Elizabeth Ware. Sie fertigten über 3000 Modelle von 847 verschiedenen Pflanzenarten. Heute besuchen jährlich 120.000 Menschen die Sammlung in Harvard, sie zählt zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Boston Area. Außerdem fertigten die Blaschkas Modelle von Wirbellosen an.

Die Kirche Maria am Wasser in Hosterwitz

Der alte Dorfkern mit der Schifferkirche Maria am Wasser, dem Pfarrhaus, der Kantorei und einigen anderen historischen Gebäuden, wurde bei der Flut 2002 stark beschädigt. Heute erstrahlt er aber wieder in neuem Glanz. Die Kirche ist aufgrund ihrer schönen Lage an der Elbe und der Nähe zum Schloss Pillnitz eine der beliebtesten Hochzeitskirchen.

Die ruhige Lage am Elbhang und die weniger dichte Besiedlung macht Hosterwitz zu einem äußerst angenehmen Teil des Elbhanges in Dresden.

[Bearbeiten] Infrastruktur

Wasserwerk Hosterwitz (Mitte) mit Elbe und Rockau (oben)

Durch Hosterwitz läuft die Pillnitzer Landstraße Richtung Loschwitz. In Hosterwitz befindet sich eines der Wasserwerke von Dresden. Es wurde nach den Plänen von Hans Erlwein 1908 fertiggestellt.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Hosterwitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Hosterwitz bei dresdner-stadtteile.de
  • Hosterwitz im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
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