Hugo Hirst

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Hugo Hirst

Hugo Hirst (* 26. November 1863 in Altenstadt (Iller)[1] als Hugo Hirsch; † 22. Januar 1943 in Foxhill bei Reading als Hugo Hirst, 1st Baron Hirst of Witton) war ein britischer Unternehmer.

Leben[Bearbeiten]

Hugo Hirsch war der älteste Sohn des Kaufmanns Emanuel Hirsch und seiner Frau Lisa aus Haus Nr. 36, Inhaber einer Branntweinbrennerei.[2] Hugo verbrachte seine Kindheit ab 1870 in München und wanderte 1881 nach England aus, wo er 1883 naturalisiert wurde und den Namen „Hirst” annahm.[1]

1886 verband er sich mit Gustav Binswanger (später Byng), der in London die Elektrogroßhandlung G. Binswanger and Company hatte, und die Firma wurde in The General Electric Apparatus Company umbenannt. Im nächsten Jahr brachten sie ihren ersten Elektro-Katalog heraus. 1888 erwarben sie eine Fabrik in Salford nahe Manchester, in der sie Telefone, elektrische Klingeln und Schalter produzierten.

1889 wurde die Firma als General Electric Company Ltd. (G.E.C.) eingetragen. Sie entwickelten den Gebrauch von Porzellan als Isolationsmaterial in Schaltern. Ab 1893 stiegen sie in die Produktion von Glühlampen ein. Die daraus resultierende Firma wurde 1909 Osram. [3]

Am 30 Mai 1892 heiratete er seine Cousine Leontine Hirsch, die Tochter von Herman Hirsch. Ihre Schwester Amanda heiratete seinen Mitarbeiter Max Railing. 1906 wurde er Managing Director und 1910, als Byng gestorben war, wurde er Chairman. Er unterstützte 1923 Pinchas Ruthenberg bei der Gründung der Palestine Electric Company.

Von 1928 bis 1930 war er Master bei der Glaziers' Company. Am 28. Juni 1934 wurde er zum 1st Baron Hirst of Witton (co. Warwick) ernannt.

Nachkommen[Bearbeiten]

  • Muriel Elsie Hirst († 27. August 1969)
  • Irene Phyllis Hirst († 30. Juni 1995)
  • Harold Hugh Hirst (* 6. Juli 1893; † 24. Februar 1919)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Hugo Hirst auf Grace's Guide British Industrial History
  2. Gernot Römer: Schwäbische Juden: Leben und Leistungen aus zwei Jahrhunderten in Selbstzeugnissen, Berichten und Bildern; S. 215
  3. http://www.nationmaster.com/encyclopedia/The-General-Electric-Company

Literatur[Bearbeiten]

  •  Kurt Jäger, Friedrich Heilbronner: Lexikon der Elektrotechniker. 2. Auflage. VDE Verlag, 2010, ISBN 978-3-8007-2903-6.