Huaraz

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Huaraz
-9.5308333333333-77.5280555555563052Koordinaten: 9° 32′ S, 77° 32′ W
Karte: Peru
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Huaraz

Huaraz auf der Karte von Peru

Basisdaten
Staat Peru
Departamento Ancash
Stadtgründung 20. Januar 1574
Einwohner 119.000 
Detaildaten
Fläche 370 km²
Bevölkerungsdichte 322 Ew./km²
Höhe 3052 m
Vorwahl (43)
Zeitzone UTC-5
Stadtvorsitz Vladimir Meza Villareal
Website munihuaraz.gob.pe
Plazuela Belen in Huaraz
Plazuela Belen in Huaraz

Huaraz (55.000 Einwohner; 119.000 Einwohner in der Agglomeration) ist eine Stadt des südamerikanischen Anden-Staates Peru und Hauptstadt der Region Ancash, ca. 450 km nördlich von Lima in den Anden gelegen (3100 m). Die Stadt ist mit Independencia zur Agglomeration Huaraz gewachsen.

Lage[Bearbeiten]

Huaraz ist das Zentrum des landwirtschaftlich bedeutsamen Tales Callejón de Huaylas sowie Ausgangspunkt für die angrenzende Hochgebirgsregion Cordillera Blanca mit Perus höchstem Berg Huascarán (6768 m). Huaraz wurde im 20. Jahrhundert viermal von Lawinen getroffen, die aus der Cordillera Blanca heraus die Stadt überrollt haben.

Cordillera Blanca von Huaraz (3100 m) aus gesehen. Im Norden hinter Huaraz das Santa-Tal hinunter ist der Nevado Huascaran (6778 m, einige Wolken) zu sehen, im Osten (rechts) sind Vallunaraju (5680 m), Ocshapalca (5888 m), Ranrapalca (6162 m) und Churup (5495 m).

Tourismus[Bearbeiten]

Huaraz ist die größte Stadt im Santa-Tal und wichtiger Ausgangspunkt für Erkundungsausflüge in die Cordillera Blanca.

7 km nördlich der Stadt liegt Willkawayin, eine über 1000 Jahre alte Tempel- und Wehranlage aus schweren Megalith-Quadern. Aufgrund der Struktur der Gebäude und der Außen- und Innenverzierungen nimmt man an, dass Willkawayin zur Zeit der Wari-Kultur errichtet worden ist, einer der vor-inkaischen Regionalkulturen Südamerikas, die in der Zeit von etwa 600 bis 1100 n.Chr. die Küste und die westliche Andenregion des heutigen Peru beherrschte.

Zerstörung 1941[Bearbeiten]

Am frühen Morgen des 13. Dezember 1941 stürzte ein riesiger Eisturm in den 23 km nordöstlich der Stadt auf 4566 m gelegenen Palcacocha-See und führte zum Bruch des Moränenwalls, der den See talwärts begrenzte. Die Flutwelle durchbrach auch den talabwärts liegenden Jiracocha-See, stürzte das Cohup-Tal hinab und riss Erde, Pflanzen und Felsen mit sich. Innerhalb von 15 Minuten erreichte die Schlammlawine die Stadt Huaraz, wo gegen 6:45 Uhr rund 400.000 m³ Schuttmaterial weite Teile der Stadt zerstörten und 5.000 bis 7.000 Menschen töteten.

Zerstörung 1970[Bearbeiten]

Huaraz wurde am 31. Mai 1970 durch ein Erdbeben schwer zerstört, bei dem schätzungsweise 10.000 Menschen ums Leben kamen. Die Stadt wurde jedoch wieder vollständig neu aufgebaut und erfährt besonders seit Ende der 1990er Jahre einen starken Aufschwung durch ganzjährigen Tourismus (Bergsteigen und Trekking).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Huaraz – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien