Hubert Fichte

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Hubert Fichte (* 21. März 1935 in Perleberg; † 8. März 1986 in Hamburg) war ein deutscher Schriftsteller und Ethnograph.

Leben[Bearbeiten]

Hubert Fichte wurde 1935 kurz vor Inkraftsetzung der Nürnberger Gesetze, die Liebesbeziehungen zwischen sogenannten Ariern und Juden unter Strafe stellten, im Krankenhaus Perleberg als „unehelicher“ Sohn einer Stenotypistin und eines Händlers geboren. Sein Vater war Jude. Wenige Wochen nach der Geburt zog die Familie in das großelterliche Miethaus im Hamburger Stadtteil Lokstedt, Beethovenallee. Fichtes Mutter war berufstätig, deswegen wurde ihr Sohn meist von der Großmutter erzogen. Der Vater musste wegen des zunehmenden Antisemitismus ins Exil nach Schweden flüchten; er gilt als verschollen. Nachdem der Großvater eine Kuhkoppel erworben hatte, wohnte Fichte im Haus Karlstraße 30 (heute Julius-Vosseler-Straße) in Lokstedt.[1]

Während des Zweiten Weltkriegs kam Hubert Fichte im Rahmen der Kinderlandverschickung im Jahr 1941 nach Steingriff (Oberbayern), einem heutigen Ortsteil von Schrobenhausen, wo er anschließend von 1942 bis 1943 ein Jahr in einem Waisenhaus verbringen musste. Kurz vor dem Beginn der Operation Gomorrha, die vom 25. Juli bis zum 3. August 1943 dauerte, war Fichte nach Hamburg zurückgekehrt. Nach den Luftangriffen wurde er nach Liegnitz (Schlesien) evakuiert.[1]

Bereits kurz nach Kriegsende 1946 trat Fichte als Kinderdarsteller in Hamburg am Deutschen Schauspielhaus, Thalia Theater und in den Hamburger Kammerspielen auf. 1948 spielte er − neben der Hauptdarstellerin Lil Dagover − eine Rolle in dem Film Die Söhne des Herrn Gaspari in der Regie von Rolf Meyer. 1949 lernten sich Fichte und Hans Henny Jahnn kennen.[1]

1950 begann Fichte mit dem Schauspielstudium bei Helmuth Gmelin und trat in dessen Theater im Zimmer auf. In diesem Jahr begann die Freundschaft mit der Fotografin Leonore Mau. Von 1952 bis 1954 hielt sich Fichte mehrmals in Frankreich sowie in Italien auf. Um 1954 arbeitete er zeitweilig als Schafhirte in der Provence. Von 1955 bis 1957 absolvierte er eine Landwirtschaftslehre und eine landwirtschaftliche Universitätsausbildung, dem sich ein Landwirtschaftspraktikum in Langenhagen anschloss. 1958 leitete Fichte die Landwirtschaft eines Kinderheims im schwedischen Järna. 1961 unternahm er gemeinsame Reisen mit Leonore Mau. Beide gründeten 1963 eine Wohngemeinschaft im Hamburger Stadtteil Othmarschen. Im selben Jahr las Fichte auf der Tagung der Gruppe 47 in Saulgau das Anfangskapitel seines Romans Das Waisenhaus. In dieser Zeit entstand Fichtes Freundschaft mit Fritz J. Raddatz.[2]

1971 studierte Fichte die afrobrasilianischen Religionen in Bahia. Von dort reiste er nach Argentinien zu Jorge Luis Borges und nach Chile zu Salvador Allende. 1972 hielt Fichte sich in Haiti auf. Es folgten von 1973 bis 1974 Reisen nach Tansania, Äthiopien, Trinidad und in die Dominikanische Republik.[3]

Die später von ihm selbst als „Ethnopoesie“ zusammengefassten Werke wie Xango (1976) und Petersilie (1980) verließen dabei die lyrische Perspektive nicht. Eher einer Ethnografie des Inlands verpflichtet sind seine St.-Pauli-Interviews, die zuerst 1972 unter dem Titel Interviews aus dem Palais d'Amour etc. dann 1978 erweitert unter dem Titel Wolli Indienfahrer erschienen sind, ebenso seine Interviews mit Hans Peter Reichelt (Hans Eppendorfer. Der Ledermann spricht mit Hubert Fichte, 1977). Parallel zu Fichtes ethnografischen Büchern erschienen die Fotobände Xango und Petersilie − gemeinsam mit der Fotografin Leonore Mau.

