Hudson Hawk – Der Meisterdieb

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Filmdaten
Deutscher Titel Hudson Hawk – Der Meisterdieb
Originaltitel Hudson Hawk
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1991
Länge 96 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Michael Lehmann
Drehbuch Bruce Willis,
Robert Kraft,
Steven E. de Souza
Produktion Joel Silver
Musik Michael Kamen
Kamera Dante Spinotti
Schnitt Chris Lebenzon,
Michael Tronick
Besetzung

Hudson Hawk – Der Meisterdieb ist eine US-amerikanische Action-Komödie von Regisseur Michael Lehmann aus dem Jahr 1991. Bruce Willis spielt die Titelrolle, einen cleveren Meisterdieb. Weitere Darsteller sind Danny Aiello, Andie MacDowell, James Coburn und CSI-Miami-Star David Caruso. Außerdem noch dabei ist Sandra Bernhard, bekannt aus der Sitcom „Roseanne“.

Handlung[Bearbeiten]

Eddie Hawkins, genannt „Hudson Hawk“, ist ein ehemaliger Safeknacker und Meisterdieb – und gerade frisch aus dem Gefängnis entlassen. Bevor er jedoch dazu kommt, endlich wieder einen seiner geliebten Cappuccino zu trinken, wird er von gleich mehreren Parteien (darunter die Mafia und die CIA) zu verschiedenen Kunstrauben erpresst.

Hawkins macht sich an die Arbeit und stellt bald fest, dass hinter all diesen Aktionen eine mysteriöse Firma namens „Mayflower Industries“ steht; deren Inhaber, das durchgeknallte Milliardärsehepaar Darwin und Minerva Mayflower, wollen mithilfe von in den Kunstwerken verborgenen Teilen eines Kristalls die „Macchina del Oro“ fertigstellen, eine von Leonardo da Vinci entwickelte Maschine zur Goldherstellung. Dafür brauchen sie vor allem drei von da Vincis Werken, das Modell eines Reiterstandbildes des Herzogs Francesco Sforza, den Codex und den Helikopter. Das Milliardärsehepaar will damit so viel Gold herstellen, dass der Weltmarktpreis drastisch sinkt. Weil dadurch alle, die Gold gehortet haben, ärmer würden, wären die Mayflowers am reichsten und würden die Welt beherrschen.

Anna Baragli, Kunstspezialistin und Geheimagentin einer Spionageabwehrorganisation des Vatikans, heftet sich an Hudson Hawks Fersen und verliebt sich bald in ihn. Dennoch versucht sie, ihn am Stehlen des Codex aus dem Petersdom zu hindern; ihre Organisation hat ein Abkommen mit CIA-Mann George Kaplan getroffen, um an die Hintermänner der Verschwörung heranzukommen.

Hawk muss bald feststellen, dass nicht nur Kaplan, sondern auch sein bester Freund Tommy Five-Tone für die Mayflowers arbeitet. Tommy und er können jedoch mit einem Trick entkommen und beschließen, ihren Gegnern gemeinsam mit Anna das Handwerk zu legen. Dabei werden sie von einer ganzen Reihe Agenten der Mayflowers gejagt, denen sie schließlich auch in die Hände fallen. Auf Da Vincis Burg, wo die „Macchina del Oro“ fertigstellt werden soll, kommt es zum Showdown zwischen Hawks Team, den Mayflowers und Kaplans Männern.

Hawk wird gezwungen, den Kristall zusammenzusetzen, macht dabei aber absichtlich einen Fehler – mit katastrophalen Folgen: die halbe Burg fliegt in die Luft, als Darwin Mayflower Gold zu produzieren versucht, Hawk und Anna entkommen in einem von Da Vincis primitiven Fluggeräten. Schließlich kommen sie vor dem Hintergrund der brennenden Burg endlich zur Ruhe – und Hudson Hawk zu seinem Cappuccino.

Hintergrund[Bearbeiten]

  • Ein wesentlicher Bestandteil des Films sind die Gesangseinlagen von Bruce Willis und Danny Aiello. Ihre Songs sind auch im Soundtrack des Films enthalten.

Rezeption[Bearbeiten]

Hudson Hawk wurde von der Kritik spektakulär verrissen, die Einnahmen an den Kinokassen waren sehr gering: bei Kosten von 65 Millionen US-Dollar spielte der Film in den USA nur 17,2 Millionen ein. Es folgten die Goldene Himbeere für den schlechtesten Regisseur (Lehmann), das schlechteste Drehbuch (Kraft, Willis, de Souza) und den schlechtesten Film. Außerdem war der Film in den Kategorien schlechtester Hauptdarsteller (Bruce Willis), schlechtester Nebendarsteller (Richard E. Grant) schlechteste Nebendarstellerin (Sandra Bernhard) nominiert. Die Macher schrieben dies vor allem den teils chaotischen Dreharbeiten und dem ständig umgeänderten Drehbuch zu.

Bruce Willis zog sich in der Folgezeit vom Drehbuchschreiben zurück und konzentrierte sich auf seine Arbeit als Schauspieler.

Kritiken[Bearbeiten]

„Ein verquastes Sammelsurium aus handelsüblicher Action und stumpfsinnigen Parodie-Ansätzen, in dessen unorganisierter Betriebsamkeit jeder Funke von Witz und Spannung im Ansatz erstickt.“

Lexikon des Internationalen Films[1]

„Der Mix aus Slapstick, Musical und Thriller floppte im Kino, ist als bizarres Unikum aber sehenswert. Fazit: Überdrehte Parodie auf Kinosuperhelden“

Cinema[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hudson Hawk – Der Meisterdieb im Lexikon des Internationalen Films
  2. Hudson Hawk – Der Meisterdieb auf cinema.de