Huey Lewis & the News

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Huey Lewis and the News
ursprüngliches Bandlogo
ursprüngliches Bandlogo
Allgemeine Informationen
Genre(s) Rock
Gründung 1979
Website http://www.hueylewis.com
Gründungsmitglieder
Huey Lewis
Chris Hayes
Saxophon, Gitarre
Johnny Colla
Mario Cipollina
Sean Hopper
Bill Gibson
Aktuelle Besetzung
Gesang, Mundharmonika
Huey Lewis
Gitarre, Saxophon
Johnny Colla
Gitarre
Stef Burns
Bass
John Pierce
Keyboards
Sean Hopper
Schlagzeug/Perkussion
Bill Gibson
Marvin McFadden
Tenorsaxophon
Rob Sudduth
Altsaxophon, Tenorsaxophon
Johnnie Bamont
Ehemalige Mitglieder
Saxophon
Ron Stallings († 2009)
Gitarre
Chris Hayes (1979-2000)
Bass
Mario Cipollina (1979-1994)

Huey Lewis & the News ist eine US-amerikanische Rockband um den Sänger Huey Lewis, die insbesondere von 1982 bis 1991 erfolgreich war.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Huey Lewis and the News live (2006)

Die Band entstand 1979 durch den Zusammenschluss von Mitgliedern der Gruppen Clover, denen Huey Lewis seit 1971 und Sean Hopper (Keyboard) seit 1972 angehört hatten, und Soundhole, von der Johnny Colla (Saxophon/Gitarre), Bill Gibson (Perkussion) und Mario Cipollina (Bass) kamen. Die Gruppe holte sich 1980 Chris Hayes (Gitarre) dazu und formierte so Huey Lewis and the American Express.[1] Die Gruppe wurde geschäftlich von Bob Brown vertreten, der auch heute noch ihr Manager ist, und bekam einen Schallplattenvertrag bei Chrysalis Records. Allerdings bestand das Label auf einer Namensänderung. Auf Vorschlag von Bob Brown benannte sich die Gruppe daraufhin in Huey Lewis and the News um.

Mitte 1980 veröffentlichten sie Huey Lewis and the News und Anfang 1982 Picture This. Picture This enthielt unter anderem den Titel Tattoo (Giving It All Up for Love), den Phil Lynott geschrieben und 1980 auf seinem Soloalbum Solo in Soho veröffentlicht hatte.[2] 1983 erschien Sports mit den Hits The Heart of Rock & Roll und I Want a New Drug und der Coverversion des Hank-Williams-Stücks Honky Tonk Blues. Mit diesem Album ernteten sie erstmals auch außerhalb der USA, wo die Platte mehrfach, zuletzt am 20. Juli 1987, mit Platin ausgezeichnet wurde[3], Anerkennung. Sports ist bis heute das erfolgreichste Album der Band. Bereits damals gehörte der Curtis-Mayfield-Titel It’s All Right zum Live-Programm, mit dem die Band ihre A-cappella-Qualitäten unter Beweis stellte.[4]

Im Sommer 1985 lieferten Huey Lewis & the News mit The Power of Love (Nummer-eins-Hit in den USA und 1986 für einen Oscar, den Golden Globe und einen Grammy nominiert) und Back in Time zwei Hits für den Spielfilm Zurück in die Zukunft, in dem Huey Lewis auch einen kleinen Gastauftritt hat. Für The Power of Love wurde auch ein Musikvideo produziert, in dem Christopher Lloyd (im Film Darsteller des Doc Brown) und der De Lorean einen Auftritt haben.

Im Spätsommer 1986 erschien Fore! (benannt nach einem Golf-Ausdruck), auf dem sich die Hits The Power of Love, Stuck With You und Jacob’s Ladder (geschrieben von Bruce Hornsby) befanden. Der Titel Naturally zeigte dabei erstmals auf einem Studioalbum die a-Cappella-Fähigkeiten der Gruppe, die im Sommer 1988 das Album Small World veröffentlichte. Im Frühjahr 1991 kam Hard at Play heraus.

