Hubert Gorbach

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Hubert Gorbach (2005)

Hubert Gorbach (* 27. Juli 1956 in Frastanz) ist der ehemalige österreichischer Vizekanzler (zuerst FPÖ, dann BZÖ) und Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie in der Bundesregierung Schüssel II.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Politische Karriere

Seine schulische Ausbildung schloss er mit einer HAK-Matura 1977 in Feldkirch ab. Beruflich fungierte er als Exportmanager, Geschäftsführer und Aufsichtsrat in verschiedenen Unternehmen, politisch als Bundesobmann des Rings Freiheitlicher Jugend, Bezirksparteiobmann und Bundesparteiobmannstellvertreter der FPÖ. In Vorarlberg war er vor dem Eintritt in die Bundesregierung Landesstatthalter (Landeshauptmann-Stellvertreter).

[Bearbeiten] Eintritt in die Bundespolitik

Von 28. Februar 2003 bis 11. Jänner 2007 war Gorbach Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie, ab 21. Oktober 2003 bekleidete er auch das Amt des Vizekanzlers, wobei er Herbert Haupt ablöste. In dieser Funktion diente ihm Gerhard Sailer als Ministersekretär.[1] Bekannt wurde Gorbach unter anderem für die "Tempo 160 Probestrecke" auf der Tauernautobahn sowie seinen Antrag auf Bewilligung eines Blaulichtes.[2]

Am 5. April 2005 trat er, gemeinsam mit weiteren Spitzenvertretern der FPÖ, zur neu gegründeten Partei „Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ)“ von Jörg Haider über.

Als am 11. April 2005 ein Vertreter der FPÖ Vorarlberg (die sich nicht dem BZÖ angeschlossen hatte und später ihre Selbständigkeit erklärte) den Ausschluss Gorbachs aus der Partei forderte, kam dieser seinen Kritikern zuvor und trat aus der FPÖ aus.

Nach den schweren Niederlagen des BZÖ bei Regionalwahlen in der Steiermark und Wien übernahm er den geschäftsführenden Vorsitz der Partei.

Ende Juli 2006 schloss Gorbach eine Kandidatur als Spitzenkandidat des BZÖ Vorarlberg für die Nationalratswahl in Österreich 2006 aus.

Während seiner Amtszeit verkaufte er in seiner Eigenschaft als Infrastrukturminister die ÖBB-Bodenseeschifffahrt an ein Konsortium, bestehend aus den Illwerken und dem Touristikunternehmen Walter Klaus.

[Bearbeiten] Berufliche Neuorientierung

Nach seinem Ausscheiden aus der Politik wechselt er in die Privatwirtschaft als Manager der Unternehmensgruppe des Tourismusunternehmers Walter Klaus. Nach nur vier Monaten verließ Gorbach das Unternehmen und gründete anschließend sein eigenes Beratungsunternehmen.[3]

Mediales Aufsehen erregte sein Brief an den britischen Finanzminister Alistair Darling, in welchem er mit dem Hinweis "The world in Vorarlberg is too small" seine berufliche Situation schilderte.[4] Für dieses Vorhaben benutzte Gorbach sein altes Briefpapier als Vizekanzler, mit den österreichischen Staatsinsignien, handschriftlich mit "a.D." für "außer Dienst" ergänzt. Dieses Vorgehen wurde von Politikern, wie Medien in Österreich scharf kritisiert, auch eine verwaltungsstrafrechtliche Verfolgung wurde zunächst nicht ausgeschlossen, nach kurzfristiger Verfolgung aber zurückgelegt. Sogar die britische Zeitung The Guardian sowie die Financial Times kommentierten den Brief ungewöhnlich spöttisch und veröffentlichten ihn auszugsweise.[5][6][7] Vom österreichischen Übersetzer- und Dolmetscherverband Universitas wurde der Brief an den britischen Finanzminister Darling zur "Übelsetzung der Saison" gekürt. [8]

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Biografie auf der Homepage des Österreichischen Parlaments
  2. ORF: 160 und Blaulicht: Gorbach weist grüne Kritik zurück, 16. Dezember 2005
  3. {http://oesterreich.orf.at/vorarlberg/stories/195359/ ORF: Gorbach verlässt Klaus-Holding, 25.5.2007}
  4. Originaltext des Briefes
  5. http://orf.at/070926-16995/index.html
  6. http://www.guardian.co.uk/austria/article/0,,2178913,00.html#article_continue Artikel im Guardian vom 28. 9. 2007]
  7. Artikel in der Finanzial Times vom 28. 9. 2007 (kostenpflichtig)
  8. ORF: Übelsetzer Preis für Gorbach

[Bearbeiten] Weblinks

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