1974 begann Hubert Fichte die auf neunzehn Bände angelegte Geschichte der Empfindlichkeit, die unvollendet blieb und ab 1987 aus dem Nachlass als Fragment veröffentlicht ist. Der letzte Band, Die zweite Schuld, wurde vom Autor mit einer Sperrfrist von 30 Jahren versehen, ist aber trotzdem bereits 2006 erschienen. In diesem Band erzählt Fichte von der Zeit im Literarischen Colloquium in Berlin 1963/64, wobei Interviews mit Joachim Neugröschel, Elfriede Gerstl, Walter Höllerer, Hermann Peter Piwitt und Klaus Stiller verwendet sind.

Zu seinen prägenden Einflüssen gehörten Marcel Proust, Hans Henny Jahnn und Jean Genet. Fichtes Verhältnis zu Jahnn – und dessen Einfluss auf die Entdeckung der eigenen Homosexualität – hat er im Roman Versuch über die Pubertät (1974) dargestellt.

Fichte starb 1986 kurz vor seinem 51. Geburtstag im Hafenkrankenhaus Hamburg. Er wurde auf dem Nienstedtener Friedhof beigesetzt.

Auslobung[Bearbeiten]

Seit 1995 verleiht die Stadt Hamburg im Gedenken an Fichte den Hubert-Fichte-Preis für besondere literarische Leistungen.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Grabstein von Hubert Fichte.
Die Inschrift lautet:
„Denn ich war schon einmal ein Junge und ein Mädchen und ein Busch und ein Vogel und ein aus dem Meer springender wandernder Fisch.“
Empedokles (DK 31 B 117 = Diogenes Laertios 8,77, Übersetzung nach Kirk, Raven, Schofield, Hülser).

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Prosa[Bearbeiten]

  • Der Aufbruch nach Turku. Erzählungen. Hoffmann & Campe, Hamburg 1963.
  • Im Tiefstall. Erzählung. Galerie im Centre, Göttingen 1965.
  • Das Waisenhaus. Roman. Rowohlt, Reinbek 1965.
  • Die Palette. Roman. Rowohlt, Reinbek 1968.
  • Detlevs Imitationen »Grünspan«. Roman. Rowohlt, Reinbek 1971.
  • Interviews aus dem Palais d’Amour. Rowohlt, Reinbek 1972 erweitert dann unter: Wolli Indienfahrer. Fischer, Frankfurt am Main 1978.
  • Versuch über die Pubertät. Roman. Hoffmann & Campe, Hamburg 1974.
  • Xango. Die afroamerikanischen Religionen II. Bahia. Haiti. Trinidad. Fischer, Frankfurt 1976.
  • Petersilie. Die afroamerikanischen Religionen IV. Santo Domingo. Venezuela. Miami. Grenada. Fischer, Frankfurt 1980.
  • Psyche. Anmerkungen zur Psychiatrie in Senegal. Qumran, Frankfurt 1980.
  • Zwei Autos für den heiligen Pedro Claver. Text bei Qumran, Frankfurt 1982, ISBN 3-88655-176-8. Tondokument bei Zweitausendeins, Frankfurt am Main 2006
  • Lazarus und die Waschmaschine. Kleine Einführung in die afroamerikanische Kultur. Fischer, Frankfurt 1985.
  • »Deiner Umarmungen süße Sehnsucht«. Die Geschichte der Empfindungen am Beispiel der französischen Schriften des Grafen August von Platen-Hallermünde. Tübingen 1985.
  • Die Geschichte der Empfindlichkeit. Fischer, Frankfurt 1987. (siehe unten)
  • St. Pauli Geschichte. Transit. Berlin 2006.
  • Ketzerische Bemerkungen für eine neue Wissenschaft vom Menschen. (= eva reden. Band 17). Herausgegeben von Michael Fisch. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 2001, ISBN 3-434-50117-7.

Schauspiel[Bearbeiten]

  • Ödipus auf Håknäss. Fischer, Frankfurt 1992.

Interview[Bearbeiten]

  • Hubert Fichte – Jean Genet. Photos von Leonore Mau. Rimbaud, Aachen 1992.

Dokumentationen[Bearbeiten]

  • Gott ist ein Mathematiker. Annäherungen an die traditionelle Psychiatrie in Togo, Audio-CD, 60 Minuten, Originaltonaufnahme, hrsg. v. Nils Röller und Klaus Sander in Zusammenarbeit mit Leonore Mau, ISBN 3-932513-21-5 (Köln: supposé 2000)
  • St. Pauli Interviews Audio-CD, 77 Minuten, Originalaufnahmen Hamburg 1969, hrsg. v. Nils Röller und Klaus Sander, mit Fotos von Leonore Mau, ISBN 3-932513-20-7 (Köln: supposé 2000)
  • Beat und Prosa. Live im Star-Club Hamburg 1966. Musik: Ian & The Zodiacs, Ferre Grignard Audio-CD, 50 Minuten, ISBN 3-932513-41-X (Köln: supposé 2004)
  • Hubert Fichte / Lil Picard. Audio-CD, 80 Minuten, Originalaufnahmen New York 1975/76, hrsg. v. Klaus Sander, ISBN 3-932513-42-8 (Köln: supposé 2005)
  • Hubert Fichte. Hörwerke 1966–1986 2 MP3-CDs Dauer 18 Stunden. Hg. Robert Galitz, Kurt Kreiler und Martin Weinmann Zweitausendeins, Frankfurt am Main, ISBN 3-86150-657-2.

Die Geschichte der Empfindlichkeit[Bearbeiten]

  • Band I - Hotel Garn. Roman. Herausgegeben von Torsten Teichert. S. Fischer, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-10-020712-2.
  • Band II - Der Kleine Hauptbahnhof oder Lob des Strichs. Roman. Herausgegeben von Gisela Lindemann. S. Fischer, Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-10-020714-9.
  • Band III - Die Zweite Schuld. Glossen. Herausgegeben von Ronald Kay. S. Fischer, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-10-020751-3.
  • Band IV - Eine Glückliche Liebe. Roman. Herausgegeben von Gisela Lindemann. S. Fischer, Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-10-020716-5.
  • Band V - Alte Welt. Glossen. Herausgegeben von Wolfgang von Wangenheim und Ronald Kay. S. Fischer, Frankfurt am Main 1992, ISBN 3-10-020720-3.
  • Band VI - Der Platz der Gehenkten. Roman. Herausgegeben von Gisela Lindemann und Leonore Mau. S. Fischer, Frankfurt am Main 1989, ISBN 3-10-020718-1.
  • Band VII - Explosion. Roman. Herausgegeben von Ronald Kay. S. Fischer, Frankfurt am Main 1993, ISBN 3-10-020727-0.

(Die Bände VIII bis XIV fehlen. Insbesondere der Band Der Blutige Mann, der als fertiges Typoskript vorliegt, soll noch publiziert werden.)

  • Band XV - Forschungsbericht. Roman. Herausgegeben von Gisela Lindemann. S. Fischer, Frankfurt am Main 1989, ISBN 3-10-020722-X.
  • Band XVI - Psyche. Glossen. Herausgegeben von Ronald Kay. S. Fischer, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-10-020723-9 (formal falsche ISBN).
  • Band XVII - Die Geschichte der Nana. Roman. Herausgegeben von Ronald Kay. S. Fischer, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-10-020724-6.
  • Band XVIII - Die schwarze Stadt. Glossen. Herausgegeben von Wolfgang von Wangenheim. S. Fischer, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-10-020725-4.
  • Band XIX - Hamburg Hauptbahnhof. Register. Herausgegeben von Ronald Kay. S. Fischer, Frankfurt am Main 1993, ISBN 3-10-020728-9.
  • Paralipomena 1 - Homosexualität und Literatur 1. Polemiken. Herausgegeben von Torsten Teichert. S. Fischer, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-10-020713-0.
  • Paralipomena 1 - Homosexualität und Literatur 2. Polemiken. Herausgegeben von Torsten Teichert. S. Fischer, Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-10-020715-7.
  • Paralipomena 2 - Das Haus der Mina in Sao Luiz de Maranhao. Herausgegeben von Ronald Kay. S. Fischer, Frankfurt am Main 1989, ISBN 3-10-020718-1.
  • Paralipomena 3 - Paralipomena. Lil's Book. Herausgegeben von Ronald Kay. S. Fischer, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-10-020726-2.
  • Paralipomena 4 - Schulfunk. Hörspiele. Herausgegeben von Gisela Lindemann. S. Fischer, Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-10-020717-3.

Sekundärliteratur[Bearbeiten]

Monografien[Bearbeiten]

  • Jan-Frederik Bandel: Nachwörter. Zum poetischen Verfahren Hubert Fichtes. Dissertation. (= Hubert Fichte Studien Band 8). Rimbaud, Aachen 2008, ISBN 978-3-89086-552-2.
  • Jan-Frederik Bandel: Tage des Lesens. Hubert Fichtes „Geschichte der Empfindlichkeit“. (= Hubert Fichte Studien Band 5). Rimbaud, Aachen 2006.
  • Jan-Frederik Bandel: Fast glaubwürdige Geschichten. Über Hubert Fichte. (= Hubert Fichte Studien Band 3). Rimbaud, Aachen 2005.
  • Jan-Frederik Bandel (Hrsg.): Hubert Fichte. Hotel Garni, Doppelzimmer. (= Hubert Fichte Studien Band 2). Rimbaud, Aachen 2004.
  • Jan-Frederik Bandel (Hrsg.): Hubert Fichte. Texte und Kontexte. Gemeinsam mit Robert Gillett. Hamburg, Männerschwarm 2007.
  • Jan-Frederik Bandel: Palette revisited. Eine Kneipe und ein Roman. Gemeinsam mit Lasse Ole Hempel und Theo Janßen. Nautilus, Hamburg 2005.
  • Thomas Beckermann (Hrsg.): Hubert Fichte. Materialien zu Leben und Werk. Fischer, Frankfurt am Main 1985, ISBN 3-596-26497-9.
  • Hartmut Böhme, Nikolaus Tiling (Hrsg.): Leben, um eine Form der Darstellung zu erreichen. Studien zum Werk Hubert Fichtes. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-596-10831-4.
  • Hartmut Böhme: Hubert Fichte. Riten des Autors und Leben der Literatur. J. B. Metzler’sche Verlagsbuchhandlung und Carl Ernst Poeschel Verlag, Stuttgart 1992, ISBN 3-476-00831-2.
  • Hartmut Böhme, Nikolaus Tiling (Hrsg.): Medium und Maske. Die Literatur Hubert Fichtes zwischen den Kulturen. Verlag für Wissenschaft und Forschung, Stuttgart 1995.
  • Peter Braun, Manfred Weinberg: Ethno/Graphie. Reiseformen des Wissens. Narr, Tübingen 2002.
  • Peter Braun: Die doppelte Dokumentation. Fotografie und Literatur im Werk von Leonore Mau und Hubert Fichte. Metzler, Stuttgart 1997.
  • Ulrich Carp: Rio Bahia, Amazonas. Untersuchungen zu Hubert Fichtes Roman der Ethnologie mit einer lexikalischen Zusammenstellung zur Erforschung der Religionen Brasiliens. Königshausen & Neumann, Würzburg 2002.
  • Michael Fisch: Explosion der Forschung. Bibliografie zu Leben und Werk von Hubert Fichte. Unter Berücksichtigung des Werkes von L. Mau. Aisthesis, Bielefeld, 2006, ISBN 3-89528-545-5.
  • Michael Fisch: Gesten und Gespräche. Über Hubert Fichte. (= Hubert-Fichte-Studien Band 4). Rimbaud, Aachen 2005, ISBN 3-89086-615-8.
  • Michael Fisch (Hrsg.): Hubert Fichte: Ketzerische Bemerkungen für eine neue Wissenschaft vom Menschen. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 2001, ISBN 3-434-50117-7.
  • Michael Fisch: Verwörterung der Welt. Über die Bedeutung des Reisens für Leben und Werk von Hubert Fichte. Orte - Zeiten - Begriffe. (= Hubert-Fichte-Studien Band 1). Dissertation, Freie Universität Berlin 1999. Rimbaud, Aachen 2000, ISBN 3-89086-751-0.
  • Michael Fisch: Personalbibliografie zu Leben und Werk von Hubert Fichte. Unter Berücksichtigung des Werkes von Leonore Mau. Mit einem Text von Gert Mattenklott. Edition diá, Berlin 1996, ISBN 3-86034-148-0.
  • Mario Fuhse: Der Platz des Platzes. Gestalt- und raumtheoretische Kontextualisierungen zu Hubert Fichtes Roman Der Platz der Gehenkten. Männerschwarm, Hamburg 2014, ISBN 978-3-86300-168-1.
  • Ronald Kay: Leonore Mau & Hubert Fichte. Hälfte des Lebens. Eine fotografische Elegie. (= Schriftenreihe der Hamburgischen Kulturstiftung, Band 4). Dölling u. Galitz, Hamburg 1996.
  • Ronald Kay: Leonore Mau & Hubert Fichte. Die Kinder Herodots. Fischer, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-10-020732-7.
  • Hans-Jürgen Heinrichs: Die Djemma el-Fna geht durch mich hindurch. Oder wie sich Poesie, Ethnologie und Politik durchdringen. Hubert Fichte und sein Werk. Pendragon, Bielefeld 1991
  • Rekha Kamath: „Schichten statt Geschichten“. Selbst- und Fremderforschung bei Hubert Fichte. Aisthesis, Bielefeld 1993.
  • Sabine Röhr: Hubert Fichte. Poetische Erkenntnis. Montage – Synkretismus – Mimesis. Herodot, Göttingen 1985.
  • Miriam Seifert-Waibel: „Ein Bild aus tausend widersprüchlichen Fitzeln“. Die Rolle der Collage in Hubert Fichtes "Explosion" und "Das Haus der Mina in São Luiz de Maranhão". Aisthesis, Bielefeld 2005.
  • David Simo: Interkulturalität und ästhetische Erfahrung. Untersuchungen zum Werk Hubert Fichtes. Metzler, Stuttgart 1993.
  • Torsten Teichert: “Herzschlag außen”. Die poetische Konstruktion des Fremden und Eigenen im Werk von Hubert Fichte. Fischer, Frankfurt am Main 1987.
  • Johann Nikolaus Tiling: Hauchbilder der Erinnerung. Biographische Spuren und die Entwicklung literarischer Motive im Werk Hubert Fichtes. Rosa Winkel, Berlin 1996.
  • Wolfgang von Wangenheim: Hubert Fichte. Edition Text + Kritik, 1980
  • Manfred Weinberg: Akut. Geschichte. Struktur. Hubert Fichtes Suche nach der verlorenen Sprache einer poetischen Welterfahrung. Aisthesis, Bielefeld 1993.

