House at the End of the Street

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Filmdaten
Deutscher Titel House at the End of the Street
Originaltitel House at the End of the Street
Produktionsland Vereinigte Staaten, Kanada
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2012
Länge 101 Minuten
Altersfreigabe FSK 16[1]
JMK 14[2]
Stab
Regie Mark Tonderai
Drehbuch David Loucka,
Jonathan Mostow
Produktion Aaron Ryder,
Peter Block
Ryan Kavanaugh
Musik Theo Green
Kamera Miroslaw Baszak
Schnitt Steve Mirkovich,
Karen Porter
Besetzung

House at the End of the Street ist ein US-amerikanischer Horrorfilm des Regisseurs Mark Tonderai aus dem Jahr 2012 mit den Hauptdarstellern Jennifer Lawrence, Elisabeth Shue und Max Thieriot.

Handlung[Bearbeiten]

Die frisch geschiedene Sarah und ihre Tochter Elissa finden in einem kleinen eleganten ländlichen Ort das Haus ihrer Träume. Von Anfang an wissen die beiden, dass im Nachbarhaus Jahre zuvor eine Tochter ihre Eltern tötete und verschwand – ihr Bruder Ryan wurde bereits mit sieben Jahren aus der Familie verstoßen, weil er für einen früheren Unfall verantwortlich gemacht wurde, bei welchem die Tochter bleibende Schäden davongetragen hatte und danach nicht mehr dieselbe war.

Nach dem Tod der Eltern nimmt Ryan das Elternhaus wieder in Besitz. Gegen den Willen ihrer Mutter beginnt Elissa eine Beziehung mit dem zurückgezogen lebenden Ryan – und je näher sie einander kommen, desto tiefer begeben sie sich alle in eine mysteriösen Gefahr. Die vermeintliche Tochter, Carrie Ann, lebt in Gefangenschaft im Luftschutzbunker des Elternhauses und wird dort von Ryan versorgt. Carrie Ann scheint immer noch sehr aggressiv zu sein und kann nur durch Spritzen beruhigt werden. Dennoch versucht sie immer wieder zu fliehen, was ihr eines Tages auch gelingt. Sie erreicht das Haus von Sarah und Elissa, kann aber noch rechtzeitig wieder von Ryan eingefangen und zurückgebracht werden. Als Carrie Ann erneut versucht zu fliehen, wird sie unglücklicherweise von Ryan getötet, während er versucht sie ruhigzustellen, damit sie nicht entdeckt wird. Im weiteren Verlauf stellt sich heraus, dass Ryan sich eine Carrie Ann halten muss, weil sie der Lebensmittelpunkt der Familie gewesen ist. Die echte Carrie Ann bleibt unterdessen weiter verschwunden. Nach dem Tod der ersten entführten Frau findet Ryan bei einem Diner eine neue junge Frau, die er entführt und in den Luftschutzbunker bringt.

Als auf dem Musikfest der Schule eine Gruppe Jugendlicher Ryans Auto demoliert und danach auch ihn angreift, setzt er sich zur Wehr, wobei er einem Angreifer ein Bein bricht. Anschließend läuft er weg. Die jugendlichen Angreifer fahren daraufhin zu Ryans Haus, da sie es für seine einzige Versteckmöglichkeit halten. Auch Elissa fährt mit Ryans zurückgelassenem Auto zu dessen Haus, wo die Jugendlichen gerade einen Molotowcocktail durch eine Glasscheibe geworfen haben. Elissa betritt allein das Haus und versucht, den Brand zu löschen. Es gelingt ihr, die Flammen zu ersticken.

Nach der erfolgreichen Brandbekämpfung fällt ihr Blick zufällig auf den Mülleimer, in welchem sich sowohl eine Tampon- als auch eine Verpackung für blaue Kontaktlinsen befinden. Kurz darauf hört sie Geräusche aus dem Keller kommen. Die Geräusche kommen von einem alten Trockner, welchen sie abstellt. Dabei fällt ihr ein Scharnier unter dem Vorleger auf dem Boden auf, welchen sie zur Seite legt. Unter dem Vorleger befindet sich eine Wendeltreppe. Sie geht nach unten und gelangt zu einer versperrten Tür. Da sie jedoch Ryans Schlüsselbund hat, kann sie diese aufsperren. Sie betritt den Raum und wird plötzlich von der für Carrie Ann gehaltenen jungen Frau angegriffen. In diesem Moment erscheint auch Ryan plötzlich wieder und bittet Elissa, oben auf ihn zu warten, damit er ihr alles erklären kann. Während sie auf ihn wartet, durchwühlt sie nochmals den Müll und findet zusätzlich zu den Tampons und den Kontaktlinsen auch noch den Studentenausweis einer jungen Frau.

