Hugenberg-Konzern

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Der Hugenberg-Konzern war eine nationalkonservative Mediengruppe in Deutschland mit Sitz in Berlin, die Werbe- und Nachrichtenagenturen, Pressedienste, Presseverlage und Filmgesellschaften umfasste. [1]

Alfred Hugenberg, Mitbegründer des Alldeutschen Verbandes und ab 1928 Vorsitzender der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP), baute als Vorsitzender des Direktoriums der Friedrich Krupp AG (1909-1918) ab 1916 mit der Übernahme des Scherl-Verlages systematisch den Hugenberg-Konzern auf. 1919 gründeten 12 DNVP-Mitglieder als Dachgesellschaft des Hugenberg-Konzerns die Wirtschaftsvereinigung zur Förderung der geistigen Wiederaufbaukräfte, die den Konzern maßgeblich finanzierte.

Durch die gewonnene Medienkonzentration erreichte die vom Hugenberg-Konzern verbreitete extrem nationalistische und antidemokratische Propaganda weite Teile der deutschen Bevölkerung. Das Medienimperium Hugenberg gilt daher als Steigbügelhalter der Nationalsozialisten. Im Laufe der 30er-Jahre kaufte die NSDAP einige Unternehmensteile des Hugenberg-Konzerns. Im NS-Staat übernahmen die Nationalsozialisten Schritt für Schritt die Kontrolle über den Konzern, zuerst 1933 über die Telegraphen-Union. 1937 wurde die Universum Film AG (UFA) verstaatlicht und 1943 der Scherl-Verlag in Parteiverlage überführt.

Siehe auch [Bearbeiten]

Literatur [Bearbeiten]

  • Ludwig Bernhard: Der „Hugenberg-Konzern“. Psychologie und Technik einer Großorganisation der Presse. Faksimile-Verlag, Bremen 1983 (Nachdr. d. Ausg. Berlin 1928).
  • Heidrun Holzbach: Das „System Hugenberg“. Das Organ bürgerlicher Sammlungspolitik vor dem Aufstieg der NSDAP. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1981, ISBN 3-421-01986-X (zugl. Dissertation, Universität München 1979).

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. http://www.polunbi.de/inst/hugenberg.html Hugenberg-Konzern im Diagramm von Olaf Simons, Datenbank Schrift und Bild 1900-1960, polunbi.de (abgerufen am 13. Juli 2012)