Kroatische Sozial-Liberale Partei
| Kroatische Sozial-Liberale Partei | |
| Parteivorsitzender | Darinko Kosor |
| Gründung | 20. Mai 1998 |
| Hauptsitz | Zagreb |
| Ausrichtung | Linksliberalismus |
| Farbe(n) | gelb |
| Internationale Verbindungen | Liberale Internationale |
| Europapartei | Europäische Liberale, Demokratische und Reformpartei |
| Website | [1] |
Die Kroatische Sozial-Liberale Partei (HSLS) (kroat. Hrvatska socijalno-liberalna stranka) ist eine konservativ-liberale Partei in Kroatien. Sie ist Mitglied der Liberale Internationale und der Europäischen Liberalen. Langjähriger Parteivorsitzender war Dražen Budiša. Der aktuelle Parteivorsitzende ist Darinko Kosor.
Inhaltsverzeichnis |
Neuere Geschichte[Bearbeiten]
Die HSLS wurde am 20. Mai 1989 als erste demokratische Partei Kroatiens, nach dem Zweiten Weltkrieg, gegründet.[1] Zunächst lautete die offizielle Bezeichnung Hrvatski socijalno-liberalni savez. Sie war bei den ersten freien Wahlen 1990 Teil der Koalition des Volkseinvernehmens (kroat. Koalicija narodnog sporazuma). Nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen 1992 wurde die HSLS zur Haupt-Oppositionspartei[1] und blieb in dieser Position bis in die späten 1990er Jahre. Die HSLS war der schärfste Kritiker der kriegerischen Bosnien-Politik der kroatischen Regierung zu Zeiten des Bosnienkriegs.[1] 1997 verließ ein Teil der Mitgliedschaft die Partei und gründete die Liberale Partei (LS).
1998 wurde eine dauerhafte Koalition mit der Sozialdemokratischen Partei Kroatiens (SDP) gebildet, welche die Wahlen zwei Jahre später gewann. Die damalige HDZ-Regierung wurde abgewählt und durch diese Koalition mit vier anderen Parteien ersetzt.
Nach einer weiteren Parteispaltung 2002, als die LIBRA gebildet wurde, trat die HSLS aus der Regierung.
Bei den Parlamentswahlen in Kroatien am 23. November 2003, stimmten 4 % der Wähler für die Koalition von HSLS und DC (Demokratisches Zentrum), was 3 von 151 Mandaten ausmacht. Zwei Sitze im Parlament fallen an die HSLS.
Die HSLS unterstützt die amtierende Regierung unter Ivo Sanader.
Nach den lokalen Wahlen 2005 wurde die Liberale Partei (LS) wieder mit der HSLS vereint. Seit Januar 2006 ist die gesamte Parteistruktur und Mitgliedschaft der LS in die HSLS integriert. Đurđa Adlešić übernahm den Parteivorsitz von Ivan Čehok als Vorsitzende der wiedergeeinten Partei. Sie ist zugleich Bürgermeisterin der Stadt Bjelovar.
Im März 2007 kündigte die Partei an, in einer Koalition mit der Kroatischen Bauernpartei (HSS) bei den Parlamentswahlen im Herbst 2007 anzutreten. Nach den Parlamentswahlen im Herbst 2007 hatten die Oppositionsparteien an Stimmen hinzugewonnen. HSLS und HSS erreichten zusammen acht Abgeordnete. Eine Regierungsbildung schien zunächst schwierig. Die HDZ brauchte einen weiteren Koalitionspartner für eine Regierungsmehrheit und konnte sich nicht länger auf ihre zuvorige Minderheitsregierung stützen, worauf sich nach Parteigesprächen die bisherige oppositionelle, liberale Partei Kroatische Sozial-Liberale Partei einließ. [2]
Literatur[Bearbeiten]
- Arno Weckbecker und Frank Hoffmeister, Die Entwicklung der politischen Parteien im ehemaligen Jugoslawien, 1997 (ISBN 3-486-56336-X), S. 181ff
Einzelnachweis[Bearbeiten]
- ↑ a b c Arno Weckbecker,Frank Hoffmeister: Die Entwicklung Der Politischen Parteien Im Ehemaligen Jugoslawien. Oldenbourg, München 1997. Seite 181 f.
- ↑ net.hr Sanader sastavlja Vladu (kroatisch)
Weblinks[Bearbeiten]
Partit Liberal (Andorra) · Armenische Allnationale Bewegung (Armenien) · Müsavat Partiyası (Aserbaidschan) · Open Vlaamse Liberalen en Democraten (Belgien) · Mouvement Réformateur (Belgien) · Liberalno demokratska stranka (Bosnien und Herzegovina) · Bewegung für Rechte und Freiheiten (Bulgarien) · Nationale Bewegung für Stabilität und Fortschritt (Bulgarien) · Venstre (Dänemark) · Det Radikale Venstre (Dänemark) · Freie Demokratische Partei (Deutschland) · Estnische Reformpartei (Estland) · Estnische Zentrumspartei (Estland) · Finnische Zentrumspartei (Finnland) · Schwedische Volkspartei (Finnland) · Republikanische Partei Georgiens (Georgien) · Unser Georgien – Freie Demokraten (Georgien) · Fianna Fáil (Irland) · Italia dei Valori (Italien) · Radicali Italiani (Italien) · Aleanca Kosova e Re (Kosovo) · Partia Liberale e Kosoves (Kosovo) · Kroatische Sozial‑Liberale Partei (Kroatien) · Kroatische Volksparte – Liberaldemokraten (Kroatien) · Istrische Demokratische Versammlung (Kroatien) ·; Liberale und Zentrumsunion (Litauen) · Bewegung der Liberalen (Litauen) · Darbo partija (Litauen) · Demokratesch Partei (Luxemburg) · Liberalna Partija na Makedonija (Mazedonien) · Liberalno‑Demokatska Partija (Mazedonien) · Partidul Liberal (Moldawien) · Democraten 66 (Niederlande) · Volkspartij voor Vrijheid en Democratie (Niederlande) · Venstre (Norwegen) · Liberales Forum (Österreich) · Partia Demokratyczna – demokraci.pl (Polen) · Partidul National Liberal (Rumänien) · Jabloko (Russland) · Demokratische Volksunion (Russland) · Volkspartei der Liberalen (Schweden) · Zentrumspartei (Schweden) · FDP.Die Liberalen (Schweiz) · Liberalno-demokratska partija (Serbien) · Sloboda a Solidarita (Slowakei) · Liberaldemokratie Sloweniens (Slowenien) · Zares (Slowenien) · Državljanska lista (Slowenien) · Convergència Democràtica de Catalunya (Spanien) · Centro Liberal Democrático (Spanien) · LIDEM – liberální demokraté (Tschechien) · Bund Freier Demokraten (Ungarn) · Liberal Democrats (Vereinigtes Königreich) · Enomeni Dimokrates (Zypern)