Hudson Austin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hudson Austin (* 26. April 1938) ist ein ehemaliger grenadischer General und Revolutionär.

Biografie[Bearbeiten]

Austin trat in die Streitkräfte Grenadas ein und stieg zum General auf. 1979 gehörte er zu den Unterstützern von Premierminister Maurice Bishop und sah die durch den kubanischen Geheimdienst (Dirección de Inteligencia) vermittelte Unterstützung durch die Sowjetunion als lebensnotwendig für die karibische antiimperialistische Bewegung bezeichnete.

Er gehörte neben Bernard Coard zu den Anführern des Staatsstreichs vom 19. Oktober 1983, die zum Sturz von Premierminister Maurice Bishop und dessen Hinrichtung führten. General Austin wurde darauf Chef des Revolutionären Militärrates, während der bisherige Stellvertretende Premierminister Coard de facto Premierminister wurde. Die Regierung unter Bishop war beliebt beim Volk, die Gewalt des Umsturzes löste in der Bevölkerung hingegen Angst und Ablehnung aus. Nach dem Staatsstreich gegen Bishop bat der Generalgouverneur von Grenada – als Vertreter der Königin die Funktion des Staatsoberhauptes ausfüllend - die Organisation Ostkaribischer Staaten und die USA um Hilfe. Am 25. Oktober 1983 starteten die USA mit der Organisation Ostkaribischer Staaten eine Invasion (Operation Urgent Fury), in deren Folge die Regierung der New Jewel Movement (NJM) gestürzt wurde.

1986 wurde Austin zusammen mit Coard sowie dreizehn anderen Personen wegen der Ermordung Bishops zum Tode verurteilt. Im August 1991 wurde dieses Urteil in eine lebenslängliche Haftstrafe umgewandelt und schließlich auch diese im Februar 2007 aufgehoben. Im Dezember 2008 wurde er schließlich begnadigt und aus der Haft entlassen.

Weblinks[Bearbeiten]