Hot Shots! Der zweite Versuch

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Filmdaten
Deutscher Titel Hot Shots! Der zweite Versuch
Originaltitel Hot Shots! Part Deux
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1993
Länge 86 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Jim Abrahams
Drehbuch Jim Abrahams
Pat Proft
Produktion Bill Badalato
Musik Basil Poledouris
Kamera John R. Leonetti
Schnitt Malcolm Campbell
Besetzung
Synchronisation

Hot Shots! Der zweite Versuch ist eine US-amerikanische Parodie von Regisseur Jim Abrahams aus dem Jahr 1993 und die Fortsetzung des Films Hot Shots! – Die Mutter aller Filme aus dem Jahr 1991.

Handlung[Bearbeiten]

Ein US-Sondereinsatzkommando schleicht sich eines Nachts in den Palast von Saddam Hussein und ein nahegelegenes Gefangenenlager im Irak ein, um Hussein zu eliminieren und die bei der Operation Desert Storm in Gefangenschaft geratenen Soldaten zu befreien. Die Mission scheitert und endet mit der Gefangennahme des Teams. Dann erfährt der Zuschauer, dass diese geplatzte Operation die neueste in einer ganzen Reihe von Versuchen war, auf die die Iraker immer genauestens vorbereitet waren; im Weißen Haus wird daher Sabotage durch einen Verräter vermutet. Der an höchster Stelle verantwortliche Colonel Walters erinnert sich an den ausgeschiedenen Kriegshelden Topper Harley, der zu diesem Zeitpunkt in einem thailändischen Kloster lebt. Er begibt sich sofort mit der CIA-Agentin Michelle Huddelston dorthin, doch Harley hat dem Krieg abgeschworen und kann nicht überredet werden, an der nächsten geplanten Mission mitzuwirken.

Erst als Walters bei dem nächsten Befreiungsversuch selbst in Gefangenschaft gerät und im Fernsehen medienwirksam vorgeführt wird, entschließt sich Topper Harley zu handeln. Er begibt sich ins Weiße Haus und bietet Tug Benson, dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, seine Dienste an. Hierbei trifft er auch Michelle wieder und verbringt die Nacht mit ihr, doch wird er immer noch von seinen Erinnerungen an seine alte Liebe Ramada geplagt, die urplötzlich und ohne eine Erklärung aus seinem Leben verschwunden ist.

Am nächsten Morgen fliegt Topper sofort zum Camp des Befreiungskommandos im Irak, bestehend aus Commander Arvid Harbinger - dem einzigen Mann, der beim letzten Auftrag dem Zugriff der Iraker entkommen war und in dem Topper konsequenterweise den gesuchten Verräter vermutet -, Nachrichtenoffizier Williams und dem Sprengstoffexperten Rabinowitz. Nach dem Fallschirmabsprung ins feindliche Gebiet kommt das Team mit dem örtlichen Fremdenführer in Kontakt, der die Truppe zum Gefangenenlager geleiten soll und sich nach Abnahme der Vermummung als die verschollene Ramada herausstellt. Wie sie Topper später erzählt, hat sie sich unter strengster Geheimhaltung für diese Mission in den Dienst der Regierung stellen lassen, nachdem sie herausgefunden hatte, dass ihr verschollen geglaubter Mann Dexter Hayman noch lebt und im Irak gefangengehalten wird.