Im Frühjahr 1994 veröffentlichte die Gruppe das Album Four Chords and Several Years Ago, eine Hommage an die Klassiker des Rock ’n’ Roll. Alle Titel wurden mit originaler Aufnahmetechnik (Verstärker, Mikrofone, Tonbandgeräte) der 1950er-Jahre im Studio „The Site“ in San Rafael (Kalifornien) aufgenommen, die Band spielte alle Titel gemeinsam live ein.[5]

1999 brachte Chrysalis eine digital remasterte Version des Albums Sports heraus. Das Album enthielt zusätzlich fünf bis dahin unveröffentlichte Versionen von bekannten Songs des Albums, nämlich zwei sogenannte „Session „Takes (The Heart of Rock & Roll und Walkin’ on a Thin Line) sowie Live-Versionen von If This Is It und Heart and Soul, beide aufgenommen am 21. Februar 1985 in San Francisco, und I Want a New Drug, aufgenommen am 15. Januar 1984 in Los Angeles.

Im Jahr 2000 trat die Gruppe nach längerer Zeit wieder einmal in Deutschland auf, unter anderem am 20. Juni in der BeatBox auf der Weltausstellung "Expo" in Hannover. Das Konzert wurde mit We're not Here for a Long Time (We're Here for a Good Time) eröffnet; dieser Titel wurde ein Jahr später auf Plan B. erstmals veröffentlicht. Nach 2000 hatte die Band bisher keine Auftritte in Deutschland mehr.[6]

Im Mai 2001 erschien mit Plan B das nächste wirklich neue Album. 2004 wurde dann eine DVD mit zwei Deutschland-Konzerten veröffentlicht, die im Rahmen der Fernsehsendung Rockpalast aufgezeichnet worden waren. Dabei handelte es sich um die Konzerte aus der Essener Grugahalle von 1984 und dem Kölner E-Werk von 1991. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Gruppe im Jahr 2004 gab es außerdem eine große US-Tournee. Ausschnitte davon findet man auf dem Livealbum und der Live-DVD Live at 25. Die Lieder darauf, größtenteils eine live gespielte Zusammenstellung der größten Erfolge, wurden am 14. und 15. Dezember 2004 bei zwei Auftritten in der Stadt Chico im heimischen Kalifornien mitgeschnitten.

Die Gruppe hat sich zwischenzeitlich umformiert: So gibt es mit den „News Brothers“ (Marvin McFadden, Ron Stallings und Rob Sudduth) eine eigene Bläsersektion – bei vielen früheren Liedern waren Tower of Power als Bläsersektion dabei. Mario Cipollina machte 1994 dem bekannten Studiomusiker John Pierce am Bass Platz. 2000 verließ der langjährige Komponist und Gitarrist Chris Hayes die Band aus familiären Gründen; für ihn ist seitdem Stef Burns dabei. Chris Hayes arbeitete aber noch am 2001er Album Plan B mit und springt bei Live-Auftritten gelegentlich für Stef Burns ein, wenn dieser verhindert ist.

Am 13. April 2009 verstarb der Saxophonist Ron Stallings.

Im Oktober 2010 wurde in Europa das Album Soulsville veröffentlicht, das die Gruppe in den Ardent Studios in Nashville (Tennessee) aufgenommen hatte. Huey Lewis and the News zollten, ähnlich wie sie es schon 1994 bei Four Chords & Several Years Ago getan hatten, ihren musikalischen Vorbildern Tribut. Allerdings konzentrierte sich die Gruppe diesmal nicht auf den Rock ’n’ Roll, sondern auf Soul-Klassiker. Alle Aufnahmen fanden live in Bandbesetzung statt und wurden analog, also auf Tonband, aufgezeichnet. Das Album erreichte in den Billboard 200 nur Platz 121, konnte sich aber in den Billboard "Adult Contemporary" auf Platz 18 und in den Billboard "R&B/HipHop"-Charts auf Platz 15 schieben.[7]

