Hugo von Donop

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Hugo von Donop am Weimarer Hof (1890–1895)

Hugo Robert August von Donop (* 14. März 1840 in Detmold; † 6. September 1895 in St. Blasien) war ein deutscher Offizier, Kämmerer, Hofmeister und Zeichner aus dem Adelsgeschlecht derer von Donop.

Leben[Bearbeiten]

Hugo von Donop kam am 14. März 1840 als erstes von vier Kindern der Eheleute August von Donop (1812–1862) und Auguste von Donop, geb. Lorentz (1821–1862) im Haus des Großvaters mütterlicherseits zur Welt.

Nach der Vorschule besuchte er bis 1857 das Gymnasium Leopoldinum. Der Familientradition folgend – sein Vater war Offizier bei der hannoverschen Armee – trat er anschließend ebendieser als Volontär-Cadet bei. Während seiner Militärzeit nahm von Donop 1863 an der Bundesexekution in Holstein teil sowie im Krieg 1866 gegen Preußen an der Schlacht bei Langensalza. Nach der Auflösung der hannoverschen Armee schloss er sich 1867 dem 3. Garde-Regiment zu Fuß der preußischen Armee an.

Im März 1869 schied Hugo von Donop vorerst aus der Armee aus und zog zusammen mit seiner Frau Marie Brüll, die er 1865 geheiratet hatte, nach Detmold, um sich dort als Flügeladjutant in den Dienst von Leopold III. zu stellen.

Auf eigenen Wunsch nahm er 1870/71 – mittlerweile zum Hauptmann befördert – am preußisch-französischen Krieg teil. Für seine Verdienste wurde er mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse für Kombattanten ausgezeichnet.

Bei seiner Rückkehr nach Detmold nahm er seine vorherige Position als Flügeladjutant wieder ein und trat zusätzlich als Gardeoffizier seiner alten Einheit (3. Garde-Regiment zu Fuß) auf. Nach dem Tod Leopold III. und der Thronübergabe an Fürst Woldemar bat von Donop Anfang 1876 um eine Versetzung zum Königlich-Preußischen Kadettenhaus in Plön, wo er Kompaniechef wurde. Das endgültige Ausscheiden aus dem Militärdienst (als Major) folgte im Jahr darauf.

Auf Wunsch von Friedrich Wilhelm von Hessen-Rumpenheim wurde er nun Kammerherr der Landgräfin Maria Anna. 1890 stellte ihn Großherzogin Sophie von Sachsen-Weimar-Eisenach in ihre Dienste als Kammerherr und Oberhofmeister am Weimarer Hof. Diese Positionen füllte er bis zu seinem Tod aus. Er starb am 6. September 1895 in St. Blasien an den Folgen einer Lungenerkrankung.

Sonstiges[Bearbeiten]

Hugo von Donop war geschichtlich und künstlerisch interessiert. Für Otto Preuß hat er um 1873 eine Reihe von Zeichnungen angefertigt, die Preuß als Basis für sein Werk „Die baulichen Alterthümer des Lippischen Landes“ dienten. Sein Interesse für Genealogie hat von Donop an seine zweite Tochter Nancy vererbt, die seine Arbeiten nach seinem Tod fortführte.

Zudem war Hugo von Donop für seine große Autographensammlung bekannt.[1] Seine Dokumente von und über Johann Wolfgang von Goethe wurden 1892 im Goethehaus bei einer Werther-Ausstellung gezeigt.[2] Daher war es für Hugo von Donop auch ein Glücksfall, für Großherzogin Sophie arbeiten zu können, denn 1885 wurde Goethes Familienarchiv ebendieser testamentarisch vermacht.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hugo von Donop – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

  •  Hanns-Peter Fink: Die Familie des Hauptmanns August von Donop (= Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe. Band 43). Aisthesis Verlag, Bielefeld 1994, ISBN 3-89528-120-4, S. 75–79.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Monika Estermann, Ernst Fischer, Reinhard Wittmann: Parallelwelten des Buches. (Google Books). Abgerufen am 12. August 2012.
  2. Martin Opitz, Harald Bollbuck: Briefwechsel und Lebenszeugnisse: Kritische Edition mit Übersetzung. (Google Books). Abgerufen am 12. August 2012.