Howard Jones

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Howard Jones 2008

John Howard Jones (* 23. Februar 1955 in Southampton, England) ist ein britischer Musiker.

Leben[Bearbeiten]

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Howard Jones ist das älteste von vier Geschwistern einer walisischen Familie. Ab dem siebten Lebensjahr begann er Klavier zu spielen. Später schrieb er sich an der Royal Northern College of Music in Manchester für das Studium des klassischen Pianos ein. Um seine Studiengebühren zu bezahlen, verdiente er sich mit Nachtschichten bei dem Radiosender Picadilly Radio Geld. Er spielte alle 20 Minuten zwischen Mitternacht und sechs Uhr morgens ein Musikstück seiner Wahl auf dem Synthesizer. Zwar sollten alle Sessions ausschließlich instrumental sein, Jones sang aber auch hin und wieder.

Nachdem er sein Studium am Musik-College abgebrochen hatte, gründete Jones mit seiner späteren Ehefrau Jan Smith einen kleinen fahrbaren Gemüsehandel in High Wycombe. In dieser Zeit hatten sie mit ihrem Stand einen Unfall, bei dem ein anderer Wagen in ihren fuhr. Obwohl Smith sich nur leicht verletzte, überredete Jones sie, Schmerzensgeld zu verlangen. Von diesem Geld kaufte sich Jones einen Synthesizer. Anstatt eines Moog Prodigy wurden irrtümlicherweise zwei angeliefert. Das zweite Gerät bezahlte er aus eigener Tasche und gewöhnte sich schnell daran, beide miteinander zu kombinieren. Howard Jones begann Anfang der 1980er Jahre, in kleinen Bars und Kneipen zu spielen und nutzte dabei die technischen Möglichkeiten, um seine Musik unabhängig von einer Band zu produzieren und aufzuführen. Seine drei Brüder betrieben zu dieser Zeit übrigens in London eine Band namens Red Beat.

1983 spielte Jones ein 24-Spur-Demo ein und verschickte es an diverse Plattenfirmen. WEA Records nahm ihn für Europa unter Vertrag. Im Oktober 1983 erschien sein erstes Stück New Song und im Januar 1984 What Is Love?.

Das erste Album Human's Lib verkaufte sich sehr gut (Nr. 1 in Großbritannien). Es folgten Hits wie Hide and Seek, Pearl In The Shell und Like To Get To Know You Well.

Jones präsentiert sich auf der Human´s-Lib-Welttournee mit einer One-Man-Show, bestehend aus sich und einer ganzen Bastion von Synthesizern, Sequenzern und Drumcomputern wie dem Roland Jupiter 8, dem Roland TR808, dem Moog Prodigy oder dem Yamaha DX7. Unterstützt wird er dabei von dem Pantomimen Jed Hoile, der für die visuelle Präsentation sorgt.

Ein Jahr nach Human's Lib erschien im Frühjahr 1985 das zweite Studioalbum Dream into action. Dieses Album wurde, wie Human's Lib, von Rupert Hine produziert. Es konnte in Großbritannien an die Erfolge des ersten Albums anschließen. In den USA schafft er mit dem Album den großen Durchbruch. Dies gelang mit der Unterstützung von Phil Collins, der mit ihm No one is to blame neu aufnahm und Platz 4 in den US-Billboard -Charts erreichte. Weitere Singles waren Things can only get better, Look Mama und Life in one Day. Am 13. Juli 1985 trat Jones beim Live Aid Konzert auf.

Sein nächstes Album "One To One" veröffentlichte Howard Jones im Herbst 1986. Es wurde von Arif Mardin produziert und war auf den US-Markt ausgerichtet. Es konnte nicht ganz an die großen Erfolge der ersten beiden Alben anknüpfen. Das Video zur ersten Single You Know I love you… Don´t you? erinnerte an das a-ha-Video „Take on me“, allerdings waren hier die Zeichnungen farbig. Das Video erhielt eine Grammy-Nominierung. "One To One" selbst erreichte in Großbritannien Platz 10 der Alben-Charts.

Nach einer weiteren Welttournee nahm sich Jones eine Auszeit und meldete sich erst im April 1989 mit "Cross That Line" zurück, das seine Abkehr von der Elektronik bereits ankündigte und viele eher klassisch instrumentierte Titel enthält. In Europa blieb das Album relativ unbeachtet, in den USA erreicht "Everlasting Love" eine hohe Chartplatzierung.

1992 erschien das Album "In The Running". Bei nahezu allen Liedern steht das Klavier im Vordergrund. Zwar enthielt es mit "Lift Me Up" einen weiteren Top-10-Hit in den USA, trotzdem verlängert WEA Records den Vertrag mit dem Musiker nicht. 1993 erscheint dann folgerichtig ein "Best Of" als letzte Veröffentlichung bei dem Major-Label.

