Hui Buh – Das Schlossgespenst

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Filmdaten
Originaltitel Hui Buh – Das Schlossgespenst
Produktionsland Deutschland
Erscheinungsjahr 2006
Länge 98 Minuten
Altersfreigabe FSK 0[1]
JMK 6[2]
Stab
Regie Sebastian Niemann
Drehbuch Sebastian Niemann,
Dirk Ahner nach Motiven und Figuren von Eberhard Alexander-Burgh
Produktion Christian Becker
Musik Egon Riedel
Kamera Gerhard Schirlo
Schnitt Moune Barius
Besetzung

Hui Buh – Das Schlossgespenst ist ein deutscher Film von Regisseur Sebastian Niemann aus dem Jahr 2006. Der Film basiert auf Motiven der Hörspielreihe Hui Buh von Eberhard Alexander-Burgh. In den Hauptrollen spielen Michael Herbig und Christoph Maria Herbst. Der deutsche Kinostart war am 20. Juli 2006 im Verleih der Constantin-Film. Mit über zwei Millionen Zuschauern war es der fünfterfolgreichste inländische Film 2006 in den deutschen Kinos[3] und der zwölfterfolgreichste internationale Film des Jahres in Deutschland.[4]

Dem Budget von 10 Millionen Euro[5] steht ein Kino-Einspielergebnis von 10,4 Millionen Euro gegenüber.[6] Der Einleitungssatz „Manche Leute sagen, es gibt Gespenster. Manche Leute sagen, es gibt keine Gespenster. Ich aber sage, Hui Buh IST ein Gespenst.“ wird, wie in den Hörspielen, von Hans Paetsch gesprochen.

Handlung[Bearbeiten]

Ritter Balduin befindet sich im Jahr 1399 auf Schloss Burgeck, und versucht dort seinen Geldbeutel durch Glücksspiel aufzubessern. Als sein Gegenspieler Adolar bemerkt, dass Balduin falschspielt, wird Balduin plötzlich von einem Blitz getroffen – er wird zum Gespenst Hui Buh. Vor Schreck taumelt Ritter Adolar zurück und fällt durchs Fenster in den Burggraben.

500 Jahre später ist Hui Buh das einzige behördlich zugelassene Gespenst auf Schloss Burgeck. Zusammen mit dem Kastellan führt er ein beschauliches Leben, bis eines Tages König Julius der 111. das Schloss bezieht, um dort die Verlobung mit Leonora Gräfin zu Etepetete zu feiern.

Hui Buh versucht mit allen Mitteln, Julius rauszuekeln, bezahlt aber damit, dass Julius seine Geisterlizenz verbrennt, ohne die er kein „behördlich zugelassenes Gespenst“ mehr ist. Dadurch werden ihm seine Geisterfähigkeiten geraubt.

Als Julius dem Geist von seinen Geldsorgen erzählt, erfährt er, dass es auf Burgeck einen Schatz gibt, der in einem Raum liegt, der nur von innen zu öffnen ist. Hui Buh kann jedoch ohne Geisterlizenz nicht mehr durch Wände gehen, was es nicht ermöglicht, den Schatz zu bergen.

Um eine neue Lizenz zu erwerben und nicht in die Seelensuppe zu kommen, was seinen endgültigen Tod bedeuten würde, muss Hui Buh erneut die Geisterprüfung ablegen. Er ist jedoch nicht in der Lage, die Prüfungsfragen zu beantworten. Als sich herausstellt, dass Julius die Antworten kennt, beschließen sie, zusammen in die Geisterstadt zu gehen, wo die Prüfung geschrieben wird. Sie werden jedoch enttarnt und müssen nach bestandener theoretischer Prüfung fliehen.

Daalor, der Vertreter der Geisterbehörde, ist in Wahrheit Adolar, der mit Gräfin Leonora gemeinsame Sache treibt. Da er ein Vorfahr der Gräfin ist, wollen beide das Schloss in ihren Besitz bringen, das ihnen Balduin durch sein Falschspiel genommen hat. Es gelingt ihnen jedoch nicht, König Julius zu töten. Inzwischen hat die Geisterbehörde von der Verschwörung zwischen Adolar und Gräfin Leonora erfahren, so dass die Wachen um Major Servatius Sebaldus Adolar und Leonora, die inzwischen ein Geist ist, im Schloss Burgeck festnehmen. Durch den gutmütigen Major erhält Hui Buh seine Geisterlizenz zurück. Schließlich heiraten König Julius und die Zofe Konstanzia.

Kritik[Bearbeiten]

Während die jüngere Generation die Besetzung Hui Buhs mit Michael Herbig begeisterte, zeigte sich der Großteil der Hörspielfangemeinde enttäuscht über die sprecherische Leistung Herbigs, die ihrer Meinung nach an keiner Stelle an die klassische Interpretation Hans Clarins heranreicht. Für die DVD-Ausgabe des Films war als Zusatzmaterial eine alternative Tonfassung geplant, bei der Kai Taschner Herbigs Rolle zumindest nah am Original sprechen sollte. Dies wurde jedoch nicht verwirklicht.

„Verfilmung einer erfolgreichen Hörspiel-Serie, die durch ein unausgereiftes Drehbuch und eine allzu schwache Inszenierung viel vom Charme der Vorlage verschenkt und allenfalls durch ihre aufwändigen Spezial-Effekte beeindruckt. Einige allzu drastische Gruselszenen dürften den kleinsten Fans der Serie die Freude trüben.“

Lexikon des internationalen Films

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung (PDF; 71 kB) der FSK, abgerufen am 5. Februar 2012
  2. Kennzeichnung der Jugendmedienkommission.
  3. Filmförderungsanstalt: Jahresliste (deutsch) 2006, abgefragt am 5. Dezember 2009
  4. Filmförderungsanstalt: Jahresliste (international) 2006, abgefragt am 5. Dezember 2009
  5. Hui Buh – Das Schlossgespenst bei movie-infos.de, abgerufen am 29. Februar 2008
  6. Michael Herbig erneut als Schlossgespenst, pro-sieben.de, 8. Dezember 2006, archivierte Version abgerufen am 5. Dezember 2009