Aufsätze[Bearbeiten]

  • Jan-Frederik Bandel: Hubert Fichte: Das Hörwerk 1966-86 (Rezension). In: Kultur & Gespenster. 1 (2006).
  • Jan-Frederik Bandel: Hubert Fichte: Die zweite Schuld. (Rezension) In: Kultur & Gespenster. 1 (2006).
  • Anna Echterhölter: Schöner Berichten Alexander von Humboldt, Hubert Fichte und Daniel Kehlmann in Venezuela. In: Kultur & Gespenster. 1 (2006).
  • Michael Fisch: Das ist mein Laster. Meine Lust. Mein Alles. Literarische Darstellungen von Prostitution in dem Erzählzyklus »Die Geschichte der Empfindlichkeit« von Hubert Fichte. In: Körper kaufen? Prostitution in Literatur und Medien«. Hrsg. von Nadine Hemgesberg und Simone Sauer-Kretschmer. Christian Bachmann, Bochum 2015 (Im Erscheinen).
  • Michael Fisch: Ich liebe den Tourismus. Er ersetzt die Völkerwanderung. Hubert Fichtes Blick auf Islam und Koran. In: Religion und Literatur im 20. und 21. Jahrhundert: Motive, Sprechweisen, Medien. Hrsg. von Tim Lörke und Robert Walter-Jochum. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2015 (Im Druck).
  • Michael Fisch: Der halb geschmeckten Lust mehr reife Früchte. Hubert Fichtes Rezeption des literarischen und musikalischen Barocks, vornehmlich des Werkes von Daniel Casper von Lohenstein. In: Ach, Neigungen zur Fülle. Zur Rezeption barocker Literatur im Nachkriegsdeutschland. Hrsg. von Christiane Caemmerer und Walter Delabar. Königshausen & Neumann, Würzburg 2001, S. 29–42.
  • Michael Fisch: Von der Sprache der Wissenschaften und der Fundierung des Poetischen bei Hubert Fichte. In: Hubert Fichte: Ketzerische Bemerkungen für eine neue Wissenschaft vom Menschen. Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 2001, S. 23–65.
  • Michael Fisch: Verwörterung der Welt. Hubert Fichte zum 65. Geburtstag. Herbert Jäger, Hermann Peter Piwitt und Josef Winkler in Lesung und Gespräch in der literaturWERKstatt berlin am 18. April 2000. In: Forum. Homosexualität und Literatur. 37 (2000) S. 55–79.
  • Ole Frahm: Zerstreute Fremde Zur „Annäherung an die Geisteskranken“ bei Leonore Mau und Hubert Fichte. In: Kultur & Gespenster. 1 (2006).
  • Mario Fuhse: „Der Mensch ist ein Baum. Eichen meine Eltern. Die Fichte.“ Zu Impulsen des Schreibens bei Hubert Fichte. In: Kultur & Gespenster. 1 (2006).
  • Mario Fuhse: „Von der Utopie über deren Scheitern zur Utopie“ Zum Konzept der Geschichte der Empfindlichkeit. In: Tage des Lesens. (2006)
  • Mario Fuhse: „Ich will anfangen, fürs Schreiben zu leben, nicht wie bisher leben, um etwas zum Schreiben zu haben.“ Zu Leben und Werk von Hubert Fichte. In: FORUM Homosexualität und Literatur. Band 47 (2006).
  • Robert M. Gillett: Terrorangriff und Terminologie. W. G. Sebald – Volker Hage – Hubert Fichte. In: Kultur & Gespenster. 1 (2006).
  • Ulrich Gutmair: Ich sind die Anderen. Exotismus, Empfindlichkeit, Ethnopoesie und die Politik des Interviews bei Hubert Fichte. In: Kultur & Gespenster. 1 (2006).
  • Kathrin Röggla: Ein Anmaßungskatalog für Herrn Fichte. In: Kultur & Gespenster. 1 (2006).
  • Gerd Schäfer: Ohne Titel, oder: Kosten der Unschuld. Heino Jaeger und das andere Deutschland. In: Kultur & Gespenster. 1 (2006).
  • Anne Schülke: Wohlwollendes Gerede über Hubert Fichte. In: Kultur & Gespenster. 1 (2006).
  • these.null: Das imaginäre Werk Hubert Fichtes. In: Kultur & Gespenster. 1 (2006).

Filme[Bearbeiten]

  • „Hubert Fichte – der schwarze Engel.“ Dokumentation, 60 Min., Buch und Regie: Thomas Palzer, Produktion: SWR, Erstausstrahlung: 30. März 2005[4]
  • „Palette revisited.“ Dokumentation, 67 Min., Regie: Theo Janßen, Produktion: Tag/Traum, 2005.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Thomas Beckermann (Hrsg.): Hubert Fichte. Materialien zu Leben und Werk. Fischer, Frankfurt am Main 1985, S. 317.
  2. Thomas Beckermann (Hrsg.): Hubert Fichte. Materialien zu Leben und Werk. Fischer, Frankfurt am Main 1985, S. 318f.
  3. Thomas Beckermann (Hrsg.): Hubert Fichte. Materialien zu Leben und Werk. Fischer, Frankfurt am Main 1985, S. 320f.
  4. Hubert Fichte: Der schwarze Engel. 30. März 2005.

Weblinks[Bearbeiten]