Hugh Walpole

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Hugh Walpole
Bild: Carl Van Vechten, 1934

Sir Hugh Seymour Walpole (* 13. März 1884 in Auckland, Neuseeland; † 1. Juni 1941 in London, England) war ein britischer Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Hugh Walpole, 1884 als Sohn eines Bischofs in Neuseeland geboren, kam im Alter von fünf Jahren nach England. Dort besuchte er die King's School (Canterbury) und Emmanuel College (Cambridge).

Er war als Schriftsteller sowohl produktiv als auch vielseitig. Neben den vier Bänden der Herries Chronicles, seinem wohl bekanntestem Werk, das gerne mit John Galsworthys Forsythe Saga verglichen wird, schrieb er Jugendromane (die Jeremy-Serie) und makabre Schauergeschichten (à la Edgar Allan Poe) - hier ist vor allem Portrait of a Man with Red Hair zu nennen.

Für den starbesetzten Hollywood-Spielfilm David Copperfield (1935) bereitete er die gleichnamige Romanvorlage von Charles Dickens zu einem Drehbuch auf und übernahm unter der Regie von George Cukor auch die Rolle des Vikars. Für die Literaturverfilmung Der kleine Lord schrieb er ein Jahr später ebenfalls das Drehbuch.

Zu Lebzeiten ein recht bekannter und vielgelesener Autor, geriet Walpole nach seinem Tod 1941 langsam und unverdienterweise in Vergessenheit. Er liegt bei der St John's Church in Keswick begraben.

Werke[Bearbeiten]

Romane[Bearbeiten]

1909 The Wooden Horse
1910 Marradick At Forty
1911 Mr Perrin and Mt Traill (Isabel und der Lehrer Perrin)
1912 The Prelude to Adventure
1913 Fortitude
1914 The Duchess of Wrexe (Die Herzogin von Wrexe)
1916 The Dark Forest (Der dunkle Wald)
1918 The Green Mirror (Der grüne Spiegel)
1919 The Secret City
1919 Jeremy (Jeremy – Roman einer Kindheit)
1920 The Captives
1921 The Young Enchanted
1922 The Cathedral
1923 Jeremy and Hamlet (Jeremy und sein Hund) – Hinweis: In der deutschen Übersetzung von Toni Harten-Hoencke, J. Engelhorns Nachf. Stuttgart, ohne Jahreszahl, wird auf dem Titelblatt das Erscheinungsjahr des englischen Originals mit 1913 angegeben.
1924 The Old Ladies (nicht übersetzt)
1925 Portrait of a Man with Red Hair (Bildnis eines rothaarigen Mannes)
1926 Harmer John (nicht übersetzt)
1927 Jeremy at Crale (Jeremy auf der Schule)
1928 Wintersmoon (nicht übersetzt)
1929 Farthing Hall (mit J. B. Priestley) (nicht übersetzt)
1929 Hans Frost (nicht übersetzt)
1931 Above the Dark Circus
1934 Captain Nicholas
1935 The Inquisitor
1936 A Prayer for my Son
1937 John Cornelius (nicht übersetzt)
1938 The Joyful Delaneys
1939 The Sea Tower (Der Turm am Meer)
1940 The Bright Pavilions (Die Lustgärten Gottes)
1941 The Blind Man's House
1941 The Killer and the Slain (Der Mörder und sein Opfer)
1944 Katherine Christian (Katherine Christian)

Die Herries Chronicles[Bearbeiten]

1930 Rogue Herries (Herries, der Vagant)
1931 Judith Paris (Judith Paris)
1932 The Fortress (Die Festung)
1933 Vanessa (Vanessa)

Literatur[Bearbeiten]

  • Rupert Hart-Davis: Hugh Walpole. A Biography. Hamish Hamilton, London 1985, ISBN 0-241-11406-3

Weblinks[Bearbeiten]