Im selben Jahr gründete Jones sein eigenes Plattenlabel DTOX und veröffentlichte im August 1993 "Working in the Backroom". Verkauft wird das Album bis heute lediglich auf Konzerten und über den Online-Shop seiner Webseite. 1993 präsentiert Howard Jones das Album mit einer Rückkehr zu seiner alten One-Man-Show-Idee, die auf der Bühne nur ihn selbst umringt von Computern und Synthesizern zeigt.

Nach den Band-Ausflügen kehrt Jones im Jahr 2002 wieder zu seinen Anfängen und somit zu seinen Wurzeln in der Elektronik zurück. Zusammen mit dem Gitarristen Robin Boult und dem Dance-Producer Robbie Bronniman tourt er mit der "Peaceful Tour" durch Großbritannien. Die Zuschauer können "ihr" Konzert am Hallenausgang gleich auf CD mitnehmen. Die besten Mitschnitte werden festgehalten auf dem Album "The Peaceful Tour Live", das in erster Linie runderneuerte Versionen der Jones-Klassiker enthält.

Zum ersten Mal veröffentlicht der Brite 2003 ein Album, das lediglich Klavier-Soli enthält, die er für Freunde geschrieben hat. "Piano Solos for Friends and Loved Ones" ist lediglich auf Konzerten, über den DTOX-Webshop und bei iTunes erhältlich. Im Jahr 2007 ist ein zweites Album mit akustischen Pianostücken erhältlich.

Warner veröffentlichte 2003 "The Very Best of".

Das Jahr 2003 markiert auch das zwanzigjährige Bühnenjubiläum von Howard Jones, das er mit einem ausverkauften Konzert im Shepards Bush Empire in London feiert. Das Konzert ist mittlerweile auf einer Doppel-DVD erhältlich.

Im September 2005 erscheint das lang erwartete Album "Revolution Of The Heart", das Jones wiederum in seiner elektronischen Umgebung zeigt. Mit "Just Look at You Now" enthält es ein Lied, das in Schweden bereits hohe Chartplatzierungen erreichen konnte. Jones tourt im Jahr 2005 vornehmlich in Großbritannien und in den USA.

2006 wurde sein Hit "Things Can Only Get Better" von der Gruppe The Disco Boys gecovered. Stilrichtung von "Things Can Only Get Better 2006" ist House. Den 80er-Hit nimmt Howard außerdem für die Videospielserie The Sims nochmals auf.

In seiner Karriere hat Howard Jones mit zahlreichen anderen Musikern zusammengearbeitet, wie z. B. Nick Beggs, Midge Ure, Robin Boult, Kevin Wilkinson, Ringo Starr, Nena, Juliane Werding oder Phil Collins.

Im Juni 2006 fand eine Deutschland-Tournee mit Howard Jones statt. Die Tour startete am 16. Juni in Köln und endete am 23. Juni in Mainz. Dazwischen besuchte er die Städte Dortmund, Bochum, Berlin, Magdeburg und Halle an der Saale.

2007 kam es zur Veröffentlichung einer Surround-Variante des Electronic-Albums "Revolution Of The Heart" sowie dem zweiten Klavier-Album des Künstlers. Jones tourt mit akustischen Auftritten durch die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Australien und stellt dabei auch neue Stücke vor, die auf einem Album erscheinen werden.

Im Januar 2008 wird eine musikalische Zusammenarbeit mit Ferry Corsten veröffentlicht: "Into The Dark" präsentiert sich im elektronischen Gewand, der Text und der Gesang stammen von Howard.

Im November 2009 erschien das neue Album "Ordinary Heroes". Für Fans gab es eine limitierte Fassung vorab, welche 2 CDs beinhaltete. Jeder einzelne Song wurde nochmals als Orchester-Version aufgenommen. Diese limitierte Auflage kam in einer Sonderverpackung, signiert von Howard.

Howard Jones lebt heute mit seiner Frau Jan und seinen drei Kindern im englischen Somerset. Er bekennt sich zum Buddhismus und ist aktives Mitglied der buddhistischen Organisation Sōka Gakkai.

Single Diskografie[Bearbeiten]

Jahr Song Album Chartposition
UK Singles Chart U.S. Billboard Hot 100[1] U.S. Hot Modern Rock Tracks[1] U.S. Hot Mainstream Rock Tracks[1] DE Australia
1983 "New Song" Human's Lib 3 27 - - 19 60
"What Is Love" 2 33 - - 6 31
1984 "Hide and Seek" 12 - - - 38 -
"Pearl in the Shell" 7 - - - 60 -
"Like to Get to Know You Well" The 12" Album (UK); Dream into Action (CD) 4 49 - - 56 16
1985 "Things Can Only Get Better" Dream into Action 6 5 - 21 - 11
"Look Mama" 10 - - - 24 20
"Life In One Day" 14 19 - 36 57 33
"No One Is to Blame" 16 4 - 20 - 9
1986 "All I Want" One to One 35 76 - - - 83
"You Know I Love You... Don't You?" 43 17 - - - 61
"Will You Still Be There" - - - - - -
1987 "Little Bit of Snow" 70 - - - - -
1989 "Everlasting Love" Cross That Line 62 12 19 - - -
"The Prisoner" - 30 24 - - -
1992 "Lift Me Up" In the Running 52 32 - - - -
"Two Souls" - - - - 53 -
"Tears To Tell" - - - - - -
1993 "I.G.Y. (What a Beautiful World)" The Best of Howard Jones - - - - 52 -
1997 "Angels & Lovers" Angels & Lovers - - - - - -
"Dreamin' On" People (UK); Angels & Lovers (Japan) - - - - - -
1998 "Tomorrow Is Now" People - - - - - -
"Let the People Have Their Say" - - - - 85 -
2000 "No One Is To Blame" (live) Live Acoustic America - - - - 99 -
"Someone You Need" (with Duncan Sheik) Perform.00 - - - - - -
2001 "Everlasting Love (live)" Metamorphosis - - - - - -
2003 "Revolution of the Heart" Revolution of the Heart - - - - -
2005 "Just Look At You Now" Revolution of the Heart - - - - - -
2006 "Building Our Own Future" Podcast only - - - - - -
2009 "Soon You'll Go" Ordinary Heroes - - - - - -
2010 "Straight ahead" Ordinary Heroes - - - - - -

Risk FanClub Single Diskografie[Bearbeiten]

  • 1984: New Song / Don't Always Look At The Rain (live at High Wycombe Town Hall)
  • 1984: 1 sided Christmas greeting pressed on flexi plastic
  • 1985: Pearl In The Shell / Things Can Only Get Better (Live in Glasgow by Radio Clyde)
  • 1986: Look Mama / Life In One Day (Recorded live from Red Rocks, Denver Colorado)
  • 1987: 1 sided Christmas 1987 flexi disc featuring samples from "Cross That Line"

LP/CD Diskografie[Bearbeiten]

  • 1984: Human’s Lib
  • 1985: Dream into action
  • 1986: One to one
  • 1989: Cross That Line
  • 1992: In The Running
  • 1993: Working In The Backroom
  • 1997: Angels & Lovers (Japan only)
  • 1999: People (leicht veränderte VÖ von Angels & Lovers)
  • 2003: Piano Solos - For Friends & Loved Ones
  • 2005: Revolution Of The Heart (verschiedene Ausgaben)
  • 2007: Piano Solos Vol. 2 - For Friends & Loved Ones
  • 2008: Perform.01
  • 2009: Ordinary Heroes

Live LP/CD/DVD[Bearbeiten]

  • 1996: Live Acoustic America
  • 2002: The Peaceful Tour Live (verschiedene Labels/Ausgaben)
  • 2003: Live Salt Lake City (DVD)
  • 2005: The 20th Anniversary Concert (DVD)
  • 2007: Live In Birkenhead

Kompilationen & Remixed[Bearbeiten]

  • 1984: The 12" Album
  • 1984: The 12ers (Japan Vinyl only)
  • 1984: Howard Jones Sings What Is Love? (Japan only)
  • 1985: The 12ers Vol. 2 (Japan Vinyl only)
  • 1986: Action Replay (nur Vinyl)
  • 1993: The Best Of Howard Jones
  • 1993: What Is Love - 15 Classic Tracks
  • 2000: Perform.00
  • 2000: Pefawm
  • 2001: Metamorphosis (Japan only (ähnlich Perform.00))
  • 2002: The Essentials
  • 2002: Greatest Hits
  • 2003: The Very Best Of Howard Jones (inkl. B-Seiten)
  • 2005: The Ultimate Howard Jones
  • 2006: The Platinum Collection (Digitally Remastered)
  • 2007: Revolution Remixed And Surrounded
  • 2007: Live In Birkenhead - with Robin Boult
  • 2008: The 25th Anniversary Album

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Allmusic ((( Howard Jones > Charts & Awards > Billboard Singles ))). Abgerufen am 3. Januar 2011.
  2. RSH-Gold Verleihung 2000