Die Gruppe macht sich als Flussfischer getarnt auf den Weg ins Camp, doch unterwegs werden sie von einer Militärpatrouille gestoppt und, nachdem ihre Tarnung platzt, unter Feuer genommen. Topper und seinen Leuten gelingt es zu entkommen, doch die Kommunikation mit dem Hauptquartier bricht dabei ab, und als Präsident Benson die Nachricht erhält, dass die neueste Mission anscheinend ebenfalls gescheitert ist, macht er sich als alter Kriegsveteran persönlich mit einer Kommandotruppe in den Irak auf. Währenddessen aber gelingt es Topper und den anderen, zum Gefangenenlager zu kommen; dort befreien sie Walters und die bereits gefangenen Soldaten und Kommandos nach einem wilden Feuergefecht. Dort stellt es sich nebenbei auch heraus, dass Harbinger nicht der Saboteur, sondern lediglich des Kriegshandwerks müde geworden ist, und Topper schafft es, ihn aus dieser Krise herauszubringen. Allerdings befindet sich Dexter Hayman nicht im Lager, und daher bricht Topper zu Saddams Palast auf, während die befreiten Soldaten zum Evakuierungspunkt gebracht werden.

Topper dringt in den Palast ein, trifft dort auf Saddam persönlich und beginnt einen Schwertkampf mit ihm. Im Verlauf dieses Kampfes wird er von Präsident Benson abgelöst, und diesem gelingt es, Saddam und dessen Hündchen mit Hilfe eines Feuerlöschers zu vereisen und in tausend Eisstücke zu zerschmettern. Doch die Stücke schmelzen durch die Hitze des Kaminfeuers, fließen unter Bildung eines absurden Mischwesens wieder zusammen und nehmen die Verfolgung der Flüchtigen inklusive des inzwischen befreiten Dexter auf.

Als alle außer Topper und Dexter am Treffpunkt ankommen, verlangt Michelle den sofortigen Abflug, doch dann tritt Ramada ihr in den Weg. Es stellt sich heraus, dass die beiden eigentlich Freundinnen waren, doch ist Michelle mit den Jahren grundlos eifersüchtig auf Ramada geworden und hatte die Missionen an die Iraker verraten, damit Dexter niemals freikäme und Ramada darunter leiden sollte. Ramada enttarnt und verhaftet Michelle als Verräterin, und als Topper mit Dexter eintrifft, gestehen sich die beiden doch noch ihre Liebe ein. Dexter will von dem herzlichen Moment ein Foto für die Boulevardpresse machen, verunglückt aber bei dem Versuch. Schließlich trifft noch Benson ein, und die Rettungstruppe kann abheben. Saddam, der im letzten Moment noch versucht, die Flüchtigen abzuschießen, findet durch eine besondere Art abgeworfenen Ballasts sein verdientes Ende, und Topper und Ramada können sich auf dem Rückweg in die Heimat endlich ihrer Liebe widmen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Wie bereits bei Hot Shots! – Die Mutter aller Filme ist auch die Fortsetzung in erster Linie eine lose Folge von Parodien bekannter Filme. Diesmal wurde insbesondere Rambo 2 – Der Auftrag und Rocky als Inspiration genutzt, an deren Plot sich auch die Handlung orientiert. Richard Crenna parodiert in diesem Film seine eigene Rolle in den Rambo-Filmen, in denen er mitgewirkt hat. Filme wie Phantom-Kommando, Apocalypse Now und Predator dienten ebenfalls als Vorlage. Die Szene, als bei der Geiselbefreiung Harbinger und Topper zeitgleich zwei Iraker niederstrecken und sich anschließend angrinsen, ist dem John-Wayne-Western Die Gewaltigen entlehnt.

Hot Shots 2 zeigt unter anderem Anspielungen auf die folgenden Filme:

Es kommt auf einem Fluss zu einer Begegnung zwischen Topper Harley (Charlie Sheen) mit seinem Vater Martin Sheen. Dieser parodiert mit dem Text und dem Boot den Film Apocalypse Now, in welchem er die Hauptrolle spielte, Charlie Sheen tut das gleiche mit seiner Rolle aus Platoon. Sie beglückwünschen sich gegenseitig zu den schauspielerischen Leistungen des jeweils anderen in Wall Street.

Richard Crenna parodiert seine Rolle aus den Rambo-Filmen.