Langsam begreift sie den Ernst der Lage. Ryan bittet sie deshalb, niemanden von Carrie Ann zu erzählen. Als sie Ryan sagt, dass sie jedoch gehen müsse, schlägt sie dieser von hinten nieder. Als sie wieder zu sich kommt, ist sie gefesselt und mit der Studentin zusammen in dem geheimen Kellerraum eingesperrt. Da Ryan jedoch nur eine Carrie Ann haben will (zu welcher Elissa werden soll), will er sich der bewusstlosen Studentin entledigen und trägt sie aus dem Raum. Kurz darauf läutet jedoch ein Polizist teilt ihm mit, dass er am folgenden Tag seine Aussage zu einer Schlägerei machen müsse. Weiters fragt er Ryan, ob er Elissa gesehen habe, was dieser verneint. Nachdem der Polizist das Haus wieder verlassen hat, ruft er jedoch Elissa an. Ihr Handy, das ihr aus der Tasche gefallen ist, klingelt in Ryans Küche. Daraufhin schaltet Ryan den Strom ab, und der Polizist betritt mit gezogener Waffe wieder das Haus und macht sich auf die Suche nach Elissa.

Als er gerade in den Keller hinuntersteigen will, wird er von Ryan überrascht, fällt die Treppe hinunter und verliert seine Waffe. Ryan rammt ihm mehrere Male ein Messer in den Bauch, bis dieser regungslos liegenbleibt. Während des Kampfes der beiden konnte sich Elissa von ihren Fesseln befreien. Als Ryan wieder den Raum betritt, in dem sie gefangen gehalten wird, kann sie in die Garage fliehen. Sie will mit dem Auto entkommen, doch steckt der Schlüssel nicht. Ryan holt sie ein, betäubt sie mit Chloroform und legt sie in den Kofferraum.

Jedoch schellt es abermals an der Türe. Es ist Elissas Mutter, die verzweifelt ihre Tochter sucht. Ryan gibt vor, sie nicht gesehen zu haben. Als die Mutter aber ein Geräusch aus dem Keller hört, läuft sie dorthin. Als sie vor der versperrten Garagentür steht, rammt Ryan auch ihr ein Messer in den Bauch. Elissa hat sich mittlerweile aus dem Kofferraum befreit und im Keller versteckt. Ryan sucht nach ihr und versucht, sie wieder zu fangen. Elissa kann sich jedoch losreißen, entdeckt die Waffe des Polizisten und schießt damit auf Ryan, doch geht dieser rechtzeitig in Deckung. Außerdem schaltet er den Strom ab. Elissa hat jedoch die Taschenlampe des Polizisten und trifft Ryan, als er versucht, sie mit dem Messer anzugreifen.

Als sie dem anscheinend toten Ryan die Schlüssel für die Kellertüre aus der Tasche nehmen will, greift dieser nach ihrer Hand und versucht, sie mit dem Messer zu verletzen. Doch kann ihre Mutter ihn mit einem Hammer zu Boden strecken. Ryan überlebt knapp mit zwei Schusswunden und kommt in eine psychiatrische Anstalt.

Am Ende des Film stellt sich heraus, dass die Schwester von Ryan im Kindesalter bei dem Unfall beim Spielen nicht nur ums Leben kam, sondern ihre Eltern Ryan auch zwangen, sich wie Carrie Ann zu verhalten. Tat er das nicht, wurde er gezüchtigt. Er wurde mit denselben Methoden (Beruhigungsspritzen, Hausarrest) behandelt, wie er es mit den jungen Frauen tat. Es ist nun klar, dass nicht Carrie Ann, sondern Ryan die Eltern getötet hatte. Außerdem erfährt man, dass der Polizist von dem Todesfall seiner Schwester (welche Ryans Vater im Wald vergraben hat) wusste und die Familie gedeckt hat.

Kritiken[Bearbeiten]

„Regisseur Mark Tonderai nähert sich seinen Figuren mit großem Respekt und sehr behutsam, das macht seinen Psychothriller zu einem angenehm unspekulativen und einfühlsamen Genre-Beitrag, der immer dann am schwächsten gerät, wenn die Spannungsschraube auf konventionelle Art angezogen werden soll.“

– Filmstarts.de[3]

House at the End of the Street versucht es auf die subtile Art, in dem er ein geheimnisvolles Puzzle um den letzten Überlebenden eines brutalen Mordes herum aufbaut. Leider braucht das aber viel zu lange, um wirklich zu packen. Und die Rahmenhandlung darf sich gleich ganz geschenkt werden.“

– moviemaze.de[4]

House at the End of the Street vereint einige talentierte Schauspieler, die aber in dieser Mischung aus Teeanagerdrama und Thriller nicht genug Stoff bekommen, um ihre Stärken wirklich herauszuspielen. Für Genrefans trotz der fehlenden Überraschungen einen Blick wert.“

– film-rezensionen.de[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung (PDF; 34 kB) der FSK
  2. Kennzeichnung der Jugendmedienkommission.
  3. Kritik: House at the End of the Street. In: Filmstarts.de, abgerufen am 21. Dezember 2012.
  4. Kritik: House at the End of the Street. In: Moviemaze.de, abgerufen am 21. Dezember 2012.
  5. Kritik: House at the End of the Street. In: Film-Rezensionen.de, abgerufen am 10. August 2013.