Hugo Ruehle

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Hugo Ruehle
Rühle: Bronze-Medaillon von Küppers

Hugo Ernst Heinrich Ruehle, auch Hugo Ernst Heinrich Rühle, (* 12. September 1824 in Liegnitz; † 11. Juli 1888 in Bonn) war ein deutscher Mediziner.

Leben[Bearbeiten]

Ruehle studierte von 1842 bis 1848 in Berlin, wo er engen Kontakt zu Rudolf Virchow, Benno Reinhardt und Ludwig Traube hatte. Nach seiner Promotion 1846 und der Ablegung des Staatsexamens 1848 bildete er sich auf wissenschaftlichen Reisen weiter, ehe er 1849 als Armenarzt nach Breslau kam. 1851 wurde er Sekundärarzt am Allerheiligenhospital zu Breslau und trat 1852 die klinische Assistentenstelle bei Friedrich Theodor von Frerichs in der Medizinischen Klinik an. 1853 habilitierte er sich als Dozent an der medizinischen Fakultät mit der Abhandlung Untersuchungen über die Höhlenbildung in tuberculösen Lungen. 1859 wurde er Direktor der Poliklinik und ordentlicher Professor an der Universität Breslau.

Im gleichen Jahr heiratete Ruehle die Arzttochter und Schwester eines Patienten Dorothea Margaretha Kästner (1831–1907). 1872 wurde die Tochter Dora Franziska Manuela († 1931) geboren.

Von 1860 bis 1864 lehrte Ruehle klinische Medizin an der Universität Greifswald und hatte den Posten des Direktors der Poliklinik inne. Hugo von Ziemssen war sein Assistent. Anschließend nahm Ruehle einen Ruf in die gleiche Stellung nach Bonn an, wo der später berühmte Physiologe Nathan Zuntz als Unterarzt bei ihm tätig war. 1888 starb er als Geheimer Medizinalrat in Bonn an einer Brustfellentzündung.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Die Kehlkopf-Krankheiten, Berlin, Hirschwald, 1861.
  • Über den gegenwärtigen Stand der Tuberkulosenfrage, Leipzig, 1871.
  • Die Lungenschwindsucht und die acute Miliartuberkulose, Leipzig, 1877.

Literatur[Bearbeiten]