Provinz Huarochirí

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Provinz Huarochirí
Lage
Basisdaten
Staat Peru
Region Lima
Sitz MatucanaVorlage:Infobox Verwaltungseinheit/Wartung/Sonstiges
Fläche 5658 km²
Einwohner 60.000
Dichte 11 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 PE-LIM

Huarochirí ist eine der peruanischen Provinzen in der neuen Region Lima, außerdem der Name der historischen Ortschaft Huarochirí (Distrito) in dieser Provinz.

Lage und Größe[Bearbeiten]

Huarochirí erstreckt sich von der Metropole Lima aus in östlicher Richtung in die Anden-Kordillere hinein. Sie hat eine Größe von 5.658 km².

Die Provinz grenzt im Norden an die Provinz Canta, im Osten an die Provinz Junín, im Süden an die Provinzen Yauyos und Cañete und im Westen an die Provinz Lima.

Kulturgeschichte[Bearbeiten]

Bekannt ist Huarochirí (in moderner Quechua-Schreibweise: Waruchiri) durch ein Manuskript auf Quechua vom Ende des 16. Jahrhunderts (Huarochirí-Manuskript), in welchem Mythen, religiöse Verstellungen und Traditionen der Indianer der Region Huarochirí wiedergegeben werden. Der Name des ursprünglichen indianischen Autors ist unbekannt, doch wurde das Dokument von dem spanischen Geistlichen Francisco de Avila, zuständig für die Ausrottung des heidnischen Glaubens, aufgezeichnet und kommentiert. Das Manuskript lag jahrhundertelang unbeachtet in der königlichen Bibliothek der spanischen Hauptstadt Madrid und wurde erstmals vom peruanischen Schriftsteller und Anthropologen José María Arguedas ins Spanische übersetzt und in zweisprachiger Form (Quechua - Spanisch) 1966 als Buch veröffentlicht.

Die Sprache Quechua ist in der Provinz Huarochirí ca. in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ausgestorben.

Industrie[Bearbeiten]

Die Provinz beherbergt zahlreiche Bergwerke. Größtes und bekanntestes Bergbauunternehmen der Provinz ist Casapalca S.A.

Gemeindedistrikte[Bearbeiten]

  • Antioquía
  • Callahuanca
  • Carampoma
  • Cuenca
  • Chicla
  • Huachupampa
  • Huanza
  • Huarochirí
  • Lahuaytambo
  • Langa
  • Laraos
  • Mariatana
  • Matucana
  • Ricardo Palma
  • San Andrés de Tupicocha
  • San Antonio
  • San Bartolomé
  • San Damián
  • San Juan de Iris
  • San Juan de Tantaranche
  • San Lorenzo de Quinti
  • San Mateo
  • San Mateo de Otao
  • San Pedro de Casta
  • San Pedro de Huancayre
  • Sangallaya
  • Santa Cruz de Cocachacra
  • Santa Eulalia
  • Santiago de Anchucaya
  • Santiago de Tuna
  • Santo Domingo de los Olleros
  • Surco

Bevölkerung[Bearbeiten]

In der Provinz leben etwa 60.000 Einwohner, die Provinzhauptstadt ist Matucana.

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Karen Spalding: Huarochirí - An Andean Society Under Inca and Spanish Rule. (1984)
  • Gérald Taylor: Rites et Traditions de Huarochiri. (1995)
  • Frank Salomon: Huarochirí Manuscript: A Testament of Ancient and Colonial Andean Religion. (1991)
  • José María Arguedas: Dioses y Hombres de Huarochirí. (Quechua-Text von Huarochirí mit spanischer Übersetzung) (1966)