Hroznatín

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Hroznatín
Wappen von ????
Hroznatín (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Kraj Vysočina
Bezirk: Třebíč
Fläche: 391 ha
Geographische Lage: 49° 18′ N, 15° 54′ O49.30444444444415.899722222222587Koordinaten: 49° 18′ 16″ N, 15° 53′ 59″ O
Höhe: 587 m n.m.
Einwohner: 104 (1. Jan. 2014) [1]
Postleitzahl: 675 05
Kfz-Kennzeichen: J
Verkehr
Straße: Bochovice - Rudíkov
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 1
Verwaltung
Bürgermeister: Jana Uchytilová (Stand: 2008)
Adresse: Hroznatín 2
675 05 Rudíkov
Gemeindenummer: 550639
Website: www.horacko.cz/hroznatin

Hroznatín (deutsch Hrosnatin, auch Hrozniatin) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt zehn Kilometer nördlich von Třebíč und gehört zum Okres Třebíč.

Geographie[Bearbeiten]

Hroznatín befindet sich auf einer Kuppe linksseitig über dem Tal des Flüsschens Oslavička im Krischanauer Bergland (Křižanovská vrchovina) im Süden der Böhmisch-Mährischen Höhe. Nördlich erhebt sich der Hügel Babí hora (606 m).

Nachbarorte sind Batouchovice im Norden, Nový Telečkov im Nordosten, Vlčatín und Rudíkov im Osten, Přeckov im Süden, Horní Vilémovice und Benetice im Westen sowie Svatoslav im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste schriftliche Erwähnung des Dorfes erfolgte im Jahre 1365 durch Jan von Meziříč als Mitgift für seine Frau Anna von Sternberg. Georg von Krawarn auf Meziříč überschrieb Hroznatín 1447 an Mikuláš von Nárameč. Nachfolgender Besitzer war ab 1453 Ondřej Něpr von Oslavice auf Pozďatín. 1497 erwarb Zikmund Valecký von Mírov das Dorf von Mikuláš Něpr.

Im Jahre 1790 bestand Hroznatín aus 22 Häusern und hatte 136 Einwohner. Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete Hroznětín ab 1850 einen Ortsteil der Gemeinde Rudíkov im Bezirk Velké Meziříčí. 1887 bildete das Dorf eine eigene politische Gemeinde, die den Namen Hroznatín erhielt. Im Jahre 1890 hatte das Dorf 170 Einwohner und 1900 waren es 167. Mit Beginn des Jahres 1961 wurde Hroznatín nach Rudíkov eingemeindet und dem Okres Třebíč zugewiesen. Seit 1991 besteht die Gemeinde wieder.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Kapelle, errichtet 1973 anstelle eines Vorgängerbaus
  • Kreuzstein
  • Geburtshaus des Generals Ludvík Svoboda, die 1985 darin eröffnete Gedenkstätte wurde 1992 geschlossen

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Ludvík Svoboda (1895-1979), tschechoslowakischer General und Präsident der ČSSR

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2014 (PDF; 504 KiB)