Hotchkiss H-35

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Eroberter H-35 während des Westfeldzuges

Der Hotchkiss H35 (auch Char léger modèle 1935 H) war ein leichter französischer Panzer. Ab 1933 als Ersatz für den Renault FT-17 aus dem Ersten Weltkrieg entwickelt, ging er 1936 in die Serienfertigung. Bis 1939 sind 400 Exemplare gebaut worden, die zu drei Vierteln an die Kavallerie und zu einem Viertel an die Infanterie ausgeliefert wurden. Danach wurden noch mindestens 800[1] weitere von dem abgeleiteten „Char léger modèle 1935H modifié 39“ gebaut, die heute besser unter der Bezeichnung H 39 bekannt sind.

Der H 35 konnte im Zweiten Weltkrieg im Gefecht mit den meisten deutschen Panzern durchaus bestehen, doch beschränkten geringe Höchstgeschwindigkeit und kleiner Fahrbereich seine Beweglichkeit. Seine Feuerkraft war aber unzureichend, um Panzer der Typen Panzer III oder IV zu vernichten. Die dafür nötigen Eigenschaften wurden erst beim H 39 verbessert. Ein weiterer Nachteil war die Besatzung von nur zwei Mann. Der Kommandant war zugleich Richt- und Ladeschütze für die Kanone und bediente das Maschinengewehr. Ein Funkgerät gab es nicht. Erbeutete H 35 wurden von der deutschen Wehrmacht unter der Bezeichnung „Panzerkampfwagen H735(f)“ eingesetzt oder später zu Jagdpanzern Marder I, teilweise jedoch auch zu Munitionsschleppern umgebaut, wobei die Türme in Befestigungen eingebaut wurden.

Technische Daten[Bearbeiten]

  • Gewicht: 11,4 t
  • Länge: 4,22 m
  • Breite: 1,85 m
  • Höhe: 2,14 m
  • Panzerung: 34 mm
  • Motor: Hotchkiss-Sechszylinder-Reihenmotor
  • Hubraum: 3480 cm3
  • Leistung: 57,4 kW (78 PS)
  • Höchstgeschwindigkeit: 28 km/h
  • Fahrbereich: 129 km
  • Besatzung: zwei Mann
  • Bewaffnung: eine 37-mm-Kanone Puteaux SA18 L/21, ein Reibel-MG 7,5 mm

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. François Vauvillier, 2007, "Notre Cavalerie Mécanique à son Apogée le 10 Mai 1940", Histoire de Guerre, Blindés et Matériel, N° 75, p.49