Hugh de Cressingham

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Wappen de Cressinghams

Hugh de Cressingham (* im 13. Jahrhundert; † 11. September 1297) war ein englischer Ritter im Gefolge König Eduards I. und von 1296 bis 1297 dessen Schatzmeister in Schottland.

Eduard I. hatte ab März 1296 einen Feldzug nach Schottland unternommen. Im April siegte er in der Schlacht bei Dunbar über die Schotten, woraufhin ihm der schottische König John Balliol im Juli seine Krone überließ und die schottischen Barone ihm huldigten. Die Verwaltung des Königreiches blieb in den Händen der schottischen Adligen, lediglich an die Spitze der Verwaltung setzte Eduard Engländer ein. Das Oberkommando übertrug er John de Warenne als "Hüter von Schottland" und ernannte Hugh de Cressingham am 28. August 1296 zum Schatzmeister, bevor er Schottland verließ, um sich Angelegenheiten in Frankreich zuzuwenden.[1]

Er war bei der schottischen Bevölkerung unbeliebt.

In der Schlacht von Stirling Bridge war Hugh einer der Heerführer unter dem Oberbefehl des John de Warenne. Hugh wurde in der Schlacht getötet, es wird berichtet, dass er noch auf dem Schlachtfeld gehäutet und Streifen seiner Haut als Trophäe unter den Schotten verteilt wurden. Laut der Lanercost-Chronik ließ sich William Wallace aus einem Teil der Haut einen Schwertgurt anfertigen.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. Maurice Hugh Keen: England in the later Middle Ages. A political history. Routledge, London 2003, ISBN 0415272939, S. 26 f.
  2. Vgl. Richard W. Kaeuper: Violence in medieval society. Boydell & Brewer Ltd, Woodbridge 2000, ISBN 0851157742, S. 43.