Hugo Salzmann

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Hugo Salzmann (* 4. Februar 1903 in Kreuznach; † 1979) war ein deutscher Gewerkschafter, Kommunist in der Weimarer Republik sowie Antifaschist während und nach dem Zweiten Weltkrieg.

Leben[Bearbeiten]

Geboren wurde Salzmann als Sohn eines Glasmachers. Er absolvierte eine Lehre als Metalldreher in Bad Kreuznach. Er war Leiter der Metallarbeiter-Jugend, Vorsitzender der Roten Hilfe, Betriebsratsvorsitzender, Organisationsleiter der KPD und politischer Leiter des Kampfbundes gegen den Faschismus in Bad Kreuznach. 1929 wurde er für die KPD in den Stadtrat gewählt und war dort örtlicher Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes.

Hugo Salzmann heiratete 1930 Juliana Sternat. Am 2. November 1932 wurde ihr gemeinsamer Sohn Hugo geboren.

Exil[Bearbeiten]

Die Familie floh 1933 nach der nationalsozialistischen Machtübernahme erst in das Saargebiet und kurz danach nach Paris. Salzmann arbeitete als Packer und Bote, bald wurde er als Emigrant anerkannt und war für Exil-Organisationen der KPD tätig.

Verfolgung, Haft[Bearbeiten]

Nach dem Überfall auf Polen zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde Hugo Salzmann von der französischen Polizei verhaftet und in Le Vernet interniert.
Juliana Salzmann wurde 1940 ebenfalls in Paris verhaftet. Der gemeinsame Sohn Hugo kam bei ihrer Schwester in der Steiermark unter. Juliana Salzmann wurde ins Gefängnis nach Koblenz und ein Jahr später ins Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück verbracht, wo sie am 5. Dezember 1944 an Typhus starb.

Ende 1941 wurde Hugo Salzmann an Deutschland ausgeliefert, in Koblenz inhaftiert und 1943 dort wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt. Die Strafe verbüßte er im Zuchthaus Butzbach/Hessen. Hugo Salzmann wurde im Mai 1945 von Amerikanern aus dem Zuchthaus befreit.

Nachkriegszeit[Bearbeiten]

Nach dem Krieg war er wieder Gewerkschafter und wurde 1945 für die KPD in den Stadtrat von Bad Kreuznach gewählt. 1946 nahm Hugo Salzmann seinen 1932 geborenen Sohn wieder bei sich auf. Die beiden verstanden sich nicht (mehr). Hugo Salzmann stirbt 1979. Sein Sohn Hugo lebt heute mit seiner Familie in Österreich.

In Bad Kreuznach ist eine Straße nach Hugo Salzmann benannt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Erich Hackl: Familie Salzmann. Erzählung aus unserer Mitte. Diogenes Verlag, Zürich 2010, 192 Seiten. ISBN 978-3257067583
  • Hans Canjé: Nicht alltägliche Ehrung. Bad Kreuznach erinnert an den Kommunisten Hugo Salzmann. In: Neues Deutschland vom 24./25. August 2013, S. W 7

Weblinks[Bearbeiten]