Hugo Hamilton

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum schwedischen Baron selben Namens siehe Hugo Johan Hamilton.

Hugo Hamilton (* 28. Januar 1953 in Dublin[1]) ist ein irischer Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Hamilton wuchs in der irischen Hauptstadt Dublin auf. Seine Mutter war eine Deutsche, welche als Pilgerin 1949 nach Irland kam, wo sie einen irischen Ingenieur heiratete. Dieser war ein strenger irischer Nationalist, der darauf bestand, dass seine Kinder Deutsch oder Irisch sprechen sollten, nicht aber Englisch. Der junge Hugo, der beim Spielen mit anderen Kindern Englisch lernte und sprach, fand diese Regel sehr schwierig. Er fühlte sich keiner Sprachgruppe zugehörig: „Es gab keine anderen Kinder, die mir ähnelten, keine ethnische Gruppe, der ich mich anschließen könnte“.

Hamilton arbeitete als Journalist, begann dann, Kurzgeschichten und Romane zu schreiben. 1992 wurde er mit dem Rooney Prize for Irish Literature ausgezeichnet. 2001/2002 lebte er im Rahmen eines DAAD-Stipendium in Berlin und nutzte die Zeit,[2] um ein Buch über seine Kindheit zu beenden: 2003 erschien The Speckled People (dt. 2004, Gescheckte Menschen); 2004 erhielt die französische Übersetzung Sang impur den Prix Femina Étranger. Eine Fortsetzung, The Sailor in the Wardrobe, erschien 2006 (dt. 2006, Der Matrose im Schrank).

2007, nachdem er die Reise Heinrich Bölls nachvollzogen hatte, von der das Irische Tagebuch handelt, schrieb er Die redselige Insel für den deutschen Luchterhand Literaturverlag. 2011 erschien im selben Verlag der Roman Der irische Freund (Originaltitel: Hand in the Fire).

Hamilton ist Mitglied bei Aosdána. Er lebt in Dublin und Berlin.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Werke auf Deutsch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hamilton, Hugo 1953– auf encyclopedia.com
  2. Eintrag zu Hamilton, Hugo beim Berliner Künstlerprogramm des DAAD.