Hrubieszów

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Hrubieszów
Wappen von Hrubieszów
Hrubieszów (Polen)
Hrubieszów
Hrubieszów
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Lublin
Landkreis: Hrubieszów
Fläche: 32,79 km²
Geographische Lage: 50° 48′ N, 23° 54′ O50.802523.891944444444Koordinaten: 50° 48′ 9″ N, 23° 53′ 31″ O
Höhe: 200 m n.p.m
Einwohner: 18.541
(30. Jun. 2014)[1]
Postleitzahl: 22-500
Telefonvorwahl: (+48) 84
Kfz-Kennzeichen: LHR
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Rzeszów-Jasionka
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde
Einwohner: 18.541
(30. Jun. 2014)[1]
Gemeindenummer (GUS): 0604011
Verwaltung (Stand: 2011)
Bürgermeister: Tadeusz Garaj
Adresse: ul. Dobrzańskiego 1
22-500 Hrubieszów
Webpräsenz: www.miasto.hrubieszow.pl

Hrubieszów (ukrainisch Грубешів/Hrubeschiw, russisch Грубешов/Grubeschow, deutsch Grubeschow) ist eine Stadt im Powiat Hrubieszowski in der Woiwodschaft Lublin im Osten von Polen. Sie ist die am weitesten östlich liegende Stadt des Landes, die Grenze zur Ukraine ist nur fünf Kilometer entfernt.

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt am Fluss Huczwa, der ein Nebenfluss des Bug ist. Die Stadt Lublin ist ca. 120 km entfernt, die Stadt Zamość ca. 50 km.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes entstammt dem Jahr 1254. Das Stadtrecht besteht seit dem Jahr 1400. In den Jahren 1400 bis 1411 wurde in der Stadt eine königliche Residenz errichtet, die jedoch im Jahr 1648 durch die Truppen von Bohdan Chmelnyzkyj zerstört wurde.

Seit dem Jahr 1772 gehörte die Stadt zu Österreich und lag dort im Kreis Zamość in Galizien, in den Jahren 1809 bis 1815 zum Herzogtum Warschau. Danach wurde sie zum Teil von Kongresspolen.

Gemeinde[Bearbeiten]

Stadtgemeinde[Bearbeiten]

Die Stadt Hrubieszów bildet eine eigenständige Stadtgemeinde.

Landgemeinde[Bearbeiten]

Die Landgemeinde Hrubieszów hat eine Fläche von 259,2 km². Zu ihr gehören folgende 36 Ortschaften mit einem Schulzenamt:

Annopol
Brodzica
Cichobórz
Czerniczyn
Czortowice
Czumów
Dąbrowa
Dziekanów
Gródek
Husynne
Janki
Kobło
Kosmów
Kozodawy
Kułakowice Pierwsze
Kułakowice Drugie
Kułakowice Trzecie
Łotoszyny
Masłomęcz
Metelin
Mieniany
Moniatycze
Moniatycze-Kolonia
Moroczyn
Nowosiółki
Obrowiec
Stefankowice
Stefankowice-Kolonia
Szpikołosy
Ślipcze
Świerszczów
Teptiuków
Turkołówka
Ubrodowice
Wolica
Wołajowice

Weitere Orte der Landgemeinde sind Białoskóry und Wołynka.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Dworek in Hrubieszów

Museen[Bearbeiten]

Das Museum Muzeum im. ks. St. Staszica sammelt Exponate, die an den polnischen Politiker und Publizisten Stanisław Staszic (1755–1826) erinnern. Er lebte am Anfang des 19. Jahrhunderts einige Jahre in Hrubieszów und gründete dort die landwirtschaftliche Genossenschaft Towarzystwo Rolnicze Hrubieszowskie.

Bauwerke[Bearbeiten]

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört die römisch-katholische Kirche Św. Stanisława Kostki aus dem Jahr 1630.

Eine andere Sehenswürdigkeit ist das Schloss Du Chateau, das im Jahr 1791 von einem napoleonischen Soldaten erbaut wurde. Um das Jahr 1860 und im Jahr 1941 wurde die Anlage erweitert. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg residierte dort das NKWD.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In der Stadt wurden fast 1.800 kleine Unternehmen registriert; die in der Zeit der Volksrepublik Polen existierenden Großbetriebe wurden aufgelöst. In der Nähe der Stadt liegt eine Breitspurstrecke der Eisenbahn, die die polnischen Hüttenwerke mit Russland verbindet (Linia Hutnicza Szerokotorowa).

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hrubieszów – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2014. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 17. Dezember 2014.