Während Toppers Erinnerungsszene, die im Vordergrund Susi und Strolch parodiert, ist im Hintergrund die folgende Szene zu sehen: Am Tisch im selben italienischen Restaurant sitzen Captain McCluskey, Virgil Solozzo und Michael Corleone zusammen. Dann entschuldigt sich Michael, um auf die Toilette zu gehen. Es ist eine Anspielung auf eine berühmte Szene aus Der Pate.

Während des Abspanns erscheinen gelegentlich Texte wie z. B. „Lustige Tatsache: Der Schauspieler Richard Crenna hat die Tartar-Sauce erfunden“.

Bob Vila hat einen Cameo-Auftritt als Handwerker.

Ryan Stiles hatte auch schon einen Auftritt im ersten Teil. Dort spielte er den Piloten "Mailman", bis auf eine Szene am Ende des Films war sein Gesicht aber von einer Maske verdeckt.

Synchronisation[Bearbeiten]

Die deutsche Synchronbearbeitung fertigte die Berliner Synchron Wenzel Lüdecke GmbH an. Arne Elsholtz führte Synchronregie und verfasste das Dialogbuch.[2]

Rolle Darsteller Synchronsprecher
Sean „Topper” Harley Charlie Sheen Arne Elsholtz
Präsident Thomas Benson Lloyd Bridges Edgar Ott
Ramada Hayman Valeria Golino Maud Ackermann
Arvid Harbinger Miguel Ferrer Thomas Danneberg
Denton Walters Richard Crenna Klaus Piontek
Dexter Hayman Rowan Atkinson Michael Christian
Michelle Huddleston Brenda Bakke Franziska Pigulla
Rabinowitz Ryan Stiles Manfred Lehmann
Williams Michael Colyar Torsten Michaelis
Benjamin L. Willard Martin Sheen Christian Brückner
Saddam Hussein Jerry Haleva Wolfgang Kühne

Kritiken[Bearbeiten]

Hot Shots 2 konnte nicht an den Erfolg des Vorgängerfilms anknüpfen. Dies gilt zum einen hinsichtlich des Einspielergebnisses von weltweit knapp 134 Millionen US-Dollar, aber auch in Bezug auf die Reaktionen der Filmkritiker, die überwiegend von einem weniger gelungenen Abklatsch gesprochen haben.

Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times vom 21. Mai 1993, dass man als Zuschauer der Parodien anderer Filme entweder lacht oder nicht, er habe gelacht. Ebert meinte jedoch, die anderen Filme des Regisseurs Jim Abrahams wie Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug oder Top Secret! seien gelungener.[3]

„Das erfolgreiche, wenngleich etwas ziellose Gag-Feuerwerk „Hot Shots“ wird mit derselben Besetzung und ähnlichen Mitteln fortgesetzt. [...] Nach bewährtem Rezept abgespult, diesmal sogar mit etwas wie einem Spannungsbogen, in der Qualität der Gags freilich sehr unterschiedlich.“

Lexikon des Internationalen Films[4]

„In der Fortsetzung seines Kinohits erhöht Jim Abrahams noch einmal deutlich die Schlagzahl. Unter zehn Gags pro Sekunde geht nichts. Mit seinen vielen Kinozitaten ist dieser Klamauk das ausuferndste Filmquiz aller Zeiten. Fazit: Ein Gag-Dauerfeuer für Kinoverrückte“

Cinema[5]

Die Filmbewertungsstelle Wiesbaden verlieh der Produktion das Prädikat wertvoll.[6]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.script-o-rama.com/movie_scripts/h/hot-shots-part-deux-script.html
  2. Hot Shots! Der zweite Versuch in der Deutschen Synchronkartei
  3. Chicago Sun-Times: Filmkritik von Roger Ebert
  4. Hot Shots! Der zweite Versuch im Lexikon des Internationalen Films
  5. cinema.de: Filmkritik
  6. fbw-filmbewertung.com: Hot Shots - Der 2. Versuch