Hubertus von Preußen
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Hubertus Karl Wilhelm Prinz von Preußen (* 30. September 1909 in Potsdam; † 8. April 1950 in Windhuk, Südwestafrika) war ein preußischer Prinz und Enkelsohn Wilhelms II.
[Bearbeiten] Leben
Prinz Hubertus wurde als dritter Sohn des Kronprinzen Wilhelm von Preußen und seiner Gemahlin Kronprinzessin Cecilie von Preußen im Marmorpalais in Potsdam geboren.
Als 1918 die Monarchie zusammenbrach und das Haus Hohenzollern seine herausragende Position im Staatsgefüge verlor, wurde sein Vater, der Kronprinz, in den Niederlanden inhaftiert. Er selbst verließ seine Heimatstadt Potsdam und zog mit seinen jüngeren Geschwistern nach Oels (Provinz Schlesien), wo seine Familie nach wie vor über Besitzungen verfügte.
Der Kaiserenkel Hubertus trat 1934 in das Infanterieregiment 8 ein, das in Frankfurt/Oder stationiert war. Als der Zweite Weltkrieg ausbrach, nahm auch Prinz Hubertus am Polenfeldzug teil. Doch als sein älterer Bruder Wilhelm 1940 fiel und unter der Anteilnahme von über 50.000 Menschen im Antikentempel im Park von Sanssouci beigesetzt wurde, sah sich Hitler zum sog. Prinzenerlass genötigt, der es den Angehörigen ehemals regierender Fürstenhäuser untersagte, an der Front zu kämpfen. Dadurch wollte Hitler der Verehrung eines weiteren gefallenen Hohenzollern vorbeugen, da ihm dies als Gefahr seiner eigenen Herrschaft erschien.
Bevor Prinz Hubertus 1940 aus dem Dienst an der Front ausschied, hatte er die Verkehrsfliegerschule absolviert und konnte so als Fliegeroffizier in Brieg (Schlesien) tätig sein. 1943 schieden auf Befehl Hitlers alle Mitglieder fürstlicher Häuser endgültig aus der Wehrmacht aus. Prinz Hubertus übernahm darauf mit seiner Gemahlin Prinzessin Magdalene Reuß das Gut Wildenbruch bei Schwedt/Oder.
Nach dem Ende des Weltkrieges musste das Paar das östlich der Oder gelegene Gut aufgeben und fand zunächst bei dem Fürsten Ysenburg in Büdingen Unterkunft. 1947 übernahm Prinz Hubertus die Bewirtschaftung des Weingutes Schloss Reinhartshausen in Erbach.
1950 wanderte Prinz Hubertus nach Südwestafrika aus. Während der deutschen Kolonialzeit hatte das Haus Hohenzollern dort mehrere Farmen (Krongüter) besessen. Sein Bruder Friedrich Georg Wilhelm Christoph von Preußen hatte in der Nachkriegszeit die ehemaligen kaiserlichen Farmen „Dickdorn“ und „Kosis“ bei Mariental zurückerworben. Prinz Hubertus wollte den Betrieb übernehmen und sich mit der Karakul-Zucht eine neue Existenz aufbauen. Doch bereits am 8. April 1950 starb er in Windhuk an den Folgen einer Blinddarmoperation. Sein Trauerzug durch die Straßen der Hauptstadt wurde von vielen Einheimischen begleitet.
Nachdem sein Sarg via Johannesburg nach Deutschland überführt worden war, wurde Hubertus von Preußen in der St. Michaels-Bastei auf der Burg Hohenzollern beigesetzt.
[Bearbeiten] Familie
Hubertus war von 1941 bis zur Scheidung 1943 mit Maria Anna Freiin von Humboldt-Dachroeden (1916–2003) verheiratet. Aus dieser Ehe gingen keine Kinder hervor. 1943 heiratete Hubertus Magdalene Pauline Prinzessin Reuß zu Köstritz (* 1920). Aus dieser Verbindung stammen: Anastasia Viktoria Cecile Prinzessin von Preußen (* 1944), seit 1965 verheiratet mit Alois Konstantin zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg (* 1941) und Marie Christine Prinzessin von Preußen (1944-1966).
[Bearbeiten] Weblinks
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Preußen, Hubertus Karl Wilhelm Prinz von |
| KURZBESCHREIBUNG | Preußischer Prinz und Enkelsohn Wilhelms II. |
| GEBURTSDATUM | 30. September 1909 |
| GEBURTSORT | Potsdam |
| STERBEDATUM | 8. April 1950 |
| STERBEORT | Windhuk, Südwestafrika |