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

Monat/Jahr Titel Chart-Positionen [8] Auszeichnungen [9]
DE AT CH UK US
06.1980 Huey Lewis & the News
01.1982 Picture This 13 Gold (USA)
09.1983 Sports 29 23 1 7-fach Platin (USA)
09.1986 Fore! 5 22 4 8 1 3-fach Platin (USA), Gold (DE)
07.1988 Small World 8 10 12 11 Platin (USA)
05.1991 Hard at Play 14 9 39 27 Gold (USA)
05.1994 Four Chords & Several Years Ago 46 21 55
05.2001 Plan B 165
10.2010 Soulsville 121

Live-Alben und Kompilationen[Bearbeiten]

Monat/Jahr Titel Chart-Positionen [8] Auszeichnungen [9]
DE AT CH UK US
11.1992 The Heart of Rock & Roll – The Best Of 54 39 23
10.1996 Time Flies … The Best Of 185
05.2005 Live at 25
05.2006 Greatest Hits & Videos 61 Gold (USA)

Singles[Bearbeiten]

Monat/Jahr Titel Chart-Positionen [8] Album
DE AT CH UK US
01.1982 Do You Believe in Love 7 Picture This
04.1982 Hope You Love Me Like You Say You Do 36
07.1982 Workin’ For a Livin’ 41
08.1983 Heart and Soul 39 61 8 Sports
12.1983 I Want a New Drug 27 6
04.1984 The Heart of Rock & Roll 71 49 6
07.1984 If This Is It 39 6
09.1984 Walking on a Thin Line 18
06.1985 The Power of Love 16 24 11 9 1 Soundtrack zum Film Zurück in die Zukunft
08.1986 Stuck with You 15 23 14 12 1 Fore!
10.1986 Hip to Be Square 41 3
01.1987 Jacob’s Ladder 65 1
03.1987 I Know What I Like 9
03.1987 Simple as That 47
06.1987 Doin’ It All for My Baby 6
07.1988 Perfect World 48 3 Small World
10.1988 Small World 25
11.1988 World to Me 84
01.1989 Give Me the Keys (And I’ll Drive You Crazy) 47
05.1989 Walking with the Kid
04.1991 Couple Days Off 40 11 Hard at Play
07.1991 It Hit Me Like a Hammer 51 21
11.1991 He Don’t Know 59 18
05.1994 (She’s) Some Kind of Wonderful 51 44 Four Chords & Several Years Ago
08.1994 But It’s Alright 54
01.1995 Little Bitty Pretty One
09.1996 100 Years from Now Time Flies… The Best Of
11.2000 Cruisin’ (feat. Gwyneth Paltrow) Soundtrack zum Film Traumpaare
04.2001 Let Her Go and Start Over Plan B

Sonstige Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Grammy Awards 1986 in der Kategorie “Best Music Video, Long Form” für: Huey Lewis & the News: The Heart of Rock & Roll (1985)
  • The Power of Love (Single): Gold
  • I Want a New Drug (Single): Gold

Quellen[Bearbeiten]

  1. Huey Lewis Biografie auf hln.org
  2. Eintrag in der allmusic-Datenbank
  3. Online Datenbank der Recording Industry Association of America (RIAA)
  4. DVD Huey Lewis and the News at Rockpalast; WDR, EAN: 4 031778 330057
  5. Liner Notes zu Four Chords and Several Years ago
  6. Recherche auf Songkick.com
  7. Billboard, 2. Dezember 2010
  8. a b c Chartquellen (Alben): DE / AT / CH / UK / US, abgerufen 23. November 2012.
  9. a b Quelle Auszeichnungen (durchsuchbare Datenbanken): DE / US, abgerufen am 23. November 2012.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Huey Lewis and the News – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien