House of Finance

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House of Finance
Logo
Gründung 2008
Ort Frankfurt am Main
Bundesland Hessen
Staat Deutschland
Leitung Wolfgang König
Mitarbeiter über 200 (2009)
davon Professoren 29 (2009)
Website www.hof.uni-frankfurt.de

Das House of Finance (kurz: HoF) ist eine interdisziplinäre Forschungs- und Lehreinrichtung für Rechts- und Wirtschaftswissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt.

Struktur[Bearbeiten]

Das House of Finance ist eine Public-Private-Partnership der Goethe-Universität mit Sitz auf dem Campus Westend im Norden Frankfurts. Seine Einrichtung wird nicht nur mit öffentlichen Mitteln, sondern auch von privaten Sponsoren unterstützt. So gründete die Universität im März 2011 eine House of Finance-Stiftung, deren Erträge der Forschung, Weiterbildung und dem Politiktransfer im House of Finance zugutekommen sollen.[1] Das Gebäude wurde aus Mitteln des Landes Hessen errichtet, Teile der Ausstattung wurden von Sponsoren bezuschusst. Auch die Institute, die im House of Finance tätig sind, werden teilweise von universitären Mitteln, teilweise von privaten Mitteln getragen. Vorsitzender des Kuratoriums des House of Finance ist Otmar Issing.

Insgesamt arbeiten im House of Finance ca. 170 Wissenschaftler, darunter 30 Professoren. Sie gehören zu den im House of Finance zusammengefassten universitären Abteilungen der Goethe-Universität:

  • Abteilungen Finanzen (BWL-Professuren des Fachbereiches Wirtschaftswissenschaften)
  • Abteilung Geld und Währung (VWL-Professuren des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften)
  • Schwerpunkt Recht der Unternehmen und Finanzen (Professuren des Fachbereichs Rechtswissenschaft)

Darüber hinaus arbeiten acht weitere Einrichtungen (zum Teil rechtlich selbstständige Institute) im House of Finance:

  1. Center for Financial Studies (CFS)
  2. Center of Excellence SAFE
  3. E-Finance Lab (EFL)
  4. Goethe Business School (GBS)
  5. Graduate School of Economics, Finance, and Management (GSEFM)
  6. Institute for Law and Finance (ILF)
  7. Institute for Monetary and Financial Stability (IMFS)
  8. International Center for Insurance Regulation (ICIR)

Promotionsprogramme[Bearbeiten]

Über die Graduate School of Economics, Finance, and Management – eine Kooperation der Universitäten Frankfurt, Mainz und Darmstadt – werden mehrere englischsprachige Promotionsprogramme angeboten:

  • Ph.D. Program in Economics
  • Ph.D. Program in Finance
  • Ph.D. Program in Law and Economics of Money and Finance
  • Ph.D. Program in Management
  • Ph.D. Program in Marketing

Weiterbildungsprogramme[Bearbeiten]

  • Executive Master of Finance and Accounting
  • Master of Science in Money and Finance
  • Master of Laws in Finance (LL.M. Finance)
  • MSQ Programs in Economics, Finance, Management, Marketing und Law and Economics
  • Part-Time Master in Finance

Professoren (Auswahl)[Bearbeiten]

Architektur[Bearbeiten]

House of Finance, Frankfurt

Das House of Finance ist ein Neubau auf dem Campus Westend der Universität Frankfurt. Der Gebäudeentwurf stammt von dem Architekturbüro Kleihues + Kleihues (in Nachfolge des verstorbenen Josef Paul Kleihues). Der Campus Westend ist geprägt vom I.G.-Farben-Haus des Architekten Hans Poelzig, dessen äußere Erscheinung durch eine Lochfassade in den Formen der neuen Sachlichkeit und den großflächigen Einsatz von Travertin geprägt ist und daher auch stilistisch in die Nähe des Neoklassizismus gerückt wird. Hierzu passend verfolgt auch das House of Finance wie die übrigen Neubauten am Campus klassizistische Stilprinzipien. Die Front und Seitenfassaden sind stark gerastert und streng achsensymmetrisch angelegt, sie sind jeweils dreigeteilt mit Gebäudeecken, die durch schmaleren Fensterzuschnitt betont werden, und durch Mittelfelder, die sich mit größeren Fenstern nach außen öffnen. Die Fensteröffnungen selbst sind durch profilierte Gewände betont. Fenster und Wandflächen sind so aufeinander abgestimmt, dass ein durchgehendes Fugenraster der Natursteinverkleidung erreicht wird.

Im Inneren ist der Bau in den Obergeschossen durch Einzelbüros und Kombizonen für Wissenschaftler und Studenten geprägt, in denen sowohl eine Einzel-, als auch eine Gemeinschaftsnutzung möglich ist. So konnte eine hohe Verdichtung der Nutzflächen erreicht werden. Auf der Kopfseite liegen in den Obergeschossen Seminarräume. Im Erdgeschoss öffnet sich nach dem Betreten des Gebäudes ein weiträumiges, natürlich belichtetes Foyer, an das Hörsäle und Seminarräume sowie das Infozentrum – eine Präsenzbibliothek – anschließen. Fußboden, Wände und Decke des Foyers greifen das Entwurfsraster des gesamten Gebäudes auf, das von Raffaels Fresko Die Schule von Athen inspiriert ist, was sich insbesondere in der Fußbodengestaltung zeigt. Das Gebäude beherbergt im Erdgeschoss auch Computerräume und ein nach dem Sponsor als Börsen-Zeitung-Bistro benanntes öffentliches Cafe des Studentenwerks Frankfurt am Main.

Kritik[Bearbeiten]

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Die Entstehung des House of Finance als Teil der Goethe-Universität ist vor allem bei linken Studentengruppen auf Kritik gestoßen. Im Zentrum der Kritik steht die Beteiligung der Finanzwirtschaft, was als Einflussnahme auf die Ausrichtung von Forschung und Lehre gewertet wird. Die im House of Finance auffallend präsenten Sponsorenhinweise werden als unpassend und provokativ empfunden; einige Räume sind nach Sponsoren benannt. Des Weiteren wird kritisiert, dass die Präsenz des House of Finance auf dem Universitätscampus nicht mit den Prinzipien einer für Studenten und Bürger offenen Bildungs- und Forschungsstätte vereinbar sei. So sind Bereiche des Gebäudes nur mit Chipkarte zugänglich, an den Notausgängen und Schließfächern sind Kameras installiert.[2] Allerdings sind auch andere Bereiche der Universität nicht öffentlich und nur eingeschränkt mittels der sogenannten Goethe-Card zugänglich.[3] Auch in anderen Gebäuden der Universität werden Notausgänge und die mit Buchsicherungsanlagen versehenen Bibliothekszugänge mittels Kamera gesichert.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.hof.uni-frankfurt.de/de/Goethe-Universitaet-gruendet-House-of-Finance-Stiftung.html
  2. Vgl. http://www.fr-online.de/frankfurt/campus/ungestoert-das-geld-erforschen/-/4491992/4566858/-/index.html
  3. Goethe-Universität: Goethe-Card – Türschließsysteme. Abgerufen am 19. Mai 2013.

50.1269444444448.665Koordinaten: 50° 7′ 37″ N, 8° 39′ 54″ O